Michael Diener verrät weiter biblische Überzeugungen – und erfährt öffentliche Rüge von Ulrich Parzany

Daß es sie doch noch gibt! Brüder, die die Stimme gegen den katastrophalen und immer offenkundiger unbiblischen Kurs des Gnadauer Präses Michael Diener erheben. Wie lange hinkt Gnadau noch auf beiden Seiten? Wann wird es die längst überfällige Entscheidung treffen und sich von diesem völlig unbiblischen Präses trennen? Oder hat in Gnadau kein Verantwortlicher mehr die biblische Sicht von Ulrich Parzany?
Parzany verweist zurecht auf die von Michael Diener wesentlich initiierte Aktion „Zeit zum Aufstehen“. Mit Blick auf Dieners unbiblische Position habe ich vor dieser Aktion von Anfang an gewarnt und bekomme nun, fast 1 ¾ Jahre später, von Ulrich Parzany Bestätigung für meine Zweifel (siehe mein Kommentar vom 15.4.2014 und andere. Einfach bei der Suchfunktion „Michael Diener“ eingeben, dann werden die Kommentare zu Michael Diener angezeigt).
Hier nun der Offene Brief von Ulrich Parzany an Michael Diener:

Offener Brief von Pfarrer Ulrich Parzany
an den Allianz-Präses Dr. Michael Diener

Herrn
Präses Dr. Michael Diener

Kassel, 16. Dezember 2015

Lieber Michael,

ich schreibe diesen Brief, nachdem ich den Artikel in WELT ONLINE vom 14.12.15 gelesen habe. Nun weiß ich, dass man in Zeitungsartikeln oft verzerrt dargestellt wird. Schon der Titel ist gemein, als ob irgendjemand sich anmaßte, homosexuelle Menschen zu verdammen, wenn er homosexuelle Praxis nach Maßgabe der Bibel als Sünde bewertet. Vielleicht wirst Du Dich ja noch kritisch zu dem Artikel äußern. Aber gehe ich wohl recht in der Annahme, dass der Redakteur die Richtigkeit der Zitate, die er von Dir in dem Artikel bringt, von Dir hat prüfen und freigeben lassen? Das ist ja übliche Praxis. Auf diese Zitate beziehe ich mich.

Du hast die Evangelikalen öffentlich kritisiert, deren Sprecher Du als Präses von Gnadau und Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz ja bist. Ja, die Warnung vor Selbstgerechtigkeit ist berechtigt. Ich will mich täglich vor Gott prüfen, ob meine Kritik an der Missachtung der Bibel in Kirche und Theologie aus Hochmut und Selbstgerechtigkeit oder aus Liebe zu Gott und den Menschen kommt.

Aber ich verstehe nicht, warum Du das immer wieder öffentlich betonst und zugleich die Positionen relativierst, die wir doch gemeinsam vertreten. Einerseits betonst Du: „Ich vermag aus der Heiligen Schrift nicht herauszulesen, dass es einen Auftrag an die Kirche zur Segnung homosexueller Beziehungen und deren Gleichstellung mit der Ehe von Mann und Frau gäbe.“ Dann aber sagst Du: „Als Pfarrer habe ich gelernt, anzuerkennen, dass Menschen bei dieser Frage die Bibel anders lesen. Diese Brüder und Schwester sind mir genauso wichtig wie diejenigen, die meine Meinung teilen.“ Du wirst dann weiter zitiert, das gelte auch „für Pfarrerinnen und Pfarrer, die ihre Homosexualität geistlich für sich geklärt haben und sich von Gott nicht zur Aufgabe dieser Prägung aufgefordert sehen.“ Du hast recht, wenn Du im Blick auf diesen Widerspruch feststellst: „Das macht meiner Bewegung Probleme.“ Und zwar massive.

Die Bibel wurde schon immer von anderen auch anders verstanden. Das ist doch eine Banalität. Was soll die Berufung auf die Heilige Schrift, wenn Du sie der Beliebigkeit subjektiver Sichten auslieferst? Ich dachte immer, die Gemeinschaftsbewegung und die freien Werke wären deshalb in der Kirche, dass sie dort gegen Irrlehre und Gleichgültigkeit die Wahrheit der Heiligen Schrift bekennen und leben.

Ich habe Dir nicht zu Deiner Wahl in den Rat der EKD gratuliert, weil ich befürchtete, dass Du dort allzu sehr vereinnahmt wirst. Aber dass Du so schnell nach der Wahl öffentlich die eigenen Leute wegen ihrer angeblichen Abschottung kritisierst – „Sie leben wie hinter einer unsichtbaren Mauer.“ – und die EKD-Linie lobst, überrascht mich doch. Geht es wirklich nur um verschiedene Frömmigkeitsformen, in denen wir jeweils sozialisiert wurden? Sind es nicht doch theologische Wahrheitsfragen, um die gerungen werden muss?

Ich frage mit vielen anderen: Wo geht unser Weg hin? Ich frage das auch, weil ich mit der Initiative „Zeit zum Aufstehen“ die Hoffnung verbunden sah, dass deutschlandweit eine gemeinsame Widerstandsbewegung gegen die Irrlehren in den evangelischen Kirchen entstehen könnte. Nun aber nehme ich mehr Beschwichtigung und Anpassung als Aufstehen, Bekenntnis und Widerstand wahr. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der die EKD aus Anlass des Reformationsjubiläums die Grundlagen des evangelischen Glaubens demontiert.

Das Bekenntnis zu Jesus Christus als dem einzigen Retter für alle Menschen wird dem interreligiösen Dialog geopfert: „Die Herausforderung besteht darin, von Christus zu sprechen, aber so, dass dadurch nicht der Glaube des anderen abgewertet oder für unwahr erklärt wird. So wie für den Christen das Gehören zu Christus der einzige Trost im Leben und im Sterben ist, so ja auch für den Angehörigen der anderen Religionen sein spezifischer Glaube. Dies darf auf beiden Seiten des Gesprächs anerkannt werden.“ (Rechtfertigung und Freiheit, 500 Jahre Reformation 2017, Grundlagentext des Rates der EKD, 2014, S.58)

Die Bibel sei für uns heute nicht mehr das Wort Gottes wie für die Reformatoren: „„Seit dem siebzehnten Jahrhundert werden die biblischen Texte historisch-kritisch erforscht. Deshalb können sie nicht mehr so wie zur Zeit der Reformatoren als ‚Wort Gottes‘ verstanden werden. Die Reformatoren waren ja grundsätzlich davon ausgegangen, dass die biblischen Texte wirklich von Gott selbst gegeben waren. Angesichts von unterschiedlichen Versionen eines Textabschnitts oder der Entdeckung verschiedener Textschichten lässt sich diese Vorstellung so nicht mehr halten. Damit aber ergibt sich die Frage, ob, wie und warum sola scriptura auch heute gelten kann.“ (Rechtfertigung und Freiheit, S.84)

Ihr hattet die Erstunterzeichner zum 17.12.15 eingeladen. Im vergangenen Jahr durften wir Erstunterzeichner unsere Meinung sagen, hatten aber keinen Einfluss auf den weiteren Weg der Initiative. Dieses recht hat sich der kleine Kreis der zwölf Initiatoren vorbehalten. Vielleicht erklärt das auch das geringe Interesse an der diesjährigen Veranstaltung, die deshalb abgesagt wurde. Umso gespannter bin ich zu hören, welchen Weg die Initiatoren von „Zeit zum Aufstehen“ weitergehen wollen. Deine öffentlichen Einlassungen werden dort ja sicherlich eine Rolle spielen. Ich erlaube mir deshalb, diesen Brief einem größeren Kreis zur Kenntnis zu geben. Da Deine Stellungnahme ja auch an eine große Öffentlichkeit gerichtet war, soll auch dieser Brief nicht privat und vertraulich sein.

In täglicher Fürbitte und in großer Sorge herzlich verbunden
grüßt Dich

Dein Ulrich

61 Antworten auf „Michael Diener verrät weiter biblische Überzeugungen – und erfährt öffentliche Rüge von Ulrich Parzany“

  1. Kann man eigentlich Herrn Dr. Diener überhaupt noch als Vertreter der Gläubigen im biblischen Sinne betrachten? Er will Homosexuelle als Mitarbeiter in den Gemeinden sehen. Sollen diese Leute wohl auch in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden? Was denkt er sich dabei? Denen kann man doch keine Kinder anvertrauen!
    Herr Diener als Vertreter der EKD, der DEA und den Gnadauer Pietisten, genehmigt nun jedem nach seinem Gusto, nach Lust und Laune, die Bibel so zu lesen wie er will, d. h., er kann die Bibel auslegen und interpretieren wie es ihm gerade genehm ist. Damit hat er mit all denen die er vertritt und die ihm folgen, die Autorität und Wahrheit der Bibel verlassen. „Sola scriptura“ und die anderen Punkte unseres Bekenntnisses gelten nicht mehr. Dass die EKD diese Glaubensbasis längst aufgegeben hat muss hier nicht weiter diskutiert werden – dies ist leider Fakt.
    Auch zahlreiche Freikirchen und Gemeinschaften haben sich den „modernen Strömungen“ geöffnet. Hatte nicht einst der frühere Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes Kurt Heimbucher (1971-88) angekündigt, die Gemein­schafts­bewegung werde sich von den evangelischen Kirchen lösen, wenn es zur Segnung Homosexueller kommen würde? Wo bitte haben diese Leute reagiert?
    Heute ist „Ehe für alle“ zur Motto geworden. Siehe Kirchentag 2015 Stuttgart. Nun soll das „E-fun-gay-lium“ Einzug bei den Frommen finden. Ob diese Leute wohl noch den Mut und die Kraft haben, diese von Diener vertretenen Organisationen, sowie der Ev. Kirche zu verlassen, ist die große Frage. Bis jetzt wenigstens hat man aus dieser Richtung allerdings noch nichts gehört. Kein Aufschrei – kein Protest! Der Einzige der jetzt seine Stimme erhoben hat, ist dankenswerterweise Ulrich Parzany.
    Dazu ist noch Dieners Unterstützung von Bedford-Strohm zum geplanten Islam- Zentrum in München anzumahnen. Das läuft auf die bewusste Islamisierung unseres Landes hinaus. Dies ist unvorstellbar und inakzeptabel!
    Nach wie vor gelten jedoch die Worte des Apostel Paulus für wahre Nachfolger des Herrn Jesus Christus:

    * Röm 12,2: Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, daß ihr prüfen möget, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
    * 2Kor 6,17: Darum gehet aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen;

  2. Lieber Baldur,
    eine Aussage von Ihnen stößt mir gewaltig auf:

    „Er will Homosexuelle als Mitarbeiter in den Gemeinden sehen. Sollen diese Leute wohl auch in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden? Was denkt er sich dabei? Denen kann man doch keine Kinder anvertrauen!“

    Ich empfinde dies als lieblos und herabwürdigend. Das hat auch nichts mit Begegnung in Nächstenliebe und Achtung zu tun. Solche Sätze sind doch der Grund, weshalb die Bibeltreuen in die Schmuddelecke gestellt werden. Wer soll das denn dann noch glauben, dass es uns um den Menschen geht, wenn man Homosexulität biblisch begründet ablehnt? So wie ich Ihren Satz verstehe, unterstellen Sie Homosexuellen entweder, dass sie sich an Kindern vergreifen oder zumindest negativ beeinflussen, dass diese offen für Gleichgeschlechtliches sind? Beides ist für mich nicht nachvollziehbar. Letzteres kann ich mir bei einem CSD-Genderlobbyisten vielleicht vorstellen, wohl kaum aber bei einem Gemeindemitarbeiter. Und immer dran denken: es sind auch Menschen von Gott geliebt, genau so auf seine Gnade angewiesen und ebenso wie wir Sünder.

    1. Lieber Peter, wenn Homosexuelle tatsächlich Mitarbeiter in Gemeinden etwa im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden sollten, dann dürfte die Warnung von Baldur keineswegs wirklichkeitsfremd sein und damit lieblosen und herabwürdigenden Charakter haben. Daß Homosexualität häufig mit Pädophilie verbunden ist, bestätigen meines Wissens verschiedene Untersuchungen und Studien. Hier der Link zum Deutschen Ärzteblatt von 2009 mit der Feststellung: „Homosexuelle sind häufig pädophil“. http://www.aerzteblatt.de/archiv/66998/Studie-Gefaehrdung-der-Jungen

    2. Lieber Matt,
      ich hatte eine derartige Reaktion auf meinen Kommentar befürchtet. Dabei geht es mir nur um den Umgang mit den Menschen und keineswegs um Homosexualität. Es hätte genau so gut über einen Steuerhinterzieher gehen können.
      Wissen Sie, mich bedrücken halt einige Kommentare, die sehr aburteilend sind und so gar nichts von Jesu Umgang mit den Menschen zeigen. Natürlich hat Jesus zur Hure gesagt „Sündige nicht mehr.“ Er hat aber auch nicht mit dem Finger auf sie gezeigt und den Leuten gesagt: „Geht weg, die will nur alle Männer verderben“.
      Ich denke, dass es sehr viele Homosexuelle gibt, die es sich nicht ausgesucht haben und darunter leiden. Es gibt auch homosexuelle Christen, die mangels richtiger Erkenntnis es als Schöpfungsvariante leben. Und ich bin mir auch im Klaren, dass es eine LSBTTIQ Lobby gibt, die die von Ihnen beschriebenen Ziele verfolgt. Letzten Endes ist es doch aber Satan, welcher danacht trachtet auf allen Gebieten Gottes gute Ordnung zu zerstören. Wir sollten uns aber davor hüten, die Menschen zu dämonisieren. Da lacht sich der Teufel ja gleich nochmal ins Fäustchen. Seelsorgerliche Liebe wäre wohl angebrachter.

      1. Lieber Peter, ich teile Dein Grundanliegen: bei aller klaren Verurteilung der Sünde sollte bei uns die Liebe zum Sünder spürbar bleiben. Und leider hast Du auch Recht, daß durch die falsche Lehre, mittlerweile bis weit in evangelikale und „bibeltreue“ Kreise und Gemeinden hinein, manches Gewissen verwirrt wird und Sünde nicht mehr in der von der Bibel benannten Klarheit und Schärfe erkannt wird. Das haben wir mit dem unehelichen Zusammenleben, mit Scheidung und Wiederheirat z.B. auch schon lange. Wo ist da noch ein Sündenbewußtsein? Und dann ist es natürlich immer eine Frage, wen man in der konkreten Äußerung als Ansprechpartner vor Augen hat. Habe ich den irregeleiteten Sünder vor Augen, der vielleicht wirklich nur deshalb auf dem falschen Weg ist, weil er falsch gelehrt wurde, dann sollte der Tonfall viel barmherziger sein als wenn ich den falschen Lehrer vor Augen habe, der andere zur Sünde verführt. Das sehen wir dann auch bei Jesus, Johannes dem Täufer und den Aposteln. Den Verführern gegenüber waren sie zum Teil extrem scharf und gleichzeitig dem bußfertigen Sünder gegenüber auch sehr sanftmütig und barmherzig. Das müssen wir in unserem Reden und Handeln sorgfältig unterscheiden.

