Jobst Bittner und seine unbiblische Lehre von der Erbsünde

Im Nachklang zur Sendung des NDR über sogenannte Evangelikale verteidigt Jobst Bittner, Pastor der TOS-Gemeinde Tübingen, daß in seiner Gemeinde Gebete gesprochen werden wie: „Ich löse mich im Namen Jesu von der Wehrmacht, Waffen-SS… und zerbreche diese Flüche über mir …. die Fahnengrüße, Hitlergruß“. Er verteidigt diesen Unfug mit dem Hinweis auf die biblische Lehre von der Erbsünde.
Ja, die Bibel lehrt die Erbsünde. Auch wenn dieser Begriff selbst in der Bibel nicht vorkommt, so ist die Tatsache der Erbsünde biblisch unzweifelhaft. Jobst Bittner allerdings vermengt biblische Richtigkeiten zu einem insgesamt unbiblischen Lehrbrei. Dabei richtet er für die Gemeinde Jesu einen vielfältigen Schaden an. Aufgrund der falschen Lehre von Jobst Bittner und anderen Pfingstlern, werden manche die biblische Lehre von der Erbsünde ganz zurückweisen, was ebenfalls in eine vielfache Schwärmerei führt. Denn die Grundaussage der Erbsünde ist, daß jeder Mensch wesensmäßig ein Sünder ist, ein von Gott getrennter Mensch . Wo dies nicht mehr in aller Klarheit gesehen wird, sprießen falsche Lehren wie Pilze aus dem Boden. Der Grundirrtum von Jobst Bittner und der charismatisch-pfingstlerischen Szene besteht in der Lehre von der stellvertretenden Buße. Als könnten und müßten wir für konkrete Sünden unserer Vorväter Buße tun. Andernfalls würden diese Sünden der Vorväter wie Flüche aus der Vergangenheit auf unserem Leben lasten. Das ist völlig unbiblischer Quatsch. Die Bibel sagt uns wohl, daß es Linien des Segens und des Fluches gibt. Aus den Linien des Fluches können wir im persönlichen Vertrauen auf Jesus heraustreten, indem wir uns vom falschen, sündhaften Weg der Vorväter abwenden und für unsere eigenen Sünde Buße tun. Oder wir bleiben in den Linien des Segens unserer Vorväter, wenn auch wir selbst uns Jesus als unserem Herrn und Heiland zuwenden. Nirgends aber sagt uns die Bibel, daß wir für die Sünden anderer haftbar wären und für die Sünden anderer Buße tun könnten oder sollten. Diese Lehre läßt sich meines Wissens nicht auf eine einzige Bibelstelle gründen. Ganz im Gegenteil. Das Buße-Tun für die Verbrechen des 3.Reiches hat aber leider in der charismatischen Szene eine lange Geschichte und zeitigt nun ständig neue Absurditäten, wie man an Jobst Bittner sieht. Der Geist der Verführung ist mächtig in diesen letzten Tagen. Aber der Geist Gottes ist noch mächtiger und möge viele aus dieser Verführung befreien.

8 Antworten auf „Jobst Bittner und seine unbiblische Lehre von der Erbsünde“

  1. Sicherlich zeichnet der Christ nicht verantwortlich für die Sünden seiner Vorfahren und für fremde Menschen schon mal gar nicht. Die sogenannte Kollektivschuld eines ganzen Volkes ist eine Erfindung freimaurischer Prägung. Nach dem zweiten Weltkrieg haben die Kirchen der USA in mehreren Gesprächsrunden die Evangelische Kirche dazu gedrängt, eine sogenannte Kollektivschuld für alles begangene Unrecht dem deutschen Volk aufzuhalsen. Die Sieger waren ja alle unschuldig!!
    Allerdings sieht es in den Familien bei Okkultisten und Spiritisten anders aus. Da gibt es sehr wohl Belastungen unterschiedlichster Art im Leben des Nachfahren. Ich glaube schon, dass da ein Absagegebet Erleichterung verschafft, wenn zukünftig das Leben im Lichte Jesu verlaufen soll.
    Mich interessiert Ihre Meinung hinsichtlich „okkulter Belastungen“.
    Herzlichen Gruß
    Ihr Erwin Arnstedt

