Lieber Helmut Matthies, wie viele Bücklinge vor dem Zeitgeist machst Du noch?

Gerade erst kam ich dazu, idea-spektrum vom 30.11.2016 zu lesen. Da finden wir einen Beitrag über die „Toleranz“ der sogenannten „Nordkirche“ – der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Diese maßregelte jetzt auf finanziellem Wege die lettische Kirche, weil diese nicht länger der bibelwidrigen Frauenordination huldigte. So weit, so schlecht. Solche Vergänge erregen mein Gemüt schon lange nicht mehr. Was wollen wir von diesen abgefallenen sogenannten „Landeskirchen“ Besseres erwarten? Ein Baum trägt die Früchte, die seiner Wesensart entsprechen!

Anders sieht es mit dem Kommentar von Helmut Matthies dazu aus. Der hat mein Gemüt doch mit einer deutlichen Traurigkeit erfüllt. Denn Helmut Matthies beginnt seinen Kommentar mit dem Satz: „Die Frauenordination ist keine Heilsfrage.“ Da frage ich mich: was soll das? Wozu muß dieser einleitende Bückling vor dem Zeitgeist sein? Muß erst der Welt nach dem Maul geredet werden, bevor man sich zu einem Thema äußert?

Außerdem ist das so einfach nicht. Wenn man es rein inhaltlich auf die Frage der Frauenordination reduziert, dann hat Helmut Matthies zwar Recht. Nicht der Glaube an das biblische Nein zur Frauenordination rettet, sondern der Glaube an Jesus Christus.

So platt sollten die Antworten eines Theologen wie Helmut Matthies aber nicht sein. Denn auch er weiß, daß sich das Heil sehr wohl am Gehorsam gegenüber Christus entscheidet. Denn wer Jesus liebt, der hält seine Gebote. Und das Gebot in puncto Frauenordination ist eindeutig. Manchem Nicht-Theologen, dem von theologischen Dummschwätzern das biblische Denken vernebelt wurde, der mag das vielleicht nicht erkennen. Helmut Matthies kann ich diese Ausrede nicht erlauben. Von ihm muß ich verbindlich erwarten, das biblische Nein zur Frauenordination in seiner ganzen Eindeutigkeit zu kennen.

Deshalb kann ich seinen einleitenden Satz „Die Frauenordination ist keine Heilsfrage“ nur als unlauteren Versuch werten, die Frauenordination zu einer Frage theologischer Beliebigkeit zu erklären. Das ist hier ebenso wenig möglich, zulässig, lauter und wahrhaftig, wie etwa bei der Segnung Homosexueller. Die biblische Aussage ist in beiden Fällen zu klar!

Dazu gehört ein weiterer Satz in seinem Kommentar: „Selbstverständlich gibt es gute Gründe für Pastorinnen“. Hier, lieber Helmut Matthies, kann man nur mit einem ganz klaren „Nein!“ antworten. Denn „gute Gründe“ können für einen Christen in einer theologischen Frage immer nur biblische Gründe sein. Und biblische Gründe für Pastorinnen als Normalfall gibt es nicht einen einzigen! Ich betone und wiederhole: Nicht einen einzigen! Für den, der das vertiefen will, weise ich hin auf meine Veröffentlichung Nr. 20 in der Reihe „Orientierung auf dem Weg der Nachfolge“, die auf der Internetseite unserer Gemeinde (http://www.efk-riedlingen.de/ ) unter der Rubrik „Aktuelle Themen“ zu finden ist. Es gibt keinen einzigen, ich wiederhole und betone noch einmal: Keinen einzigen! biblischen und damit „guten Grund“ für Pastorinnen als Normalfall!

Lieber Helmut Matthies, Sie gehen doch bald in Rente. Warum gehen Sie die letzten Meter bis dahin nicht in biblischer Aufrichtigkeit und Klarheit? Idea-spektrum hat über viele Jahre eine wertvolle Arbeit geleistet. Warum helfen Sie mit, dies alles auf den letzten Metern zunichte zu machen?

