Beleidigter Michael Diener schlägt „selbstkritisch“ um sich

Einen vermutlich ungewollt tiefen Einblick in sein Denken und seine Person gibt Michael Diener mit seinem letzten Bericht vor der Mitgliederversammlung des Gnadauer Verbands vergangene Woche.

Kritik an sich weist Diener energisch zurück. Er sei kein „trojanisches Pferd“ oder „falscher Fuffzger“. Er habe in seiner Amtszeit immer wieder konservative Positionen vertreten (https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/diener-sachsen-war-entscheidend-fuer-verzicht-auf-erneute-kandidatur-111947.html ). Das ist ein interessantes Argument. Erstens wird kaum jemand bestreiten, daß Diener „immer wieder“ Richtiges gesagt und auch mal Sinnvolles getan haben wird. Ich habe mich aber zweitens gefragt, wie sich eine derartige Aussage, wie sie Diener über sich selbst macht, in einem Arbeitszeugnis ausmachen würde: „Er hat immer wieder etwas richtig gemacht“.

Zunächst übt sich Diener dann in der für „fromme“ Bibelkritiker und Verwüster des guten biblischen Wegs typischen Vernebelungstaktik. Das müssen solche Leute notwendigerweise tun, um ihr wahres Gesicht zu verbergen und ihre bibelkritischen Konturen zu verwischen. Er spielt die Begriffe „pietistisch“ und „konservativ“ gegeneinander aus, nennt sich selbst „pietistisch“ aber nicht „konservativ“, weil letzter Begriff angeblich zu „unbestimmt“ sei. Was allerdings für den Begriff „pietistisch“ noch weit mehr gelten dürfte! Und wirft dann ganz demütig seinen Kritikern „fehlende Differenzierung“ und „ungeistliches Schwarz-Weiß-Denken“ vor.

Dann teilt er mit heftigen Schlägen gegen die aus, die seine edlen Absichten im Reich Gottes nicht zu schätzen wußten. Er habe „immer wieder auf in die hässliche Fratze des geistlichen Hochmuts, der Gesetzlichkeit, des Richtgeistes geschaut“. Er selbst sei barmherziger und pluraler geworden – was mit vorstehenden Aussagen hinlänglich bewiesen sein dürfte! – „weil ich seitdem eine verstärkte Ahnung davon habe, wie Jesusnachfolge nicht aussieht“. Nein, pluraler ist Diener ganz gewiß nicht geworden und noch viel weniger barmherzig. Bibelkritisch einseitig dürfte es schon eher auf den Punkt bringen. Denn wer seine bibelkritische Sichtweise nicht teilt, hat in der Jesusnachfolge keinen Platz! So „barmherzig und plural“ ist Diener wirklich! In Wahrheit ist er nicht mal ansatzweise tolerant gegenüber bibeltreuen Christen!

Sein Anliegen sei es gewesen, meint er weinerlich sich zugleich selbst überhöhend, Brücken zu bauen. Allerdings „wo Pluralität an der eigenen Nasenspitze endet, wo alles Fremde immer gleich beurteilt und schubladisiert werden muss, wo man die ganze geistliche Wahrheit schon gebunkert hat, wo das Reich Gottes nicht größer ist als die eigene Sichtweise, da braucht es keine Brücken“. So! Jetzt wißt Ihr, was von Euch zu halten ist, Ihr engstirnigen, verbunkerten Schubladisierer, die Ihr nicht über Michael Dieners Brücken gehen wolltet!

Wobei Diener vielleicht sich selbst, ganz gewiß aber die andern bezüglich des Sinns von Brücken täuscht. „Beleidigter Michael Diener schlägt „selbstkritisch“ um sich“ weiterlesen

Ein Plädoyer für die nachhaltige und klimafreundliche Familie

Es gibt nichts nachhaltigeres und klimafreundlicheres als die gute alte Familie nach christlichem Vorbild. So, wie sie bis weit in die 1990er Jahre weithin der Normalfall gewesen sein dürfte, zumindest im ländlichen Bereich. Ein Elternteil, in der Regel der Vater, geht arbeiten und verdient dank eines ordentlichen Lohnniveaus so viel, daß er davon auch eine 5-köpfige Familie ernähren kann.

Die Familie wohnt in einem netten Einfamilienhäuschen mit einem Garten drumrum, der den Kindern Platz zum Spielen bietet. Auf der Obstwiese können die Kinder toben. Auch im Blumen- und Gemüseland lernen sie von klein auf die Natur kennen und schätzen. Von den Beersträuchern gehen die Früchte direkt in den Mund und Mama bleibt immer noch genug zum Einkochen von Marmelade, Kompott und Saft. Es hat Platz für gackernde Hühner, die munter Eier legen und vielleicht auch für ein paar Karnickel. Um Themen wie Legebatterien, Boden- oder Freilandhaltung und biologische Gütesiegel muß sich hier niemand Sorgen machen. Und gelegentlich kommt  zum frischen Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten auch Fleisch aus „regionalem Anbau“ auf den Tisch. Lange Transportwege und aufwendige Plastikverpackungen entfallen! 