    1. Lieber Bruder Arnstedt, am 24.1.2010 habe ich im Rahmen einer Predigtreihe über die Charismatische Bewegung gepredigt über das Thema „Die Gemeinde Jesu und die Mächte der Finsternis“. Außerdem am 15. + 22.9.2013 über die Themen „Okkultismus“ und „Gesundheit um jeden Preis“. Wieweit ich hier auch auf das Stichwort „okkulte Belastungen“ eingegangen bin, weiß ich nicht. Allerdings habe ich einige Sätze dazu gesagt kürzlich in der Predigt vom 28.2.2016. Ich denke schon, daß die Seelsorge an okkult belasteten Menschen oder auch an Menschen, die von Kind auf eine mediale Begabungen mitbringen, erkennen lassen, daß sich okkulte Belastungen über Generationen hin fortsetzen und es wichtig ist, daß die Nachkommen sich in bewußter Entscheidung von den Okkultsünden der Vorfahren lossagen.

  2. Lieber Bruder Erwin,

    habe zu diesem Thema eine Arbeit verfasst. „Die Sünden der Väter“.

    Als Broschüre zu beziehen bei Booklooker für 2,50 .

    https://www.booklooker.de/app/detail.php?id=A01pUMKt01ZZa
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    Bei Hauszellengemeinde:

    http://hauszellengemeinde.de/die-suenden-der-vaeter/

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    Eine sehr gute Predigt von Thomas Lieth zu diesem Thema ist ebenfalls sehr zu empfehlen:

  3. Ich weiß nicht, was an dieser Predigt „sehr gut“ sein soll. (Und ich rede jetzt nicht von der arroganten Art und Weise des Predigtstils)
    Wie ist das mit den „versiegelten Christen“, die in den Zeiten meiner Väter und Großväter in den Kirchen, Freikirchen und anderen öffentlichen Orten Hitler angebetet und angerufen und „Heil“ ausgerufen haben, sich mit Eiden an ihn gebunden haben? Wie ist das mit den vielen „versiegelten Christen“, die dabei waren, im Namen Gottes – völlig überzeugt – Gottes Volk auszurotten, Dorf für Dorf zu durchstreifen, um jeden einzelnen Juden zu finden, um sie zu erschießen z.B. in der Ukraine – zu Hunderttausenden. Und zu Tausenden wurden sie wieder ausgegraben, um sie dann zu verbrennen – tageland, um ja keine Spuren zu hinterlassen. Ist das kein moderner Götzendienst gewesen??? Aber kaum einer redete darüber und tat Buße. Hört Ihr nicht, wie dieses Blut heute noch zum Himmel schreit? Oder gilt Gottes Wort auch nicht mehr,weil es im „alten“ Testament steht : 1.Mo. 4,11 „Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden her“??
    Fahrt in diese Länder (ich war gerade erstmalig in der Ukraine, weil Gott es mir in einer stillen Zeit völlig unerwartet auf mein Herz legte – und bin erschüttert), wo Gottes Volk durch mein deutsches Volk ausgerottet wurde. Begegnet Überlebenden, die von sogenannten Christen beschämt, gedemütigt, geschunden gerade so dem Tod entrannen – oft bis heute traumatisiert, voller Hass auf unser Volk. – Und da soll ich mich hinstellen und die Taten meiner Großväter und meines Volkes ignorieren, wenn ich jetzt weiß, dass auch einer meiner Opas als bekennender Christ in einem „jüdischen Städl“ als Gendarm stationiert war im damaligen Polen, er mal seiner Frau gegenüber erwähnte „es sei so schlimm“, in der Hoffnung, dass Gott diese Taten ignoriert, da ich ja „Christ bin“ und somit nur für meine Taten verantwortlich ? Wie stolz ist das denn??? Wenn schon ein Daniel sich beugte „Wir haben gesündigt und haben uns vergangen und haben gottlos gehandelt und wir haben uns aufgelehnt…. Bei uns ist die Beschämung bei unseren Königen, unseren Obersten und unseren Vätern, weil wir gegen dich gesündigt haben….“ Daniel 9
    Im Übrigen waren die Apostel, auf dessen Lehre hier bezogen wird, durchweg Juden, die die Thora kannten. Wenn sie sich trafen – in der Apostelgeschichte beschrieben – , schauten sie – wie gesagt im Alten Testament, das neue gabs ja noch nicht – „ob es sich so verhielte“. Jesus selbst sagt seinen Jüngern, die auch durchweg Juden waren, dass kein Buchstabe geändert wird, er kein Wort der Thora aufheben will. Warum aber heben wir Christen die Thora auf? Warum sollen ausdrückliche Worte des lebendigen Gottes, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, plötzlich keine Bedeutung haben, warum heben heutige Theologen Gottes Worte auf??? So wie auch in dieser Predigt . Was soll daran gut sein??
    Jesus sagte mal: Die Wahrheit wird euch frei machen. Wenn ich die Dinge, die ich entdecke und als Schuld einsehe, BEKENNE, nimmt Jesus sie weg.
    Jesus hat immer wieder Menschen, die ihm begegneten und dessen Probleme offensichtlich waren, gefragt: „Was möchtest Du, was ich Dir tun soll?“ Es war nicht seine Art, alles einfach so in Ordnung zu bringen, schon gar nicht ungefragt. Er wollte die Dinge hören, obwohl er die Probleme sah. Jedenfalls steht das so in meiner Bibel. Wenn meine Großeltern oder Eltern Flüche aussprachen, die offensichtlich in der unsichtbaren Welt Macht haben, sind sie nicht einfach weg, nur weil ich Christ werde. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Das ist totaler Quatsch. Auch Derek Prince wußte, wovon der redete, dass selbst Christen mit dämonischen Geistern zu kämpfen haben können und manchmal nicht einfach ohne aufzugeben verschwinden. Doch die gute Nachricht ist, dass, wenn ich bekenne und Jesus als Vorbild nehme, diese Geister beim Namen nenne und im Namen Jesu wegschicke, sie dann wegbleiben.
    Wenn schon ein Daniel sich beugt für die Schuld seines ganzen Volkes, wieviel mehr hätte unser Volk es nötig angesichts der Taten gegen das jüdische Volk bisher. Warum Gott mein Volk noch nicht ausgerottet hat, ist mir ein Rätsel, denn verdient hätten wir es, egal ob „Christ“ oder nicht.

    1. „Warum Gott mein Volk noch nicht ausgerottet hat, ist mir ein Rätsel, denn verdient hätten wir es, egal ob „Christ“ oder nicht.“

      Hallo Marie,

      merkst Du denn nicht, dass unser Volk stirbt ??
      Dass wir vernichtet werden sollen, geben die eingekauften BRD-Handlanger
      der ewigen Feinde der Menschheit ganz offen zu, und sie grinsen und lachen auch noch dabei.

      Originalton Schäuble im WELT-Video: „Lawinen kann man auslösen, wenn irgendein etwas unvorsichtiger Skifahrer an den Hang geht und ein bisschen Schnee bewegt.
      Ob wir schon in dem Stadium sind, wo die Lawine unten im Tal angekommen ist, oder ob wir in dem Stadium, ob wir im oberen Drittel des Hanges sind, weiß ich nicht.
      Wenn wir im oberen Drittel des Hanges sind, ist das Bild von der Lawine eine ziemliche Herausforderung.“

      Ob sogenannte Flüchtlingshelfer, ob Polizei oder Bundeswehr, ob sogenannte Hilfsorganisationen oder mit der Flut befassten Behörden, alle wissen, dass sie Recht brechen und sich durch Aufgabe unserer Sicherheit mitschuldig am Töten der Deutschen machen.

      Der Todesstoß gegen Europa, vor allem gegen die Deutschen,
      wurde von einem Juden, Joseph-Alfred Grinblat für die Vereinten Nationen erdacht.

      Bis zum Jahre 2025 muss Deutschland zusätzlich 44 Millionen fremdartige Invasoren aufnehmen. „Die Einwanderung, ein Heilmittel für altes Europa ….
      Der Bedarf an ausländischen Arbeitskräften beläuft sich auf nicht weniger als 159 Millionen Menschen, von denen … gar 44 Millionen auf Deutschland entfallen.“

      So verkündete die französische Tageszeitung Libération am 5. Januar 2000 den jüdischen Vernichtungsplan mit der idiotischen Begründung, einen Arbeitskräftemangel ausgleichen zu müssen.

      Marie, die „Ausrottung“ Deines / unseres Volkes ist in vollem Gange…

      1. Hallo Marie,

        bin sehr erstaunt über Deinen aufgebrachten Beitrag zu dieser Predigt und zu Deinen Argumenten, wo Du versuchst, Deine Haltung zu begründen.
        Erst mal zu Bruder Lieth: Er hat das Thema einmal mit etwas Humor angegangen, muss ihm aber in seinen weiteren Ausführungen und seinen Begründungen Recht geben.

        Möchte auf das Dritte Reich nicht weiter eingehen Du schreibst:

        Wenn meine Großeltern oder Eltern „FLÜCHE“ aussprachen, die offensichtlich in der unsichtbaren Welt Macht haben, sind sie nicht einfach weg, nur weil ich Christ werde.

        Da muss ich mal fragen, was hast Du denn für Eltern und Großeltern die eine solche Macht haben, dass ihre Flüche in die unsichtbare Welt hineinwirken können? Waren das wohl Zauberer oder Schamanen? Und diese Vorfahren waren oder sind so mächtig, dass sie ganze Dämonenheere aktivieren konnten um auf die Menschen einzuwirken?

        Da waren sie wohl mächtiger als der Zauberer Bileam der Israel verfluchen sollte, stattdessen musste er Israel segnen!

        Wer übrigens sprach wohl als erster in der Schrift Flüche aus, die bis heute wirksam sind?

        *1Mo 3,14 Und der HERR sprach zu der Schlange: Weil du dieses getan hast, sollst du VERFLUCHT sein vor allem Vieh und vor allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.
        *1Mo 3,17 Und zu Adam sprach ER: Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört und gegessen hast von dem Baume, von dem ich dir geboten und gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden VERFLUCHT um deinetwillen: mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens.

        Und der Fluch Gottes zieht sich durch das ganze AT und gilt sowohl Seinem auserwählten Volk Israel als auch allen anderen Menschen die Gott nicht gehorchen.

        In 5. Mose 27/28 legt der HERR dem Volk Israel Segen und Fluch vor und droht mit vielen Flüchen wenn sie von IHM abfallen. Und verfolgen wir die Geschichte Israels bis heute, so müssen wir leider feststellen, dass es noch immer Gott ungehorsam sind und gröbste Sünden im Land herrschen.
        Da finden sich Prostitution, Pornographie, Abtreibung, freie Homosexualität und dergleichen mehr. Selbst in Jerusalem fand jetzt wieder der Umzug zum „Christopher Street Day“ mit 25000 Teilnehmern statt.

        Du schreibst weiter: „Auch Derek Prince wußte, wovon der redete, dass selbst Christen mit dämonischen Geistern zu kämpfen haben können und manchmal nicht einfach ohne aufzugeben verschwinden“. Doch die gute Nachricht ist, dass, wenn ich bekenne und Jesus als Vorbild nehme, diese Geister beim Namen nenne und im Namen Jesu wegschicke, sie dann wegbleiben“. Ja kennst Du denn wohl die Namen der einzelnen Geister?

        Und wer ist denn Derek Prince auf den Du Dich berufst?
        Dazu schreibt Dr. Els Nannen in Bibel und Gemeinde:

        (https://bibelbund.de/2015/07/johann-christoph-blumhardt-1805-1880-vorbild-und-autoritaet-fuerdie-
        okkultseelsorge/)

        Auf welche Abwege es führen kann, wenn man erst im geistlichen Hochmut gefangen ist, ein Mensch könne überhaupt der „Zauberei den Todesstoß versetzen“, das zeigt die Entwicklung bei Derek Prince. Er überbetonte die Zauberei ebenfalls und vermutet dahinter ebenfalls einen Dämon, den „Geist der Zauberei“ im Menschen. Die Bibel tut das nicht (Gal 5,19). Sie nennt eine Sünde einfach eine Sünde. Sie dämonisiert nicht eine einzelne Sünde. Aufgrund einer Weissagung auf einer Konferenz in den USA im Jahre 1979 schreibt Derek Prince:

        „In dieser Prophetie sagte Gott, dass alles, was Er bis dahin gegen Zauberei getan habe, lediglich vorbereitende Scharmützel gewesen seien. Aber ab diesem Augenblick im Jahre 1979 erkläre Er der Zauberei den totalen Krieg. Der Grund sei, sagte Er, dass Zauberei Millionen von Menschen gebunden habe, ‚die Ich (Gott) brauche für meine Armee in der Endzeit‘.
        Auch sagte Er: ‚Wenn Du mit Mir in diesen Krieg ziehst, wirst Du Menschen begegnen, die unter Verfluchungen leben, die von Generation auf Generation übertragen wurden. Aber Du brauchst keine Angst zu haben, denn Du wirst sie befreien können“.

        Derek Prince sagte von sich selber:
        „Ich denke, dass ich wohl sagen darf, dass ich an einem bestimmten Punkt eine Art Pionier in der Befreiungsseelsorge war“. Heute lesen Befreiungsseelsorger wie Neil Anderson und Derek Prince ihrem Vorverständnis gemäß ‚satanische‘ oder ‚dämonische‘ Bollwerke in 2Kor 10,4-6 hinein, die dann in der Befreiungsseelsorge niedergerissen werden müssten. Jedoch sowohl der direkte Kontext als auch unsere beiden Korintherbriefe zeigen, dass die ‚Bollwerke‘ dort nichts mit Satan oder
        Dämonen zu tun haben! Gewiss nennt Gott okkulte Sünden Gräuelsünden. Aber abgesehen davon, dass jede Sünde in den Augen des heiligen Gottes ein Gräuel ist, nennt die Bibel noch ganz andere Sünden Gräuelsünden.

        Hier zeigt sich, dass sich der große „Bibellehrer“ nicht an das Wort Gottes hielt, sondern sich auf seine Privatoffenbarungen beruft.

        Du schreibst: Warum Gott mein Volk noch nicht ausgerottet hat, ist mir ein Rätsel, denn verdient hätten wir es, egal ob „Christ“ oder nicht.
        Ja liebe Marie, das gilt eigentlich für die gesamte Menschheit – die Bibel sagt uns:

        *Ps 53,3 „Alle“ sind abgewichen, sie sind allesamt verderbt; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.
        *Röm 3,12 „Alle“ sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht einer.“

        Dass Gott Sein Gericht für die Menschheit hinausgeschoben hat, haben wir Seiner Gnade zu verdanken:

        *Röm 2,4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut, nicht wissend, daß die Güte Gottes dich zur Buße leitet?

        Also, sei doch soch so gut und überptüfe mal Deinen eigenen Standpunkt!

  4. Die „Sünden der Väter“ haben m. E. etwas mit DEMUT zu tun. Gott bleibt sich in der Beurteilung immer gleich, er richtet nur individuell, bei ihm gibt es keine ‚Sippenhaft‘: „Nur wer sündigt, soll sterben“ (Hes 18,4). Dennoch ist es wichtig, dass ich mich als Deutsche z. B. an die furchtbaren Vergehen am auserwählten Volk Gottes erinnere – sonst bin ich ja nicht besser als die vom HERRn Jesus Christus verfluchten Schriftgelehrten und Pharisäer, die den Propheten Denkmäler errichteten, welche ihre Väter zuvor getötet hatten (Mt 23,29-36). Als Unbekehrte und Gottlose hatte ich diese Erinnerung (z. B. in leidigen Schuldebatten im Geschichtsunterricht) abschütteln wollen mit dem Motto der ‚Gnade der späten Geburt‘. Als Christin weiß ich aber nun, dass ich die Schuld des Volkes, aus dem ich leiblich her stamme, so nicht wegargumentieren kann. Denn meine Sünden, von denen ich noch nicht wusste, dass ich sie in der Tat begehen würde, als ich geboren wurde (WEIL ich als Erb-Sünderin geboren wurde!), haben auch schon den HERRn Jesus Christus ans Kreuz gebracht, als noch nicht einmal an meine Geburt zu denken war. Aber Gott hatte das alles schon im Plan. Und bei meinen Vorvätern war das genauso. Das ist der eigentliche Kern der Sache. Deshalb tut es auch heute noch Not, sich mit den Sünden der Väter eins zu machen, wie seinerzeit schon die Propheten. Etwa auch mal daran zu denken, dass der Thron Satans – zufällig? – immer noch in Berlin steht und gerade renoviert wird. Es hat etwas mit DEMUT und Schuldanerkenntnis zu tun. Die DEMUT fehlt allgemein heutzutage leider sehr. Auch bzw. gerade unter Christen (2. Tim 3,2 = „prahlerisch, hochmütig“) unter einem frömmelnden evangelikalen Deckmantel (V. 5).

    1. Liebe Corinna, so wie Du das hier schreibst, kann ich dem zustimmen. Nicht zustimmen kann ich dem charismatischen „Sünden den Väter“-Kult. Denn echte Buße tun und Sünde bereinigen kann eben im letzten immer auch nur der Sünder. Zur Demut gehört es, daß wir uns unter die Sünden unseres Volkes stellen. Das können wir unspektakuläar auch bekennen. Aber das riesen TamTam, das hier zum Teil um dieses Thema gemacht wird, das läßt sich so biblisch in keiner Weise begründen.

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