    3. Lieber Peter,

      mit meiner Anmerkung die Dir so heftig aufstößt, habe ich gar nicht vordergründig gar nicht an Pädophilie gedacht. Da hast erst Du mich daraufgebracht, dass dies auch noch ein Argument ist.
      Ich dachte dabei an den so genannten Bildungsplan unserer Landesregierung, die Homosexualität und den ganzen LSBTTIQ Kram den Kindern in der Schule als „NORMAL“ vermitteln will. Dies soll ja ebenfalls auch in den Kitas und Kindergärten den Kleinen vermittelt werden. Dies ist eine Ungeheuerlichkeit! – und die stößt mir heftig auf, um Deine eigenen Worte zu gebrauchen. Diese, meine Feststellung ist weder lieblos noch herabwürdigend. Im Gegenteil – ich liebe unsere Enkel und die Kinder anderer Leute ebenfalls. Ich unterstelle nichts, aber ich weise auf die großen Gefahren hin, die Diener (wem dient er wohl?) in Gemeinde und Gesellschaft einbringen will. Dies ist von UNTEN inspiriert! LSBTTIQ hat das Ziel, die Gesellschaft zu ihren Gunsten zu verändern. Dies ist ein dämonischer und destruktiver Plan!
      Was Diener hier losgetreten hat ist der Gipfel der Lieblosigkeit! Er will mit seinen Forderungen die Gemeinde, auch die Kinderseelen und die Familien zerstören. Davor zu warnen ist legitim und dringend angesagt. Wenn Du Dich mal näher mit der Materie auseinandersetzen willst, gehe mal auf den folgenden Link – zwar hart – aber ein Augenöffner. http://zeltmacher.eu/wp-content/uploads/2012/10/KOTSCH-2Homosexualität-Selbstbild.rtf

      Und wer in der Schmuddelecke sitzt, kannst Du in dem Artikel von Michael Kotsch sicher leicht selbst heraus finden. Bestimmt sitzen hier keine Gläubigen, für die Gottes Wort die Wahrheit ist!

      1. Lieber Baldur,
        ich glaube, wir sind doch recht nah beieinander. Jakob hat es ja schon sehr gut auf den Punkt gebracht. Bei meinem Beitrag hatte ich überhaupt nicht an die Homo-Lobby gedacht, welche in der Tat schon nach unseren Kindern greift und sie möglichts vollumfänglich mit ihrer kranken Ideologie impfen will. Und hier gebe ich Ihnen völlig Recht: Denen sollte man absolut keine Kinder anvertrauen!
        Ob alle Homosexuellen so sind wie in dem verlinkten Artikel, glaube ich nicht. Kann es allerdings auch nicht beurteilen. Zumindest bin ich mir sicher, dass auch etliche Heteros ein ähnlich auschweifendes Sexualleben führen.

  3. Das sind in der Tat erschreckende Feststellungen. Wobei es mit Studien und deren Interpretation auch so eine Sache ist. Mit Sicherheit gibt es jede Menge Studien, die zu einem völlig anderen Ergebnis kommen. Jedenfalls würde ich nicht den absoluten Schluss ziehen homosexuell ist immer auch pädophil.
    Eine Mitarbeit mit einer Leitungs- oder Verkündigungsfunktion ist aber schon vom biblischen Befund her abzulehnen. Nur würde ich das nicht mit „Solche darf man nicht auf Kinder loslassen“ ausdrücken. Ich empfinde ja auch die Aussage von Baldur nicht deshalb als herabwürdigend, weil der Zusammenhang Homosexualität/Pädophilie vielleicht wirklichkeitfremd wäre, sondern weil das „denen“ schon etwas herablassend und stigmatisierend klingt.

  4. Bei aller vorgeschriebenen marxistisch politischen Korrektheit[1] gegenüber Schwulen und Lesben. Denkt auch jemand zuerst an die Opfer angefangen beim direkten jahrelangen Missbrauch oder die vielen Verführten die dem Gift dieses Zeitgeistes schon lange ausgesetzt sind und sich ihm ergeben haben? Wie soll eine solche Spirale aufgehalten werden? Sicher nicht mit guten Worten und verlogener falsche Toleranz und Rücksichtnahme.

    Hat Jesus die Geldwechsler nur mit netten Worten aus dem Tempel getrieben? Nein er nahm die Peitsche und trieb sie raus. Fasste er die Pharisäer und Schriftgelehrten mit Glacéhandschuhe an? Nein er fällte ein vernichtendes Urteil über sie.

    Heute ist der Begriff Pharisäer total verdreht. Laut Wiki :
    „Bedeutungen: Verhaltensweise von Menschen, die sich öffentlich und publikumswirksam über Dinge aufregen, die sie (heimlich) selbst tun oder aber Personen, die scheinheilig vorgeben für das Gute zu stehen und gleichzeitig das Verhalten anderer abwerten und als verwerflich darstellen “

    Nur die wenigsten scheinen zu wissen das Pharisäertum Judentum ist und das sie daraus eine verdrehte Begrifflichkeit gemacht haben. Berechtigte Kritik an den Pharisäern, Juden wird heute mit obiger Wiki Bedeutung oder Antisemitismus gleichgesetzt. War Jesus also ein Antisemit? Sind Christen Antisemiten wenn sie auf die jüdischen Schleifspuren und Meinungskontrolle in der besetzten Gesellschaft hinweisen?

    Welches Mitgefühl hat Jesus zu den Kleinsten und was wäre besser für die Verführer unserer Gesellschaft?

    Matthäus 18:6
    Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlass zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.

    Lukas 17:1-5
    Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, dass nicht Verführungen kommen. Wehe aber dem, durch den sie kommen! Es wäre ihm nützlicher, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen Anlass zur Sünde gäbe!
    Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm.Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es, so sollst du ihm vergeben.Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre
    uns den Glauben!

    Wollen wir das aus falscher politisch korrekter Rücksichtsnahme das Schwert des Glaubens stumpf wird? Nun unsere Feinde wollen das und sind darin ziemlich erfolgreich.

    [1]Warum? Aus Furcht vor den Juden?

    Johannes 7:13
    Niemand jedoch sprach öffentlich von ihm aus Furcht vor den Juden.

    Johannes 9:22
    Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, dass, wenn jemand ihn als Christus bekennen würde, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte.

    Johannes 12:42-43
    Dennoch aber glaubten auch von den Obersten viele an ihn; doch wegen der Pharisäer bekannten sie [ihn] nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden;
    denn sie liebten die Ehre bei den Menschen mehr als die Ehre bei Gott.

    Johannes 19:38
    Danach aber bat Joseph von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, aber ein geheimer, aus Furcht vor den Juden, den Pilatus, dass er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Er kam nun und nahm den Leib Jesu ab.

  5. Da ich gerade nicht die Zeit habe, die anderen Kommentare zu lesen, bitte ich um Nachsicht, falls dieser Link zur Problematik (im wahrsten Sinne des Wortes) „Zeit zum Aufstehen“ bereits hier online gestellt worden sein sollte:

    http://www.das-wort-der-wahrheit.de/news/newsdetail.php?id=87&nid=67&search=zeit%20zum%20aufstehen

    Lieber Herr Tscharntke, Sie haben mir im Sep. hinsichtlich eines Artikels des gleichen Autors zum Thema „Hyperdispensationalismus“ mitgeteilt, dass dieser Autor als ehem. Charismatiker gerne das Kind mit dem Bade ausschütten bzw. oftmals zu überspitzt formulieren sowie schlussendlich damit die meisten oder zumindest viele der anderen praktizierenden Christen im Sinne von Nachfolgern bzw. Jüngern Jesu in Anlehnung an Rö. 8,16 mehr oder weniger verdammen würde. Ob das im obigen Link ebenfalls zutrifft, kann ich gerade aufgrund der fehlenden Zeit nicht beurteilen. Ungeachtet dessen sehe ich die dortigen Ausführungen als sehr wertvolle Hilfe an.

    1. Lieber AndreasK,
      ja aber auch Herrn Ebertshäuser fehlt offensichtlich die Erkenntnis oder will sie aus welchen Gründen auch immer nicht benennen woher die Verwerfungen ursprünglich stammen. Und darum ist er für mich wegen seiner einseitigen Kritik ob berechtigt oder nicht unglaubwürdig!

      1. Lieber matt,
        vielen herzlichen Dank für Ihren sich selbst entlarvenden Kommentar vom 19. Dez. um 22:29 Uhr. Hoffe sehr, Sie nach Ihrem Ableben mal gründlich kennenlernen zu dürfen. An mir wird es übrigens wegen der Zusicherung Rö. 8,16 nicht liegen, falls wir beide uns dann warum auch immer doch nicht am gleichen Ort befinden sollten.
        Abschließend möchte ich Ihnen (und mir) Rö. 8,38+39 zusprechen: Nichts aber auch gar nichts kann Sie (und mich) von Gottes Liebe in Jesus Christus, meinem (und hoffentlich auch Ihrem) gekreuzigten, gestorbenen, begrabenen, am 3. Tage von den Toten auferstandenen, in den Himmel aufgefahrenen sowie hoffentlich sehr bald wiederkommenden HErrn trennen bzw. scheiden außer Ihr (und mein) erklärter eigener Wille.
        Gerade fällt mir noch der Vers (sinngemäß) „…nicht alle, die HErr, HErr zu mir sagen, werden mal in mein Reich kommen, sondern nur diejenigen, welche den Willen meines Vaters im Himmel auch BEFOLGEN!“ ein, welchen dieser bekanntlich vor beinahe 2.000 Jahren Allerverachtetste namens Jesus Christus ….. (siehe oben) gesagt hat.
        Gott möge Sie reichlich segnen mit den allseits bekannten Versen in 4. Mo. 6,24-26

        1. Lieber AndreasK
          ich lese ihren Kommentar leider erst jetzt. Sie schrieben:
          „vielen herzlichen Dank für Ihren sich selbst entlarvenden Kommentar vom 19. Dez. um 22:29 Uhr. Hoffe sehr, Sie nach Ihrem Ableben mal gründlich kennenlernen zu dürfen. “

          Ich sehe keinen von 22:29 sondern nur den vom 19. Dezember 2015 um 12:43.
          Gehe jetzt mal davon aus das sie den meinen.Ich habe mir meinen Kommentar noch mal durchgelesen und frage mich warum sie in diesem Zusammenhang mein „Ableben“
          bemühen und wessen ich mich selbst entlarvt habe?

          1. Vielen Dank für Ihren Kommentar, lieber matt!

            Um es kurz zu machen, bzgl. „Ableben“: Siehe Hebr. 9,27-28 bzw. im Wortlaut „Und wie den Menschen bestimmt ist, „einmal“ zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus „einmal“ geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.“.

            Und, alles klar? Sonst dürfen Sie mir selbstverständlich gerne nochmals einen Kommentar schreiben, gar keine Frage.

    2. „Zeit zum Aufstehen“:
      Ja, Diener ließ seine Leute Aufstehen – 18 tausend haben sich erhoben und den Aufruf dazzu unterschrieben – sie wollen jetzt bekanntlich „Neues wagen“ und sind von den Knien aufgestanden wie es Diener formulierte, um das neue Wagnis zu realisieren.
      http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/zeit-zum-aufstehen-jahresbilanz.html

      Sicher haben dabei die Knochen kräftig geknirscht.
      Was beinhaltet nun das „Neue Wagnis“?
      Jeder darf die Bibel nach seinen Wünschen auslegen. Er darf streichen was ihm nicht gefällt. Mittlerweile ist die Bibel schließlich theologisch gesehen zu einem Legendenbuch geworden. Was Gott Sünde nennt, kann er nun getrost zur Seite legen. Gibt es überhaupt noch Sünde? Eigentlich nur noch beim Essen, im Straßenverkehr und in der Umwelt. (das viele Kohlenmonoxid und die armen Eisbären!)

      Endlich also darf der „Wagemutige“ mit Genehmigung von Kirche, Allianz und Gnadau seine sexuellen Vorlieben als Mitarbeiter in der Gemeinde mit deren Segen ausleben. Dies sollte aber nicht allein für die Homosexuellen gelten. Es gibt schließlich auch noch Polyamore, Sadomasochisten, diese waren sogar auf dem letzten Kirchentag wieder vertreten.
      CDU/CSU, die SPD mit Grünen, Linken, Piraten, Gewerkschaften und zahlreichen anderen Verbänden, haben die Kirchen, mit zahlreichen Freikirchen voll im Griff.
      Wie nun ersichtlich haben sich Dieners Leute in Bewegung gesetzt, sie marschieren – allerdings in Richtung Abgrund!

      1. Lieber Baldur,
        vielen herzlichen Dank für Deine (leider) köstlichen Worte bzw. dass Du es mal wieder auf den Punkt gebracht hast! Soll ich meinem reaktivierten (mit nahezu vollkommen anderen Mailempfängern als im Frühjahr) Versöhnungsbotschafter-Mailverteiler schreiben, dass diese durch die Bank bzgl. Rö. 8,16 mal eine verbindliche Zusage erhaltenen (wie gesagt) Botschafter der Versöhnung in Anlehnung an 2. Kor. 5,20 Dich auf ihre Gebetsliste nehmen sollen? Damit Du auch weiterhin solche prägnanten Kommentare zu schreiben in der Lage bist…

  6. Ich empfehle allen, die wie ich von Diener enttäuscht sind,
    die Botschaft Dr. Theo Lehmanns zu lesen, die zu finden
    ist unter
    heumanns-brille.de
    publiziert am 1. November 2015
    von Alexander Heumann
    Bitte ziemlich weit scrollen. Geduld!
    Noch bei Heumann gefunden: „ Was ist eigentlich ein
    Mitläufer?
    Ein Mitläufer ist jemand, der aus Feigheit und
    Bequemlichkeit nicht protestiert, sondern schweigt,
    wenn Unrecht geschieht.“

    1. Lieber Günther,

      ich empfehle zuerst auf unseren HErrn Jesus Christus und Sein Wort zu blicken! Ansonsten gebe ich Dir Recht. Diener kann mich nicht enttäuschen, er ist schließlich Freimaurer/Rotarier und dient wie ersichtlich, dem Gott dieser Welt!

