Bundesverfassungsgericht erklärt Hartz-IV-Sanktionen teilweise für verfassungswidrig – Was ist aus christlicher Sicht dazu zu sagen?

Die ganze Hartz-IV-Situation, in welche das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts hineinspricht, ist eine sehr komplexe und differenziert zu betrachtende (https://www.focus.de/finanzen/recht/urteil-des-bundesverfassungsgericht-hartz-iv-sanktionen_id_11311279.html?fbclid=IwAR3vokeYqHBaTbigRsEAV0peNl3SVe68eY38DUGDpL2DIdhfGnPz7H1q_iE).

Grundsätzlich bin ich seit der Zusammenlegung von Arbeitslosengeld und Hartz-IV persönlich der Überzeugung, daß es sich hier um staatlich verordneten Versicherungsbetrug handelt, was da einst Gerhard Schröder als Bundeskanzler eingefädelt hat. Denn Hartz-IV kombiniert zwei Leistungen, die wesensmäßig nach meiner Einschätzung nichts miteinander zu tun haben. Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung, auf die der Arbeitnehmer durch Einzahlung in die Arbeitslosenversicherung einen Rechtsanspruch erworben hat. Er darf sie erhobenen Hauptes beanspruchen und entgegennehmen. Sozialhilfe dagegen ist im Grunde eine fortlaufende Demütigung des Empfängers, die er nicht aufgrund eines durch eigene Leistung erworbenen Rechtsanspruchs, sondern quasi gnadenhalber erhält. Für ihren Empfang muß er finanziell „die Hosen runterlassen“ und permanent als unterwürfiger Bittsteller erscheinen. Das ist allein schon mental ein gigantischer Unterschied. Ich befürchte, daß vom System genau dieser Unterschied auch gewollt ist!

Staatlich verordneter Versicherungsbetrug ist Hartz-IV in meinen Augen deshalb, weil ich es für grob unanständig und letztlich auch den Grundsätzen des Vertrags- und Versicherungswesens elementar für zuwiderlaufend halte, daß Arbeitnehmer in eine Versicherung gezwungen werden, deren Leistungen in der Regel nach 12, spätestens nach 24 Monaten eingestellt werden. Wer freiwillig eine Versicherung mit einem derart grottenschlechten Preis-Leistungs-Verhältnis abschließt, ist selber schuld. Wenn aber die Arbeitnehmer vom Staat in eine solche Versicherung gezwungen werden, ist nach meiner Einschätzung von Versicherungsbetrug zu reden. Außerdem wird der Unterschied zwischen dem, der Jahrzehnte in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat und dem, der sich zeitlebens in der „sozialen Hängematte“ ausruht, durch Hartz-IV in grob unanständiger Weise marginalisiert. Hartz-IV ist in meinen Augen per se ein System brutalster Ungerechtigkeit! „Bundesverfassungsgericht erklärt Hartz-IV-Sanktionen teilweise für verfassungswidrig – Was ist aus christlicher Sicht dazu zu sagen?“ weiterlesen

Muslima sprach am diesjährigen „evangelischen“ Deformationstag

Für deformierte Kirche wie sie leibt und lebt, sorgte „Pfarrer“ Tom Damm im nordrhein-westfälischen Schwerte zum diesjährigen Deformationstag (ursprünglich mal: „Reformationstag“) der einst evangelischen Kirche (https://www.evangelische-kirche-schwerte.de/veranstaltungen/kanzelrede-in-st-viktor/).

Zur „Kanzelrede“ – was auch immer das sei, evangelische Kirche kennt meines Wissens eigentlich keine Kanzelrede, sondern nur „christliche Verkündigung“ – lud der Herr „Pfarrer“ die Dialogbeauftragte der radikalislamischen und aus der Türkei gesteuerten IGMG/Milli Görüs-Köln ein (http://www.pi-news.net/2019/10/schwerte-nrw-muslima-haelt-am-reformationstag-kanzelrede/).

Ob Luther sich im Grabe umdrehen würde angesichts dieser Totaldeformation der Kirche, für die er zu sterben bereit war, ist eher nachrangig. Was Christus, der Herr der Kirche, von dieser Deformation seiner Kirche und Gemeinde hält, ist der entscheidende Punkt, und die Antwort ist klar. Gestalten wie Tom Damm werden von ihm für ihr Tun und ihre Deformation seiner Kirche ohne Zweifel zur Verantwortung gezogen werden.

