Gott loben – oder charismatischer Lobpreis?

Nachdem in der Kasseler Erklärung von 1996 die Deutsche Evangelische Allianz die Berliner Erklärung als de facto überholt abgetan hat, ist der Schutzwall gegen den schwärmerischen Pfingstgeist „von unten“ weithin niedergerissen. Das effektivste Mittel, mit dem er sich in den Gemeinden ausbreitet und charismatisches Gedankengut einpflanzt, ist der „Lobpreis“. Häufig bis zu 30 Minuten und mehr werden unter Begleitung durch schlagzeugbestückte „Lobpreisbands“ moderne „Anbetungslieder“ mit peppigen Rhythmen gesungen und die Menschen in eine seelische Hochstimmung versetzt. Ob dieser „Lobpreis“ echtes Gotteslob ist, was zu beachten und was zu unterscheiden ist, darauf habe ich mich bemüht, in der Predigt vom vergangenen Sonntag eine biblische Antwort zu geben.
Da das Thema auch zur Reihe „Charismatische Bewegung im Licht der Bibel“ gehört, habe ich sie als „Orientierung auf dem Weg der Nachfolge Nr. 21 / Teil 7“ unter „Aktuelle Themen“ eingestellt.
Möge Gott Gnade geben, daß manchem die Augen aufgehen und wenigstens da und dort der Verführung und Verweltlichung unserer Gemeinden Einhalt geboten wird – zur Ehre Gottes.

24 Antworten auf „Gott loben – oder charismatischer Lobpreis?“

  1. LOBPREIS – Beispiel – PAULUS und SILAS :

    Apg 16,23-25: „Und als sie ihnen viele Schläge gegeben hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren. Dieser warf sie, als er solchen Befehl empfangen hatte, in das innerste Gefängnis und befestigte ihre Füße in dem Stock. Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und „lobsangen“ Gott; und die Gefangenen hörten ihnen zu.

    Diese Art von Lobgesang wird heute sicher von den erwähnten „Freunden des Lobpreises“ nicht angestrebt. Heute braucht man zur echten Begegnung mit Gott und dem Heiligen Geist einen „GEILEN LOBPREIS“.

    Immer mehr kirchliche Angebote orientieren sich, besonders in den Vereinigten Staaten an den Bedürfnissen von Teenagern und unreifen Erwachsenen: „Der Lobpreis muss vor allem ‚geil’ sein, die Predigten ‚cool’ oder ‚krass’, die Atmosphäre ‚chillig’.“ Ein „jugendlich-naives Christentum“ ist immer mehr auf dem Vormarsch. Viele Leute meinen, daß der Glaube Spaß bereiten und Unterhaltung bieten müsse. 
    Im Himmel ist gerade eine Riesenparty! So der Titel bei Spiegel online: Charismatische Freikirchen haben großen Zulauf. Sie feiern Gottesdienste wie Popkonzerte und rufen den Heiligen Geist auf die Bühne. Vor allem junge Christen fühlen sich davon angezogen. „GEIL!“, ruft der Sänger ins Publikum und schrammt über die Gitarrensaiten. … (http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelwissen/d-93934597.html)
    Ein junger Gläubiger berichtet: „Eine Zeitlang nachdem ich mit der Popmusik aufgehört hatte, wurde ich von der charismatischen Lobpreismusik regelrecht „infiziert“ und irgendwie abhängig davon (in der FEG München Mitte). Zunächst war mir gar nicht bewusst, dass auch unter Christen, sogar auch unter solchen, die ihren Glauben auf die Bibel stützen wollen sich eine moderne Art von Popmusik ausbreitet. Und so schlitterte ich erneut in eine Bindung hinein. Diese Phase hielt ca. 1/4 Jahr oder etwas länger an, bis ich mich davon wieder ganz entschlossen trennte, weil ich merkte, dass diese Musik mich vom nüchternen, gehorsamen biblischen Glauben und der Nachfolge des Herrn Jesus wegzog“. (http://www.lernen-fuehlen-verstehen.de/christliche_rockmusik_lobpreismusik.html)
    Des Weiteren werden Lobpreisflaggen oder Lobpreisfahnen, bunte Banner, Fahnen, Flaggen und Tücher, beim Lobpreis-Gottesdienst und das Fahnenschwenken mit Lobpreistanz oder Fahnentanz in Gemeinden der pfingst- charismatischen Bewegung verwendet.
    Durch Gebetsseelsorge möchten wir Menschen mit Gebet, Lobpreis, Anbetung und in der prophetischen Fürbitte sowie durch Lehre freisetzen. Die übernatürliche Kraft Gottes, die in den Veranstaltungen und im Lobpreis sichtbar wird, bestätigt diesen göttlichen Auftrag von Jesaja 61 und bewirkt echte Transformation der Herzen. Lobpreis ist keine Frage des Stils, sondern eine Möglichkeit, dass der Himmel in die Herzen der Menschen Einzug hält und die übernatürliche Dimension des Königreichs Jesu durch die Gegenwart Gottes freigesetzt wird! … Da ist die Wichtigkeit des Lobpreises, der dazu führt, dass ein hoher Maßstab an Prophetie in der Atmosphäre auf der Erde freigesetzt wird, spricht der Geist des Propheten! (http://www.elija-generation.de/)

    Da ist der prophetische Klang, der durch die Psalmisten freigesetzt und durch die Propheten in verständliche Worte ausgesprochen wird, spricht der Geist des HERRN! Transformiere den offenbarenden Klang auf deinen Lippen in die Tat! Durch Lobpreis und Anbetung „SCHAFFEN WIR“ Räume, in denen Gottes Name verherrlicht wird, in denen ihm der Platz eingeräumt wird, der ihm gebührt, der erste Platz. (http://lobpreiswerkstatt.de/uber-uns/unsere-vision-2/)
    Es wird also deutlich, dass insbesondere in charismatischen Gemeinden Lobpreis dazu dient, den Geist Gottes herabzurufen, mit Musik die Leute in die Gegenwart Gottes zu führen. Dies ist „christlich verbrämte Magie“!

  2. Der Vormarsch des charismatischen „Lobpreises“, teilweise in Begleitung von Bands,die einer weltlichen Rockband in nichts nachstehen, macht mir Angst. Es ist eine Verführung des Wolfs im „christlichen“ Schafspelz. Woher kommt der Voodoo Kult, aus dem Urwald mit Trommelgeräuschen bis zur Ekstase. Meiner Meinung nach hat ein Schlagzeug in der Anbetungsmusik KEINESFALLS einen berechtigten Platz. Dies wird jetzt teilweise dadurch umgangen, dass auch in bibeltreuen, nicht charismatischen Gemeinden dann wenigstens ein Cajon gefordert wird. Wehret den Anfängen ! Das Schlimme daran ist, selbst ernsthafte Christen erkennen daran nichts falsches mehr und denken dem Herrn damit eine Freude zu bereiten. Dabei ist es nur eine Freude für ihr eigenes „Fleisch“ – die Grundtugenden der Christenheit – Nüchternheit , Selbstbeherrschung und Wachsamkeit – interessieren heute immer weniger Christen – was lesen diese Leute für eine Bibelübersetzung ? Lesen sie überhaupt noch eine ?
    Die Verweltlichung der heutigen Christenheit nimmt langsam erschreckende Ausmasse an und macht auch vor bibeltreuen Gemeinden nicht mehr halt. Die Aussage einer Schwester spricht dazu Bände als sie zu einer „Heilungs u Segnungs Veranstaltung ging.“ Früher hatte nur die Welt Party, jetzt haben auch wir Christen uns unsere Partys geholt…….
    Sind die Segnungen und Gnadengaben unseres Herrn nicht mehr gut genug für die heutige Christenheit ? Brauchen sie unbedingt noch die Freuden der Welt ??
    „Ach, dass sie doch kalt oder heiss wären, weil sie aber lau sind werde ich sie aus meinem Mund spucken…“ sprich der Herr !