      Gruß Baldur

  7. Soeben bei http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/gnadau-spricht-seinem-praeses-das-vertrauen-aus-83615.html entdeckt (Auszug):

    =========================================================
    Kassel (idea) – Der Vorstand des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) hat seinem Präses Michael Diener (Kassel) das volle Vertrauen ausgesprochen. Das teilte die pietistische Dachorganisation am 21. Dezember in Kassel mit. Diener – auch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz – war in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten. Er hatte Evangelikale bzw. Pietisten in der Tageszeitung „Die Welt“ dazu aufgefordert, selbstkritischer zu sein. Er verlangte ein neues Denken über Homosexualität, Politik und Mission. Seiner Meinung nach debattieren Evangelikale beispielsweise zu oft über das Thema Homosexualität. Er sehe auf der einen Seite für die in fast allen evangelischen Landeskirchen praktizierten Segnungs- oder Trauungsgottesdienste keine Anhaltspunkte in der Bibel. Auf der anderen Seite habe er aber auch gelernt, anzuerkennen, dass „Menschen bei dieser Frage die Bibel anders lesen“, so Diener. Von daher erkenne er auch Geistliche an, die meinten, ihre homosexuelle Partnerschaft vor Gott verantworten zu können. Daraufhin äußerte der frühere ProChrist-Hauptredner Ulrich Parzany (Kassel) in einem Offenen Brief sein Unverständnis darüber, dass Diener die Evangelikalen immer wieder öffentlich kritisiere und Positionen relativiere, „die wir doch gemeinsam vertreten“. Der Kritik schlossen sich auch andere theologisch Konservative an, darunter die Konferenz Bekennender Gemeinschaften. Wie es in der Mitteilung des Gnadauer Verbandes weiter heißt, ist der Vorstand Diener dankbar für seinen engagierten Dienst: „Mit seinen profunden theologischen Kenntnissen, seinem großen Einsatz und seinem strategischen Geschick hat er dem Verband seit der Amtsübernahme 2009 entscheidende neue Impulse gegeben und maßgeblich zur positiven Weiterentwicklung beigetragen.“
    […..]
    =========================================================

    Da kann man offensichtlich nur noch „…Gnade Gott…“ sagen, oder?

    1. Die Reaktion der Gnadauer spricht für sich selbst. Der Abfall der Landeskirchen hat Gnadau also auch voll erwischt. Wir sehen, wie nahe der Tag des Herrn herangerückt ist.

  8. Der Herr Dr.Diener macht es genauso, wie die Frau Dr. Merkel: handeln, und das Volk links liegen lassen! Herr Diener prescht mit Aussagen vor, die man einem Evangelikalen so nicht zugetraut hätte – ein weiterer Beweis, das „evangelikal“ kein geistliches Qualitätsmerkmal mehr ist. Man kann und muss sich nur distanzieren. Nun müsste die „evangelikale“ Basis endlich einmal aus ihrer Lethargie erwachen und es sollte en masse Kirchenaustritte hageln – den beim Geld hört auch bei der Kirche der Spaß auf! Das wird aber leider nur ein Traum bleiben, denn die meisten evangelikalen Christen sind über ein Stadium der Unmündigkeit im Glauben nie hinausgekommen. Früher hat man immer gesagt: „die da oben sollen…“. Die da oben gehen nun in eine falsche Richtung und Otto-Normalevangelikaler hat nie gelernt, für den Glauben auch einmal Konsequenzen zu ziehen.
    So gesehen gibt es bei dem ganzen Drama zwei Seiten, die schuldig werden: Dr. Diener, der hier falsche Signale setzt – und die vielen Gnadauer/Allianzer, die ihn gewähren lassen und sich immer hinter den Funktionären verstecken – die dann auch nichts tun. Was sagt Hartmut Steeb dazu? Es ist nichts zu vernehmen!
    Auf der Allianz-Homepage ist nur ein Interview mit Dr. Diener in PRO zu lesen: http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/diener-homosexuelle-koennen-in-gemeinden-mitarbeiten.html, wo Diener seine Sicht der Dinge darstellt. Wenn man diese Entwicklung konsequent zuende denkt, dann kommt man zu dem Schluss, dass die EAD im Grunde genommen gar nicht gegen den Bildungsplan ist, ja auch aus diesem Grund gar nicht sein kann. Wenn das alles unproblematisch ist, dann muss man freilich jeglichen Protest einstellen. Wer jetzt immer noch nicht begriffen hat, wohin die Reise geht, der befindet sich im geistlichen Tiefschlaf und wird sich einmal unter den 5 Jungfrauen finden, welche bei der Hochzeit des Lammes vor der Tür bleiben müssen. Gnadau und Allianz haben sich de facto selbst aufgelöst – da hilft es auch nicht, wenn Diener davon redet, dass „Eine breite Öffentlichkeit pietistische und evangelikale Positionen kennenlernen soll!“ (Zitat aus o.g. verlinktem Artikel). Der wahre Nachfolger Jesus fragt nicht nach „pietistischen“ bzw. „evanglikalen“ Positionen, sondern was der Wille des Herrn ist – sola scriptura.
    Fazit: Gnadau und Allianz weiter im Abfall – ungebremster freier Fall. Der Aufschlag – er wird grausam sein!

  9. Nun berichtet idea: „Evangelische Allianz zum Streit um ihren Kurs: Die Norm ist die Bibel“.

    Dazu eine Bemerkung:
    Es geht wie ersichtlich, ein tiefer Riss durch die Evangelikale Welt. Michael Diener ist ja nicht allein Präses des Gnadauer Verbandes, sondern auch Vorsitzender der DEA und dazu Mitglied im neu gewählten Rat der EKD. Dass in diesen Rat auch ein praktizierender Homosexueller aufgenommen wurde, kann mit einer klaren und biblischen Haltung nicht zur Deckung gebracht werden. Dieners Anmerkungen zu Gottes Wort, als dem Wort der Wahrheit, sind eindeutig zu widersprechen, Gottes ewig bestehendes Wort hat er der Beliebigkeit preisgegeben. Jeder holt sich das heraus, was ihm gerade für seine Situation passend erscheint.

    Gnadau und Allianz sind ebenfalls mit der EKD eng verbunden und dies muss ja zu großen Verunsicherungen und Irritationen bei den Gläubigen führen. Nach seinen eigenen Aussagen zu Bibel und Homosexualität vertritt Diener allerdings eher die Positionen der EKD, die für ihre Bibelkritik und bejahende Stellung zur Homosexualität bekannt ist.

    Dies alles lässt sich nicht miteinander vereinen. Wenn die Bibel für die Allianz die „Norm der Normen sein soll, hat sie sich jedoch m. E. von der klaren biblischen Haltung ebenfalls, wenigstes in Teilen entfernt. Wie berichtet, stellt sich der Vorstand der Gnadauer voll hinter Michael Diener. Allerdings kommt das „Fußvolk“ dabei nicht vor. Ulrich Parzany hat nun öffentlich heftig protestiert und auch der „Siegener Gemeinschaftsverband ist mit Dieners Aussagen nicht einverstanden“.

    Somit beginnt Diener damit die Lager zu spalten. Dies ist, so denke ich aber auch notwendig, dass sich die „Spreu vom Weizen trennt“.
    Nun kommt noch die Aussage der DEA zu diesem Thema: „Der evangelikale Dachverband habe sich im größeren Zusammenhang unter dem Titel „Suchet der Stadt Bestes“ im Jahr 2009 so positioniert: „Wir wenden uns ebenso gegen die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der geschlechtlichen Orientierung“. …

    Man sollte jedoch keinesfalls einen Bibelvers aus dem Zusammenhang reißen! Der Kontext und die genaue Übersetzung (Elberfelder) lautet nun wie folgt: Jer. 29,6-7: „Nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter, und nehmt Frauen für eure Söhne, und euren Töchtern gebt Männern, damit sie Söhne und Töchter gebären; und mehrt euch daselbst, und mindert euch nicht. „Und sucht den „FRIEDEN“ der Stadt, wohin ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum HERRN; denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben“. Dieser Befehl den Gott hier durch Jeremia dem Volk sagen lässt, passt allerdings absolut nicht in Verbindung mit der Homosexualität. Diese Gruppe zeugt normalerweise keine Kinder, das ist tatsächlich absurd! Wo bleibt die Glaubwürdigkeit?

    1. Lieber Baldur,

      vielen herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Was mich an der Entwicklung der Evang. Allianz in den letzten Jahren ganz gewaltig stört, ist vor allem die Öffnung in Richtung charismatische Gemeinden, welche sich selbst m. E. eigentlich gar nicht „evangelikal“ nennen. Dann muss man Kompromisse schließen bzw. die https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Erkl%C3%A4rung_%28Religion%29 widerrufen und dergleichen. Ob diese gemäßigten Charismatiker solche ganz offensichtlich „von unten“ beeinflussten Phänomene wie z. B. nach hinten fallen (anstelle nach vorne auf die Knie) und so weiter dulden bzw. praktizieren, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Allerdings der seichte sowie ständige Wort- und Satzwiederholungen beinhaltende sogenannte Lobpreis, das ist nun mal im Prinzip eines der Erkennungszeichen schlechthin. Wenn der Rahmen eines teuren Bildes das Bild als solches völlig überlagert bzw. die Blicke auf sich ziehen sollte, dann hat der Maler mit Verlaub etwas falsch gemacht. In diesem Vergleich ist selbstverständlich nicht Gott der Maler, sondern der für den Gottesdienst verantwortliche Pastor, welcher nun mal eine ganz besondere Verantwortung hat, gar keine Frage.

      Was mich im Zusammenhang mit der im Januar in Stuttgart stattfindenden Allianzgebetswoche http://www.ea-stuttgart.de/index.php?id=39 beschäftigt: Warum muss man am Samstagabend anstelle des Gebets (wie der Name es schon sagt) auf einmal einen ganz sicher voll charismatisch beeinflussten Lobpreisabend durchführen (ach so, bis einschließlich Freitag wurde halt schon genug gebetet, gell)? Und dann der Abschluß am Sonntagabend: Als ich vor Jahren in der Stiftskirche mal dabei war, war diese mit m. E. etwa 1.200 Sitzplätzen vollkommen belegt. Gut, dann macht es also Sinn, ins charismatische Gospelforum http://gospel-forum.de/ auszuweichen…

      1. In der Webseite http://www.ea-stuttgart.de/index.php?id=39 wurden m. E. versehentlich die Links zu den Gemeinden, in welchen die Allianzgebetswoche im Jan. stattfindet, vergessen. Hier sind sie:

        So, 10. Jan. => http://stuttgart.feg.de/Joomla/ (1)
        Mo, 11. Jan. => http://www.cvjm-stuttgart.de/ (2) eigentlicher Beginn der Gebetswoche
        Di, 12. Jan. => http://heilandskirche-stuttgart-berg.de/
        Mi, 13. Jan. => http://www.citychapel.de/ (3)
        Do, 14. Jan. => http://www.jesustreff.de/
        Fr, 15. Jan. => http://www.icf-stuttgart.de/ (4)
        Sa, 16. Jan. => Lobpreisabend, CVJM (Ort siehe Mo)
        So, 17. Jan. => http://gospel-forum.de/ (5)

        (1) Habe neulich in der Website einer freikirchlich-lutherischen Gemeinde gelesen, dass die FeGs von ihrem Wesen bzw. Verständnis her besonders für die unbiblische Ökumene – konkret z. B. Verrat am Gründer der evang. Kirche durch Aufgabe bzw. Relativierung evang. Grundlagen – empfänglich sein sollen (Link derzeit leider nicht parat)
        (2) Vor Jahren waren noch sämtliche Abende im CVJM-Haus bzw. der Abschluß in der Stiftskirche (wäre interessant, inwieweit der „Hausherr“ beim Programm der Zusammenkünfte mitreden darf)
        (3) „Unsere Gottesdienste sind geprägt von zwangloser, aber inspirierender Anbetung und authentischer, biblischer Lehre in einer natürlichen Atmosphäre.“
        (4) „Unser Highlight an jedem Sonntag – die Celebration, unser Gottesdienst. Und der darf gern etwas anders sein. Laut, fröhlich und unkonventionell.“
        (5) „In den ersten 20 Minuten spielt eine der zahlreichen GOSPEL-FORUM-Bands. Jeder Besucher kann dabei in eine berührende und mitreißende Atmosphäre eintauchen. Liedtexte werden auf eine große Leinwand projiziert. Nach einer freundlichen Begrüßung und aktuellen Informationen, folgt eine packende Botschaft, die alltagsrelevante und spannende Themen für den modernen Menschen fokussiert. Von vielen bekommen wir das Feedback, dass gerade die Verkündigung eine entscheidende Hilfestellung für ihr Leben bedeutet hat. Für jeden Besucher gibt es die Möglichkeit sich im Anschluss persönlich segnen zu lassen. Viele erfahren dabei eine tiefe, innere Berührung. Nach dem Gottesdienst gibt es in der Welcome-Lounge für alle Erstbesucher ein Freigetränk. Viele genießen diesen gemütlichen Abschluss der Celebration. Herzlich willkommen!“

  10. Habe gerade zufällig (?) das Interview mit Tabea Dölker „Warum ich nicht mehr im Rat der EKD bin“ vom 20. Nov. 2015 bei http://www.lebendige-gemeinde.de/aktuelles/aus-der-lg/detailansicht/aktuell/warum-ich-nicht-mehr-im-rat-der-ekd-bin/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=254&cHash=72b3c7ddc47fc8c0d0ad563e2568d41e entdeckt, woraus ich zunächst zitieren möchte:

    ============================================================
    […..]
    idea: Was waren Höhepunkte während Ihrer Rats-Mitgliedschaft?
    Dölker: Ein wichtiges Ereignis war im Jahr 2010 die Begegnung mit Papst Benedikt XVI. in Erfurt. Dabei wurde der Gedanke erörtert, das Reformationsjubiläum 2017 im Sinne eines ökumenischen Christusfestes zu feiern. Es ist gut, dass Menschen unterschiedlicher Konfession neu darüber nachdenken wollen, was reformatorische Einsichten für uns heute bedeuten. […..]
    ============================================================

    Erschreckend finde ich dabei die unfassbare Naivität dieser Evangelikalen! Warum ist sie eigentlich nicht bereit, sich auch nur wenigstens ein einziges Mal in die Gegenseite, hier also den Papst bzw. die bekanntlich nach wie vor den Anspruch einer alleinseligmachenden kath. Kirche, hineinversetzen zu WOLLEN? Um dann möglicherweise erkennen zu müssen, dass die kath. Kirche gar keine christliche Gemeinschaft im Sinne der Bibel ist, bezugnehmend auf Offbg. 22,18:

    18 Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen.
    19 Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht.
    20 Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!
    21 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!

