Wie ein Landesbischof sein Kirchenvolk für dumm verkauft

Der württembergische Landesbischof July hat jüngst zur Eröffnung der Synode seiner Landeskirche publikumswirksam und politisch korrekt ein „Bündnis für Flüchtlinge“ gefordert. Des Beifalls aus aller Welt, zumindest der politisch-korrekten, die ja auch die Medienlandschaft weitestgehend beherrscht, konnte er sicher sein. Seine Forderung hat er sofort mit einer massiven Drohung verbunden, die wohl vor allem nach innen gegen Andersdenkende gerichtet ist: „Wir müssen der Gefahr der Ideologisierung der Flüchtlingsfrage wehren. Es macht mir große Sorgen, dass rechtsradikale Stimmen und Aktionen mehr werden. Rechtsradikale Stimmen und Aktionen haben mit dem erbitterten Widerstand der Württembergischen Landeskirche zu rechnen!“
Traurig, aber nicht wirklich überraschend ist, daß auch July sofort in die politisch-korrekte Demagogie = Volksverhetzung einstimmt: Wer sich wegen der Unmassen an zumeist illegalen Zuwanderern Sorgen macht und seine Stimme erhebt, der ist ein Rechtsradikaler. Wer also nicht in das politisch-korrekte Geschrei von der „Bereicherung durch Zuwanderer“ einstimmt, der muß „mit dem erbitterten Widerstand der Württembergischen Landeskirche“ rechnen. Das sind wahrhaft markige, um nicht zu sagen: martialische, Worte! Man fragt sich allerdings: Wo war Julys erbitterter Widerstand gegen massive Irrlehren auf dem letzten Kirchentag, dessen Gastgeber seine Landeskirche war? Man könnte diese Frage gleich bei mehreren Dutzend weiteren wichtigen geistlichen Themen stellen. Wo blieb da Julys „erbitterter Widerstand“? Zuhauf wüsteste Gotteslästerungen erhitzen den Herrn Landesbischof also bei weitem nicht so, wie der Hinweis auf die Bedrohung des inneren Friedens durch einströmende Ausländermassen. „Erbittert“ ist schon ein starkes Wort! Da möge ja kein Christenmensch und erst recht kein kirchlich Angestellter oder Pfarrer auf die Idee kommen, hier von der von oben verordneten Linie abzuweichen!
Sowohl Julys Verhetzung als auch seine massive Drohung gegen Andersdenkende offenbaren den bekannten grün-linken Gesinnungsterror, der derzeit unser deutsches Volk beherrscht und knechtet.
Nun sind wir solche Reden gewohnt.
Womit aber versucht July nun, wie formuliert, „sein Kirchenvolk für dumm“ zu verkaufen? Er begründet sein Engagement wesentlich mit dem Hinweis auf verfolgte Christen: „Es ist selbstverständlich: Wenn wir vom Leib Christi sprechen, gehören die Christen in aller Welt dazu. Deshalb haben sie ein Recht darauf, dass wir ihr Leid wahrnehmen, das ist selbstverständlich und gehört zur Ekklesiologie dazu.“
Nun ist mir in Deutschland kein Christenmensch bekannt, der nicht eindeutig dafür ist, um ihres Glaubens verfolgte Mitchristen als Asylbewerber in Deutschland aufzunehmen. Selbstverständlich ist das unsere Pflicht! Nur ist das doch überhaupt nicht das Problem. Die massiven, und mit Sicherheit weiter massiv zunehmenden, Bedenken gegen die Ausländerflut, die unser Land derzeit überschwemmt und die politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen auf allen Ebenen restlos überfordert und für jede Menge absolut untragbarer Zustände sorgt, wird doch nicht ausgelöst durch einige verfolgte Christen. Die Masse dieser Zuwanderer sind junge muslimische Männer, die zwecks eines besseren Lebens von ihren Familien nach Deutschland geschickt werden oder als IS-Terroristen mit diesen Zuwandererströmen unerkannt einsickern. Es sind Angehörige eben des Bevölkerungsanteils, der in ihren muslimischen Herkunftsländern Andersgläubige, insbesondere unsere christlichen Glaubensgeschwister, verfolgt, vergewaltigt und ermordet.
Es ist nicht nur volksverdummend, es ist schon außerordentlich dreist und verlogen, wenn Landesbischof July diese Not verdeckt mit dem Hinweis auf verfolgte Christen. Das ist fast so, als hätte man in den USA vor gut 70 Jahren massenhaft Nazi-Verbrecher als Asylanten aufgenommen mit dem Hinweis, daß die verfolgten Juden ein Recht darauf hätten, daß ihr Leid wahrgenommen wird.
Nein, ich will ausdrücklich die derzeitigen Zuwanderer nicht mit Nazi-Verbrechern in einen Topf werfen. Der Vergleich soll lediglich die demagogische Heimtücke von Julys Vorgehen veranschaulichen. Hier werden in zutiefst menschenverachtender Weise Opfer und Täter in einen Topf geworfen. So instrumentalisiert July die Not unserer christlichen Glaubensgeschwister für seine politischen Zwecke. Er sollte sich schämen.

Eine Antwort auf „Wie ein Landesbischof sein Kirchenvolk für dumm verkauft“

  1. Nun wird also das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ das ganze Jahr über in Deutschland gespielt. Bis jetzt sollen in diesem Jahr etwa 260000 Asylanten nach Deutschland gekommen sein. Das wären überschlägig etwa 450000 – 500000 Menschen in 2015. Wie soll das weitergehen? Lidl und Aldi reiben sich die Hände ob der Einwanderer, die mit dem Cent rechnen müssen. Aber was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Mich erinnert das ganze zunehmend an die Völkerwanderung, als immer neue Volksgruppen und Völker auf das Gebiet der Römischen Reiches strömten und nicht assimiliert wurden. Bereits die Diskussion um Assimilation versus Integration hat gezeigt, was für Probleme auf uns zu kommen werden und wie die Gefahren unterschätzt wurden. Nun sind die Parallelgesellschaften da und Deutschland wandelt sich zunehmend wieder zu einem sprachlich-ethnischen Flickenteppich, wie es das viele Jahrhunderte vor der Nationwerdung war. Im Grunde ist die deutsche und europäische Asylpolitik zu einer besseren Symptomkosmetik mutiert. Nach Ursachen für die Wanderungsbewegungen wird, wenn überhaupt, dann nur vordergründig gefragt und bestimmte Antworten und sich daraus ergebende Handlungsalternativen von vorn herein ausgeschlossen. Wenn es nicht gelingt, für Frieden zu sorgen, Infrastruktur und Wirtschaft der Herkunftsländer aufzubauen, dann werden wir auf Gedeih und Verderb mit den wie auch immer motivierten Flüchtlingen leben müssen. Die Exportwirtschaften aller entwickelten Länder müßte zusehens vom Export in die dritte und zweite Welt absehen und statt dessen müßten dort in den betreffenden Ländern Industrie, produzierendes Gewerbe, Handwerk, Wissenschaft, Lehre und Forschung aufgebaut, gestärkt und geschützt werden. Doch wer will das schon?

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