  3. Also mir macht seit über 30 Jahren in Gemeinden mit Lobpreis eine andere Entwicklung viel mehr Angst als die Diskussion um Schlagzeug oder nicht, was in der Predigt ja auch sehr gut dargestellt wurde.
    Die andere Sache ist die der Liedtexte: Am Beginn der Lobpreisbewegung waren die Lieder, ausser dass sie ruhiger waren, aus meiner Sicht viel viel enger an der Schrift. Es gibt bei den älteren Liedern viele vertonte Bibelverse, Kirchenlieder bekamen eine neue flottere Melodie und die Texte hatten viel viel mehr die Ansprache von Gott oder Jesus im Zentrum
    Viele aktuellen Texte stellen aus meiner Sicht sehr oft mehr das Ich, Mir und Mich mir in der Vordergrund und viele Aussagen stimmen mit einem biblischen Glaubensverständnis nicht überein
    Wie in der Predigt andeutet: Warum sollen wir singen: „Komm in unsere Mitte“, „komm heilger Geist“
    wenn ER schon lange da ist. Diese Sprache ist leider nicht nur Teil im Lobpreis, sondern auch in manchen Wortbeiträgen in Gottesdiensten. Wenn es in einer Einleitung heisst: WIR begrüßen Dich in UNSERER Mitte. Da muß zumindest ein Fragezeichen dahinter erlaubt sein….

    1. Lieber Matze,
      da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Genau das ist auch meine Beobachtung. Früher waren viele Lobpreislieder einfach vertonte Bibelverse. Heute tritt mehr und mehr das fromme „Ich“ in den Mittelpunkt. Man muß allerdings auch bei der Beurteilung der Texte gerecht sein. Auch die alten Pfingstlieder „Komm, o komm, du Geist des Lebens“ von Heinrich Held (1620-1659), „Zeuch ein zu deinen Toren, sei meines Herzens Gast“ von Paul Gerhard (1607-1676), „O heilger Geist, kehr bei uns ein und laß uns deine Wohnung sein“ von Michael Schirmer (1606-1673) und viele andere mehr bis hin zu „O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein“ von Philipp Spitta (1801-1859) beten um das Kommen des Heiligen Geistes. Auch da kann man mit spitzer theologischer Feder berechtigte Fragezeichen anbringen. Wollen wir zum Beispiel den Heiligen Geist nur als „Gast“ in unseren Herzen? Aber ich denke: erstens war der Hintergrund ein ganz anderer. Hier wurde um das Kommen und Wirken des Heiligen Geistes in einer weithin entchristlichten volkskirchlichen Situation gebetet. Zweitens, und deshalb störe ich mich persönlich auch nicht an den genannten charismatischen Lobpreisliedern, dürfen wir diese Texte auch verstehen und singen in dem Sinne, daß wir unsere Herzen bewußt dem Wirken des Heiligen Geistes öffnen und sein vermehrtes Wirken erbitten wollen. Ganz falsch wird es aber eben dann, wenn wir meinen und so tun, als müßten wir den Heiligen Geist erst herbeisingen oder als wären wir die Gastgeber, die Gott und den Heiligen Geist „in unserer Mitte begrüßen“. Wenn wir schon dieses Bild nehmen, dann ist es gerade umgekehrt: Gott hat uns gerufen. Auf seinen Ruf hin versammeln wir uns in seinem Haus um gemeinsam auf sein Wort zu hören und ihn zu loben. Gerade am Abendmahl sehen wir das sehr deutlich. Unsere Abendmahlsfeiern sind ein Stück weit Vorabfeiern des himmlischen Hochzeitsmahls, wo wir im Himmelreich zu Tische sitzen und Jesus selbst uns bewirten wird. Gott selbst aber ist der Einladende und Veranstaltende, der uns begrüßt und gesagt hat: „Gehe ein zu deines Herrn Freude.“

    1. Ja, Gerhard Padderatz gehört zu den Adventisten. Positiv fällt bei seinen Ausführungen auf, daß er evangelische nichtadventistische Christen als „Geschwister“ bezeichnet. Damit weicht er wohltuend von der wohl offiziellen und weitverbreiteten adventistischen Lehre ab, daß alle, die nicht den Sabbat halten, als Anhänger des Antichristen betrachtet werden. Zur Frage „Sabbat oder Sonntag“ siehe die Predigt vom 15.2.2009 „Du sollst den Sabbat heiligen“.

  4. Lieber Bruder in Christus Jakob Tscharntke,

    vielen herzlichen Dank sowie Vergelts Gott für Deinen obigen Beitrag „Gott loben – oder charismatischer Lobpreis?“ vom 18. Mrz. 2015 sowie die zugehörigen Orientierungen 21, Teil 1, 2 und 7 = http://www.efk-riedlingen.de/downloads/021%20Teil%207%20Gott%20loben%20-%20oder%20charismatischer%20Lobpreis.pdf

    Für alle, welche sich für die Charismatik als m. E. DIE treibende Kraft im Zusammenhang mit dem sogenannten „System Hure Babylon“ (in Anlehnung an z. B. Offb. 18) interessieren:

    http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=239 – „Vision erfüllt: Charismatische Verführung der Evangelikalen abgeschlossen!“
    http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=164 – „Dämonische Angriffe nach Trennung von Pfingstgemeinde“
    http://www.das-wort-der-wahrheit.de/charismatik-pfingstbewegung-biblisch-kritisch-untersucht verbunden mit dem Hinweis, dass es sich beim Betreiber der Website, Rudolph Ebertshäuser, um einen Charismatiker-Aussteiger handelt

    Des weiteren sei noch der Beitrag http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=48 („Zeit zum Aufstehen“) als Teil des „Systems Hure Babylon“ erwähnt aufgrund der dortigen Verwässerung des vollen Evangeliums, um vor allem die Katholiken sowie die Charismatiker zum Unterschreiben zu bewegen. Siehe auch http://www.das-wort-der-wahrheit.de/news/newsdetail.php?id=87&nid=67&search=zeit%20zum%20aufstehen => „Der irreführende Ruf zur Mitte“

    1. Möchte euch noch einige Gedanken zum oben erwähnten „System Hure Babylon“ mitteilen:

      Dabei handelt es sich m. E. lediglich um eine Vermischung. Bei der Hure sind dies die Sperma der Freier bzw. konkret Hurerei Treibenden. Und im Geistlichen ist dies demnach die Vermischung von Dingen, welche eigentlich gar nie zusammenkommen dürften. Auf jeden Fall geht es dabei immer um Kompromisse, um überhaupt alle unter einen Hut bringen zu können. Neben der bereits oben erwähnten Aktion https://www.zeit-zum-aufstehen.de/ möchte ich vor allem die Evang. Allianz http://www.ead.de/ erwähnen. Vor allem seit ihrer Öffnung für Katholiken und Charismatiker wurde sichtbar, dass diese Institution ebenfalls ganz eindeutig zum „System Hure Babylon“ gehört ungeachtet der unmissverständlichen Warnung in Offb. 18,4 („Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!“).