Wer noch nicht ausgetreten sein sollte, sollte dies angesichts derartigen Deformationswahnsinns schleunigst nachholen!

Oder wartet noch irgend jemand darauf, daß die zuständige Kirchenleitung gegen den Herrn „Pfarrer“ das offenbar längst überfällige Disziplinar- und Lehrzuchtverfahren einleiten wird? Wer nicht mehr an den Osterhasen glaubt, sollte die Konsequenzen ziehen.

„Austritt oder Auftritt? – In welcher Gemeinde kann ein bibeltreuer Christ sein und bleiben?“

Zur aktuellen Diskussion um den Rücktritt von Bischof Carsten Rentzing empfehle ich die Orientierung Nr. 9: „Austritt oder Auftritt? – In welcher Gemeinde kann ein bibeltreuer Christ sein und bleiben?“ (https://www.nbc-jakob-tscharntke.de/Orientierungen).

Hier habe ich auf 21 Seiten geistliche Grundzüge dargelegt,  die mit Nachdruck auch vom großen Reformator Martin Luther vertreten wurden, die aber zu den bestgehüteten Geheimnissen auch der sogenannten „Lutherischen Kirchen“ gehören.

Hierzu einige Sätze aus dieser Orientierung:

„Die Klarheit, in der die Reformatoren das wahre Wesen von Kirche erkannt und beschrieben haben, ist leider weitgehend verloren gegangen. Unmissverständlich haben die Reformatoren die Gemeinde in die Pflicht genommen an der rechten Verkündigung des Evangeliums keine Abstriche zuzulassen.: „Doch soll man falsche Lehrer nicht annehmen oder hören; denn dieselbigen sind nicht mehr an Christus statt, sondern sind Widerchristen. Und Christus hat von diesen klar befohlen: „Hütet euch vor den falschen Propheten.“ (Matthäus 7, 15) Und Paulus zu den Galatern: „Wer euch ein anderes Evangelium predigt, der sei verflucht.“ (Galater 1,9)“ (Apologie der CA zu Artikel VII).

Die klare Trennung von falscher kirchlicher Obrigkeit ist nicht eine Möglichkeit. Sie ist „bei der Seelen Seligkeit“ Pflicht der Gemeinde! Martin Luther hat dies mit größtem Nachdruck und auf eindringlichste Weise betont: „So ziehen wir den Schluß, daß, wenn es eine christliche Gemeinde gibt, die das Evangelium hat, sie nicht allein Recht und Vollmacht hat, sondern es bei der Seelen Seligkeit gemäß ihrer Pflicht, die sie Christus gegenüber in der Taufe eingegangen ist, schuldig ist, zu meiden, zu fliehen, abzusetzen, sich zu entziehen von der Obrigkeit, die die jetzigen Bischöfe, Äbte, Klöster, Stifte und ihresgleichen ausüben, weil man offenkundig sieht, daß sie wider Gott und sein Wort lehren und regieren. So ist also dies zum ersten genügend fest und stark begründet, und man kann sich darauf verlassen, daß es göttliches Recht sei und für der Seelen Seligkeit nötig, solche Bischöfe, Äbte, Klöster und was es für Regiment dieser Art gibt, abzutun oder zu meiden“ (in „Daß eine christliche Versammlung oder Gemeinde Recht und Macht habe, alle Lehre zu beurteilen und Lehrer zu berufen, ein- und abzusetzen“ 1523).“

Rentzings Rücktritt – eine Gnade für die sächsische Christenheit!

Ein gewaltiger Sturm im kirchlichen Wasserglas tobt dieser Tage um die Rücktrittserklärung des sächsischen Bischofs Carsten Rentzing. Daß sich gottlose linke Kräfte in der sächsischen Landeskirche selbst noch an den äußerst verwaschenen Konturen eines Carsten Rentzing erhitzen und seinen Rücktritt erzwingen können, offenbart den mehr als desaströsen geistlichen Zustand dieser

Die Niveaulosigkeit des Vorgangs an sich will ich hier gar nicht weiter thematisieren. Diese Niveaulosigkeit ändert nichts daran, daß ich das Ergebnis als geistlich äußerst hilfreich und große Gnade und Segen Gottes für die sächsische Christenheit erachte. Denn der Vorgang schafft hoffentlich die erforderliche Klarheit, woran die Sachsen mit dieser sogenannten „Kirche“ in Wahrheit sind. Ein scheinbar frommer Bischof, der den Abfall seiner Kirche von Christus und seinem Wort in „Demut“ begleitet anstatt aufzuhalten, gehört zum Schlimmsten, was der Christenheit passieren kann. Siehe dazu meinen Beitrag vom 22.11.2016 zum Thema: „Die gottlose Demut´ von Sachsensbibeltreuem´ Bischof Rentzing“, den ich diesem Beitrag unten hinzugefügt habe.