20 Antworten auf „Lieber Helmut Matthies, wie viele Bücklinge vor dem Zeitgeist machst Du noch?“

  1. ja genau – Ihr Text zur Frauenordination, den hatte ich schon fast durch, aber noch nicht ganz.
    Zur Kenntnis zu nehmen ist in der Tat, das viele unserer Protagonisten der Entgrenzung und Zerreibung der Kulturnation Deutschland Frauen sind. Und das ganz bestimmt nicht nur in der interkulturellen evangelischen Amtskirche – bei „uns“ tauchen sie in Liturgiegruppen, als Gemeindereferentinnen, die plötzlich in einem priesterähnlichem Gewand am Altar stehen, oder als Funktionärinnen auf, die die Bibel geschlechterdiskriminierend finden.
    Ich erwähne hier aber schon mal eine gewisse Frau mit Sternenkranz und die Kirchenlehrerinnen, Hildegard von Bingen, Theresa von Avila, Therese von Lisieux oder gebildete Mahnerinnen wie Brigitta von Schweden, Philosophinnen wie Edith Stein, die aus einer phänomenolgischen Philosophie heraus, die etwas anders in Worte gefasst ist, als die Ihre, aber sogar in die gleiche Richtung geht, die Präsenz Gottes erkannt hat.
    Es gibt eine freundliche, feminine geistliche Substanz bei Frauen, mit einer hohen Intellektualität, die eine Gottesgabe darstellt.
    …die aber genauso gut ausgebeutet werden kann, wie der eher männliche Posteneifer.
    Die Eitelkeit tut immer ihr Übriges.
    Aber es gibt sie.
    Viele Frauen erkennen oft gutgläubig und ja nun auch berufsbegabt nicht, dass man sie dennoch beklaut.
    Man wurde nämlich beklaut, wenn man seine Kinder abgetrieben, sie in irgendwelche Behortungskliniken abgegeben oder jahrelang 18 Stundentage „bewältigt“ hat. – nämlich um seine Selbstbestimmung als Frau, Mutter und um die seiner Kinder.
    Das merken die erst, wenn sie 45 sind.
    Ein vielschichtiges Thema.. ich bin gespannt, was ihr Text noch so eröffnet…

  2. Ja, wer Jesus liebt hält seine Gebote – wer ihn nicht liebt hat ihn nicht erkannt ! Ich denke schon dass dies eine heilsentscheidende Aussage in der heiligen Schrift ist.
    Ein wirklich wiedergeborener Christ versucht so nah wie möglich an der Schrift und damit am Willen des Herrn zu sein. Wer versucht so nah wie möglich an der Welt zu seine sollte seine Liebe zum Herrn hinterfragen – Und diese ist dem Herrn Jesus sehr wichtig, er will nicht nur unsere Liebe, sondern unsere ERSTE LIEBE ! Und keine faulen Kompromisse mit der Welt. Wenn die erst mal anfangen, fressen sie sich weiter wie ein Krebs. Der Mensch setzt der Sünde
    den Anfang, aber wer setzt ihr das Ende…. Ich danke dem Herrn dass es noch so kompromisslose geistliche Führer wie Pastor Tscharntke gibt. Solche Lehrer brauchen wir dringend, denn unsere grössten Gegner sitzen in unseren eigenen Reihen und nennen sich Brüder – doch sind es falsche Brüder – die Zeit bringt es immer mehr ans Licht !

  3. „Die Frauenordination ist keine Heilsfrage.“ Da frage ich mich: was soll das? Wozu muß dieser einleitende Bückling vor dem Zeitgeist sein? Muß erst der Welt nach dem Maul geredet werden, bevor man sich zu einem Thema äußert?

    Ja Jakob, wir können diese Unterwanderung leider nicht mehr aufhalten, wir können nur noch im Gebet den Herrn um Gnade bitten, dass nicht auch noch die sehr wenigen, wahren Gotteskinder mit in den Sumpf dieser Welt gezogen werden !
    Denn der Satan geht herum wie ein brüllender Löwe und versucht den Rest der Gemeinde Jesu zu verschlucken !

    Mag sein, dass Helmut Matthies diesen Beitrag löscht oder berichtigt, ich hoffe es doch sehr !