      Für alle, welche von den Verfechtern dieses Systems mit Joh. 17,21 („damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“) konfrontiert werden sollten, möchte ich als Argumentationshilfe folgenden Tipp geben: Überlegt euch zunächst, was Jesus in Vers 21 für die gesamte Zeit bis zu seiner hoffentlich baldigen Wiederkunft wirklich gemeint hat. Erinnert euch daran, dass die Briefe immer an eine in einer Stadt befindlichen christlichen Gemeinde gerichtet waren ungeachtet dessen, dass sich die Christen damals in relativ kleinen Gruppen in den Privathäusern zum Gottesdienst getroffen haben sollen. Es waren also im Prinzip mehrere selbständige, namenlose christliche Kleinstgemeinden pro Stadt. Ihr könntet also z. B. antworten, dass Jesus nie aber auch gar nie eine Institution namens „Kath. Kirche“ wollte. Also macht es auch keinen Sinn, ausgerechnet diesen Vers auf die Sehnsucht der Evangelikalen nach einem starken Führer sowie einer Institution mit klaren Strukturen auf Kosten des vollen Evangeliums umbiegen zu wollen. Seid euch zudem bewusst, dass eine Diskussion in der Regel aufgrund der Verblendung des Gesprächspartners überhaupt nichts bringen wird. Dann hoffe ich, dass ihr vom Hl. Geist geführt werdet und die Diskussion so bald wie möglich beendet. Gott segne euch reichlich dabei.

      Noch ein Gedanke zum biblischen Lobpreis: Macht das in euren christlichen Gemeinden, d. h. bietet spezielle GD zu einem anderen Zeitpunkt als die morgendlichen GD an. Singt anfangs „Gott ist gegenwärtig, lasset uns anbeten…“ und ihr werdet feststellen, dass die möglicherweise von anderen Gemeindegleidern gewünschten, seichten Charismatiker-Lobpreislieder gar nicht mehr „gehen“. Weil sich das sozusagen beißt. Ebenso, was die Lautstärke betrifft: Fakt ist nun mal, dass Gott bzw. der Hl. Geist gar nicht wirken bzw. anwesend sein können, wenn es etwas lauter zugehen sollte. Hoffe in diesem Zusammenhang sehr, dass ihr wie ich seit einiger Zeit den Frieden und Schutz Gottes regelrecht spüren könnt. Probiert es dann mal aus, wenn ihr länger alleine im Auto unterwegs seid, dass ihr überhaupt keine CD hört oder das Radio bzw. das Handy anmacht. Bin gespannt, ob ihr dann auch – wie ich es wiederholt erleben durfte – regelrecht die Herrlichkeit Gottes spüren könnt. Gut, das ist natürlich subjektiv empfunden bzw. ganz sicher nicht so wie nach unserem Heimgang bzw. Entrückung, gar keine Frage.

  5. Charismatischer „Lobpreis “ in der schwärmerischen Parodie des Singen`s , Tanzen`s oder Fähnchenschwengen`s ist für mich, da ich es selber erlebte, Ausdruck der Verführung und Manipulation durch den Satan und es tut mir unglaublich leid, wie viele Christen, die ich kenne, den Weg geflissentlich beschreiten. Vor ungefähr einen Monat bekam ich eine Einladung von einem lieben Bruder im Herrn zum Wächterruftreff. Der Wächterruf ist ein Netzwerk Deutschland`s und dient hauptsächlich für Gebete unserer Politiker. Schon nach dem Lobpreissingen konnte ich diese Versammlung recht schnell zu dem einordnen, was in der Aufklärung von Herrn Jakob Tscharntke steht. Herzlichen Dank dafür! Dort waren viele meiner aus der evangelisch Lutherischen Kirchengemeinde Glaubende und taten gemeine Sache im Glauben daran, Gott zu dienen. Ich war jedoch anderer Meinung und recherchierte nach diesem Treffen und erfuhr in dem vom Februar 2016 Gebetsbriefes des Wächtertum`s , Erschreckendes.
    Daraus war zu entnehmen:
    Die Silvesternacht – ein Ruf zur Buße
    Zu den sexuellen Übergriffen an Frauen durch Männer aus
    verschiedenen muslimischen Ländern Nordafrikas redete
    Gott im Traum am 13.1. zu einer Wächterrufbeterin. Ihr begegnete
    eine Person, die mit ihr über die Silvesternacht
    sprach und dazu etwa Folgendes erklärte: „Seit vielen Jahren
    boomt in eurem Land der Sextourismus. In verschiedenen
    Ländern werdet ihr unter Insidern der „Puff Europas“ genannt.
    Töchter und Frauen und inzwischen auch Söhne und
    junge Männer aus fremden Herkunftsländern werden in
    euer Zielland verschleppt und als Prostituierte versklavt auf
    brutalste Art und Weise. Und eure Männer gehen hin und
    haben ihre Lust an ihnen. Was ihr jetzt in der Öffentlichkeit
    an Übergriffen gesehen und gehört habt ist harmlos gegen-
    über dem, was diese zum Teil schwerst traumatisierten
    Frauen erlebt haben und was täglich stattfindet in den Bordellen
    und Modellwohnungen in euren Städten und Dörfern.
    Tut Buße und kehrt um! Hier ist ein tiefer Abgrund und ihr
    erlebt die Ernte von euren verdeckten Sünden. Sünde wird
    heimgesucht. Viele sind über die Ereignisse geschockt und
    entsetzt, aber viele sind selber gebunden in Gedanken und
    Praktiken sexueller Übergriffe an jungen Frauen (Mädchen,
    Jungen, jungen Männern). Ihr benötigt Befreiung und tiefe
    Buße aus diesen Gebundenheit. Der Dreck kommt hoch.
    Zeigt nicht mit euren Fingern auf die Fremden. Zeigt zuerst
    auf euch selbst und reinigt euch! Es ist Raum für Gnade zur
    Buße. So, wie es bei der Begegnung zwischen Jesus und der
    Ehebrecherin war.“

    Mit einigen Geschwistern konnte ich nun schon, weil ich mich in diesem Riss mehr als nur Kritikerin sehe, unterhalten und war wiederum erstaunt, dass sie gleicher Meinung wie ich waren. Andererseits sind es geschulte Lehrmeister, Pfarrer und Diakone, die die Bibel in griechisch oder hebräisch übersetzen und studieren jene, welche solche Dienste nachgehen und überzeugend auch noch andere überzeugend mitnehmen. Also in der Leiterschaft stehen im Glaube eines von Gott berufenen und autoritären Wächter`s über unsere deutschen Politiker betend zu dienen. Was ja durchaus auch lobenswert ist, wenn da nicht diese visionären Geister der Gegenseite wären.
    Hat jemand schon Erfahrung mit diesem Gebetsnetz gehabt, ist meine Frage? Im Moment verfolge ich diesen Wächterruf nur noch aus Interesse, um für diejenigen Christen zu beten, die von Gott Erweckung zur Wachsamkeit und die Unterscheidung der Geister im Lichte des Wortes Gottes benötigen.