Vielleicht bleibt Teilen der echten bekennenden Christen in Sachsen durch die Klarheit, die der erzwungene Rücktritt von Rentzing geschaffen hat, ein Teil des Schadens erspart, den das Bischofsamt von Dr. Gerhard Maier der württembergischen Christenheit beschert hat. Es sind hier unmittelbare Vergleiche zu ziehen. In einer Zeit, in der die württembergische Landeskirche geistlich längst im freien Fall war, wurde der  tatsächlich bibeltreue Theologe Dr. Gerhard Maier zum württembergischen Landesbischof gewählt. Die frommen Massen waren begeistert: So schlimm kann es um unsere Kirche ja nicht stehen, wenn unser Gerhard Maier Bischof wird!

Und so wurde den leichtgläubigen Christenleuten massenhaft Sand in die Augen gestreut und eine verstärkte Identifikation mit einer längst abgefallenen „Kirche“ geschaffen, in der das Heil der Menschen eine mehr als kritische Distanz zu ihr erfordert hätte.

Möge die aktuelle Entwicklung um Carsten Rentzing die sächsische Christenheit vor derartiger Totalverblendung und dem daraus resultierenden geistlichen Schaden bewahren. Die Chancen dafür stehen allerdings nicht allzugut, wenn ich etwa an die klägliche Stellungnahme des Sächsischen Gemeinschaftsverbands denke. Der typische entlarvende Satz darin lautet: „Man stellt sich unwillkürlich die Frage, in welchem Maß bibeltreue und auf das Evangelium ausgerichtete Theologie in Zukunft Anerkennung, Respekt und Akzeptanz in der sächsischen Landekirche haben werden“ (https://www.sächsischer-gemeinschaftsverband.de/stellungnahme-zur-erklaerung-von-landesbischof-dr-carsten-rentzing/).

Nein, verehrte Verantwortliche des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes: Diese Frage stellt sich tatsächlich schon lange nicht mehr, allerspätestens nicht nach dem erzwungen Rücktritt von Rentzing. Denn dieser erweist in höchster Eindrücklichkeit, daß die Frage längst beantwortet ist: in der Sächsischen Landeskirche gibt es nicht nur in Zukunft, sondern heute schon!, weder Anerkennung, Respekt noch Akzeptanz für bibeltreue Theologie! „Rentzings Rücktritt – eine Gnade für die sächsische Christenheit!“ weiterlesen

Kirchliche Volksverdummung selbst entlarvt

Die Nordkirche führt die kirchliche Trauung gleichgeschlechtlicher Beziehungen ein. Das ist die keineswegs überraschende Nachricht (idea-spektrum 25.9.2019).

Wesentlich interessanter als die Nachricht selbst ist ihre Begründung: die unterschiedlichen Bezeichnungen für „Segnungen“ und „Trauungen“ von Paaren seien für viele Pastoren und Gemeindeglieder nicht ersichtlich gewesen.

Na sowas aber auch! Donnerwetter nochmal, ist das eine Überraschung!

Gegner der „Segnung“ Homosexueller hatten genau das vor Jahren schon kritisiert, daß nämlich kein wirklich erkennbar Unterschied zwischen einer „Segnung“ und einer „Trauung“ von Homosexuellen bestünde.

Demgegenüber hatten die Kirchen(ver)führer immer betont: wir „trauen“ Homosexuelle ja nicht, sondern „segnen“ sie nur. Alles nur halb so schlimm. Denn segnen sollen wir ja sogar, die uns fluchen! Kirchliche Volksverdummung halt! Es war von Anfang an klar, daß es zwischen Segnung und Trauung keinen wirklichen Unterschied gibt, sondern dieser nur zur Beschwichtigung skeptischer Gemüter behauptet wurde. Nach der allseits bekannten Salamitaktik wird nun aus der „Segnung“ auch offiziell das, was es im Grunde schon immer war: eine „Trauung“.

Ich betone schon seit geraumer Zeit: wer heute noch ohne zwingenden Grund Kirchensteuer zahlt, ist selber schuld!