    LG

    Claus

  4. Der Zustand im Gesamten, in dem sich die Christenheit befindet ist erschreckend. Ich habe mir daher mal die Mühe gemacht, auch mal auf der anderen Seite nachzuschauen, was dort so vor sich geht.

    Auch auf der katholischen Seite ist der Glaubenskampf bereits in vollem Gange. Der berühmteste Vertreter auf katholischer Seite der das Schwert in die Hand nimmt, dürfte Bischof Richard Williamson sein. Seinerzeit Bischof der Piusbruderschaft, folgendes entnommen aus Wikipedia:
    „Im Dezember 2008 warnte Williamson öffentlich vor einer drohenden Sklaverei der Menschen durch allgegenwärtige Lügen. Er kritisierte außerdem die Entstehung des Polizeistaats, warf dem Vatikan vor, unter „satanischer Kontrolle“ zu sein, bestritt die offizielle Version der Terroranschläge am 11. September 2001 und äußerte die Verschwörungstheorie, die Bush-Regierung sei in die Anschläge involviert gewesen, um damit ihre Politik begründen zu können. Im Juni 2008 erklärte Williamson vor 14-jährigen Firmlingen in München:

    „Es kommt vielleicht zum Martyrium. Vielleicht wird sogar unser Blut notwendig sein, um die Reinigung der Kirche zu vervollkommnen. Es ist schon möglich, dass die bösen Mächte, die heute herrschen, einen Sündenbock suchen werden. Und die Traditionalisten, als ‚Fundamentalisten‘ bezeichnet, werden dieser Sündenbock sein. Dann kommen wir alle ins Gefängnis.““

    Ich habe dann noch einen Kommentar zu den Vorgängen innerhalb der katholischen Kirche von Williamson gefunden vom 26.11.2016, Williamson schreibt in seiner Überschrift folgendes:

    „Jetzt wissen wir es aus des Papstes eigenem Mund:
    Was er glaubet, entspringt der Hölle schaurigem Schlund!“

    hier der ganze Artikel http://www.kreuz-net.at/index.php?id=669

    Ich will damit nicht den katholischen Glauben rechtfertigen oder soetwas in der Art, sondern nur einmal aufzeigen, das im gesamten Christentum hinter den Kulissen ein schwerer Glaubenskampf entbrannt ist, und der aufzeigt in welcher absoluten Krise sich das Christentum befindet. Man kann wohl ohne Übertreibung feststellen, das sich das Christentum in diesen dunklen Tagen in einem absoluten Daseinskampf befindet.

    Liebe Grüße

  5. @ Arno : hier ein Auszug aus Deinem Link :

    https://www.crash-news.com/2012/11/23/interreligioese-friedensdekade-eine-scheinheilige-einmuetigkeit/

    Quellennachweis :

    Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Johannes 14,6

    Ob die Herren Pfarrer diese klare Aussage nur übersehen oder schon völlig vergessen haben auf ihrem „interreligiösen Gebetsweg“? Selbstverständlich darf jeder glauben, was er möchte, aber niemand, der diese Worte jemals las, darf sich später vor dem Richterstuhl Gottes beschweren, wenn er erkennen wird, dass er sich irrte und seine zahlreichen Chancen ungenutzt verstreichen ließ, sich für den richtigen Weg zu entscheiden. Es gibt nämlich nur einen einzigen richtigen Weg. Alles andere ist eine Lüge.

    @ Thomas :

    auch Deine Version ist durchaus möglich :

    „Es kommt vielleicht zum Martyrium. Vielleicht wird sogar unser Blut notwendig sein, um die Reinigung der Kirche zu vervollkommnen. Es ist schon möglich, dass die bösen Mächte, die heute herrschen, einen Sündenbock suchen werden. Und die Traditionalisten, als ‚Fundamentalisten‘ bezeichnet, werden dieser Sündenbock sein. Dann kommen wir alle ins Gefängnis.““

    Was mich ein wenig an der ganzen Sache wundert, ist diese große Geschwindigkeit der Veränderungen in Kirche und in der Welt, jedoch gibt es im NT genug darüber zu lesen , dass es so kommen wird ! Also ich würde sagen, dass die Verfolgung der Christen schon lange im Gange ist, leider merken es nur sehr wenige !