  6. Liebe Doris,

    diesen Wächterruf habe ich schon lange im Auge mit ihren falschen Prophetien die diese Gruppe unter die Leute bringt.

    Der Wächterruf arbeitet auch mit Peter Wenz vom Gospelforum zusammen, der im Hauptvorstand der Evangelischen Allianz sitz.

    Da haben diese Pseudo-Propheten und Prophetinnen mal einen Eindruck, mal einen Traum, dann sprechen Gott oder Jesus zu ihnen.
    Einmal redete Jesus zu Frau Stresemann und warnte vor der Pegida. Seltsamerweise erhielt sie keine Prophetie gegen Abtreibung.

    Sie arbeitet auch mit einer Frau Hack zusammen, die eine Prophetenschule leitet.

    Frau Kerstin Hack1 schreibt zum Thema: „Prophetenschulen – oder kann man Prophetie lernen?“ Sie führt aus:
    Jeder kann prophezeien. Nur manche wissen es nicht oder haben eine schräge Vorstellung von dem, was prophetisches Reden ist. … Man sollte den Betreffenden (wahrscheinlich den zum Prophetendienst drängenden) eine Richtlinie vorgeben. Bitte Gott um eine Schriftstelle für diesen Menschen. Bitte Gott um ein Bild von einem Baum (Leben), Haus (Lebensbereiche), Auto (Dienst), Blume (innere Haltungen, Herz) oder einen Schuh (Verkündigungsdienst). In der Regel sehen die Lernenden dann sehr spezifische Häuser, Bäume, Schuhe etc., die jemand mit etwas prophetischer Gabe leicht deuten kann. Für viele bietet solch eine klar strukturierte Vorgabe den schützenden Rahmen, der ihnen den Einstieg in das Neuland Prophetie erleichtert.

    Siehe Link Kerstin Hack.

    http://hauszellengemeinde.de/zeitstroemungen/

    Dies schrieb sie in einem Heft der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung.

    LG Baldur

    1. Das hängt mit der falschen Lehre der Pfingstler und Charismatiker zusammen, daß sie heute noch flächendeckend in der christlichen Gemeinde die außergewöhnlichen Geistesgaben der Heilung, der Zungenrede und der Prophetie erwarten. Aber das sind eben Gaben, die in breitem Maße der Zeit der Apostel vorbehalten waren und seither nur noch sporadisch als echte Gaben auftreten. Weil man diese Gaben aber unbedingt haben will, werden sie umgedeutet. Ich erinnere mich mit Grausen daran, als ich auf einer charismatischen Veranstaltung war, und die damals rechte Hand von Wolfhardt Margies, den Namen des Pastors weiß ich nicht mehr, denen, welche die Gabe der Zungenrede empfangen wollten, vorplapperte und sagte: Redet mir nach.
      Ich war nur noch entsetzt.
      Gleiches gilt für Frau Hacks völlig unbiblische Behauptung, Prophetie können man lernen. Nein! Propheten werden von Gott berufen. Prophetie ist eine Gabe und keine Übung! Aber falsche Propheten gehören nunmal zu den typischen Kennzeichen der Endzeit. Die Masse an falschen Propheten, etwa auch beim Wächterruf, ist ein Indiz, wieweit wir in der Endzeit schon vorangeschritten sind.

  7. Wir leben heute in einer nachchristlichen Zeit, sozusagen in der Übergangszeit zu einem neuen Zeitalter, in welchem laut der Heiligen Schrift Frieden und Gerechtigkeit herrschen werden. Jedoch soll vor dieser Friedenszeit eine ungeheure Verführung stattfinden, in der sich Millionen von Menschen, auch in dem sogenannten christlichen Abendland, dem Okkultismus öffnen und Zeichen und Wundern nachrennen werden. (2.Thess.2,8; Offb.13,11; Matth.24,24.)

    Auch hier ein Link:
    http://horst-koch.de/wohin-fuehrt-die-emerging-church-stroemung/

    LG

  8. Herzlichen Dank für den Link lieber Baldur und lieber Pfarrer Tscharntke für Ihre Ergänzung. Ja, die Endzeit ist in vollem Gange und es ist sehr traurig wie viele liebgewonnene Christen aus meiner Nähe oder ehemaligen Gemeinde den verführerischen Weg bereits schon gehen. Mein Mann und ich wollten viele noch überzeugen und eines Besseren belehren, nur leider habe ich den Eindruck dabei erhalten, dass es schon zu spät ist. Es war nicht mehr der Geist Gottes. Aber wo ist er? Ich leide sehr darunter und weiß auch nicht, was aus all den Menschen wird. Ich bete für diese Menschen und halte fest daran, jeden Tag, dass Gott ihnen den Weg zur Busse offen hält. Er ist gnädig und barmherzig.

  9. Liebe Doris,

    der Geist Gottes ist bei dem der diesem Geist und dem Wort Gottes folgt, vertraut und glaubt.
    Und weil immer weniger diesen Glauben haben, hat sich der Geist zurückgezogen.

    1. Man kann den »HEILIGEN GEIST« lästern. (Mt 12,31; Mk 3,28-30; Lk 12,10)
    2. Man kann dem »HEILIGEN GEIST« gegenüber widerspenstig sein und ihm widerstreben. (Jes 63,10; Apg 7,51)
    3. Man kann dem »HEILIGEN GEIST« ungehorsam sein. (Ps 78,8)
    4. Man kann den »HEILIGEN GEIST« dämpfen (löschen). (1Thes 5,19)
    5. Man kann den »HEILIGEN GEIST« betrüben. (Eph 4,30)
    6. Man kann den »HEILIGEN GEIST« belügen. (Apg 5,3)
    7. Der »HEILIGE GEIST« kann aber auch von Gott weggenommen werden. (1 Mo 6,3; 1 Sam 16,14; Ps 51,13)

    LG Baldur

  10. Wir sind, wenn wir Jesus als unseren Retter angenommen haben, für immer gerettet. Lassen Sie sich nichts anderes einreden. Wer all seine Schuld auf Jesus gelegt hat, ist für Gott sauber und heilig (Kolosser 1:22), gerettet. Der Schuldschein ist zerrissen (Kolosser 2:13–14). Keine Vorwürfe mehr, keine Anklage mehr. Ja, Gott sieht noch nicht mal mehr Ihre Sünden (Hebräer 10:17), weil Gott Sie „nur“ noch durch Jesus sieht; und Jesus ist perfekt.

    Vorsicht Vorsicht lieber Baldur 7. Der »HEILIGE GEIST« kann aber auch von Gott weggenommen werden. (1 Mo 6,3; 1 Sam 16,14; Ps 51,13) ja das war jedoch nur bis Pfingsten der Fall ,und danach werden wir Gläubige mit dem Heilligen Geist versiegelt.

    LG

  11. Vorsicht Vorsicht lieber Baldur 7. Der »HEILIGE GEIST« kann aber auch von Gott weggenommen werden. (1 Mo 6,3; 1 Sam 16,14; Ps 51,13) ja das war jedoch nur bis Pfingsten der Fall ,und danach werden wir Gläubige mit dem Heilligen Geist versiegelt.

    @ Arno :

    nun muss ich aber mal eine Frage hier an alle stellen :

    gilt es Grundsätzlich, dass mit Jesus dass Alte Testament für uns aufgehoben ist ? Wenn ja, warum gelten dann noch immer die
    10 Gebote aus dem Alten Testament ?

    Ich höre immer wieder viele Christen sagen : “ ja, dass gilt nicht für dich, dass war so im Alten Testament “ …………………………!!!

    Dann brauchen wir eigentlich dass Alte Testament gar nicht erst
    mehr lesen ?

    Diese Frage beschäftigt mich nun über 25 Jahre, Antworten habe ich viele bekommen, aber nie so richtig verstanden !

    ja das war jedoch nur bis Pfingsten der Fall ,und danach werden wir Gläubige mit dem Heilligen Geist versiegelt. ( von Arno )

    Ja lieber Arno, dann könnten wir ja sündigen bis hinten gegen,
    wenn wir versiegelt sind mit dem heiligen Geist ? Viele meiner Mitgeschwister sagen dass auch, einmal bei Jesus, immer bei Jesus………………..wäre dass nicht etwas zu einfach ?

    Warum dann: “ kämpfe den guten Kampf des Glaubens “ ……warum denn dann noch kämpfen, oder Öllampen füllen, oder die geistliche Waffenrüstung anlegen wenn wir doch mit dem heiligen Geist versiegelt sind ?

    Für mich ist dass alles zu einfach, einmal nur zum Herrn zu bekennen und dann leben wie ich will ?

    Sorry, ich glaube schon, dass ich auch als Gotteskind meine Gotteskindschaft durch permanenten Ungehorsam ( Sünde ) wieder verlieren kann ! Ein umstrittenes Thema, trotzdem
    bin ich sehr neugierig auf Eure Antworten dazu !

    1. Bezüglich der Gebote des Alten Testaments in aller Kürze: Im Grundsatz ist die Antwort relativ einfach und klar, im Detail kann es etwas schwieriger werden.
      Der Grundsatz: Von den Geboten des Alten Bundes bleibt für diese ganze Weltzeit gültig, was dem grundsätzlichen Willen Gottes für unser Leben entspricht, und dazu gehören die 1o Gebote ohne jeden Zweifel. Anders sieht dies aus bei den Geboten, die spezifisch waren für den Alten Bund. Das sind zum Beispiel die ganzen Kult-, Reinheits- und Opfergebote. Der alte Opfer- und Tempelkult ist in Jesus erfüllt und damit überholt. Die Reinheitsgebote gelten nicht mehr, da wir in Christus rein sind durch sein Wort.

    2. Lieber Claus,

      Du hast wohl übersehen, dass ich dies in meinem Beitrag geschrieben habe! Allerdings solltest Du eine Bibelstelle angeben die Deine Aussage belegt:
      „Das war jedoch nur bis Pfingsten der Fall ,und danach werden wir Gläubige mit dem Heilligen Geist versiegelt“.

      Ich zitiere:
      * Offenbarung 3,5: Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens und werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

      Diese Versiegelung durch den Heiligen Geist ist befreit jedoch niemand von der treuen Nachfolge. Es ist nicht richtig: Einmal gerettet für immer gerettet, wie es die Prädestinationslehre sieht. Die Gläubigen werden immer vor dem Abfall gewarnt.

      * Hesekiel 18, 19 So sprecht ihr: Warum soll denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters Missetat? Darum daß er recht und wohl getan und alle meine Rechte gehalten und getan hat, soll er leben. 20 Denn welche Seele sündigt, die soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Missetat des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Missetat des Sohnes; sondern des Gerechten Gerechtigkeit soll über ihm sein. 21 Wo sich aber der Gottlose bekehrt von allen seine Sünden, die er getan hat, und hält alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soll er leben und nicht sterben.

      Und Paulus schreibt:

      * Philipper 2, 12 Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit, „schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern“. 13 Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.…

      Wie hier zu sehen ist, gibt es keinen Automatismus. Es gilt das Zusammenwirken von Gott und Mensch.

      LG Baldur

  12. 1. Man kann den »HEILIGEN GEIST« lästern. (Mt 12,31; Mk 3,28-30; Lk 12,10)
    2. Man kann dem »HEILIGEN GEIST« gegenüber widerspenstig sein und ihm widerstreben. (Jes 63,10; Apg 7,51)
    3. Man kann dem »HEILIGEN GEIST« ungehorsam sein. (Ps 78,8)
    4. Man kann den »HEILIGEN GEIST« dämpfen (löschen). (1Thes 5,19)
    5. Man kann den »HEILIGEN GEIST« betrüben. (Eph 4,30)
    6. Man kann den »HEILIGEN GEIST« belügen. (Apg 5,3)
    7. Der »HEILIGE GEIST« kann aber auch von Gott weggenommen werden. (1 Mo 6,3; 1 Sam 16,14; Ps 51,13)

    LG Baldur

    Noch einmal: ich glaube Punkt 5 von Baldur ist hier sehr wichtig /
    betrüben wir den heiligen Geist zu lange, zieht er sich von uns zurück.

    Und danach kommt dieses hier :

    7. Der »HEILIGE GEIST« kann aber auch von Gott weggenommen werden. (1 Mo 6,3; 1 Sam 16,14; Ps 51,13)

    LG Baldur

    Ich bitte höflich um Berichtigung, sollte ich hier falsch liegen !

    LG

    Claus

    1. Wie ich schon gesagt habe: rein lehrmäßig = dogmatisch läßt sich diese Frage meines Erachtens nicht beantworten, weil Gottes Wort dazu seelsorgerlich redet. Man findet Stellen der Bibel wie die, welche uns Arno vorhält, die scheinbar ausschließen, daß ein mit dem Heiligen Geist Versiegelter wieder abfallen könnte. Es gibt aber eben auch eine Reihe von Aussagen der Bibel, die auch Gläubige vor dem Abfall warnen und die Möglichkeit eines solchen Abfalls aussagen. Deshalb lehre ich Heilsgewißheit und bin damit ganz nah bei Arno. Ich lehne eine falsche Heilssicherheit aber ab, die sich nur hinter genannten Bibelstellen verschanzt und die anderen Aussagen im Wort Gottes offenbar nicht hören will. Und da sehe ich eine gewisse Distanz zu Arno.

  13. Können Gläubige verloren gehen? (2)

    Bibelstellen: Matthäus 5,13; Matthäus 24,13; Johannes 15,1-8; 1. Korinther 9,27; Galater 5,4; Hebräer 6,6; Hebräer 10,26-31; 2. Petrus 2,20-22; Offenbarung 2,7

    Können Gläubige verloren gehen? (2)

    In dem ersten Teil der Arbeit zur ewigen Sicherheit der Gläubigen haben wir uns mit dem positiven Zeugnis der Schrift zur Heilssicherheit beschäftigt. In dem zweiten Teil wollen wir uns einige Einwände ansehen, die gegen die Lehre vorgebracht werden, dass Gläubige nicht verloren gehen können.