Es entfällt auch der allmorgendliche Streß, die Kinder rechtzeitig fertig für Kita und Kindergarten zu bekommen. Es entfällt die Fahrt im SUV dorthin, wie auch die Fahrt der Mutter zum Arbeitsplatz, die Fahrt der Kitabetreuerin zum Arbeitsplatz – denn auch die kümmert sich zuhause um ihre eigenen Kinder und nicht um fremde! Und es entfällt die Fahrt der Putzfrau zur Familie, denn die putzt selbst. Ein ökologischer Traum wird wahr! „Ein Plädoyer für die nachhaltige und klimafreundliche Familie“ weiterlesen

FFF und Professor Jung vom Bibelseminar Bonn

Das Bibelseminar Bonn hat bisher meines Wissens einen guten Ruf in der bibeltreuen Welt. Um so verwunderter war ich bei der Lektüre des idea-spektrum-Beitrags (15.1.2020) „Was die Fridays-for-Future-Bewegung Christen zu sagen hat“. Der Beitrag ist aus der Feder von Prof. Friedhelm Jung, Dekan am Bibelseminar Bonn.

Wer nun einen tiefsinnigen und geistlich durchdachten Beitrag erwartet, wird herb enttäuscht. Beeindruckt von der öffentlichen Präsenz von Greta Thunberg und den Zahlen der fff-Bewegung meint Friedhelm Jung, hier so etwas wie einen Seismographen zu erkennen: „Sie spüren intuitiv, dass unser Planet vor dem Kollaps steht, weil mit unserem Lebensstil etwas nicht stimmt und viele Menschen … auf grenzenlosen Konsum setzen und keinen Gedanken an Nachhaltigkeit verschwenden“.

Daß sowohl das Phänomen Greta Thunberg wie auch die ganze fff-Bewegung ein von den Hintergrundeliten inszenierter Hype ist, um die Menschheit vor sich her zu treiben und finanziell auszuquetschen wie eine Zitrone, scheint Herrn Jung nicht in den Sinn zu kommen. Wer nur ein winziges bißchen die Geschichte und Hintergründe von Greta Thunberg und den fff-Kids anschaut, dem muß doch klar sein, was hier läuft! Ob so viel professoraler Naivität krieg ich den Mund vor Staunen kaum noch zu!

Ich bestreite außerdem mit allergrößtem Nachdruck, daß es vor allem „viele Menschen“ sind, die auf Konsum setzen. Ist es nicht vielmehr so, daß wir von Politik und Wirtschaft um des Wirtschaftswachstum und möglichst hoher Steueraufkommen willen auf Teufel komm raus in einen völlig unnötigen Konsum gezwungen werden? Echte Nachhaltigkeit kann eigentlich nur die Politik zusammen mit der Wirtschaft erreichen, indem z.B. endlich langlebige Produkte auf den Markt kommen. Das Gegenteil ist aber doch der Fall! Was haben etwa der Kampf gegen den Verbrennungsmotor, bei dem massenhaft hervorragende und funktionstüchtige Autos aus dem Verkehr gezogen und durch neue ersetzt werden müssen, oder die von der Politik verordneten irrsinnigen Maßnahmen bezüglich Gebäuderenovationen etc. etc. etc. mit Nachhaltigkeit zu tun? Oder der von der EU verordnete Biosprit-Anteil? Wenn wir bei all diesen Maßnahmen eine Gesamtenergiebilanz erstellen, werden wir vermutlich nahezu ausnahmslos feststellen, daß sie alle massiv der Umwelt schaden und vor allem den Zweck haben, den Menschen möglichst viel Geld aus der Tasche zu pressen. „FFF und Professor Jung vom Bibelseminar Bonn“ weiterlesen

Michael Diener: Der Spalter geht – Gnadaus Niedergang bleibt!

Schon Anfang des Jahres sickerte es durch: Michael Diener wird nach einer unsäglichen Amtszeit nun doch endlich das Handtuch werfen. Eine Nachricht, die isoliert betrachtet, ein Grund zum Aufatmen in der frommen Welt wäre. Leider ist dem ganz und gar nicht so.