    Claus

  6. Eine Heilsfrage ist, wenn von dieser Frage meine Erlösung und mein ewiges Leben abhängt. Das ist die Frauenordination nach meinem biblischen Verständnis sicher nicht.
    Das Problem ist etwas ganz anderes. Wir als Christen in Gemeindeverbänden wie Sie Bruder Tscharntke bei den Baptisten müssen bewusst oder unbewußt viel „tolerieren, was in den Gemeindeverbänden und in der EAD so alles „abgeht“. In vielen nicht heilsnotwendigen Fragen wird man unterschiedliche Erkenntnisse haben. Wenn diese Erkenntnisse aber konservativ sind werden diese nicht stehengelassen ? Ist die ganze Arbeit der baltischen Kirche nun plötzlich schlecht, weil sie keine Frauenordination mehr zulässt? Konservative Christen werden aber von der Mehrheitsmeinung in Fragen wie Homosexualität, Judenmission, Gender usw. in ihrer anderen Erkenntnis nicht mal stehengelassen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Rednerliste von „dynamissio“. Neben vielen guten Rednern spricht dort auch Volker Beck von den Grünen. Auch wenn er nicht zum Thema Homosexualität spricht ist dies ein Schuß vor den Bug
    gegenüber alle konservativen Christen in der EAD.

    1. Lieber Matze, Sie weisen sicher auf einen wichtigen Punkt hin im zweiten Teil Ihres Beitrags. Im 1.Teil muß ich doch widersprechen. Denn es ist zwar richtig, daß die Frauenordination inhaltlich keine Heilsfrage ist. Aber an ihr zeigt sich der Gehorsam und damit die Liebe und Zugehörigkeit zum Herrn, weil sie in der Schrift in eindeutiger Klarheit beantwortet ist. Wer deshalb gegen Gottes Wort Frauen zum öffentlichen Lehr- und Leitungsamt in der Gemeinde ordiniert, der handelt gegen Gottes Wort und offenbart damit, daß er Gott nicht liebt und die Wahrheit nicht in ihm ist. Ich kann dazu immer wieder nur auf 1.Johannes 2,3+4 hinweisen: „Und hieran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit.“ Entsprechend etwa auch in Johannes 14,21 und 15,10 und 1.Johannes 5,3. Und hier kann man sich eben nicht mit dem Hinweis auf „unterschiedliche Erkenntnisse“ herausreden, weil es bei der Klarheit, mit der die Bibel in der Frauenfrage spricht, nichts nicht zu erkennen gibt. Das bestätigt auch die Kirchengeschichte bis auf diesen Tag, wie auch die Art und Weise, wie die Frauenordination gegen die Schrift dennoch eingeführt wurde. Und das bestätigen längst Bischöfe der Landeskirchen, daß sie hier bewußt gegen die Bibel handeln. Ich kann nur noch mal auf meine Schrift zur Frauenordination hinweisen, in der ich dies alles ausführlich und detailliert dargelegt habe.
      Die Frauenordination offenbart einen grundsätzlichen und strukturellen Ungehorsam, weshalb ich seit 20 Jahren prognostiziere: „Wer heute anfängt Frauen zu ordinieren, der segnet in 20 Jahren auch Homosexuelle“. Und die aktuellen Entwicklungen bestätigen diese Aussage haarklein.

  7. Jepp, weiter so, Frauen auf die Kanzel( FEG etc ), Gender = Männer nehmen weibliche Züge an und Frauen nehmen männliche Züge an, der Rollentausch ist schon fast perfekt ………..auch in der EAD !
    „„tolerieren “ dass Wort gibt es in der Bibel gar nicht, Eure Rede sei Ja – oder nein ( dazwischen gibt es nichts )
    dann lieber konservativ = aber Bibeltreu sein ! Kompromisse werden in der Welt gemacht, aber nicht in der Gemeinde Jesu !