    Allgemeine Einwände

    Die Ansicht, dass Gläubige verdammt werden können, wird oft mit Erfahrungen unterfüttert. „Ich habe jemand gekannt“, wird beispielsweise gesagt, „der dem Herrn nachgefolgt ist. Jetzt ist er Atheist. Das ist eindeutig jemand, der vom Glauben abgefallen ist.“ Dass es sich dabei um einen bloßen Bekenner gehandelt haben könnte, scheint man gar nicht in Betracht zu ziehen. Und wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass wir uns in unserem Urteil, ob jemand gläubig ist oder nicht, leicht täuschen können. So hatten die Jünger jahrelang nicht vermutet, dass Judas Iskariot ein „Teufel“ war, und vermutlich würde niemand Lot als Gerechten bezeichnen, wenn nicht Petrus genau das in seinem zweiten Brief getan hätte (Joh. 6,70; 2. Pet. 2,8).

    Nicht selten wird folgendes Argument vorgebracht: „Wenn die Lehre von der Heilssicherheit wahr wäre, würde das der Sünde Tür und Tor öffnen. Dann könnte ich ja tun, was ich will.“ Das mag auf den ersten Blick plausibel klingen, ist aber ganz und gar verkehrt. Denn die Angst vor der Hölle ist eine schlechte Motivation, um in Heiligkeit zu leben und in der Nähe des Herrn zu bleiben. Angst lähmt (vgl.1. Sam. 25,37; Mt. 28,4). Ist nicht die Gnade, die uns ewig mit Gott verbunden hat, ein großer Ansporn, treu zu sein? Gnade führt nicht dahin, Sünde auf die leichte Schulter nehmen. Die Frage: „Sollen wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme?“, weist Paulus entschieden zurück (Rö. 6,1.2); und in den folgenden Versen entfaltet er, dass die Gnade die Kraft für ein Leben zu Gottes Ehre ist (vgl. V. 14.15). Dass man die Gnade schon missbraucht hat, um dem Eigenwillen zu frönen, ist wahr. Aber welche Wahrheit wurde nicht schon ins Gegenteil verkehrt? Wer die Gnade als Deckmantel für ein ausschweifendes Leben benutzt – an dessen Bekehrung muss gezweifelt werden (Jud. 4).

    Auch wenn ein Christ keine Furcht vor der Verdammnis hat, so ist er sich doch bewusst, dass Sünden Konsequenzen nach sich ziehen. So verliert ein Christ den Genuss der Gemeinschaft mit seinem Gott, und die Freude im Herrn schwindet. Außerdem greift der himmlische Vater, der ohne Ansehen der Person richtet, züchtigend ein, um ein irrendes Kind zurückzuführen. Aber ein Kind bleibt ein Kind, auch wenn es gesündigt hat. Im schlimmsten Fall beendet Gott das irdische Leben seiner Kinder mit dem leiblichen Tod (Apg. 5,1–6; 1. Kor. 11,30, 1. Joh. 5,16). Aber die Schrift versichert gerade in diesem Zusammenhang, dass Gläubige nicht mit der Welt verurteilt werden (1. Kor. 11,32). Außerdem wirkt sich Treue und Untreue auf den Lohn aus, den ein Christ bekommen soll. Aber selbst dann, wenn sein Werk der prüfenden Heiligkeit Gottes nicht standhalten und verbrennen wird – er selbst wird gerettet werden (1. Kor. 3,14.15).

    Ein weiteres Argument, das ins Feld geführt wird, lautet: „Genauso wie ich mich in der Bekehrung zu dem Herrn gewandt habe, kann ich mich auch wieder von ihm abwenden. Sollte ich dann in diesem Zustand sterben, gehe ich verloren.“ Doch dabei übersieht man, dass wir Christen eine Neuschöpfung Gottes sind (2. Kor. 5,17). Eine Schöpfung macht sich nicht selbst und kann sich darum auch nicht selbst beseitigen. Abgesehen davon gibt es auch Handlungen, die unumkehrbar und einmalig sind. In Johannes 4,13.14 lesen wir die Worte des Herrn: „Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; wer irgend von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nicht dürsten in Ewigkeit.“ Wer also einmal von dem „Wasser“ des Herrn Jesus getrunken hat, wird es nie mehr tun. Seine Seele ist durch die Verbindung mit Gott befriedigt und wird es in Ewigkeit bleiben. Einen ähnlichen Gedanken finden wir auch in Johannes 6,35: „Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten.“
    Schwierige Bibelstellen
    Wenden wir uns nun einzelnen Bibelstellen zu, mit der man die Ansicht untermauern möchte, Gläubige könnten verloren gehen. Wir beschränken uns auf Stellen im Neuen Testament, da das Heil und die Segnungen eines Christen im Alten Testament nicht entfaltet werden.
    Stellen aus den Evangelien
    Matthäus 5,13 ist die erste Stelle aus dem Neuen Testament, die herangezogen wird, um Zweifel zu säen: „Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und zertreten zu werden.“ In dieser Stelle wird die Hölle und das Verlorengehen mit keiner Silbe erwähnt. Es geht darum, dass Menschen ein kraftloses Zeugnis der Jünger verachten – geradeso wie kraftloses Salz achtlos auf den Weg geworfen und dort von den Menschen zertreten wird. Ferner sollten wir bedenken, dass diese Worte zu der sogenannten Bergpredigt gehören, die die Verantwortung der Jünger Jesu betont. Der Herr Jesus benutzt hier wie so oft in der „Bergpredigt“ kontrastreiche Bildersprache, um eben diese Jünger auf ihre Verantwortung hinzuweisen, in ihrem Bereich dem verderblichem Bösen zu widerstehen. Andernfalls wären sie tatsächlich überflüssig – ohne dass die Frage ihres Heils hier überhaupt behandelt wird.

    In Matthäus 24,13 sagt der Herr zu seinen Jüngern: „Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.“ Hier möchte ich an den wichtigen Grundsatz erinnern (gerade auch bei diesem Thema!), dass eine Schriftstelle nur in ihrem Zusammenhang erklärt werden kann. In Matthäus 24 und 25 geht es um die Zukunft des jüdischen Volkes (Kap. 24,4–44), der Christenheit (24,45–25,30) und der Nationen (25,31–46). Die oben genannte Aussage des Herrn steht in dem Abschnitt, der die Zeit der Drangsal nach der Entrückung der Gläubigen beschreibt. Es sind hier also nicht wahre Christen gemeint! Diejenigen, die in der Drangsal ausharren, sind treue Juden, die befreit bzw. errettet werden, wenn der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit erscheint. Ähnlich ist der Zusammenhang in Matthäus 10,22, wo wir denselben Ausspruch des Herrn finden.

    In Johannes 15,1–8 vergleicht der Herr sich mit einem Weinstock und seine Jünger mit Reben. Das Thema ist hier nicht das an sich unsichtbare ewige Leben, wie in Johannes 10 bei dem Hirten und den Schafen, sondern es geht um sichtbare Frucht. Anders gesagt: Es geht um die Frage, wie sich jemand als Jünger des Herrn erweisen kann (V. 8). Viele folgten Jesus nach, aber es musste sich zeigen, ob sie wahrhaftige Jünger waren (Joh. 6,64.66; 8,31). Ein Weinstock hat viele Reben, aber ob eine wirkliche „Lebensverbindung“ zu dem Weinstock besteht, macht erst die Frucht offenbar. Wenn eine Rebe keine Frucht bringt, nimmt der Vater sie weg (V. 2). Beachten wir: Es heißt nicht, dass die Rebe keine Frucht mehr bringt, sondern dass sie keine bringt, also noch nie welche gebracht hat. Das ist ein Bild von Ungläubigen, die das neue Leben und den Geist nicht haben, und deshalb nicht fähig sind, die Frucht des Geistes hervorzubringen. Das gilt auch für die Person in Vers 6, die nicht in Christus bleibt. „Bleiben“ ist der erkennbare Ausdruck einer inneren Lebensverbindung mit dem Sohn Gottes, durch die ein wahrer Christ gekennzeichnet ist (vgl. Joh. 6,56).
    Stellen aus den Briefen
    Die Worte des Paulus „damit ich nicht etwa, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde“ (1. Kor. 9,27), haben viele beunruhigt. Lebte der Apostel etwa in der Sorge, verloren zu gehen? Nein, das war durchaus nicht der Fall, wie andere Schriftstellen belegen (z.B. Phil. 1,21.23). Paulus stellt hier an seiner eigenen Person exemplarisch vor, dass man verloren gehen kann, auch wenn man ein Apostel ist und das Wort Gottes verkündigt. Einen bestimmten „Status“ zu haben und eifrig im Dienst zu sein, reicht nicht aus. Das Beispiel des Judas Iskariot, der nie geglaubt hat, redet eine unmissverständliche Sprache. In den nächsten Versen (1. Kor. 10,1–14) entfaltet Paulus weiter den Gedanken, dass es nicht genügt, äußere Vorrechte zu besitzen – er schließt aber den Abschnitt mit dem Hinweis auf die Treue Gottes, der einen Ausgang in jeder Versuchung schaffen wird (Vers 14).

    Die Aussage „Ihr seid aus der Gnade gefallen“ (Gal. 5,4) wird oft herangezogen, um zu dokumentieren, dass ein Christ verloren gehen kann. In dem Buch „Kann ein Christ verloren gehen?“ (A. Remmers) wird das wie folgt kommentiert: „Die Stelle besagt durchaus nicht, dass ein Gläubiger durch das Begehen bestimmter Sünden das ewige Heil verlieren kann. Aus der Gnade fallen bedeutet, sich aus dem Bereich der Gnade Gottes in den Geltungsbereich des Gesetzes zu begeben (vgl. Rö. 5,2; 1. Pet. 5,12). Wer wie die Empfänger des Galaterbriefs das Gesetz vom Sinai und die Beobachtung seiner Vorschriften als Richtschnur für sein Glaubensleben wählt, verlässt die Gnade als Grundlage seiner Beziehung zu Gott und ist damit ‚aus der Gnade gefallen’. Auch hier sehen wir wieder, wie wichtig die Beachtung des Zusammenhangs zum richtigen Verständnis ist. Die Gläubigen in Galatien standen in größter Gefahr, sich dem jüdischen Gesetz als Lebensrichtschnur zu unterwerfen, nachdem sie durch den Glauben an das Werk Christi errettet worden waren. Paulus warnt sie sehr ernst, doch mit wenig Erfolg, denn der größte Teil der Christenheit hält bis heute die zehn Gebote für die ideale Lebensrichtschnur.“
    Stellen aus dem Hebräerbrief
    Der Hebräerbrief wird oft herangezogen, um die ewige Sicherheit der Christen in Zweifel zu ziehen. Vielfach wird jedoch der besondere Charakter dieses Briefes außer Acht gelassen. Der Hebräerbrief war an Juden gerichtet, die in Palästina wohnten. Dort gab es nach Pfingsten eine enorme Erweckung: Tausende wurden Christen. Bemerkenswerte Zeichen und Wunder geschahen durch die Hände der Apostel. Man kann es sich leicht ausmalen, dass einige von der neuen Lehre angezogen wurden, ohne sich wirklich zu bekehren (so wie Simon der Zauberer in Apg. 8,13 ff.). Als die Christen jedoch von den ungläubigen Juden verfolgt und bedrängt wurden, begann sich der Weizen von der Spreu zu trennen. Solche, die sich nur äußerlich zu Christus hielten, kehrten rasch zum Judentum zurück, um dem massiven Druck zu entgehen. Der Schreiber des Hebräerbriefs warnt sehr deutlich vor diesem Abfall. Mit der Warnung wendet er sich direkt an die bloßen Bekenner – aber auch an die wahrhaft Glaubenden, um sie vor jedem Schritt in diese Richtung zu bewahren.

    Der Hebräerbrief möchte niemanden in Zweifel stürzen, sondern zur vollen Gewissheit führen (Heb. 6,11; 10,22). Bemerkenswert ist auch, dass gerade dieser Brief von dem ewigen Heil, der ewigen Erlösung, dem ewigen Erbe und dem ewigen Bund spricht (5,9; 9,12; 9,15; 13,20).

    In Hebräer 3,12 und 6,6 ist vom Abfall die Rede – aber nicht von Gläubigen, sondern von ungläubigen Bekennern. Denn nach Hebräer 3,12 ist jemand, der abfällt, einer, der ein böses Herz des Unglaubens hat. Und direkt nach diesen Versen sagt der Schreiber: „Wir, die wir geglaubt haben, gehen in die Ruhe ein“ (Heb. 4,3).

    Auch in Kapitel 6,6 geht es um bloße Bekenner. In den Versen 4 und 5 wird beschrieben, was für Erfahrungen die gemacht hatten, die abgefallen sind. Das Thema ist die äußere Verbindung zum Christentum und nicht die ewigen Segnungen eines Christen.
    •Sie waren „erleuchtet“ worden. Als Christus in die Welt kam, wurden die Menschen durch ihn erleuchtet, d.h. in das Licht Gottes gestellt (Joh. 1,9). Aber viele erfassten das Licht nicht (Joh. 1,3). Etwas anderes ist es, wenn Gott in das Herz eines Menschen leuchtet und jemand „Licht in dem Herrn“ wird (2. Kor. 4,6; Eph. 5,8).
    •Sie haben „die himmlische Gabe“ geschmeckt. Etwas zu schmecken oder zu probieren ist nicht gleichbedeutend damit, etwas zu verinnerlichen. Christus ist das lebendige Brot aus dem Himmel. Wer von diesem Brot isst (und nicht nur schmeckt!), wird leben in Ewigkeit (Joh. 6,51; siehe auch Vers 56).
    •Sie waren „des Heiligen Geistes teilhaftig geworden“. Das Substantiv des griechischen Wortes für „teilhaftig“ wird an anderen Stellen mit „Genosse“ übersetzt. Und das zeigt, worum es geht: Diese Menschen waren Genossen des Heiligen Geistes geworden, indem sie sich in dem Bereich bewegten, wo sich seine großartige Wirksamkeit entfaltete. Etwas ganz anderes ist es, wenn der Geist in das Herz eines Menschen gegeben wird und sein Körper der Tempel des Heiligen Geistes genannt werden kann (2. Kor. 1,22; 1. Kor. 6,19).
    •Sie haben „das gute Wort Gottes geschmeckt“. Aber wir lesen nicht, dass sie durch das Wort Gottes wiedergeboren wurden (1. Pet. 1,23)
    •Sie haben auch die „Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters“ geschmeckt. Man kann Wunder erleben und von ihnen beeindruckt werden und sich doch nicht bekehren.

    Wenn diese Menschen, die so eindeutig göttliche Kraft erlebt hatten – wie das heute nicht der Fall ist –, wieder in den Schoß des Judentums zurückkehrten, war für sie keine Buße mehr möglich (Verse 6–8). Sie hatten sich bewusst auf die Seite des Volkes gestellt, das Christus gekreuzigt hatte, und damit öffentlich bezeugt, dass die Tötung Jesu zu Recht geschah. Hiermit überschritten sie eine göttliche Grenze und konnten keine Gnade mehr finden. Diese historische einmalige Situation dürfen wir nicht einfach auf heute übertragen.

    Solche, die sagen, dass Gläubige verdammt werden können, sprechen oft davon, dass man sich mehrmals bekehren kann. Ein Bruder meinte sogar, dass er sich hundertmal bekehrt habe! In der Schrift finden wir aber kein Beispiel dafür, dass sich jemand auch nur zweimal bekehrt hätte. Und wenn man diesen Gedanken mit Hebräer 6 beweisen will, hat man ein Problem: Die Stelle sagt, dass es für den Abgefallenen kein Zurück mehr gibt! Eine „zweite Bekehrung“ findet man in Hebräer 6 nicht! Beachten wir auch, dass gerade in diesem Abschnitt die wahren Christen ermutigt werden: „Wir sind aber in Bezug auf euch, Geliebte, von besseren und mit der Errettung verbundenen Dingen überzeugt, wenn wir auch so reden“ (Heb. 6,8).

    Die Stelle in Hebräer 10,26–31 hat denselben Hintergrund. Es geht um Juden, die bekannt hatten, an das Opfer Christi zu glauben, sich dann aber wieder zum Judentum mit dessen Opferdienst zurückwandten. Wer so den Sohn Gottes mit Füßen trat, nahm den Charakter eines Widersachers Gottes an und hatte nur Gericht zu erwarten. Kurz danach zeigt der Schreiber wieder, was für die Gläubigen gilt: „Wir aber sind nicht von denen, die sich zurückziehen zum Verderben, sondern von denen, die glauben zur Errettung der Seele“ (Heb. 10,39).

    In Hebräer 10,26 ff. werden einige Dinge genannt, die zu der Schlussfolgerung geführt haben, dass der Schreiber wahre Christen im Blickfeld hätte. Denn:
    •Der Schreiber des Briefes schließt sich mit ein und sagt: „Wenn wir mit Willen sündigen …“ (Vers 26). – Doch der Gebrauch des Wortes „wir“ macht einfach klar, dass der Schreiber einen Grundsatz aufstellen will, der für diejenigen gilt, die sich zum Christentum bekennen. Diesen Gedanken finden wir an vielen Stellen der Schrift, zum Beispiel auch in 1. Johannes 1,6.8.10.
    •Die Abgefallenen hatten „die Erkenntnis der Wahrheit“ (Vers 26). – Aber: Erkenntnis kann man im Kopf haben, ohne dass das Herz verändert wird. Man kann etwas erkennen und doch nicht die richtige Konsequenz daraus ziehen (vgl. Rö. 1,32).
    •Die Abgefallenen waren durch das Blut des Bundes geheiligt worden (Vers 29). – Mit „Heiligung“ ist an vielen Stellen eine innere Absonderung für Gott gemeint (z.B. 1. Kor. 6,11), aber an manchen lediglich eine äußere Absonderung. 5. Mose 7,6 und 1. Korinther 7,14 belegen das. Und so ist das auch in Hebräer 10. Es geht um das Blut Jesu als Siegel und Grundlage des neuen Bundes mit dem jüdischen Volk, und nicht um die Waschung von Sünden durch das Blut Christi wie in Offenbarung 1,5.

    Mit 2. Petrus 2,20-22 schließt der Abschnitt, der mit der Warnung vor falschen Lehrern begann (Vers 1). Es werden Menschen beschrieben, die den Befleckungen der Welt entflohen waren und den Weg der Gerechtigkeit erkannt hatten, und sich dennoch von dem Wort Gottes abwandten, um sich noch schlimmer als vorher ihren Ausschweifungen hinzugeben. Diese Menschen waren zunächst von der christlichen Lehre fasziniert und möbelten ihr Verhalten etwas auf. Aber da es keine Sache des Herzens war, konnte es nichts Dauerhaftes sein. Sie kannten den Weg der Gerechtigkeit, aber sie haben ihn nie geliebt. „Es ist ihnen aber nach dem wahren Sprichwort ergangen: Der Hund kehrte um zu seinem eigenen Gespei und die gewaschene Sau zum Wälzen im Kot“ (Vers 23). Dieses Zitat veranschaulicht, dass sie sich nur äußerlich und nicht innerlich verändert hatten. Man kann ein Schwein aus dem Schlamm ziehen, blitzeblank schrubben und seinen Schwanz mit einem Schleifchen schmücken – doch ein Schwein bleibt ein Schwein mit der Liebe zum Dreck. Seine Natur ist unverändert, und das wird sich früher oder später zeigen. Die falschen Lehrer hatten nie Buße getan, ihre Seelen waren nicht gereinigt worden und deshalb blieb ihre Liebe zur Sünde auch ungebrochen.
    Stellen aus der Offenbarung
    In den sogenannten Sendschreiben werden den Überwindern Verheißungen gegeben (Off. 2,7.11.17.26-28; 3,5.12.21). Wer nicht überwindet, wird diese Segnungen nicht empfangen und den zweiten Tod erleiden (vgl. 2,11). Das ist wahr; nur darf man nicht übersehen, dass es für einen wahren Gläubigen charakteristisch ist, zu überwinden. Johannes, der Schreiber der Offenbarung, bezeugt das in seinem ersten Brief: „Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?“ (1. Joh. 5,4.5). Es geht bei den Stellen in der Offenbarung um unsere Verantwortung und nicht um die ewige Sicherheit der Gläubigen. Das soll auch nicht abgeschwächt werden! Aber wenn mit diesen Bibelstellen Angst geschürt werden soll, ist der Hinweis notwendig, dass Gläubige (prinzipiell) überwinden, da sie neues Leben und Glauben haben.

    Gottes Wort ist vollkommen. Es zeigt die Gnade Gottes und führt den Glaubenden zu einer freudigen Gewissheit, während sie gleichzeitig die Verantwortung des Menschen betont. So werden die Gleichgültigen gewarnt und die Ängstlichen getröstet.

    [Dieser Artikel erschien in der Monatszeitschrift „Folge mir nach“]
    Quellennachweis / Link

    LG

    Claus

  14. Δοξάστε τον Κύριο για το μεγάλο έλεος Του για εμάς τους αμαρτωλούς!

    Nea Greece

    Preis den Herrn über die große Gnade über uns Sünder !

    LG

    Claus

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