Netzwerk bibeltreuer Christen – jetzt eingetragener Verein

Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit hatte unser Ende März 2017 gegründetes Netzwerk bibeltreuer Christen (http://www.nbc-jakob-tscharntke.de/Startseite ) schon Mitte April vom Finanzamt erhalten. Mit der Eintragung ins Vereinsregister hatte es sich etwas verzögert, da das Registergericht einige Änderungswünsche die Satzung betreffend hatte. Unter anderem hatte es zunächst den Namensteil „Netzwerk“ nicht anerkennen wollen. Unsere Argumente und wohl noch mehr unsere Gebete haben aber gewirkt: wir dürfen diesen wichtigen und absolut zutreffenden Namensteil behalten. Und auch die sonstigen Satzungsanpassungen haben nun die Zustimmung des Registergerichts gefunden.

So ging heute die Mitteilung des Registergerichts Ulm bei uns ein, daß unser Netzwerk bibeltreuer Christen nun ein e.V. ist. Der Vereinszweck ist bewußt sehr weit gefaßt und lautet: „Der Vereinszweck ist vorrangig die Weitergabe des christlichen Glaubens sowie die Gründung oder Unterstützung christlicher Gemeinden und Einrichtungen und schließt diakonische und sonstige gemeinnützige Tätigkeiten ein.“ Der Vereinszweck beinhaltet also ausdrücklich die „Unterstützung christlicher Gemeinden“. So kann unser Netzwerk einerseits in der Vernetzung bibeltreuer Christen und dem Aufbau neuer Hauskreise, Hausgottesdienste und Hausgemeinden deutschlandweit und darüber hinaus eigene Aufgaben anpacken und zugleich unsere Eichenauer Gemeinde in jeder Weise tatkräftig unterstützen.

Wir sind auch in Zukunft für Eure Gebete dankbar.

9 Antworten auf „Netzwerk bibeltreuer Christen – jetzt eingetragener Verein“

  1. Lieber Jacob Tscharntke, gerade lese ich den Artikel http://www.idea.de/gesellschaft/detail/riss-ein-manager-sich-ein-ganzes-diakoniewerk-unter-den-nagel-101748.html und mir bleibt der Mund offen stehen, angesichts einer unglaublichen Dimension von Bertrug und krimineller Energie auf der einen Seite und der Unfähigkeit – so erscheint es mir im Moment – auf der anderen Seite. Da ich deine Berichte über die Vorgänge im Bund zur Homosexualität gelesen habe, erstaunt mich das nicht im Mindesten, da das Agieren und das Reden der maßgeblichen Personen tief blicken ließ. Sollten die Vorwürfe auch nur im Ansatz richtig sein, dann müssen Personen die Verantwortung übernehmen und zurücktreten.

    1. Ich habe den ganzen Beitrag unter correctiv.org ( https://correctiv.org/recherchen/wirtschaft/artikel/2017/07/05/gottes-werk-und-behles-beitrag/ ) gelesen. Das ist extrem aufschlußreich. Bis zum Erweis des Gegenteils gehe ich von massiven Verstrickungen, verbunden damit vermutlich auch Vorteilsnahmen, von führenden Personen des Bundes evangelisch freikirchlicher Gemeinden mit Karl Behle und seinen Machenschaften aus. Wie kann das alles so laufen, ohne daß von Anfang an die Stifter bekannt sind, welche doch die zentralen Gestalten in dieser Sache sind? Wie kann es dazu kommen, daß von bestehenden 15 Aufsichtsregeln der Bund Herrn Behle 12 erlassen hat? Ich zitiere aus dem Bericht: Von 15 Vorschriften entließ der Bund dem Werk zwölf bei der Aufnahme. Im Bericht werden alle ausgelassenen Anforderungen aufgezählt. Vorlage der Jahresabschlüsse? Nicht nötig. Mitteilungen über wirtschaftliche Schwierigkeiten? Nicht nötig. Der BEFG muss der Besetzung von Führungs- und Aufsichtsgremien zustimmen? Nicht nötig. Im Nachhinein unerklärlich, wie der Bund die eigenen Regeln für Behle außer Kraft setzt.“
      Und dann kommt es am 26.Mai 2017 zum großen Showdown. Behle darf mit seinem Diakoniewerk trotz brutalster Vorgehensweisen, trotz offenbar massiver persönlicher Bereicherung – Jahresgehalt von über 700 000,-€, Ausschluß von drei Diakonissen, offenbar nur um deren Altersversorgung zu sparen, etc., im Bund bleiben. Es ist die Rede von „Vergebung“ und „Versöhnung“. Und dann der Hammer: Endlich, nach langem Verweigern, wird kundgetan, wer denn nur der Stifter ist, welchem das gewaltige Werk wohl mehr oder weniger gehört: Karl Behle selbst!
      Und das nennt unser Bund nun Aufklärung und Bereinigung auf deren Grundlage „Vergebung“ und „Versöhnung“ doch wohl nur gelingen können?! Unglaublich.
      Und da soll mir jemand glaubhaft machen, derart tölpelhaftes Verhalten unserer Bundesleute geschehe ohne massive persönliche Verflechtungen und Vorteilsnahmen welcher Art auch immer? Da habe ich erst mal meine Zweifel. Wobei ich aufgrund eigener Erfahrungen mit diesen Leuten feststellen muß: durch besondere Sachkompetenz haben sie sich nie hervorgetan. Leider ganz im Gegenteil. Ich bin hier einer anmaßenden Ignoranz begegnet wie selten zuvor im Leben. Sie sonnen sich gerne im Glanz ihrer angemaßten Autorität als „Kirchenleitung“ und „hierarchisch übergeordnete Visitationsbehörde“ anstatt ihre Arbeit geistlich und fachlich solide zu tun. Was bei dieser „Visitation“ praktisch rauskommt, offenbart der Fall Behle / Diakoniewerk Bethel überdeutlich.