  8. Hier wird der ganze Ernst der Sache sichtbar. Professor Slenczka hat es kürzlich sehr treffend auf den Punkt gebracht:

    „Wer für die Frauenordination entscheidet, entscheidet also gegen den Konsens der Kirchen, gegen das Gesetz Gottes und gegen das Wort des Herrn. Er entscheidet zugleich gegen solche Glieder der Gemeinde, die sich an dieses Wort gebunden wissen.“ [ 9 ].

    Wenn wir als Freikirche uns für die Berufung von Frauen als Pastorinnen entscheiden, entscheiden wir damit gegen Gottes Wort. Und wenn wir als ein Bund von Gemeinden, die von ihren Ursprüngen her das eine verbindet, daß sie alle gemeinsam ‚Gemeinde nach dem Neuen Testament‘ sein wollen, die Entscheidung treffen, daß es jeder Gemeinde freigestellt ist, ob sie im Gehorsam auf das hören will, was in 1Kor 14 als Wort des Herrn gesagt ist, oder nicht, dann setzen wir das, was uns verbindet, und damit unsere Bundesgemeinschaft, auf’s Spiel.

    Mehr noch, wir setzen Gottes Segen auf’s Spiel. Denn wer dieses Wort Gottes zum öffentlichen Lehren der Frau nicht anerkennt, wird von Gott nicht anerkannt. Und ohne diese Anerkennung Gottes können wir nicht leben! Wir können notfalls ohne die staatliche Anerkennung als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts leben. Wir können leben, ohne daß man uns als angesehene evangelische Freikirche mit respektabler Pastorenschaft und wissenschaftlich ausgewiesener Theologie anerkennt. Aber wir können ohne die Anerkennung Gottes nicht leben. Ohne sie haben wir den Namen, daß wir leben – und sind tot!

  9. @ Claus
    nach der Logik wie von Ihnen dargestellt müssten alle Christen, die diesen Standpunkt so stringent vertreten auch so konsequent sein aus der EAD oder den betroffenen Freikirchen SOFORT austreten.

    1. @ Matze: Ich denke, daß man hier immer differenzieren muß zwischen Gemeinde und übergemeindlicher Vereinigung. Man muß ehrlich entscheiden, wieweit man durch eine Mitgliedschaft an unbiblischer Lehre und Entwicklungen mitverantwortlich ist und mit schuldig wird oder nicht. Wir konnten es bisher mit unserem Gewissen verantworten, wenn auch mit gelegentlichem Grummeln in der Magengegend, im Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden zu verbleiben, trotz der unbiblischen Entwicklungen in diesem Bund. Denn unsere Gemeinde hielt schon lange vor meiner Zeit als Pastor hier eine so deutliche Distanz zu diesen Entwicklungen, daß gewährleistet war, daß diese nicht in die Gemeinde eindringen. Außerdem unterstützen wir den Bund deshalb auch nicht finanziell, was bisher unproblematisch möglich war. Dies haben wir auch ganz offiziell mit den unbiblischen Entwicklungen des Bundes begründet. Als Gemeinde sind wir innerhalb des Bundes völlig selbständig und der Bund kann uns in nichts, aber auch absolut gar nichts reinreden, außer daß er darauf achten kann, daß die Gemeinde sich nicht überschuldet, und diese Schulden schließlich am Bund als Ganzem hängen bleiben. Weil sich hier der Wind die letzten Jahre aber dreht, und die Bundesgeschäftsführung seit Jahren durch neue Ordnungen und Anmaßungen immer mehr bemüht ist, die Selbständigkeit der Gemeinden auszuhöhlen und sich als hierarchisch übergeordnete Visitationsbehörde zu verstehen und als Kirchenleitung, deshalb haben wir die bisherige Position überdacht und sind dabei, unseren Austritt aus dem Bund in die Wege zu leiten. Erste entsprechende Beschlüsse wurden von der Gemeindeversammlung bereits gefaßt. Das tut uns einerseits leid, denn wir wußten uns gerne mit den bibeltreuen Geschwistern und Gemeinden, die es innerhalb des Bundes nach wie vor gibt, verbunden. Aber wenn die Selbständigkeit der Gemeinden zunehmend untergraben wird, dann bleibt uns leider kein anderer Weg. Das ist auch der Punkt im Blick auf andere Gemeinden und Gemeinschaften: wie weit sind Gemeinden innerhalb von Verbänden tatsächlich selbständig? Und wieweit können sie deshalb ehrlicherweise garantieren, daß geistliche Fehlentwicklungen der Verbände nicht in die Gemeinde oder Gemeinschaft vor Ort eindringen? Und wo müssen sie sich durch verbindliche Beitragszahlen möglicherweise doch der Mitfinanzierung dieser geistlichen Fehlentwicklungen mit schuldig machen?

