Vision erfüllt: Charismatische Verführung der Evangelikalen abgeschlossen!

Die Vereinigung KELCH (Kreis für die Einheit des Leibes Christ in Hamburg) hat sich aufgelöst (siehe idea-spektrum 8.1.2015). Gründungsziel dieser Vereinigung war es, die Spannungen zwischen Pfingstlern einerseits und Evangelikalen andererseits zu überwinden. Haupthindernis war dabei die Berliner Erklärung aus dem Jahr 1909. Pfingstlern wurde darin nicht das Christsein abgesprochen. Aber nach mehrjähriger und gründlicher Prüfung wurde erkannt und erklärt, daß in der Pfingstbewegung der Geist „von unten“ am Werk ist. Jahrzehntelang war die Berliner Erklärung daraufhin ein wirksamer Schutz gegen den charismatischen Schwarmgeist. 1996 wurde diese Erklärung durch die Kasseler Erklärung de facto ausgehebelt. Es wurde behauptet, daß die Berliner Erklärung die heutigen Pfingstler und Charismatiker nicht mehr treffen würde. Diese fühlen sich von ihr dagegen bis heute sehr wohl betroffen und schimpfen heftigst gegen sie. So distanzierte sich im Jahr 2005 der evangelisch-lutherische Pastor Dietrich Otto, zugleich Vorsitzender der Hamburger Evangelischen Allianz, von der Berliner Erklärung. Daraufhin schloß sich KELCH der Allianz an und löste sich nun ganz auf. Denn das Gründungsziel ist erreicht: die Evangelikalen sind der charismatischen Unterwanderung und Verführung erlegen. Operation gelungen. Evangelikaler Patient tot!
Zum besseren Verständnis dieses scharfen Resümees verweise ich auf den Kommentar „Dämonische Angriffe nach Trennung von Pfingstgemeinde“ vom 12.11.2014 sowie die begonnene Reihe „Die charismatische Bewegung im Licht der Bibel“ auf unserer Unterseite „Aktuelle Themen“.

7 Antworten auf „Vision erfüllt: Charismatische Verführung der Evangelikalen abgeschlossen!“

  1. Ja, das „Haupthindernis“, ich möchte einmal sagen, zu einer universellen Wiedervereinigung von Pfingstlern, Charismatikern mit Allianz und Gnadau im Wege stand, die „Berliner Erklärung aus dem Jahr 1909“, ist nun endlich beseitigt. Abgelöst durch die „Kasseler Erklärung“ von Evangelischer Allianz, Gnadau und dem Bund Freier Pfingst-Gemeinden, BFP. (idea Nr. 27 / 3. 7. 1996)

    Über die Berliner Erklärung wird heute viel Abwertendes und Verleumderisches gesagt; viele Pfingstler und Charismatiker behaupten allen Ernstes, sie sei schuld an Hitler und dem Zweiten Weltkrieg. Doch die geistlich gesinnten Brüder, die diese Warnung verfassten, haben die 1905 aus „Erweckungsversammlungen“ in Kassel entstandene deutsche Pfingstbewegung ernsthaft und gründlich geprüft, nachdem sie ihr anfangs z.T. wohlwollend gegenübergestanden waren. Sie haben sich das klare geistliche Urteil über die Pfingstbewegung nicht leicht gemacht, und dieses Urteil hat sich durch die weitere Entwicklung dieser Bewegung (bis hin zur heutigen Charismatischen Bewegung) voll bestätigt.
    (Siehe Homepage Rudolf Ebertshäuser Stichwort Berliner Erklärung http://www.das-wort-der-wahrheit.de/ ).
    Nach Inkraftsetzung der Kasseler Erklärung durch die Evangelische Allianz und dem Bund Freier Pfingst-Gemeinden, BFP, ist nun eine neue Zeit angebrochen.

    Nun endlich kann der Segen in unserem Land wieder reichlich fließen. Wir sehen dies deutlich an der Hinwendung der vielen Menschen zu Gott. Die Kirchen sind wieder voll. Muslime kommen zuhauf zu Jesus und ihre Moscheen werden von ihnen zu christlichen Kirchen umgewidmet. Deutschland erlebt Krankenheilungen in großem Maße, wie es die charismatischen Propheten vorausgesagt haben.