  11. Und hier noch das Neueste vom gestrigen Treffen von 65 Repräsentanten aus Landes-und Freikirchen zur Gründung eines „Netzwerk(es) Bibel und Bekenntnis“ in Kassel, siehe http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/keine-spaltung-der-evangelikalen-bewegung-83659.html

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    Neues Netzwerk gegründet — 23. Januar 2016
    Zurück zum Wort Gottes – Keine Spaltung der Evangelikalen

    Kassel (idea) – Die evangelikale Bewegung hat sich nicht aufgespalten, aber zur Klärung umstrittener theologischer Fragen aufgerufen. Gleichzeitig wurde ein Netzwerk Bibel und Bekenntnis gegründet, das alle Christen in Landes- und Freikirchen unterstützen will, die sich an der Bibel als Gottes Wort orientieren. Das ist das Ergebnis eines Treffens von 65 Repräsentanten aus Landes-und Freikirchen am 23. Januar in Kassel. Anlass für die Zusammenkunft sind vor allem Aussagen des Vorsitzenden des größten evangelikalen Dachverbandes, der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener (Kassel), gewesen, der im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes ist. Diener hatte in Interviews gefordert, die Evangelikalen sollten neu über Mission und Politik denken. Im Blick auf das Thema Homosexualität hatte er geäußert, er wünsche sich, dass auch Christen, die ihre Homosexualität praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden sein können. Dem widersprach in einem Offenen Brief der langjährige ProChrist-Hauptredner, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Er lud viele, die ihm zugestimmt hatten nach Kassel ein. Mehrfach hieß es daraufhin in Medien, jetzt drohe eine Spaltung der evangelikalen Bewegung. Dazu kam es jedoch nicht. Doch in einem einstimmig verabschiedeten Kommuniqué wird vom Hauptvorstand der Allianz und der Mitgliederversammlung des Gnadauer Verbandes gefordert, zu den Aussagen Dieners Stellung zu nehmen.Das neue Netzwerk lehnt praktizierte Homosexulität als unbiblisch ab.

    „In vielen Gemeinden und Gemeinschaften herrscht Verwirrung“

    Wörtlich heißt es: „In vielen Gemeinden und Gemeinschaften herrscht Verwirrung und besteht Besorgnis darüber, welchen Kurs führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung steuern. Es fehlt an deutlichem Widerstand gegen Entscheidungen von Kirchenleitungen und Synoden, die Bibel und Bekenntnis widersprechen.“ Das betreffe aktuell die Segnung und kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren, die kirchliche Förderung der Gender-Ideologie und Verlautbarungen zum Interreligiösen Dialog.

    Zehn Repräsentanten sollen das Netzwerk weiter führen

    Zum Sprecher des Netzwerkes Bibel und Bekenntnis wurde Ulrich Parzany bestimmt. Ihm zur Seite steht eine neunköpfige Fortsetzungsgruppe, der evangelikale Repräsentanten angehören, wie der Rektor des Albrecht-Bengel-Hauses, Rolf Sons (Tübingen), der ehemalige Allianzvorsitzende und jetzige Professor an der Freien Theologischen Hochschule Gießen, Rolf Hille (Heilbronn), der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pfarrer Ulrich Rüß (Hamburg), der Vorsitzende des Westfälischen Gemeinschaftsverbandes, Pfarrer Dirk Scheuermann (Velbert), der mecklenburgische Pastor Johannes Holmer (Bülow) und Schwester Heidi Butzkamm vom Diakonissenmutterhaus Aidlingen.

    Das Kommuniqué des Treffens:

    Kommuniqué über die Beratungen zum Thema

    „Gemeinsam widerstehen und Christen in den Auseinandersetzungen um Grundfragen des christlichen Glaubens Orientierung geben“

    Wir, 65 Personen aus evangelischen Kirchen, Landeskirchlichen Gemeinschaften und Freikirchen, sind am 23. Januar 2016 in Kassel zu Beratungen zusammengekommen.

    Folgende Beobachtungen haben uns dazu veranlasst:

    (x) In den evangelischen Kirchen werden die Grundlagen des Glaubens zunehmend demontiert. In Frage gestellt wird insbesondere
    o die Autorität der Bibel als Wort Gottes und höchste Norm für Glauben und Leben,
    o dass Jesus Christus der einzige Weg zum Heil ist,
    o dass Gott durch den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz und seine Auferstehung die Welt mit sich versöhnt hat,
    o dass zur Offenbarung Gottes die Gottebenbildlichkeit des Menschen mit der Polarität und Gemeinschaft von Mann und Frau gehört,
    o dass die Gebote Gottes auch heute die gültigen Maßstäbe für das Leben der Christen und der Gemeinden sind.

    (x) In vielen Gemeinden und Gemeinschaften herrscht Verwirrung und besteht Besorgnis darüber, welchen Kurs führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung steuern.

    (x) Es fehlt an deutlichem Widerstand gegen Entscheidungen von Kirchenleitungen und Synoden, die eindeutig Bibel und Bekenntnis widersprechen. Das betrifft aktuell die Beschlüsse zur Segnung und kirchlichen Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren, die kirchliche Förderung der Gender-Ideologie und Verlautbarungen zum interreligiösen Dialog.

    Wir sind uns über die Bekenntnisgrundlagen einig, auf deren Basis wir weiter gemeinsam handeln wollen.

    Wir sind den altkirchlichen Bekenntnissen (Apostolicum, Nicaenum, Athanasianum) und den Bekenntnisschriften unserer verschiedenen Kirchen verpflichtet.

    Wir sind dankbar für die Klarheit der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz. Deren Aussage „Wir bekennen uns… zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung“, gibt uns auch heute klare Orientierung. http://www.ead.de/die-allianz/basis-des-glaubens.html

    In einigen neueren Bekenntnissen sehen wir ebenfalls notwendige und hilfreiche Orientierung. Zu nennen sind:

    (x) Für die Freiheit des Glaubens und die Einheit der Kirche, Einladung zu gemeinsamem Zeugnis in sieben aktuellen Grundaussagen des christlichen Glaubens (2011) http://www.bb-baden.de/pdf/Bek-Erkl.8-2011.pdf

    (x) Persönliches Bekenntnis zur vollen Geltung der biblischen Glaubensaussagen (2015) http://www.gemeindehilfsbund.de

    (x) Salzburger Erklärung, Eine theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) (2015) http://www.ikbg.net/pdf/Salzburger-Erklaerung-Original.pdf

    Wir unterstützen den Aufruf „Zeit zum Aufstehen, Ein Impuls für die Zukunft der Kirchen“, den viele von uns unterschrieben haben.

    In den gegenwärtigen Auseinandersetzungen halten wir folgende Konkretion für nötig:

    (x) „Wir bekennen uns zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung“. (Glaubensbasis der Evangelischen Allianz)

    (x) Wir stehen dafür ein, dass die rettende Botschaft von Jesus Christus allen Menschen gilt, den Juden zuerst. (Römer 1,16)

    (x) Wir widersprechen der falschen Lehre, es gäbe auch andere Wege zum Heil.

    (x) Wir widersprechen der falschen Lehre, dass Menschen durch die Taufe ohne den Glauben an Jesus Christus gerettet werden. (Markus 16,16)

    (x) Wir stehen dazu, dass gemäß der Offenbarung Gottes der Mensch zum Ebenbild Gottes geschaffen wurde und dass die Polarität und Gemeinschaft von Mann und Frau zu dieser Ebenbildlichkeit gehört, wie Jesus Christus es ausdrücklich bestätigt hat. (1.Mose 1,26-28; Matthäus 19,4-6)

    (x) Wir widersprechen der falschen Lehre, gleichgeschlechtliche Beziehungen entsprächen dem Willen Gottes und dürften von den Kirchen gesegnet werden.

    Wir sind uns einig, dass im Gegensatz zum postmodernen Denken das Bekenntnis zu Jesus Christus und der Lehre der Apostel mit logischer und theologischer Notwendigkeit die Verwerfung falscher Lehren einschließt. So widersprechen wir Ansichten wie zum Beispiel:

    (x) Man müsse für zentrale biblische Wahrheiten eintreten, doch gleichzeitig seien gegensätzliche Verständnisse und Lesarten der Bibel zu akzeptieren.

    (x) Es sei dem Anliegen einer geistlichen Erneuerung der Kirche nicht zuträglich, wenn Missstände offen kritisiert werden. Ein „Ruf zur Mitte“ dürfe nicht ergänzt werden durch die Verwerfung von Irrlehre.

    (x) Biblisch orientierte Gemeinden hätten ein Toleranzproblem und müssten sich für Pluralität in Lehrfragen öffnen. Sie müssten auch solche Mitchristen akzeptieren, die in Sünde leben und die diese Sünde gegen Gottes Willen rechtfertigen.

    (x) Weil Jesus ein „Liebhaber“ und kein „Rechthaber“ gewesen sei, dürfe es auch keinen offenen, energischen Streit um die Wahrheit geben, wie er aber bei Jesus, bei den Aposteln, bei den Reformatoren und den Vätern der Barmer Erklärung stattfand.

    Wir fordern die zuständigen Gremien des Gnadauer Verbandes und der Deutschen Evangelischen Allianz auf, zu diesen Irritationen klärend Stellung zu beziehen und bitten um gemeinsame Gespräche.

    Wir fordern die evangelikalen und pietistischen Verbände und die Bekenntnisgemeinschaften auf, das Reformationsjubiläum 2017 für Veranstaltungen zu nutzen, bei denen die reformatorischen Prinzipien „Allein Christus, Allein die Schrift, Allein die Gnade, Allein der Glaube“ öffentlich bekannt werden und zugleich benannt wird, wo diese reformatorische Basis verloren zu gehen droht. Wir erklären uns bereit, bei diesen Veranstaltungen inhaltlich und organisatorisch mitzuwirken.

    Wir laden alle Verantwortlichen in Kirchengemeinden, Gemeinschaften und Freikirchen ein, sich diesem Vorhaben anzuschließen. Wir wollen klären, stärken und einigen in der Wahrheit und nicht in der Unklarheit. Wir rufen auf zum Gebet für die Erneuerung unseres Lebens und unserer Gemeinden, Gemeinschaften und Kirchen.

    Zur Weiterführung unserer Anliegen wurde eine Fortsetzungsgruppe unter Leitung von Pfr. Ulrich Parzany gebildet, der folgende Personen angehören: Sr. Heidi Butzkamm, Pfr. Dr. Tobias Eißler, Gemeinschaftspastor Martin Grünholz, Prof. Dr. Rolf Hille, Pfr. Johannes Holmer, Pfr. Ulrich Rüß, Pfr. Dirk Scheuermann, Rektor Dr. Rolf Sons, Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter.

    Die Veröffentlichung dieses Kommuniqués wurde einstimmig beschlossen.

    Kassel, den 23. Januar 2016
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  12. Wenn ich den ganzen Schmäh um den Rotarier Diener so die letzten Wochen betrachte, bekomme ich große Zweifel an der gesamten Evangelikahlen Bewegung. Diener als der große Zampano in Kirche, Allianz und Gnadau spielt mit diesen Leuten, die noch immer nicht merken was die Uhr geschlagen hat.

    Da versucht man krampfhaft zu kitten, was nicht zusammen passt und zusammen gehört. Sozusagen sollen Christus und Belial miteinander verbunden und in Übereistimmung gebracht werden.

    Nun warten alle auf ein erlösendes Wort von irgend welchen Koryphäen mit einem großen Namen, die ihnen die neue Richtung vorgeben sollen. Wie es aussieht, haben die meisten Gläubigen (?) nicht den Mut zu einem klaren Schritt auch außerhalb des Lagers zu gehen – die Schmach Christi zu tragen.

    PRO berichtet:

    „Zeit zum Aufstehen“ wird nicht verändert!

    Der Theologe und Evangelist Ulrich Parzany hatte vergangene Woche
    gefordert, dass der Aufruf „Zeit zum Aufstehen“ von Vertretern
    verschiedener kirchlicher Bewegungen um
    „das VERWEFEN FALSCHER LEHRE“
    erweitert wird. Die (frommen) Initiatoren des Impulses haben dieser Forderung jetzt eine Absage erteilt.

    Endlich wissen wir es genau – es gibt gar keine Irrlehren. Dieser Begriff ist in der Bibel nach den 5 erlauchten Galionsfiguren der Evangelikahlen
    ab sofort tabu – nicht mehr esxistent. Wozu auch?

    Früher hätte man von blinden Blindenleitern gesprochen, aber die sind jetzt auch nicht mehr existent. Ja, so sieht nun die „Zeit zum Aufstehen“ in der Realität aus! Das ist ein absoluter Niedergang! Wem dienen wohl diese Herren die sich um Diener scharen?

    (http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/zeit-zum-aufstehen-wird-nicht-veraendert-94733/)

    „Michael Diener verrät weiter biblische Überzeugungen?“
    Diener offenbart sich und zeigt lediglich seine eigenen unbiblischen und verderblichen Überzeugungen auf – nämlich – dass die Bibel keinesfalls das untrügliche Wort des lebendigen Gottes, die Wahrheit ist. Diener offenbart sich somit als Handlanger des Feindes.

    Wann werden wohl die echten Nachfolger und Diener des HERRN Jesus Christus endlich aufstehen?