    2. @ Matze Nagel auf den Kopf getroffen! AMEN!
      Wenn die Evangelikalen wirklich so bibeltreu wären, wie sie oft von sich sagen, dann müssten konsequenterweise TATEN FOLGEN!
      Da die Struktur des Pietismus aber „in der Landeskirche, aber nicht unter der Landeskirche“ ist (was de facto ja eigentlich so nicht stimmt) und man darüber hinaus alles Basis-Gläubiger maximal gegen „die da oben“ (n der Spitze) mault, aber dann resigniert die Schultern zuckt, bleibt alles beim Alten. Sprich: man bleibt auf der Titanic, bis es einmal zu spät sein wir, ins Rettungsboot zu steigen.
      Wenn JEDER Evangelikale konsequent (= gehorsam) wäre und aus der Landeskirche austreten würde, um sich dann selbständig als Kleingruppe oder Hauskirche formieren würde – bei ca. 1,5 Mio. Evangelikalen im Land – DAS wäre ein Erdrutsch!
      Dann wäre die EKD pleite und könnte einpacken.
      Nur weil viele mit einer Art (ich sag’s mal etwas ruppig) „Affenliebe“ an der Landeskirche hängen, und meinen, man müsste/könnte da noch etwas bewegen – deshalb passiert: nüscht! Gor nüscht!
      Bei Kollektivaustritt wäre das eine geistliche Revolution und dann würde es eine ECHTE Erweckung geben.
      Die Umstände und die Praxis vieler Evangelikaler sprechen jedoch dagegen.
      Der Aufschlag wird schmerzhaft sein – wenn man dann in der Realität landet und es dann zu spät sein wird.

  10. @ Matze, ist schon längst geschehen- dieser Austritt ! Kleinere Zellen wie bibeltreue Hauskreise – oder sogar Fernmitgliedschaften in anderen bibeltreuen Gemeinden ist dass momentane Optimum in der so verseuchten evangelikalen Zeit !
    Somit gibt es auch Wege, ohne einer Gemeinde hier vor Ort anzugehören weiterhin der biblischen Lehre incl. Gemeinschaft mit Bibeltreuen Geschwistern im Herrn zu haben !
    EAD war für mich schon vor vielen Jahren wegen der großen Kompromissbereitschaft “ auf weltlicher Ebene “ kein Thema mehr ! Ich möchte nun keine alten Fische hier ausgraben, dass wäre ungeistlich, dennoch gäbe es Bände von Büchern über all dieses zu berichten !
    Spätestens nach der Entrückung durch den Herrn Jesus wissen wir alle zu 100 % Bescheid, allerdings möchte ich dort nicht in der Verantwortung über dass Geschehene stehen.

  11. Freie evangelische Gemeinden: Frauen im Pastorendienst?

    Pastorin

    Seit Jahren befasst sich der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) mit der Frage der Einführung von Frauen im Pastorendienst.