    „Jüngere Kinder werden Dämonen austreiben, Kranke heilen, Tote auferwecken und mit einem Wort tobende Sturmfluten
    zurückweisen. Manche werden sogar Herrschaft über ganze Krankenhäuser und Nervenanstalten ergreifen und jeden einzelnen der Patienten heilen, nur indem sie die Hände auf das Gebäude legen.“ So C. Peter Wagner: „Das offensive Gebet“. Siehe die Propheten kommen –freies Download. (ftp://bitflow.dyndns.org/german/WolfgangBuehne/Die_Propheten_Kommen_1995.pdf)

    Mit der Micha-Initiative der DEA in Zusammenarbeit mit der UNO, soll jetzt die Armut in der Welt halbiert werden. Die Micha-Initiative ist eine internationale Bewegung, die sich als christliche Antwort auf die Millenniumsziele der Vereinten Nationen versteht. Diese Ziele sehen unter anderem vor, zwischen 1990 und 2015 weltweit extreme Armut zu halbieren, aber auch menschenwürdigere Arbeitsbedingungen zu schaffen.
    (http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/-f862c94b35.html)

    Leider sind dies alles haltlose Träumereien die jeglicher Realität entbehren. Nun wird berichtet:
    Ein Prozent der Weltbevölkerung hat mehr als alle anderen.
    Die ungleiche Vermögensverteilung wächst rasant: Laut Oxfam haben die reichsten ein Prozent im kommenden Jahr mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen. In der Gruppe der Reichsten habe jeder Erwachsene ein Vermögen von 2,3 Millionen Euro. Bei ihnen hört das steile Gefälle jedoch nicht auf: Fast das gesamte Resteigentum – 46 Prozent von insgesamt 52 Prozent – liegt laut Oxfam derzeit in den Händen von 20 Prozent der Weltbevölkerung. Den verbliebenen Reichtum von etwa 5,5 Prozent würden sich die übrigen 80 Prozent der Menschheit teilen. (http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/oxfam-armutsbericht-ein-prozent-der-weltbevoelkerung-reicher-als-der-rest)
    Wo bleibt nun das hehre Ziel von der unheiligen Allianz mit der UNO?
    Somit ist es für Nachfolger des HErrn Jesus auch heute noch dringend angesagt, sich von diesen Bewegungen fern zu halten. Lassen wir uns von unserem HErrn warnen und ermahnen:
    Mt 7,15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
    Mt 24,11 Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verführen.
    Mt 24,24 Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in dem Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten.

  2. Lieber Herr Tscharntke,

    auf der Suche nach guter Theologie und erbaulichen Predigten, war ich wieder einmal im Internet unterwegs. Dabei bin ich auf Ihre Schriften gestoßen. Das war ausgesprochen wohltuend!

    Nun lese ich Ihre drei Beiträge zur charismatischen Bewegung und bin bestürzt! Nicht wegen dem was Sie sagen; tatsächlich sind mir diese Positionen nicht neu. Ich bin deshalb bestürzt, weil ich Sie in Ihren anderen Beiträgen als differenziert argumentierenden, stringenten Theologen kennengelernt habe und es mir schwerfällt, das deckungsgleich zu bekommen.

    Ich gebe Ihnen Recht, dass es charismatische Gemeinden gibt, die entweder ein anderes Evangelium predigen oder aber zumindest ein anderes Evangelium leben. Die Bandbreite ist groß. Im Zentrum steht in der Regel Stolz, die Ansicht, dass Gottes „Power“ stets verfügbar ist und Hochmut gegenüber dem Schwachen, Kleinen und nach weltlichen Maßstäben Erfolglosen. In solchen Gemeinden kann es üble Machenschaften geben, die häufig in geistlichen Missbrauch münden und wohl auch dämonisch sein können. Dort wo geistliche Power und persönlicher Erfolg der Maßstab einer rechten Frömmigkeit ist, geht man in jedem Fall am Evangelium vorbei.
    Das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal der Charismatiker. Kaum eine kirchliche Bewegung hat unsere Welt so stark geprägt wie der Calvinismus, den ich in wesentlichen Punkten als hoch problematisch empfinde. Auch das Verständnis von Leitung, Schuld und der Wertigkeit der Geschlechter, das in manchen evangelikalen Kreisen gelehrt und gelebt wird, ist schlicht wider eine biblische Lehre und ein gesundes Menschenbild. (Dabei habe ich ausdrücklich nicht die Frage des Leitungsamtes für Frauen im Blick.)

    Ich glaube, dass von allen geistlichen Bewegungen die Charismatiker die sind, die in der größten Gefahr stehen, am Willen Gottes vorbei zu gehen. Aber gibt es denn eine charismatische Bewegung die man als Einheit wahrnehmen könnte, so wie Sie es in Ihren Texten nahelegen? Koordinieren sich charismatische Gemeinden in irgendeiner Weise oder schöpfen aus denselben, vielleicht vergifteten Quellen? Ich würde sagen: Nein! Kann man denn die Phänomene, die Sie beschreiben in einem nennenswerten Anteil solcher Gemeinden beobachten? Hier kann ich nur meine Erfahrung in die Waagschale werfen: In meinem Umfeld habe ich etwa zehn Gemeinden, die ich glaube einschätzen zu können und die sich dem charismatischen und pfingstlichen Umfeld zurechnen lassen. Kann ich etwas von den gravierenden Verkrümmungen die Sie aufzählen beobachten? Bei einzelnen Personen vielleicht, aber keinesfalls als Wesenszüge der Gemeinden oder der Verantwortlichen in den Gemeinden. Ich wage aus meinen Beobachtungen die Behauptung, dass das Gros der charismatischen Gemeinden (ob sie sich nun als solche bezeichnen oder nicht), sich in ihrem ehrlichen Ringen um ein gottgefälliges Leben nicht von anderen unterscheiden. Das was sie in meinen Augen eint ist, dass sie einen modernen Gottesdienststil pflegen, daran glauben, dass Gott heute noch handelt, auch, in dem er einzelne in besonderer Weise begabt und ein tiefes Sehnen danach haben Gottes Willen zu tun.

    Leider, und dieses Bedauern ist ernst gemeint, bleiben Sie die Antwort schuldig, wie Sie zu der Einschätzung kommen, dass charismatische Gemeinden in letzter Konsequenz in der Hand des Feindes sind oder zumindest kurz davorstehen quasi übernommen zu werden. Wie können Sie eine solche harte und, ich sage es noch einmal, berechtigte Kritik an ungeistlichem Treiben auf hunderte Gemeinden und zigtausende Gläubige ausweiten, die sich auch als charismatisch verstehen? Charismatiker sind die Speerspitze Satans? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie dieses Dilemma nicht wahrnehmen. Jetzt kann ich nur mutmaßen, dass Sie vermutlich argumentieren, dass sich manche leichtgläubig mit etwas gemein machen, dessen Wesen Sie nicht erkannt haben. Wie dem auch sei. Ich erkenne in Ihren Ausführungen weder Belege für den Standpunkt, dass die charismatische Bewegung in Ihrem Wesen widergöttlich ist, noch dafür, dass sich das mehrheitlich in der Praxis der Gemeinden zeigt, die sich zu dem Umfeld zurechnen. Der Umstand, dass Sie Ihre Aussagen über die „wertvollen Geschwister“ gelegentlich relativieren, ändert nichts an Ihrer vernichtenden Grundaussage.

    Ein Beispiel:
    Hinter dieser Aussage aus Ihrem ersten Teil kann ich stehen: „Dieser Personenkult und andere teils massive Verirrungen rücken zumindest Teile der charismatischen Bewegung in die Nähe zur Sekte“. Ja, so sehe ich das auch! Aber: im zweiten Teil Ihrer Reihe zitieren Sie dann Kurt Koch, der den charismatischen Aufbruch von 1984 als „Speerspitze Satans“ sieht und Sie formulieren dann die Gedanken Kochs mit eigenen Worten: „Die charismatische Bewegung greift nach dem besten Kern der Gemeinde Jesu, nach unseren engsten Geschwistern, und führt sie in die Irre.“ Das ist verallgemeinernd und vernichtend und sollte belegt sein.