  2. Lieber Jakob Tscharntke, da bin ich einer Täuschung erlegen, als ich annahm, „zum Bund der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) gehöre das Diakoniewerks Bethel“ auch in rechtlicher Hinsicht. Was ja falsch ist. Zum Bund gehört Bethel nur in „Bekenntnisgemeinschaft“ und das wohl mehr aus Berechnung, denn aus Überzeugung. Mittlerweile habe ich den Artikel auf correctiv.org gelesen, inklusive der Antwort des Bundes darauf, und kann mir kaum ein schlechteres Zeugnis über die Leitung des Bundes und der dort maßgeblichen Personen denken. Auch wenn Karl Behle nicht den Bund bestohlen hat, so hat er sich doch allem Anschein nach Vermögen widerrechtlich angeeignet und ist damit ein Dieb, zu dem in 1. Kor. 5 alles gesagt ist. Wie kann eine solche Person auf einem Bundestag auftreten, ohne umgehend des Saales verwiesen zu werden? Natürlich zeigt sein Auftritt ganz deutlich, wie er es versteht, Menschen zu manipulieren. Doch es macht nur deutlicher, wie orientierungs- und letztlich führungslos die Leitung des Bundes agiert. Da ist nicht mal einer, der geistlich gesehen eines Hauptes länger ist. Am besten Herr Behle würde auch noch die Leitung des Bundes übernehmen, dann würde uns dieses Schauspiel erspart bleiben. Heute Abend werde ich den Untersuchungsbericht auf correctiv.org lesen. Ich bin gespannt, ob idea seine Berichterstattung zu dem Thema durchhält.

    1. Lieber Thomas und alle weiteren interessierten Leser, ich kann diesbezüglich nur auf meine Ausarbeitung vom Jahr 2013 zum Verhalten der Bundesleute uns gegenüber hinweisen: http://www.efk-riedlingen.de/downloads/034%20Selbstbestimmungsrecht%20der%20Gemeinden%20im%20Bund%20evangelisch-freirkirchlicher%20Gemeinden%20-%20eine%20Darlegung%20der%20derzeitigen%20Rechtslage.pdf

      Und ich betone: diese oben verlinkte Fassung ist eine für die Öffentlichkeit extrem abgemilderte Version der ursprünglichen Zusammenstellung. Ich wollte nicht unnötig Öl ins Feuer zwischen den Bundesleuten und unserer Gemeinde gießen. Deshalb habe ich die in Stil und Inhalt mildest mögliche Variante gewählt. Was uns verschiedene Bundesleute weit über ein Jahr an Zeit und Kraft und Nerven gekostet haben durch ein im Grunde unvorstellbares Fehlen erstens an menschlichem und geistlichem Anstand, dann an formalrechtlicher und sonstiger fachlicher Kompetenz und stattdessen vorzuweisen hatten an absoluter Unbelehrbarkeit bis auf den heutigen Tag, das geht auf keine Kuhhaut. Genau diese Erfahrungen waren der ausschlaggebende Punkt für uns, den Austritt aus dem Bund in die Wege zu leiten. Man kann mit Menschen, die sich auf einem derartigen Niveau an Inkompetenz und Arroganz bewegen, sachlich nicht sinnvoll auseinandersetzen noch viel weniger mit ihnen arbeiten. Das klingt sehr hart. Aber das ist ganz schlicht die Summe mehrjähriger Erfahrung.

  3. Lieber Jakob Tscharntke, in einem Leserbrief von idea wird ein möglicher Teilaspekt für das Verhalten des Bundesvorstandes geliefert. Demnach habe „in der massiven Finanzkrise des BEFG doch Bethel viel Hilfe geleistet“. Wäscht nun eine Hand die andere? Eher glaube ich, daß hier intellektuelles, charakterliches und geistliches Niveau Hand in Hand gehen. So jedenfalls hatte ich es bereits im Zusammenhang mit meinem Ausschluß aus dem Schleswig-Holsteinischen Gemeinschaftsverband erlebt.

    1. Lieber Thomas, ohne diese Information zu haben, habe ich mit meiner Frau heute Morgen schon exakt in diese Richtung gedacht: wahrscheinlich werden reichliche Spenden an den finanziell seit Jahrzehnten knappen Bund geflossen sein. Es wäre besser, der Bund würde seine bibelkritische Ausbildungsstätte dicht machen. Dann würde schon dadurch weniger Fluch und Zorn Gottes über ihm schweben und er würde eine Menge Geld sparen. Dann wäre der Bund auf derart zweifelhafte Geldgeber nicht angewiesen.

  4. Lieber Jakob Tscharntke, auf correctiv.org hat es nochmal einen Nachschlag gegeben: https://correctiv.org/recherchen/wirtschaft/artikel/2017/07/13/eine-villa-fuer-den-herrn/ Demnach hat Herr Behle sich seine Villa vom Diakoniewerk weit unter Marktpreis verkaufen lassen. Die Villa hatte das Diakoniewerk 1988 für ca. 700.000 Euro gekauft. Herr Behle zahlte dafür 22 Jahre später nur 530.000 Euro, bei einem Schätzwert zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Euro. Einmal mehr kann man nur sagen: Herr Behle hat die Diakonissen betrogen und bestohlen. Aus meiner Sicht kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die ganze Geschichte für das Fernsehen aufbereitet wird. Wie steht dann die Gemeinde Jesu da und unser Herr Jesus obendrein? Daher ist aus meiner Sicht Eile geboten, daß der Bund das Maximum an Distanz zwischen sich und Herrn Behle schafft. Es kann jetzt nur noch um Schadensbegrenzung gehen, aber dazu muß man sich anstrengen. Sollte Herr Behle in irgend einer Gemeinde der Baptisten Mitglied sein, ist er dort auszuschließen, sofern er nicht das Eigentum der Diakonissen herausgibt und den Schaden wiedergut machen will. Die Bekenntnisgemeinschaft muß aufgelöst werden, denn man kann nicht mit einem Dieb bzw. einer kriminellen Vereinigung (er und seine Co-Vorsitzende) in Bekenntnisgemeinschaft stehen. Egal wie kniffelig der Fall ist, zur Not müssen sich noch andere Anwälte den Fall anschauen. Ein paar müßte es doch im Raum des Baptismus geben.

  5. Lieber Jakob Tscharntke, der Fall zieht mittlerweile Kreise. Spiegel online hat berichtet, der epd und weitere Medien ebenfalls. Das Diakonische Werk hat ein Ultimatum bis zum Ende des Monats gestellt: http://www.epd.de/zentralredaktion/epd-zentralredaktion/diakonisches-werk-ersch%C3%BCttert-%C3%BCber-enth%C3%BCllung-zu-diakoniewerk- Falls Herr Behle geglaubt haben mag, es reiche, die Diakonissen abzulinken und den Baptistenbund am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, um die Angelegenheit letztlich auszusitzen, dann dürfte er sich getäuscht haben. Da das Diakonische Werk seinerzeit einen Prozeß gegen die Treberhilfe verloren hatte, werden die sich nun bemühen, eine Wiederholung zu verhindern. Zum Glück hat der Bund den Untersuchungsbericht machen lassen, auf dem fast alle Recherchen fußen, nur wäre es seine Aufgabe gewesen, dann nicht einfach klein bei zu geben, sondern sich Verbündete für seinen Kampf gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit zu suchen. Nun denke ich an Jesu Wort: „Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien“ (Luk. 19, 40). Wenn ich das Wort „Vergebung“ höre, dann kriege ich manchmal einen Hals, weil die Vergebung im NT immer an Bedingungen geknüpft ist, die in der einen oder anderen Form ein Eingeständnis der eigenen Schuld vor Gott beinhalten. Demzufolge war mein Prediger hier vor Ort auch nicht in der Lage, die von ihm behauptete bedingungslose Vergebung biblisch oder mit Literatur zu belegen. Das Schlimme ist jedoch, daß ihn das nicht von seiner Auffassung abgebracht zu haben scheint. In der Angelegenheit Bethel habe ich gestern nochmal gegoogelt. Erschütternd war für mich in mehrfacher Hinsicht dieser Bericht: http://www.tagesspiegel.de/berlin/kuendigung-trotz-krankheit-bethel-diakoniewerk-schliesst-drei-langjaehrige-schwestern-aus/11833848.html Schon damals berichtete also die weltliche Presse und ich kann nur hoffen, daß bald mit der Bekenntnisgemeinschaft Schluß ist, wenn Herr Behle nicht einlenkt. Ich vermute, Behle wird seinen Konzern bald verlassen, die Stiftungen übertragen und im Gegenzug ein gut Teil seiner Schäfchen, die er ins trockene gebracht hat, behalten dürfen. Ein solcher Vergleich dürfte die Sache abkürzen und Vorteile für alle Seiten bieten. Entscheidend für die Bemessung der Größe seiner Schafherde dürfte sein, ob und in welchem Umfang man ihm Untreue oder andere Straftatbestände eindeutig nachweisen könnte.

    1. Lieber Thomas, ja der Fall mit den drei gekündigten Schwestern hat damals gewaltige Wellen im Bund geschlagen.

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