  13. Ich stelle diesen Kommentar ganz bewusst hier ein, weil „Christ“ unten völlig zu Recht „Diese Rede des Papstes Franziskus ist gezielt für die Evangelikale geschrieben“ angemerkt hat. Es geht um den Bericht http://www.idea.de/glaube/detail/papst-christ-sein-und-missionar-sein-ist-dasselbe-93439.html?tx_newsideade_pi1%5Buuid%5D=93439&cHash=553bbcb801577b9a1dd671f6f47257b6 :

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    Rom – 24. Januar 2016
    Papst: Christ sein und Missionar sein ist dasselbe

    Rom (idea) – Papst Franziskus hat Christen zu einem missionarischen Lebensstil aufgerufen. „Christ sein und Missionar sein, das ist dasselbe. Das Evangelium verkünden mit Worten und, allem voran, mit dem Leben – das ist der wichtigste Daseinsgrund der christlichen Gemeinschaft und jedes Einzelnen ihrer Mitglieder“, sagte der Papst am 24. Januar laut Radio Vatikan beim Angelusgebet. Nach seinen Worten stehen die Armen im Zentrum des Evangeliums. Franziskus fragte vor Tausenden von Zuhörern auf dem Petersplatz: „Ist die Evangelisierung der Armen für uns wirklich die Priorität? Aber Vorsicht: Es geht da nicht nur um soziale Hilfe und noch weniger um politische Aktivität.“ Es komme darauf an, die Kraft des Evangeliums anzubieten: „Sie ändert die Herzen, heilt die Wunden, verwandelt die menschlichen und sozialen Beziehungen in einer Logik der Liebe.“
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    Dazu zwei Kommentare von „Christ“, einem ehem. kath. Priester aus Österreich:

    Christ vor 1 Tag
    Diese Rede des Papstes Franziskus ist gezielt für die Evangelikale geschrieben. Lesen Sie bitte ein Kommentar von @Lisette: Liebe Christin, das Video trägt den Titel: „Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters für Januar 2016“ Im Video treten 4 Menschen auf: Eine Buddhistin, ein Jude, ein Christ und ein Muslim. Der Papst leitet ein: „Der größte Teil der Erdbevölkerung bezeichnet sich als gläubig. Diese Tatsache sollte zu einem Dialog zwischen den Religionen ermuntern. Wir dürfen nicht aufhören, dafür zu beten, und mit denen zusammenzuarbeiten, die anders denken.“ Danach sagt die Buddhistin: „Ich setze mein Vertrauen in Buddha.“ Danach sagt der Jude: „Ich glaube an Gott.“ Danach sagt der Christ: „Ich glaube an Jesus Christus.“ Danach sagt der Muslim: „Ich glaube an Gott, Allah.“ Danach sagt der Papst: „Viele denken anders, fühlen anders, sie suchen und finden Gott auf unterschiedlich Weise. In dieser Vielfalt, in dieser Auffächerung der Religionen, gibt es eine einzige Gewissheit, an der wir für alle festhalten: Wir sind alle Kinder Gottes.“ Danach sagt die Buddhistin: „Ich glaube an die Liebe.“ (Dabei wurde eine Buddhafigur sichtbar.) Der Jude sagte: „Ich glaube an die Liebe.“ (Dabei wurde der siebenarmige Leuchter sichtbar.) Der Christ sagte: „Ich glaube an die Liebe.“ (Dabei wurde eine Christkindfigur sichtbar.) Der Muslim sagte: „Ich glaube an die Liebe.“ (Dabei wurde eine Gebetskette sichtbar.) Danach sagt der Papst: „Ich baue auf euch, um mein Anliegen für diesen Monat zu verbreiten: ‚Dass der aufrichtige Dialog zwischen Männern und Frauen der verschiedenen Religionen Früchte des Friedens und der Gerechtigkeit hervorbringe.‘ Ich vertraue auf dein Gebet.“ http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/in-der-evangelischen-kirche-tobt-ein-zweiter-bekenntniskampf-93219.html. Wozu braucht jetzt auf einmal der Papst Franziskus das Evangelium, denn er hat schon verkündigt das alle Religionen richtig glauben? Johannes 1,9 Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. 10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. 11 Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 ALLEN ABER, DIE IHN(JESUS) AUFNAHMEN, DENEN GAB ER DAS ANRECHT, KINDER GOTTES ZU WERDEN, denen, die an seinen Namen glauben; 13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. http://www.way2god.org/de/bibel/johannes/1/

    sowie:
    Christ vor 1 Tag
    DAS EVANGELIUM FALSCH ZU VERSTEHEN, BEDEUTET ALLES FALSCH ZU VERSTEHEN! – Die heutigen Evangelikalen planen so viele Konferenzen, besonders für unsere Jugend, mit der Absicht, die Leidenschaft des Gläubigen durch Gemeinschaft, Musik, redegewandte Sprecher, emotionale Geschichten und leidenschaftliche Appelle zu hervorzurufen. Welche Leidenschaft sie jedoch auch immer erschaffen, sie verschwindet häufig sehr schnell. Am Ende bilden diese Erfahrungen kleine Feuer in kleinen Herzen, die in wenigen Tagen ausgebrannt sind. Wir haben vergessen, dass echte und anhaltende Leidenschaft aus jemandes Erkenntnis über die Wahrheit geboren wird, besonders die Wahrheit des Evangeliums. Je mehr wir seine Schönheit kennen oder begreifen, desto mehr wird uns seine Kraft ergreifen. Schon ein flüchtiger Blick auf das Evangelium wird das wirklich wiedergeborene Herz zur Nachfolge bewegen. Jeder größere Blick wird seine Schritte beschleunigen, bis er unbekümmert dem Kampfpreis nachjagt. Das Herz eines echten Christen kann einer solche Schönheit nicht widerstehen. Das ist die große Not heute! Das ist, was wir verloren haben und was wir zurückgewinnen müssen – eine Leidenschaft dafür, das Evangelium zu kennen, und die gleiche Leidenschaft dafür, das Evangelium zu verkünden. … Seite 20-21. Aus dem Buch: DIE KRAFT DER EVANGELIUMSBOTSCHAFT https://www.3lverlag.de/die-kraft-der-evangeliumsbotschaft.html (Gerade lese ich das Buch mit Begeisterung.)

  14. Auch diesen Kommentar stelle ich ganz bewusst hier ein. Was mir im Link http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/die-zukunft-der-kirche-entscheidet-sich-in-den-gemeinden-83656.html an der Behauptung „Die Zukunft der Kirche entscheidet sich in den Gemeinden.“ ganz erhebliches Bauchweh bereitet? Nun, zuerst mal wie gehabt den idea-Artikel in voller Länge:

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    Pfarrerblatt – 21. Januar 2016
    Die Zukunft der Kirche entscheidet sich in den Gemeinden

    Kassel (idea) – Die Zukunft der Kirche entscheidet sich in den Gemeinden. Diese Ansicht vertritt der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, Prof. Gerhard Wegner (Hannover), in einem Beitrag für das „Deutsche Pfarrerblatt“. Er trägt den Titel „Renaissance der Kirchengemeinde?“. Wegner analysiert darin die 5. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) der EKD. Sie konzentriert sich auf die Rolle der Gemeinden. Das überrasche, so Wegner, „weil nicht zuletzt die Tradition der KMU selbst mitursächlich für eine Ausblendung der Kirchengemeinden aus vielen Bereichen der empirisch sozialen Erforschung der kirchlichen Praxis der letzten Jahrzehnte gewesen ist“. Die Gemeinden seien spätestens seit Ende der 60er Jahre als „bornierte, milieuverengte, überalterte und sozial letztendlich marginalisierte Restbestände des volkskirchlichen Christentums“ betrachtet worden. Stattdessen habe man sich lieber mit den „kirchlich Distanzierten“ beschäftigt. Das sei ein „arger Realitätsverlust“ gewesen. Wegner: „Wer realistisch Entwicklungsperspektiven der Volkskirche in den Blick nehmen will, der muss sich mit der Lage der Gemeinde befassen.“

    45 Prozent fühlen sich ihrer Gemeinde sehr verbunden

    Laut Wegner ist die Ortsgemeinde „nach wie vor die mit Abstand wichtigste Drehscheibe der Kirchenmitgliedschaft“. Die KMU habe gezeigt, dass sich 45 Prozent der evangelischen Kirchenmitglieder ihrer Gemeinde sehr oder ziemlich verbunden fühlen, ebenso der evangelischen Kirche insgesamt. Beides lasse sich gleichsetzen. Die Landeskirchen sowie andere evangelische oder diakonische Einrichtungen fielen demgegenüber weit ab. Die häufig geäußerte Vermutung, dass sich viele Protestanten zwar der Kirche insgesamt verbunden fühlten, nicht aber der Gemeinde vor Ort, lasse sich daher nicht halten.

    Alle Kampagnen unter Distanzierten liefen ins Leere

    Wie Wegner weiter schreibt, wächst Kirche vor allem durch die Gemeinden, etwa durch Familien. Sie zeichneten das „Realbild“ von Kirche. Wegner: „Es war ja in der Vergangenheit immer wieder verblüffend zu sehen, wie groß angelegte Kampagnen zur Gewinnung der kirchlich Distanzierten oder gar Konfessionslosen angestellt wurden, die zwar dieses Ziel verfehlten, aber faktisch zur ‚Modernisierung’ der bereits der Kirche verbundenen Menschen beigetragen haben.“ Als Beispiel nennt er das kirchliche Engagement auf der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover. Wer die Kirche weiterentwickeln wolle, müsse bei den 45 Prozent der Engagierten ansetzen und ihre Verbundenheit zur Kirche stabilisieren. Denn von diesen rund zehn Millionen Christen in der EKD hänge „ganz viel“ ab. Das schließe nicht aus, dass sich am Rand der Kirche Erneuerungen ergeben können, die den „Kern“ befruchten. Man werde sehen, was Migrantengemeinden und neue religiöse Bewegungen diesbezüglich einbrächten. Herausgeber des Deutschen Pfarrerblatts ist der Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland (Kassel).
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    Und? Gell, das ist mal wieder voll einfach bzw. ich versuche mal, meinem Bauchweh über einige an Prof. Gerhard Wegner gerichtete rhetorische Fragen Herr zu werden:

    Ob der ehrenwerte Prof. wohl schon erfahren hat, dass wir derzeit offensichtlich im in der Bibel vorhergesagten eschatologischen Geschehen mitten drin sind? Oder glaubt er etwa gar nicht daran wie so viele heutzutage, welche sich „praktizierende Christen“ nennen? Weil das in der Offenbarung und anderswo Geschriebene nun mal lediglich ideell verstanden werden darf bzw. es sich dabei vielleicht noch höchstens um einen antichristlichen Geist handeln wird, was auch immer darunter zu verstehen ist. Und so weiter und so fort.

    An alle Leser: Bitte macht endlich die Augen auf bzgl. der inszenierten Flüchtlingskrise bzw. dass die sogenannte „islamische Gefahr“ primär ein ganz gewaltiges ABLENKUNGSMANÖVER von der Installation der NWO bzw. Neuen Weltordnung ist. Was ja schon daran zu ersehen ist, dass die dt. Bundesregierung ständig gegen die eigenen Gesetze verstößt und offensichtlich niemand ihr Einhalt gebieten kann, selbst der europ. Gerichtshof nicht. Wie kommen einige der Gästebuchbeitragschreiber darauf, dass wir demnächst von den islamischen Eindringlingen verfolgt werden könnten? Also im Sinne, wie das früher z. B. in der Sowjetunion mit den sich nicht anpassen wollenden Christen geschehen ist oder noch heute in Nordkorea und anderen Schurkenstaaten passiert? Also eine Verfolgung um Jesu Willen, durch die wie gesagt islamischen Eindringlinge? Nein, ich sehe das so, wie es ja bereits im vollen Gange ist: Dass wir halt nicht mehr intolerant gegenüber den Toleranzverweigerern sein dürfen bzw. dass wohl demnächst auch bei uns das EU-Maulkorbgesetz in Bundesrecht umgesetzt wird wie das bis jetzt meines Wissens lediglich in Rumänien erfolgt ist. Wenn es eines Tages m. E. durchaus eine Geldstrafe nach sich ziehen könnte, den Ausspruch Jesu „Ich bin der (einzige) Weg und die (einzige) Wahrheit und das (einzige) Leben“ zu vertreten bzw. zu postulieren.

  15. Zitat Ulrich Parzany:
    Du hast die Evangelikalen öffentlich kritisiert, deren Sprecher Du als Präses von Gnadau und Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz ja bist.
    Zitatende

    Vielen herzlichen Dank, lieber Ulrich Parzany und Bruder in Christus, für die unmissverständlichen sowie schwarz auf weiß gemachten Klarstellungen im Offenen Brief vom 16. Dezember 2015 an Dr. Michael Diener anhand des Wortes Gottes.

    Was es bedeutet, vom eigenen Sprecher bzw. Vorsitzenden kritisiert zu werden, habe ich vor Jahren am Arbeitsplatz selbst schon erlebt. Damals ging es darum, dass das nach wie vor nicht auskömmliche Honorar für die Planung, Ausschreibung und örtliche Bauüberwachung von der Grundlagenermittlung bis hin zur Abnahme, Kostenfeststellung sowie Gewährleistungsabnahme von Kanalinnensanierungsmaßnahmen (Tipp: Teekesselwort!) – also ohne Aufgrabungen – bei einer kleinen, überschaubaren Gemeinde südlich von Baden-Baden nicht entsprechend den Zugeständnissen der GPA bzw. also der Gemeindeprüfungsanstalt bezahlt wurden, was im Falle, wenn das alle Auftraggeber so machen würden, irgendwann gezwungenermaßen das Aus dieses renommierten, seit nunmehr 55 Jahren bestehenden Tiefbau-Ing.büros mit etwa 80 bis 90 Mitarbeitern bedeuten würde. Was übrigens bereits in der Bibel klipp und klar im Vers „Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert“ zum Ausdruck kommt.

    Lieber Herr Parzany, Sie werden es nicht glauben, aber nachdem sich die Gemeinde ungeachtet des unternommenen Versuchs, das dem Ing.büro nun mal zustehende Honorar eintreiben zu wollen, erst recht quer gelegt hatte, war die einzige Reaktion des Geschäftsführers, dem Sachbearbeiter im dortigen Bauamt mitzuteilen, dass der AndreasK halt schneller arbeiten müsse! Wie bzw. von wem ich es hinterher (!) erfahren habe, also dieses brutal in die Pfanne gehauen worden sein? Natürlich vom Sachbearbeiter des Bauamts, von wem denn sonst! Als es mal wieder darum ging, in einer anderen Angelegenheit das vertraglich vereinbarte sowie von der GPA zuvor geprüfte (also der von mir aufgestellte Ing.vertrag natürlich, was denn sonst) Honorar einzutreiben!

    Zurück zu Dr. Michael Diener bzw. zum oben wiedergegebenen Zitat:
    Das ist selbst im Geschäftsleben bzw. ganz allgemein bei zwischenmenschlichen Beziehungen im Sinne von „Vorgesetzter/Arbeitgeber vs. abhänggig Beschäftiger/Arbeitnehmer“ ein ABSOLUTES Nogo, weshalb ich Sie sehr darum bitte, Dr. Michael Diener in ggf. einem weiteren Offenen Brief zum sofortigen Rücktritt aufzufordern. Also jetzt nur mal bzgl. diesem niederträchtigen Verrat sämtlicher Mitglieder von Gnadau UND sämtlicher Mitglieder der evang. Allianz ungeachtet dessen, dass es möglicherweise gar keine offiziellen Mitglieder geben könnte, was sich meiner Kenntnis derzeit entzieht.

    Ein Ausdruck dieses Kommentars geht spätestens morgen nach Kassel verbunden mit der Bitte, den o. g. zweiten Offenen Brief nach Möglichkeit von der am 23. Jan. 2016 in Kassel gebildeten Fortsetzungsgruppe gemeinsam zu verfassen und von den 10 damit beauftragen Personen zu unterzeichnen. Wie gesagt, es geht lediglich um dieses absolute Nogo im zwischenmenschlichen Bereich des Zusammenlebens und nicht um die anderen, unbiblischen Ansichten des Herrn Dr. Diener.

    Abschließend möchte ich Ihnen, lieber Herr Parzany (und mir) Rö. 8, 38-39 zusprechen: Nichts aber auch gar nichts kann Sie (und mich) von Gottes Liebe in Jesus Christus, Ihrem (und meinem) hoffentlich bald wiederkommenden HErrn trennen bzw. scheiden außer Ihr(und mein) erklärter eigener Wille — bitte nehmen Sie das schon jetzt für sich persönlich, was auch immer auf Sie zukommen mag verbunden mit dem Hinweis, dass ich weiß, von was ich schreibe, nachdem ich in der letzten Zeit aufgrund wiederholt mein bis zum 31. Jan. 2015 komplett gestohlenes Leben bedrohend (zuletzt am Sa, 23. Jan. – dann am 17. Jan. – dann am 29. und 30. Dez. sowie am 4. Jan. sowie last but not least die brutale Folterung vom 13. April bis etwa Ende Okt. 2015 um Jesu Willen, weil mir doch der Gegenspieler beim völligen Sprachverlust in dieser Zeit vorgegaukelt hatte, dass ich die Hoffnung und Perspektive auf ein Leben nach dem Tod verloren hätte!) bzw. halt vorsätzlich vollends zerstören wollend mich nun darauf eingestellt habe, hoffentlich bald bzw. möglichst in den nächsten Wochen oder Monaten diesen vor 2000 Jahren bekanntlich Allerverachtetsten endlich, endlich sehen zu wollen (natürlich unter der Beachtung, dass es im Totenreich nun mal keine Dimension „Zeit“ gibt, gar keine Frage) sowie dann endlich dieses mir im Prinzip zeitlebens (!) oftmals vorsätzlich unfassbar leidvoll Zugefügte bis hin zur ganz brutalen Hineinpressung in die Introvertiertheit Mitte der 70er Jahre im Grundschulalter als wohlgemerkt etwas mehr als „normal“ extravertierte Person (HSP!) …..

    Gott möge Sie sowie ggf. Ihre Frau bzw. Familie reichlich segnen mit 4. Mo. 6, 24-26 sowie beschützen in Anlehnung an Psalm 91, von A bis Z — das wünscht Ihnen von ganzem Herzen Ihr in Jesu Liebe verbundener

    AndreasK

  16. Zunächst der Wortlaut von http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/parzany-begruesst-entschuldigung-dieners-aber-irritationen-bleiben-93512.html rüberkopiert, dann die Stellungnahme von Ulrich Parzany:

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    Stellungnahme – 28. Januar 2016
    Parzany begrüßt Entschuldigung Dieners, aber Irritationen bleiben

    Kassel (idea) – Der Vorsitzende des „Netzwerkes Bibel und Bekenntnis“, der Evangelist Ulrich Parzany (Kassel), hat die persönliche Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener (Kassel), vom 28. Januar begrüßt. Darin bedauert Diener, dass seine Äußerungen zum Bibelverständnis und zu ethischen Fragen „in der pietistisch-evangelikalen Welt tiefgehende Verwerfungen und Irritationen“ ausgelöst haben. Er hatte in Interviews gefordert, die Evangelikalen sollten neu über Mission und Politik denken. Im Blick auf das Thema Homosexualität äußerte er den Wunsch, dass auch Christen, die ihre Homosexualität praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden sein können. Das hatte teils heftigen Widerspruch ausgelöst und die evangelikale Bewegung an den Rand einer Spaltung gebracht. Seine Äußerungen seien im pietistisch-evangelikalen Raum teils als unangemessene, öffentliche Kritik verstanden worden, so Diener. Er bitte die Menschen, „die ich dadurch verletzt habe, ausdrücklich um Entschuldigung“, schreibt der Theologe, der im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) ist.

    Parzany: Spricht Diener als Privatperson oder als Allianzvorsitzender

    Parzany erklärte auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, diese Entschuldigung sei „sehr zu respektieren“. Er stimme Diener zu, „dass wir die notwendigen inhaltlichen Diskussionen, gerade auch zu Hermeneutik und Sexualethik“, führen müssen. Parzany: „Ich begrüße, dass das in den kommenden Wochen auch in der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz geschehen wird.“ Er hoffe auf klärende Stellungnahmen dieser Gremien. Dass diese Diskussion „sachorientiert“ geführt werde, halte er für selbstverständlich. Irritiert zeigte sich Parzany darüber, dass es von Seiten des Geschäftsführenden Vorstands der Deutschen Evangelischen Allianz zunächst geheißen habe, es sei nicht sinnvoll, „mit ständigen Zwischenerklärungen die öffentlichen Debatten am Kochen zu halten“. Nun habe Diener aber doch eine Persönliche Erklärung abgegeben. Unklar sei, ob er sich darin als Privatperson oder als Allianzvorsitzender geäußert habe: „Genau diese Unklarheiten schaffen die Irritationen.“

    Netzwerk Bibel und Bekenntnis bittet um Gespräche

    Laut Parzany hat das Netzwerk Bibel und Bekenntnis auch um Gespräche mit der Allianz und dem Gnadauer Verband gebeten. 65 Evangelikale hatten das Netzwerk am 23. Januar als Reaktion auf die Äußerungen Dieners gegründet. Im einstimmig verabschiedeten Kommuniqué der Gründungsversammlung heißt es: „In vielen Gemeinden und Gemeinschaften herrscht Verwirrung und besteht Besorgnis darüber, welchen Kurs führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung steuern. Es fehlt an deutlichem Widerstand gegen Entscheidungen von Kirchenleitungen und Synoden, die Bibel und Bekenntnis widersprechen. Das betrifft aktuell die Segnung und kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren, die kirchliche Förderung der Gender-Ideologie und Verlautbarungen zum interreligiösen Dialog.“

    ________________________________________
    Und nun die Stellungnahme von Ulrich Parzany dazu, siehe http://www.idea.de/spektrum/detail/stellungnahme-zur-persoenlichen-erklaerung-von-dr-michael-diener-93510.html :

    Stellungnahme zur persönlichen Erklärung von Dr. Michael Diener

    Den Aussagen in der Tageszeitung „Die Welt“ und dem Medienmagazin „pro“ des Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Pfarrer Michael Diener, widersprach in einem Offenen Brief der langjährige proChrist-Hauptredner, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Daraufhin entwickelte sich eine öffentliche Debatte. Am 23. Januar hatte Parzany 65 Repräsentanten aus Landes-und Freikirchen nach Kassel eingeladen. Dort wurde ein „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ gegründet, dessen Sprecher Parzany ist. idea dokumentiert seine Stellungnahme zur Erklärung von Michael Diener:

    Michael Diener hat in seiner heutigen persönlichen Erklärung bedauert, dass durch seine Äußerungen in der Presse „in der pietistisch-evangelikalen Welt tiefgehende Verwerfungen und Irritationen entstanden“ sind. Es ist sehr zu respektieren, dass er die Menschen, die das „als unangemessene, öffentliche Kritik“ verstanden hätten, um Entschuldigung bittet.

    Stellungnahme zur persönlichen Erklärung von Dr. Michael Diener
    Den Aussagen in der Tageszeitung „Die Welt“ und dem Medienmagazin „pro“ des Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Pfarrer Michael Diener, widersprach in einem Offenen Brief der langjährige proChrist-Hauptredner, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Daraufhin entwickelte sich eine öffentliche Debatte. Am 23. Januar hatte Parzany 65 Repräsentanten aus Landes-und Freikirchen nach Kassel eingeladen. Dort wurde ein „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ gegründet, dessen Sprecher Parzany ist. idea dokumentiert seine Stellungnahme zur Erklärung von Michael Diener:
    Michael Diener hat in seiner heutigen persönlichen Erklärung bedauert, dass durch seine Äußerungen in der Presse „in der pietistisch-evangelikalen Welt tiefgehende Verwerfungen und Irritationen entstanden“ sind. Es ist sehr zu respektieren, dass er die Menschen, die das „als unangemessene, öffentliche Kritik“ verstanden hätten, um Entschuldigung bittet.

    Ich bin mit Michael Diener der Meinung, „dass wir die notwendigen inhaltlichen Diskussionen, gerade auch zu Hermeneutik und Sexualethik“ führen müssen. Ich begrüße, dass das „in den kommenden Wochen auch in der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz geschehen“ wird. Dass diese Diskussion „sachorientiert“ geführt wird, halte ich für selbstverständlich. Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass inhaltliche Positionen von Personen vertreten werden und man sich mit ihnen auseinandersetzen muss.

    Ich bekam heute vom Generalsekretär der DEA die Mitteilung: „Wir haben gestern im Geschäftsführenden Vorstand natürlich intensiv über die entstandene Lage geredet. Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass wir die Sachlage in Ruhe und ausführlich in der Sitzung des Hauptvorstandes miteinander besprechen müssen. Dort gehört das hin. Es erscheint uns nicht sinnvoll, mit ständigen Zwischenerklärungen die öffentlichen Debatten am Kochen zu halten. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, auch jetzt nach der Geschäftsführenden Vorstandssitzung keine weitere öffentliche Erklärung abzugeben, außer der, dass das im März besprochen wird.“

    Nun hat Dr. Michael Diener als Präses des Evangelischen Gnadauer Verbandes und als der Vorsitzende der DEA doch eine Persönliche Erklärung abgegeben. Darin geht er auch auf die an ihm geäußerte Kritik inhaltlich ein: „Weiter betone ich, dass ich zu keinem Zeitpunkt eine ‚subjektivistische oder die Wahrheit der Heiligen Schrift relativierende‘ Bibelauslegung vertreten habe.“ Hat er das jetzt nur als Person und nicht als Vorsitzender der DEA gesagt, die doch keine Zwischenerklärungen abgeben will. Genau diese Unklarheiten schaffen die Irritationen.

    Nun hoffen wir auf die klärenden Stellungnahmen der Mitgliederversammlung des Gnadauer Verbandes und des Hauptvorstandes der DEA. Als „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ haben wir auch um gemeinsame Gespräche gebeten.

    28.1.2016, Ulrich Parzany (Kassel), Vorsitzender des „Netzwerkes Bibel und Bekenntnis“

    1. DRINGENDES GEBETSANLIEGEN „2. Offener Brief an Dr. Diener“ !!!

      Dass es vom „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ bis jetzt noch keine Rücktrittsforderung an Dr. Michael Diener gibt, wie in meinem am 26. Jan. 2016 um 18:02 Uhr bei http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=1096#comment-1639 geschriebenen Kommentar anhand des Zitats aus dem Offenen Brief von Ulrich Parzany an Dr. Diener vom 16. Dez. 2015 („Du hast die Evangelikalen öffentlich kritisiert, deren Sprecher Du als Präses von Gnadau und Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz ja bist.“) unmissverständlich aufgezeigt wurde, zeigt lediglich, dass diese selbstredend bereits in Bearbeitung ist, jedoch wegen der nun mal zwingend erforderlichen, fundierten Begründung nicht einfach so aus dem Ärmel geschüttelt werden kann und schon gar nicht darf. Schließlich ist es unabdingbar, dass dieser leider zwingend notwendige, weitere Offene Brief von sämtlichen im Kommuniqué – siehe mein Kommentar http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=1096#comment-1587 vom 24. Jan. 2016 um 12:25 Uhr – genannten Personen der Fortsetzungsgruppe des „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ nicht nur gebilligt, sondern auch mit deren Unterschrift versehen so bald als irgend möglich veröffentlicht wird:

      1. Pfr. Ulrich Parzany (Leitung)
      2. Sr. Heidi Butzkamm
      3. Pfr. Dr. Tobias Eißler
      4. Gemeinschaftspastor Martin Grünholz
      5. Prof. Dr. Rolf Hille
      6. Pfr. Johannes Holmer
      7. Pfr. Ulrich Rüß
      8. Pfr. Dirk Scheuermann
      9. Rektor Dr. Rolf Sons
      10. Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter

      Hiermit werden alle Leser dieses Kommentars, welche bereits eine Zusage Rö. 8,16 haben, aufgefordert, anhaltend um die Leitung des Hl. Geistes bei der Formulierung sowie der schnellstmöglichen Zustimmung der oben erwähnten Mitglieder der Fortsetzungsgruppe, aber auch um Weisheit bzgl. des günstigsten Zeitpunkts der Veröffentlichung sowie last but not least um strikte Geheimhaltung des Wortlauts bis zur Veröffentlichung beten zu WOLLEN.

      Bitte gebt dieses Gebetsanliegen aufgrund der baldigen Notwendigkeit der Veröffentlichung des weiteren so schnell wie irgend möglich euren Geschwistern in Jesus Christus in euren Gemeinden sowie über Mail zur Kenntnis. Dazu könnt ihr euch auch gerne über das Kontaktformular http://www.efk-riedlingen.de/kontaktformular.php an den in den 80er Jahren in Schorndorf östlich von Stuttgart unter dem damaligen Dekan Rolf Scheffbuch ordinierten evang. Pfarrer Tscharntke wenden, welcher euch dann eine PDF dieses Kommentars hier zur Verbreitung zusendet (bitte in den Betreff des Kontaktformulars lediglich „PDF Gebetsanliegen 2. Offener Brief an Dr. Diener“ reinschreiben bzw. ggf. von hier kopieren).

      Bitte nehmt auch die weiteren dringenden Gebetsanliegen wie in meinem Kommentar vom 29. Jan. 2016 um 14:34 Uhr in den beiden von idea rüberkopierten Artikeln http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/parzany-begruesst-entschuldigung-dieners-aber-irritationen-bleiben-93512.html bzw. der Stellungnahme von Ulrich Parzany http://www.idea.de/spektrum/detail/stellungnahme-zur-persoenlichen-erklaerung-von-dr-michael-diener-93510.html ersichtlich so schnell wie irgend möglich auf eure Gebetslisten!

      Euch allen schon mal ein herzliches „Vergelts Gott“ für eure anhaltenden, fürbittenden Gebete, aber auch für eure Mithilfe als Multiplikatoren. Gott möge euch reichlich segnen und beschützen.

      1. Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht:
        Warum soll Michael Diener zurücktreten? Es steht sicherlich die Mehrheit im Vorstand der EAD hinter ihm. So wird doch kein Schuh daraus.
        Das Irritierende an der momentanen Situation ist doch etwas ganz anderes:
        Wenn Michael Diener sich äussert weiss man in der Regel nicht, ob als Michael Diener oder als Vorstand der EAD. Dies sollte aber der Vorstand der EAD einfordern und mit Herrn Diener klarstellen.In der EAD gibt es zu vielen Aussagen von Michael Diener andere Meinungen. Warum melden sich diese Leute dann nicht zu Wort abweichend zu den so gut geschriebenen Kollegialprinzip durch Pastor Tscharntke? Man hört so gut wie keine abweichende Aussagen von Vorstandsmitgliedern der EAD. Es muß sich in diesem Gremium etwas grundlegend ändern
        Was ich damit sagen will ist, dass die Kritik am Vorstand der EAD zu üben ist, der Michael Diener diesen Freiraum lässt. Mit einem Rücktritt von Michael Diener ändert sich gar nichts. Deshalb muß diese Kritik an die gesamte Leitung der EAD gehen und der Freiraum geschaffen werden, dass sich Leute auch öffentlich bei anderen Auffassungen wie Herr Diener hat, äussern
        Ich wünsche mir, dass sich jeder Christ klar äussert und sich zu dem in Liebe bekennt, was er glaubt, ob Vorsitzender oder Pastor oder einfaches Gemeindemitglied. Herr Diener soll auch klar seine Meinung sagen, dass man weiss woran man ist. Unsere Rede sei ja, ja, nein, nein.
        Deshalb macht nur eines Sinn: Alles dafür tun, dass das Netzwerk Bibel und Bekenntnis sich in der EAD etabliert (und sich nicht dort mit einer Rücktrittsforderung gleich unmöglich macht) und viele sich in dieses Netzwerk einbinden lassen und damit Aufmerksamkeit bekommt. Das Gremium hat den eingeschlagenen Weg schon klug eingefädelt

  17. Habe gerade noch die interessante Chronologie der Ereignisse in einem vor zwei Tagen von Lisette bei http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/diener-bedauert-verwerfungen-und-irritationen-83667.html?tx_themadestages_pi1%5Buuid%5D=83667&cHash=b0f7eea21f84c0b5bbeb945f4c58b8fa eingestellten Kommentar zu M. Diener vs. U. Parzany gefunden:

    ===============================================
    Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Bevor die inhaltliche Diskussion nicht abgeschlossen ist, sehe ich diese Entschuldigung nur im Hinblick auf die Form bezogen. Ich nehme sie zwar zur Kenntnis, bezweifle jedoch ihre Ernsthaftigkeit. Ich ordne sie unter die Rubrik: „Taktik“ ein, und zwar voll und ganz. Eine andere Möglichkeit gibt es für mich gar nicht, dazu ließ sie viel zu lange auf sich warten. Am 14.12. gab Dr. Diener das Interview. Der offene Brief von Pfarrer Parzany ist vom 16.12. Keine Reaktion Dr. Dieners! Am 21.12. protestiert die Konferenz Bekennender Gemeinschaften: Keine Reaktion Dr. Dieners! Am 21.12. schlägt Pfarrer Parzany die Gründung eines „Netzwerkes Bibel und Bekenntnis“ vor. Am 22.12. spricht „Gnadau“ seinem Präses das volle Vertrauen aus. Am 22.12. übt der Gemeinschaftsverband Siegerland-Wittgenstein Kritik am Kurs der Gnadau-Leitung. Am 23.12. nennt die Ev. Allianz: Die Norm ist die Bibel. Die weiteren Schlagzeilen bei idea nach dem Jahreswechsel v. 4.-8.1.16 Evangelikale ringen um ihren Kurs; Eine heftige Kontroverse hat die Evangelikale Bewegung auch über den Jahreswechsel beschäftigt; Selten hat eine Kontroverse die evangelikale Bewegung so aufgewühlt; Entsteht ein weiterer evangelikaler Dachverband? 16.1.16: Parzany: Kaum Übereinstimmung in der evang. Kirche; 18.1.16: Der Versuchung neuer Spaltungen widerstehen (Die Konkretisierung von „Zeit zum Aufstehen“ wurde abgelehnt!) Dr. Diener befindet sich weiterhin im gesammelten Schweigeprozess; 22.1.16: EKD-Magazin „chrismon“ übt scharfe Krirtik an Parzany; 23.1.16: Zurück zum Wort Gottes – Keine Spaltung der Evangelikalen; 24.1.16: Kommunique, 25.1.16: Noch ist eine Spaltung abwendbar; 28.1.16 Stellungnahme zur persönlichen Erklärung von Dr. Michael Diener; 28.1.16: Parzany begrüßt Entschuldigung Dieners, aber Irritationen bleiben; 28.1.16: Michael Diener bedauert „Verwerfungen und Irritationen“.- So lange hat es also gedauert, bis Herr Dr. Diener sich zu einer Entschuldigung entschließen konnte, welche sich nur auf die Form, welche sich aber nicht auf die Sache bezog. Da hat er zu lange gewartet, das deutet auf ein Taktieren und Abwarten von Reaktionen hin. In der Sache ist die Geschichte noch offen. „Seine“ Verbände dürfen da auch nicht aus der Verantwortung genommen werden. Der Ball ist bei ihnen. Der Worte sind genug gewechselt. Die Leute wissen, worum es geht und was auf dem Spiel steht. Sie können ihre Hände hinterher nicht in Unschuld waschen.
    ===============================================

  18. Eine weitere, äußerst bedenkliche Meldung bzgl. der warum auch immer (ganz bewusst?) falsch verstehen WOLLENDEN Ökumene findet sich bei http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/katholische-kritik-an-der-rheinischen-kirche-begruesst-93569.html

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    Pastor Ulrich Rüß – 04. Februar 2016
    Katholische Kritik an der rheinischen Kirche begrüßt

    Hamburg (idea) – Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften teilt die Kritik aus der katholischen Kirche am Beschluss der Evangelischen Kirche im Rheinland, künftig homosexuelle Partnerschaften zu trauen. Der Weihbischof des Erzbistums Köln, Dominikus Schwaderlapp, hatte gegenüber der Tageszeitung „Rheinische Post“ geäußert, die Entscheidung erschwere die ökumenischen Beziehungen. Der Beschluss sei „zumindest kein Schritt zueinander, sondern etwas, das einen Graben eher etwas vertieft“. Der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), dankte Schwaderlapp in einem Brief für seine Kritik. Darin heißt es: „Ganz offensichtlich treffen evangelische Leitungsgremien bibelferne Entscheidungen ohne Rücksicht auf die Treue zum Bekenntnis und zu dem, was die Einheit der Kirche fördert.“

    Von der Begrüßungsökumene zur Bekenntnisökumene

    Die gegenwärtige Praxis der Ökumene greife zu kurz: „Eine nette ökumenische Begrüßungspraxis mit freundlichen Reden nimmt den wachsenden Dissens und das Ringen um die Einheit nicht ernst.“ Notwendig sei ein Wandel „von einer schaufensterhaften Begrüßungsökumene zu einer wahren Bekenntnisökumene“. Rüß übermittelte Schwaderlapp die Salzburger Erklärung, die auf dem 6. Ökumenischen Bekenntniskongress im September vergangenen Jahres verabschiedet worden war. Das Papier wendet sich gegen die Propagierung der Abtreibung als „Menschenrecht“, gegen legalisierte aktive Sterbehilfe und die Erweiterung der traditionellen Ehe durch die „Homo-Ehe“. Kritik übt die Erklärung auch an der Gender-Ideologie, die behauptet, dass es nicht nur Mann und Frau gibt, sondern zahlreiche geschlechtliche Orientierungen. Sie bekämpfe Heterosexualität, Ehe und Familie. Zu den Erstunterzeichnern gehören zwei emeritierte Kardinäle, der frühere Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, und sein Schweizer Amtskollege, Henri Kardinal Schwery (Sitten). Auch 17 aktive katholische, evangelische, orthodoxe, anglikanische und sechs ehemalige evangelische Landesbischöfe haben unterschrieben, etwa die (katholischen) Bischöfe Heinz Josef Algermissen (Fulda), Gregor Maria Hanke (Eichstädt), Wolfgang Ipolt (Görlitz) sowie Rudolf Voderholzer (Regensburg) und die evangelischen Bischöfe im Ruhestand Eduard Berger (Radebeul), Heinrich Herrmanns (Memmingen), Werner Leich (Eisenach), Gerhard Maier (Tübingen), Gerhard Müller (Erlangen) und Ulrich Wilckens (Lübeck).
    ———————————————————-

    Zudem (zum Nachdenken): Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so richtig zum Thema zu passen scheint bzw. ich wollte den Liedtext gar nicht hier einkopieren, sondern hatte ihn halt noch im Speicher:

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    Das Kleine Kreuz Lyrics (c) Manfred Siebald

    Das kleine Kreuz an deinem Hals, das steht dir gut,
    man sieht es, wie es zwischen Knopf und Kragen blinkt.
    Es müssen ja nicht immer Perlen sein,
    oft tut es auch ein Kreuz, das so an einem Kettchen schwingt

    Was ist mit dem Kreuz passiert,
    wer hat es blank poliert?
    Wer hat es klein gemacht, handlich und süß?
    Was ist mit dem Mann geschehn,
    wer hat den Mann gesehn
    der sich für alle dort kreuzigen ließ?

    Das kleine Kreuz an deinem Hals, das trägt sich gut,
    nicht so wie das, an dem einst Jesus Schweiß vergoß.
    Da ist kein Dreck mehr dran und nichts mehr von dem Blut,
    das dort für dich und mich und unsre Schulden floss.

    Was ist mit dem Kreuz passiert,
    wer hat es blank poliert,
    wer hat es klein gemacht, handlich und süß?
    Was ist mit dem Mann geschehn,
    wer hat den Mann gesehn,
    der sich für alle dort kreuzigen ließ?

    Das war nicht prunkvoll als er starb, das war nicht schön,
    das war für unsre Augen eher ärgerlich.
    Doch Jesus musste in die tiefste Tiefe gehen,
    damit wir selbst nicht gehen müssen, du und ich.

    Was ist mit dem Kreuz passiert,
    ist es so blank poliert,
    weil du nicht wissen willst, was dort geschah?
    Was ist mit dem Mann geschehn,
    hast du ihn angesehn,
    wie er am Kreuz hing, für dich hing er da!

    Und alles das, was du noch heut am Halse hast,
    das nagelte man da am Kreuze mit ihm fest.
    Denn dein Versagen hing an ihm und deine Last,
    du wirst sie los sein, wenn du sie ihm überläßt.

    Das ist da am Kreuz passiert,
    da wird es garantiert,
    das, wenn du willst dich von Gott nichts mehr trennt.
    Das ist da am Kreuz geschehn
    und das kann jeder sehn,
    wenn er in Jesus den Sohn Gottes kennt.

  19. Soeben bei http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/kirchliche-landschaft-wird-sich-massiv-veraendern-93624.html?tx_newsideade_pi1%5Buuid%5D=93624&cHash=9c496561946f2415ec780133a3b5f77a entdeckt (es handelt sich um den ersten Kommentar ganz unten):

    ===============================================
    HeikeM vor 1 Tag
    Michael Herbst gehört zu den 40 Unterzeichnern der Briefes zur Stärkung der Position von Michael Diener gegen Parzany. Insoweit weiß ich nicht, was er uns in diesem Artikel hier sagen will und wie ich das einordnen soll. Unter- und Niedergangsszenarien haben wir genug gehört. Guten Morgen – es ist Zeit zum Aufstehen.
    ===============================================

    Frage an alle Leser:
    Wurde dieser „Brief zur Stärkung der Position von Michael Diener gegen Parzany“ irgendwo im Internet veröffentlicht und falls ja, wo bzw. dann bitte hier bei „Kurz bemerkt“ den Link einstellen. Vielen Dank schon mal.

    1. Ergänzend zu meinem Kommentar von 23:18 Uhr möchte ich noch den Kommentar des sogenannten Sonnenkönigs (!) im gleichen idea-Beitrag rein zur gelegentlichen Kenntnis wiedergeben:

      ===============================================
      solrex vor 13 Stunden
      Ob es wohl auch noch Gottesdienste geben wird, wo Gottes Wort verkündigt wird, wo Menschen zu Umkehr und Buße gerufen werden? Welch ein Niedergang!
      ===============================================

    2. Zu meiner Frage im obigen Kommentar vom 11. Feb. um 23:18 Uhr:

      Wichtiger als diesen Link finde ich das, was die m. E. sich noch auf dem „Boden des Evangeliums“ befindlichen Organisationen wie z. B. der Sächsische Gemeinschaftsverband unter http://www.lkgsachsen.de/40-allgemeine-inhalte/startseite/646-wort-des-vorstandes.html zum Thema schreibt…

      Ansonsten: Zum Schmunzeln, gefunden auf der heutigen EFK-Startseite:

      Wenn ihr einander beißt und fresst,
      so habt Acht, dass ihr nicht voneinander aufgezehrt werdet!
      Galater 5,15

  20. ich weiß, der thread ist nicht mehr ganz aktuell, aber es juckt mich doch sehr, mich an der Diskussion zu beteiligen.

    1) Bitte versucht, etwas präziser mit dem Begriff „Homosexueller“ umzugehen. Man kann darunter die bloße Neigung (medizinisch: „Sexualpräferenz“) als auch die tatsächliche Aktivität verstehen. Es sollte selbstverständlich sein, dass niemandem wegen seiner „Sexualpräferenz“ die Mitarbeit in der Gemeinde verweigert werden soll (meiner Meinung nach gilt das auch für leitende Funktion).

    2) Zur statistischen Korrelation zwischen Pädophilie und Homosexualität: selbstverständlich sollten in der Jugendarbeit keine pädophilen Mitarbeiter tätig sein. Aber bitte prüft, ob die Korrelation zwischen Pädophilie und Homosexualität wirklich stark genug ist um eine Diskriminierung Homosexueller zu rechtfertigen. Um das Argument ad absurdum zu treiben: meines Wissens nach ist auch männliches Geschlecht mit Pädophilie korreliert. Niemand würde daraus ableiten, dass man Männer keine Jugendarbeit machen lassen dürfte.

    1. Lieber Matthias, es läßt sich nicht immer in jedem Beitrag alles bis in letzte nochmals differenzieren. Selbstverständlich ist zwischen sexueller Neigung und sexueller Praxis zu unterscheiden. Andererseits gilt auch hier das Wort Jesu sinnentsprechend: „Wer eine Frau ansieht ihrer zu begehren, der hat schon die Ehe gebrochen in seinem Herzen“. Gott sieht das Herz an und nicht allein die Tat. Bei aller wahrhaftigen Differenzierung muß auch das bedacht sein.
      Um eine „Diskriminierung“ Homosexueller sollte es auf dieser Seite niemandem gehen. Ad absurdum führt sich Dein Gedanke allerdings tatsächlich, daß Pädophilie mit dem männlichen Geschlecht korreliert etc.. Denn nicht das männliche Geschlecht an sich neigt zur Pädophilie, sondern eben seine homosexuelle Fehlentwicklung. Und daß es hier deutliche Korrelationen – um Deinen Begriff zu verwenden – gibt, das zeigt schon allein das Beispiel der Grünen! Namen, die wohl zahlreich zu nennen wären, muß ich hier nicht aufführen.

  21. Lieber Jakob,

    ich freue mich, dass Du auf Mt 5:28 verweist, ich hatte mir überlegt, das in meinem Beitrag auch zu tun. Wir kämen ja nicht auf die Idee, jemandem die Mitarbeit in der Gemeinde zu verweigern, nur weil es ihm nicht gelingt, sein heimliches außereheliches Begehren vollständig zu unterdrücken. Entsprechend sollten wir aufpassen, dass sich niemanden allein wegen seiner homosexuellen Neigung von der Gemeinde ausgeschlossen fühlt. In anderen Worten: als jemand, dem es selbst nicht gelingt, sich gemäß Mt 5:28 korrekt zu verhalten, sollte ich mich allenfalls demütig über die Homosexualität meiner Mitbrüder äußern (siehe Mt 7:3).