    Solche Passagen gibt es mehrere und gerne würde ich auf einzelne Aussagen eingehen. Ich möchte mein Gastrecht auf Ihrer Internetpräsenz aber nicht überstrapazieren, daher nur noch der eine Gedanke:

    Der Bericht von der Allianz Konferenz von 1909 und Dora Lenk begegnet mir allenthalben. Tatsächlich halte ich es für möglich, dass aus Frau Lenk ein dämonischer Geist sprach, dem dank der uns von Christus verliehenen Autorität Einhalt geboten wurde.
    Nun habe ich eine 20-jährige Tochter, einen sehr feinfühligen zarten Menschen. Jetzt stelle ich mir vor, dass sie mit einer Gruppe von Leitungspersonen, Autoritäten, die untereinander noch dazu uneinig sind, in einem Raum wäre um „geprüft“ zu werden. In der Dynamik dieser Spannungen soll sie nun das Richtige sagen. Ich würde keinen Pfifferling darauf geben, dass das, wie sie sich verhält und was sie sagt, tatsächlich ihrem Wesen und ihren Überzeugungen entspricht und sie nicht vor lauter Ehrfurcht nur wirres Zeug von sich gibt. Dazu muss ich mir die Szene nicht noch zusätzlich in der Zeit vor 110 Jahren vorstellen. Es mag mehr über Frau Lenk geben das hier erhellend ist. Dieser Bericht alleine reicht mir für eine Beurteilung von Frau Lenk aber nicht aus.

    Ich habe in meinem Leben noch nie jemanden geheilt (außer vielleicht mit einem Aspirin). Ich kann nicht in Zungen reden, stundenlanger Lobpreis schreckt mich ab und mein Glaube ist so lala, genauso wie mein Gebetsleben. Ich bin also der ganz normale Durchschnittschrist. Trotzdem würde ich mich, wenn ich meinem Glauben auf Biegen und Brechen ein Etikett geben müsste, als Charismatiker bezeichnen. Warum? Ich glaube daran, dass Gott handelt und, dass er das manchmal auch dadurch tut, in dem er Einzelne besonders begabt. Zu Seiner Ehre und zur Auferbauung seines Leibes, dem ich mich zugehörig fühle. Sollte er mich morgen zu einem vollmächtigen Propheten machen (was ich nicht hoffe und um was ich nicht bete!), dann möge er mir die Gnade erweisen, dass ich nur das sage was er mir aufträgt und ich meinen Selbstwert nicht aus seinem Handeln durch mich, sondern allein durch die Beziehung zu ihm erhalte. Ansonsten würde ich in den allermeisten evangelikalen Gemeinden mit meiner Theologie und der Art meiner Nachfolge keinen Anstoß erregen.

    Ich fühle mich der Haltung verpflichtet, der aus Ihrer Schrift „Umgang mit verschiedenen Erkenntnissen…“ erkennbar ist. In diesem Sinne respektiere ich die reservierte oder ablehnende Haltung vieler meiner Geschwister. Nicht zuletzt deswegen, weil mein bester und ältester Freund ein in der Wolle gefärbter evangelikaler Historiker und Theologe ist.

    Seien Sie gesegnet!

    (Ich habe, aus leidvollen Erfahrungen, die Entscheidung getroffen, mich im Internet zu solchen Themen nur anonym zu äußern. Ich bin mir bewusst, dass das problematisch ist, bitte sehen sie mir das nach. In einem geschützten Rahmen stehe ich auch mit meinem Namen zu meinen Überzeugungen)

    1. Lieber HK, ich weiß nicht, was Sie alles von mir gelesen haben zur charismatischen Bewegung. Jedenfalls kenne ich die charismatische Bewegung sehr gut seit 1976 und war viele Jahre bei charismatischen Veranstaltungen, habe charismatische Bücher gelesen etc.. Wichtig ist sicher zum rechten Verständnis die Predigtreihe über dieses Thema. Beiträge auf „kurz bemerkt“ können naturgemäß keine ausdifferenzierte Betrachtungen, sondern nur Streiflichter sein:
      Termine der bisher 7-teiligen Predigtreihe zur Charismatischen Bewegung:

      20.9.2009: „Die Geschichte der Pfingstbewegung“
      27.9.2009: „Die Geistestaufe und die Geistesgaben“
      25.10.2009: „Glaube und Heilung“
      15.11.2009: „Sinn und Unsinn von Segnungsgottesdiensten“
      24.1.2010: „Die Gemeinde Jesu und die Mächte der Finsternis“
      9.11.2008: „Prophetie“
      15.3.2015: „Gott loben – oder charismatischer Lobpreis?“

  3. Lieber Herr Tscharntke,

    vielen Dank, dass Sie meine kritischen Anmerkungen veröffentlicht haben.

    Ich habe das meiste von Ihnen gelesen, bezogen auf die Charismatische Bewegung vermutlich alles, einschließlich der verlinkten Querverweise. Um nicht der Gefahr zu erliegen hier einem verengten Fokus auszusitzen, habe ich mir auch Meinungen aus meinem Freundeskreis eingeholt.

    Von der Gesamtwirkung fällen Sie ein vernichtendes Urteil über die Charismatische Bewegung. Differenzierte Töne sind vorhanden, gehen aber unter und passen nach meinem Empfinden nicht recht in das Gesamtbild das Sie zeichnen. Ich sehe nicht, in wie weit dieser Eindruck durch Ihre Predigten nennenswert abgeschwächt wird. Auch sind Ihre Schriften auf mindestens zwei Internetpräsenzen recht prominent verfügbar und erwecken zumindest damit den Eindruck, in dieser Frage eine Leitlinie zu sein.

    Gute Theologie tut in den Freikirchen Not und auch theologische Warnungen kommen viel zu selten.

    Das sind meine beiden zentralen Kritikpunkte an Ihren Ausführungen:

    ** Die Verallgemeinerung geht an der Realität vorbei **
    Ihre Warnungen sind für einzelne Gemeinden und Führungspersönlichkeiten berechtigt. Dass man diese rhetorisch in die Nähe der „Speerspitze Satans“ stellen muss, erschließt sich mir aber nicht. Auf jeden Fall treffen Sie, und das durchaus im Sinne von „verletzen“ und „beschädigen“, eine Vielzahl von Gemeinden und Christen, auf die diese Kriterien eindeutig nicht zutreffen.

    ** Das eigentliche Ziel wird nicht erreicht **
    In dem Sie bestimme Christen unter Generalverdacht stellen, die sich das Attribut „charismatisch“ angeheftet haben, laufen Sie Gefahr das Gegenteil von dem zu erreichen was Sie eigentlich beabsichtigen, nämlich Einzelne vor reellen Gefahren zu bewahren. Im besten Fall kommt Ihr Nachwuchs mit „Charismatikern“ zusammen, die eine gesunde Theologie haben und Sie machen sich lediglich unglaubwürdig. Im schlimmeren Fall gehen sie geistlichen Seelenfängern auf den Leim und haben kein Handwerkszeug um das zu erkennen.

    Beispiel:
    * Gott beruft uns und befähigt uns für die Nachfolge
    * Es kann sein, dass er Einzelnen besondere Gaben verleiht
    * Wenn ich mich aber auf die Gabe fokussiere und nicht auf den Geber, dann ist das falsch

    Das lässt sich auch theologisch und lebenspraktisch ganz klar belegen und das wünsche ich mir unter der Überschrift „Die charismatische Bewegung im Licht der Bibel“.

    Seien Sie gesegnet!

    1. Leider kann ich meinen Beitrag nicht nachträglich ändern. Diesen Satz habe ich etwas unglücklich formuliert:
      „Gute Theologie tut in den Freikirchen Not …“

      Das ist damit gemeint:
      Gute Theologie tut in den Freikirchen Not und auch theologisch begründete Warnungen kommen viel zu selten. Und ich begrüße es ausdrücklich, dass Sie das tun!

    2. Lieber HK, leider sind Ihre Kritikpunkte viel zu allgemein, als daß ich darauf eingehen könnte, denn sie bleiben völlig ungreifbar. Ich bemühe mich gerade auch in den Predigten um ein so hohes Maß an Differenziertheit und hüte mich so sehr von pauschalen Verurteilungen, daß ich aus manchen Kreisen im Gegenzug selbst der Kritik ausgesetzt war, ein „Charismatiker“ und „Schwärmer“ zu sein. Erst kürzlich hat jemand die Predigten gehört und betont, daß sie so ausgewogen und differenziert seien, daß auch ein Charismatiker sie anhören könne. Ich kann Ihre diesbezügliche Kritik deshalb in keiner Weise nachvollziehen, zumal sie, das sei nochmals mit Nachdruck betont, absolut unkonkret ist!

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