    In der seit Jahren umstrittenen Frage, ob Frauen im Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) zum Pastorendienst zugelassen werden, unterbreitet die Bundesleitung einen eigenen Vorschlag. Danach soll in der 36.000 Mitglieder zählenden Freikirche der Status einer „Pastoralreferentin“ eingeführt werden. Sie träte neben den „Pastor im Bund FeG“ sowie die „Gemeindereferentin“. Absolventinnen des Theologischen Seminars der Freikirche würden als Pastoralreferentinnen an FeG-Gemeinden vermittelt und zunächst als Dienstanfängerinnen für zwei Jahre begleitet. Danach könnte eine Gemeinde die Pastoralreferentin als „Pastorin“ bezeichnen, allerdings zunächst „ohne Status im Bund FeG“. Dieser Vorschlag wird als Antrag dem „Bundestag“ – der jährlichen Versammlung von Gemeindedelegierten und Pastoren – unterbreitet, der am 20. September im Kronberg-Forum (Dietzhölztal-Ewersbach/Mittelhessen) zusammentritt und über die Einführung von Frauen im Pastorendienst beschließen soll. Nach dem Antrag der Bundesleitung soll der Bundestag nach fünf Jahren erneut prüfen, ob der Status „Pastorin im Bund FeG“ entsprechend dem der Pastoren eingeführt wird.

    Keine einheitliche Erkenntnis
    Wie es zur Begründung heißt, sei es bei intensiven Beratungen in verschiedenen Gremien und bei Regionaltagen zwar zu einer gewissen Annäherung gekommen, aber nicht zu einer einheitlichen Erkenntnis. Es gehe um Fragen biblischer Auslegung und praktischer Anwendung, die nach der Verfassung der FeG „dem an Gottes Wort gebundenen Gewissen des Einzelnen überlassen bleiben“. (idea)

    Quellennachweis IDEA 2008
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Es gehe um Fragen biblischer Auslegung und praktischer Anwendung, die nach der Verfassung der FeG „dem an Gottes Wort gebundenen Gewissen des Einzelnen überlassen bleiben“. (idea) = Quellennachweis aus 2008

    Seit wann wird etwas aus der Bibel- Auslegung einem an Gottes Wort gebundenen- dem Gewissen eines Einzelnen überlassen ?
    Dann könnte ja jeder ( jede ) Einzelner ( Einzelne ) tun und lassen was sie möchten in der Gemeinde Jesu ???
    Ich sehe es anders: der Bund FEG drückt sich hier vor der Verantwortung der heiligen Schrift gegenüber und schiebt die Entscheidung mit dem Gewissen dann der Einzelnen Person zu,
    so kann man es natürlich auch tun um seine Hände sauber zu halten !

  12. Lieber Helmut Matthies, Sie gehen doch bald in Rente. Warum gehen Sie die letzten Meter bis dahin nicht in biblischer Aufrichtigkeit und Klarheit? Idea-spektrum hat über viele Jahre eine wertvolle Arbeit geleistet. Warum helfen Sie mit, dies alles auf den letzten Metern zunichte zu machen?

    Kann sein, er ist jetzt in Rente und lebt ev. in der Nähe von Peine ???????????

    LG

    Claus

  13. Kongress christlicher Führungskräfte

    Logo des Kongresses

    Rechtsform
    Kongress

    Gründung
    1999 (1. Kongress)

    Sitz
    Wetzlar

    Leitung
    Vorstand: Horst Marquardt (Vorsitzender), Jörg Knoblauch (stv. Vorsitzender), Rainer Küchler
    (Geschäftsführer), Helmut Matthies, Timo Plutschinski, Lorenz Reithmeier

    Website
    http://www.fuehrungskraeftekongress.de

    Jepp Helmut, in der Hauptsache immer mit den großen Fischen schwimmen ! Blos in Peine – Norddeutschland wird es wohl etwas schwieriger werden ????

    Bin mal gespannt, wie es Euch in 5 Jahren nach der Erfahrung Nähe Peine so ergeht ??? Denn wir werden alle älter,
    denk daran, mit 70 wirst auch Du nicht mehr so fitt sein !

    Oder bleibst Du doch noch bei IDEA ???

    LG

    Claus

  14. Idea-spektrum hat über viele Jahre eine wertvolle Arbeit geleistet. Warum helfen Sie mit, dies alles auf den letzten Metern zunichte zu machen?

    Hallo Jakob, dass ist doch ganz einfach, IDEA ist mit der DEA verbandelt / und da kann nichts anderes bei herauskommen !

    LG

    Claus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert