Und was ist bloß mit Helmut Matthies los?

Diese Frage stelle ich mir in diesen Tagen immer besorgter. Ich hatte ihm ja neulich schon widersprochen hinsichtlich seiner Behauptung: Parzany und Diener seien im wesentlich eins. Beide glauben, daß die Bibel Gottes Wort ist.
Daß Diener definitiv bibelkritisch ist, haben längst auch andere erwiesen und letztlich weist auch Ulrich Parzany ebenso wie Rolf Hille auf diese Tatsache hin. Bekenntnisse zur Bibelkritik in Form der historisch-kritischen Theologie hat Diener selbst abgelegt. Nun wird diese Unwahrheit im neuen idea-spektrum (vom 6.1.2016 auf Seite 16) wieder behauptet.
Wieso hält idea, wieso hält Helmut Matthies, an diesem Unsinn unbeirrbar fest, wo er doch offenkundiger Unsinn ist. Diese Wiederholung der eindeutig unwahren Behauptung: „Im entscheidenden Punkt sind sich Diener und Parzany einig: die Bibel ist Gottes Wort“ erinnert mich an Merkels Mantra: „Wir schaffen das“.
Das eine ist so offenkundig falsch wie das andere.
Daß Merkel dieses Mantra wiederholen muß, weil sie möglicherweise von Mächtigen hinter ihr dazu gezwungen wird, oder in ideologischer Verblendung absichtlich unser Volk zerstören will, das leuchtet mir noch ein bezüglich seiner inneren Logik.
Was aber ist die innere Logik bei Helmut Matthies? Warum läßt er einen Martin Dreyer, den Verantwortlichen des gotteslästerlichen Machwerks „Volxbibel“, den einleitenden Beitrag in idea-spektrum vom 6.1.2016 schreiben? Wo ist seine klare Position gegen die Abkehr von biblischen Positionen bei Michael Diener? Warum läßt er Alexander Garth mit seinem total manipulativen Beitrag so umfassend zu Wort kommen? Einst war idea gegründet worden, um im Blick auf den landeskirchlichen Abfall bibeltreuen Christen Orientierung zu bieten. Davon kann ich bei idea und bei Helmut Matthies in diesen Tagen so gut wie nichts mehr erkennen.

4 Antworten auf „Und was ist bloß mit Helmut Matthies los?“

  1. Lieber Herr Tscharntke,

    so wie Ihr Beitrag -Auszug “ Die Lawine kommt noch“ bezogen auf die geparkten Einwanderer feststeht, genauso steht auch eine Lawine des Abfalls der Christen fest. Was soll noch übrig bleiben, wenn unsere Obrigkeiten der EKD den Schlüssel des Abgrunds gegeben ist und ihn dann noch so schamlos benutzen , dass der Rauch die geistige Luft verpesstet – den Acker – Nährboden verseucht- die Sonne schlussendlich verfinstern und aus dem Rauch die Heuschrecken in Scharren kommen, welche Macht gegeben wurden, zu zerstören.
    Mich können nur noch Gottes Worte der Offenbarung trösten und ich versuche mit Christen zusammen die Zeit zu überstehen und mit ihnen gemeinsam fest an unserm Herrn Jesus zu halten. Und wenn auch nur noch eine kleine Herde übrig bleibt. Ich erinnere mich dann an die Gefangenen im babylonischen Exil.Gott wird seine Kinder nicht vergessen! Das jüdische Volk ist auch nicht unter gegangen. Genauso werden wir leben und da ewig! Aber dann wird alles anders sein! Welch ein Trost. Ich werde Sie in meinen Gebeten einschließen.

    “ Seid nicht bekümmert, seid nicht bekümmert, denn die Freude im Herrn ist eure Stärke!“ Möge Ihnen und Ihrer Gemeinde weiterhin begleiten.

    Frau Littau

    1. Liebe Frau Littau, da stimme ich Ihnen zu hundert Prozent zu! Wir sind nicht bekümmert, denn wir wissen uns in unserem Herrn und Heiland Jesus geborgen und getragen. Und es ist darüberhinaus wichtig, daß wir in unseren Familien und Gemeinden wieder ganz eng zusammenrücken und uns auch hier gegenseitig Trost und Halt geben. Aber der letzte und allein zuverlässige Trost und Halt liegt natürlich in Jesus.

  2. Lieber Jakob Tscharntke, diese Frage hatte ich mir auch gestellt, als es die Zensur/Entfernung eines Kommentars von Uwe Siemon-Netto gab und weder eine Aufklärung, noch eine glaubhafte Daestellung der Ereignisse von Matthies Seite geschah. Das läßt eigentlich nur den Schluß zu, daß da Dinge geschehen sind, von denen niemand erfahren darf. Die Zensur auf idea nimmt immer groteskere Züge an, wenn Kritik an lieblosen Kommentare wegzensiert im Sinne von nicht veröffentlicht wird und man gleichzeitig Theo Lehmann als „81 – jährig und wohl leicht debil“ bezeichnen darf. Selbstverständlich hätte ich auch da mal die Frage stellen wollen, wie wir als Christen mit- und übereinander sprechen, aber ich hab es mir verkniffen, den Job der idea – Redakteure zu machen. Wie ich gerade sehe, übt er auch – freiwillig oder unfreiwillig – Selbstzensur, denn sein Beitrag „Rückblick auf eine ungewöhnliche Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzende: Wir sind doch evangelisch“ ist nicht mehr abrufbar. Das war wohl irgendjemandem zu heiß. Ich gehe mal davon aus, daß es Hartmut Steeb ist, der bei idea alles auf Linie bringt und hält. Insgesamt kenne ich also fünf Artikel, die wieder aus dem Internetarchiv von idea entfernt wurden. Das riecht nicht mehr nach 1984, nein, das stinkt schon danach. Was für Journalisten und Redakteure arbeiten wohl dort bei idea? Na, ich glaube, es sind ganz normale Menschen, die sich da mehr oder weniger nötigen lassen, um ihr Geld zu verdienen. Wer das allerdings veranlaßt und anordnet, der bereitet der political correctness den Weg, verbiegt und korrumpiert Gewissen; praktiziert schlechteste journalistische Tradition, denn er informiert nicht mehr, sondern verhindert und unterdrückt Information. Damit ist bereits der erste Schritt zur Hofberichterstattung gemacht. Helmut Matthies hat sich sehr weit von seinen Idealen entfernt, wenn man sein „Rotbuch Kirche“ bedenkt, das er 1976 gemeinsam mit Jens Motschmann herausgegeben hatte – etwas später hatte ich es auf dem „Grabbeltisch“ erworben. Damals ging es ihm noch um informieren, aufrütteln und aufklären – heute ist er (wirtschaftlich) erpreßbar und will bestimmten Leuten nicht zu sehr weh tun. Lieber Helmut, falls du das hier liest, dann nutze deine Unabhängigkeit, die bald mit deinem Ruhestand eintreten wird und fange noch einmal von vorne an – back to the roots, denn es gilt kein Ansehen der Person, wie Paulus dem Petrus gezeigt hat.

  3. Sorry, ich muß mich korrigieren: Der idea – Artikel läßt sich doch öffnen. Es lohnt sich, ihn zu lesen, auch wenn wir heute ein ganz anderes Bild von der theologischen Positionen von Margot Käßmann haben.

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