Wie auch Leserbriefe dazu in idea-spektrum deutlich machen: nicht Diener ist das Problem! Daß es Leute wie ihn gibt, die Gottes Wort nach Belieben verdrehen und dem Zeitgeist anpassen, ist keine Neuigkeit. Die gab es immer und wird es immer geben, bis der Herr wiederkommt. Daß sich solche Leute als Fromme tarnen, ist auch keine Neuigkeit. Seit jeher gehört es zur Strategie Satans, sich als Engel des Lichts auszugeben. Dazu paßt, daß Diener sich selbst stets als „Brückenbauer“ pries, in Wahrheit die evangelikale Welt als Gnadauer Präses und Vorsitzender der Deutschen evangelischen Allianz spaltete, wie wohl keiner zuvor. Vorzugeben, das Gegenteil dessen zu sein, was man in Wahrheit ist, gehört ebenso zu den Strategien der Finsternis. Aber all das ist nicht das eigentliche Problem.

Das eigentliche Problem ist, daß man schon lange wissen konnte, wer Michael Diener wirklich ist und wie unbiblisch er denkt! Daß er trotzdem sowohl Gnadauer Präses wie auch Allianzvorsitzender werden konnte, ist der Skandal. Der weit größere Skandal ist, daß er trotz einer unsäglichen und bibelkritischen Äußerung nach der anderen so lange im Amt bleiben konnte. Und ein absolutes geistliches Armutszeugnis ist, daß er in Gnadau sogar dann noch als Präses akzeptiert war, als er aufgrund mangelnder Akzeptanz in der Allianz schon hatte gehen müssen. Dabei war doch Gnadau einst der Kern der Frommen und Bibeltreuen in Deutschland!

Wie tief müssen die in Gnadau versammelten Werke geistlich gesunken sein, wenn ihre Vertreter im Gnadauer Vorstand einen Wolf im Schafspelz wie Michael Diener bis zuletzt ihr Vertrauen ausgesprochen und sich eine weitere Amtszeit von ihm als ihrem Präses gewünscht haben? Stinkt der Fisch wirklich immer vom Kopf? Oder stinkt er in Gnadaus angeschlossenen Werken längst von der Basis her?

Was droht Christen durch das Gesetz zur Konversionsbehandlung?

Kürzlich hat das Kabinett einen Gesetzentwurf beschlossen zum weitgehenden Verbot von Konversionsbehandlungen Homosexueller. Heute (28.12.2019) habe ich den Text von der Seite des Bundesgesundheitsministeriums heruntergeladen (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/K/Konversionstherapienverbot_Kabinett.pdf). Ich versuche auf der Grundlage dieses Textes als Nichtjurist eine erste Einschätzung, wobei ich für Korrektur und Ergänzungen durch Juristen dankbar bin.

Daß es sich bei diesem Gesetz um ein ideologisches Kampfpapier handelt, ist auf dem Hintergrund der sexuellen Orientierung des derzeit amtierenden Bundesgesundheitsministers wie auch etlicher Passagen im Gesetzestext selbst meines Erachtens unübersehbar. In der Begründung wird dies ganz offen unter Punkt 3.Zielsetzung zugegeben: „Ziel ist … die Interessen der betroffenen Menschen zu stärken und deren gesellschaftliche Diskriminierung zu bekämpfen“. Ich persönlich verstehe dies nicht anders, als daß auch dieses Gesetz wesentlich der Umerziehung der Gesellschaft dienen soll.

Um diese Umerziehungsmaßnahme mit dem Anschein von Legitimität, ja sachlicher Notwendigkeit, zu versehen, werden weitgehende und schreckliche Schäden für Homosexuelle durch „sogenannte Konversionstherapien“ behauptet. Mit solchen würde „in die sexuelle und geschlechtliche Entwicklung und Selbstbestimmung, in die körperliche Unversehrtheit sowie den Achtungsanspruch und die Ehre des Einzelnen eingegriffen“. Ich vermute bis zum Erweis des Gegenteils, daß man im Blick auf den Schutz pädophiler Neigungen und Verhaltensweisen exakt ebenso argumentieren könnte. Und klingen derartige Aussagen nicht extrem verlogen, wenn wir auf geduldete wenn nicht sogar geförderte Praktiken der sexuellen Früherziehung in Kitas und Schulen schauen?

Konversionstherapien würden beispielsweise „Depressionen, Ängste und gesteigerte Suizidalität, zum anderen Stigmatisierungs- und Diskriminierungseffekte“ verursachen. Dabei wird die Frage völlig ausgeblendet, in wieweit derartige Probleme schon durch die homosexuelle Neigung an sich und viel weniger durch Konversionstherapien verursacht sein könnten. „Was droht Christen durch das Gesetz zur Konversionsbehandlung?“ weiterlesen