    Mein Argument zur Korrelation mit Pädophilie hat Dich offensichtlich nicht überzeugt. Du sagst „nicht das männliche Geschlecht an sich neigt zur Pädophilie, sondern eben seine homosexuelle Fehlentwicklung“. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich hier wirklich verstehe. Ich sehe hier zwei verschiedene Ebenen: zum einen die rein deskriptive, wertfreie Beschreibung der mathematischen Korrelation (und in diesem Sinne korrelieren sowohl männliches Geschlecht als auch Homosexualität mit dem Vorliegen pädophiler Neidungen), zum anderen die Wertung vor dem Hintergrund dessen, was wir als Willen Gottes sehen. Im ersten Fall geht es einzig um die Frage, ob die statistische Korrelation zwischen homosexueller und pädophiler Neigung groß genug ist, um zu befürchten, dass schutzbefohlene Kinder einem höheren Risiko pädophiler Übergriffe ausgesetzt sind, wenn die Gemeinde homosexuelle Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit hat. Glaubst Du das?

    1. Lieber Matthias, wir sollten uns als Sünder nie über andere stellen. Denn wir alle brauchen täglich die Gnade und die vergebende Barmherzigkeit Gottes. Der Hinweis auf Matthäus 5,28 ist wichtig um vor Augen zu haben, daß eben schon das Begehren dessen, was gegen Gottes Ordnung und Gebot ist, Sünde ist. Dennoch muß man um der Wahrhaftigkeit willen durchaus unterscheiden zwischen dem Mann, der eine fremde Frau ansieht, sie zu begehren – der hat zwar schon die Ehe gebrochen in seinem Herzen – sagt Jesus. Es ist also im konkreten Falle Sünde. Dennoch müssen wir festhalten: Daß ein Mann eine Frau begehrt, bewegt sich grundsätzlich im Rahmen der Schöpfungsordnung Gottes.
      Daß dagegen ein Mann einen Mann oder eine Frau eine Frau begehrt, bewegt sich ganz unabhängig vom konkreten Einzelfall ganz grundsätzlich außerhalb der Schöpfungsordnung Gottes und steht ganz grundsätzlich unter dem Gericht Gottes – hier ist auch noch Römer 1 hinzuziehen und erst zu nehmen. So gilt zwar, daß jede Sünde Sünde ist. Und doch ist eben nicht jede Sünde gleich. Es ist eben nur über die homosexuelle Sünde gesagt, daß sie in sich schon das Gericht Gottes trägt. Der neue „evangelikale“ Weg a la Michael Diener & Co., mit dem Verweis auf andere Sünden die homosexuelle Sünde relativieren und verharmlosen zu wollen, ist definitv nicht biblisch.
      In diese Richtung nehme ich mit deutlich ungutem Gefühl auch Deinen zweiten Abschnitt war. Uns interessieren in der Gemeinde Jesu, um es mal flapsig zu sagen, keine „mathematischen Korrelationen“. Deinen Hinweis, daß Pädophilie grundsätzlich mit dem männlichen Geschlecht korreliere, empfinde ich als ebenso unwahrhaftigen Versuch, alle Männer unter den Generalverdacht der Pädophilie zu stellen und damit im Umkehrschluß die pädophilen Neigungen unter Homosexuellen zu relativieren. Dazu: Ja, es gibt eindeutige Untersuchungen, die eine besondere Häufigkeit pädophiler Neigungen bei Homosexuellen belegen. Womit der Umkehrschluß sicher nicht zulässig ist, daß jeder Homosexuelle auch pädophile Neigungen habe.

      1. Lieber Jakob,

        die Diskussion um die „mathematischen Diskussionen“ habe ich angezettelt, weil ich weiter oben im Thread die für mich zunächsteinmal befremdliche Forderung gelesen habe, man solle Homosexuellen die Mitarbeit insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit wg. der Assoziation zwischen Homosexualität und Pädophilie verweigern. Aber wir können diesen Punkt gerne beenden, denn die anderen Punkte, die Du ansprichst, sind wohl grundsätzlicher.

        Ich stimme mit Dir überein, dass es sehr unterschiedliche Schweregrade von Sünden gibt. Intuitiv empfinde ich Homosexualität eher als harmlos, da sie zumindest keinem Dritten schadet. Aber selbstversändlich kann meine Intuition nicht Maß aller Dinge sein und wir stimmen sicher überein, dass die Kirche zunächst nach dem Wort Gottes fragen muss.

        Verstehe ich Dich richtig, dass Du stilles homosexelles Verlangen als eine schwerere Sünde siehst als den in Mt. genannten „Ehebruch im Herzen“? Würdest Du homosexuelle Handlungen im Rahmen einer verbindlichen homosexuellen Partnerschaft als schlimmer empfinden als einen realen Ehebruch?

        Deine biblische Begründung würde mich sehr interessieren, dazu unten noch mehr. Zunächst noch meine spontane Meinung zu Deinem Argument mit der „Schöpfungsordnung“. Ich glaube, dass es sehr problematisch ist, wenn wir aus einer vermuteten Schöpfungsordnung moralische Urteile ableiten. Ein paar Beispiele: Zur Schöpfungsordnung gehört es, dass Vögel fliegen und Menschen nicht. Ist es unmoralisch, mit dem Flugzeug zu fliegen? Gehört es zur Schöpfungsordnung, dass ein Mensch zwei Beine hat? Und wenn ja, ist dann eine Beinamputation aus medizinischen Gründen unmoralisch? Bitte versteh mich nicht falsch. Ich möchte Dein Argument nicht lächerlich machen, aber ich möchte wissen, wo Du die Grenze ziehst. Warum Du glaubst, dass manche Ordnungen selbstverständlich Ausnahmen erlauben, andere hingegen nicht?

        Jetzt zur Bibel. Eindeutige Stellen kenne ich in Leviticus und in den Paulusbriefen, die kann man nicht wegdiskutieren. Aber ich finde nichts dazu in den 10 Geboten und ich finde vor allem keine Aussage Jesu dazu, was für mich ein Indiz dafür ist, dass die Homosexualität an sich kein großes Anliegen Jesu war. Was ist für Dich der biblische Hinweis darauf, dass der Schweregrad der Homosexualität vergleichbar ist z.B. mit einem Ehebruch?

        1. Lieber Matthias, wir werden die Diskussion über dieses Thema mit meiner letzten und abschließenden Antwort zum Abschluß bringen. Deine Art der „Argumentation“ zeigt ein deutliches und schon angesprochenes Bemühen um ein Zerreden des eindeutigen biblischen Befunds. Zunächst hast Du mehrere Dinge richtig erkannt: Auf dein Empfinden kommt es nicht an, sondern auf die Aussagen des Wortes Gottes. Und die sind eindeutig. Zur weiteren Detaildiskussion verweise ich Dich auf die entsprechenden Orientierungen zur Homosexualität. Die findest Du unter „Aktuelle Themen“. Ja, homosexuelles Verlangen ist nach Aussagen der Schrift eine größere Sünde als der „Ehebruch im Herzen“, da das erste grundsätzlich gegen die göttliche Schöpfungsordnung gerichtet ist. Daß Du den Hinweis auf die Schöpfungsordnung zu zerreden suchst, spricht Bände. Selbstverständlich versuchst Du mit Deinen an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen den Hinweis auf die Schöpfungsordnung lächerlich zu machen.
          Von derselben mehr als zweifelhaften Qualität sind Deine Hinweise im letzten Absatz, wo Du überall in der Bibel nichts zur Homosexualität findest. Es wird einen Richter wenig interessieren, in welchen Gesetzestexten- und sammlungen Du nichts Mord findest. Es wird ihm reichen, wenn er Dir eine Stelle nennen kann, die Dich, wenn Du einen Mord begangen hast, als Mörder verurteilt. Auf diesem Niveau bringt eine Fortsetzung des Austauschs nicht. Zu letztgenanntem Hinweis empfehle ich Dir ein gründliches Studium meiner Ausführungen zur Frauenordination, die Du ebenfalls bei den Orientierungen unter „Aktuelle Themen“ findest. Dort bin ich auf exakt diese Art von „Argument“ eingegangen und überhaupt auf die Parallelen zwischen bibelwidriger Frauenordination und Anerkennung homosexueller Beziehungen.

  22. Lieber Jakob,

    ich kann es Dir nicht verdenken, wenn Du die Diskussion mit mir beenden willst. Wir kennen uns nicht, wie das halt in einem Internet-Blog so ist, und ich habe Positionen geäußert, von denen ich wusste, dass Du sie nicht teilst.

    Ich mache dies aber nicht einfach, weil ich streitlustig bin, sondern weil ich ein aufrichtiges Interesse an der Wahrheit habe und von Deiner Ernsthaftigkeit überzeugt bin. Du vertrittst die Auffassung, dass „homosexuelles Verlangen nach Aussagen der Schrift eine größere Sünde als der „Ehebruch im Herzen“ [ist], da das erste grundsätzlich gegen die göttliche Schöpfungsordnung gerichtet ist.“. Diese Position habe ich schon von anderen Christen gehört, die mir ebenfalls einen sehr ernsthaften Eindruck gemacht haben, daher möchte ich wirklich verstehen, wie man zu so einer Aussage kommen kann. Ich bin kein Theologe, daher kenne ich die zu diesem Thema wahrscheinlich schon ins letzte Detail geführte Diskussionen nicht, ich wollte einfach im direkten Kontakt eine Antwort provozieren, die mich überzeugt.

    Deine letzte Antwort zeigt mir, dass Du offensichtlich nicht ganz verstanden hast, um was es mir geht. Es ging mir um die Frage: wie kann man BIBLISCH begründen, dass „homosexuelles Verlangen nach Aussagen der Schrift eine größere Sünde als der „Ehebruch im Herzen“ ist. Du verweist auf die Schöpfungsordnung. Der Begriff „Schöpfungsordnung“ kommt so nicht in meinen Bibelübersetzungen vor, hebräisch kann ich nicht, griechisch nur ein wenig. Ich möchte mich nicht über die Schöpfungsordnung lustig machen (auch ich danke unserem Herrn für die Wunderbarkeit seiner Schöpfung), ich möchte nur verstehen, wie man mit einem schlichten Verweis auf die Schöpfungsordnung die Gebote Gottes gegeneinander aufwiegen kann. „Du sollst nicht ehebrechen“ findet sich nicht nur in den 10 Geboten, sondern auch in verschiedener Form bei Jesus. Ist „ein Fleisch werden“ nicht auch eine von Gott geplante und gesegnete Ordnung die mit einem Ehebruch zerstört wird? Wie man biblisch begründen, dass Gottes Ordnung durch homosexuelles Verlangen stärker bedroht/verletzt wird als durch einen Ehebruch? Hierfür habe ich bislang keine Antwort bekommen.

    1. Lieber Matthias, wenn ich Dich da in Deiner Motivation mißverstanden habe, dann freut mich das natürlich. Denn ein ehrlich Fragender und Suchender ist natürlich allemal eine Antwort wert. Ich möchte Dir trotzdem als Erstes nochmal empfehlen, die „Orientierungen auf dem Weg der Nachfolge“ Nr. 20 zur Frauenordination und die Nummern 30 – 32 zur Homosexualität zu lesen. Da sollten tatsächlich schon die meisten Fragen beantwortet sein.
      Außerdem empfehle ich Dir noch meinen Beitrag vom 10.1.2016 über den Berliner Pfarrer Alexander Garth auf „Kurz bemerkt“: http://www.efk-riedlingen.de/wordpress/?p=1143
      Wenn Du den gelesen hast, dann verstehst Du vielleicht, warum ich auf Deine letzte Antwort etwas scharf reagiert habe. Ich hatte den Eindruck gehabt, bei Dir wehe der Wind aus derselben bibelkritisch hinterfragenden Ecke. Die besondere negative Gewichtung homosexueller Sünde findet Du in den Aussagen von Römer 1, die keinen Zweifel daran lassen, daß Homosexualität in sich schon Ausdruck des „Dahingegebensein“ und damit des bereits im Vollzug befindlichen Gerichtes Gottes ist. Das sagt die Bibel meines Wissens kaum oder nie über eine andere Sünde. Das ist also wirklich eine einzigartige negative Hervorhebung. Was natürlich ganz ausdrücklich nichts daran ändert, daß auch andere Sünde ernstzunehmende und abzulehnende Sünde ist.
      Zur Schöpfungsordnung: Gott hat Mann und Frau füreinander geschaffen. Nahezu alle Stellen der Schrift, die sich differenzierter zur Homosexualität äußern, machen deutlich, daß sich das Urteil Gottes gegen dieses Verlassen der Schöpfungsordnung Gottes in der homosexuellen Beziehung richtet. Die Stellen sind in den genannten Orientierungen aufgeführt. Dazu kommt auch noch Judas 7, wo über die Menschen von Sodom und Gomorrha gesagt wird, daß sie „fremdem Fleisch“ hinterherliefen, nämlich dem gleichgeschlechtlichen. Also einem Fleisch, das ihnen von Gott nicht zugedacht war. Ganz so wie es von den gefallenen Engeln galt, auf die Judas 7 Bezug nimmt, die ihre von Gott zugewiesene Stellung verlassen haben und ebenfalls fremdem Fleisch nachgelaufen sind, nämlich den Töchtern der Menschen.
      Ich wünsche Dir eine gesegnete Passions- und Osterzeit.

  23. Eine sehr gute Stellungnahme zum Thema Michael Diener hat Rudolf Ebertshäuser auf seiner Homepage veröffentlicht.

    „Wie verbindlich ist Gottes Wort? Diener, Parzany und die aktuelle Debatte in der Evangelischen Allianz“.

    Bruder Rudolf Ebertshäuser beleuchtet und analysiert den Vorgang um Diener in einer umfassenden Art und Weise. Hier dürften keine weitere Fragen offen bleiben.

    http://www.das-wort-der-wahrheit.de/news/newsdetail.php?id=88&nid=86

  24. Lieber Matthias,

    Du schreibst: „Ich glaube, dass es sehr problematisch ist, wenn wir aus einer „vermuteten“ Schöpfungsordnung moralische Urteile ableiten.

    Was heißt hier „ich glaube“ – und eine (lediglich?) vermutete Schöpfungsordnung?“ Dein Glaube basiert also auf einer persönlichen aber nicht fundierten Vermutung – dass man aus Gottes Wort keine Ordnung entnehmen kann? Dann sind die 10 Gebote also gestrichen?

    Es ist Dir eine befremdlichen Forderung, man solle Homosexuellen die Mitarbeit insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit wegen der Assoziation zwischen Homosexualität und Pädophilie verweigern. Das sehe ich anders.

    Es geht für Dich um die Frage, ob die statistische Korrelation zwischen homosexueller und pädophiler Neigung groß genug ist, um zu befürchten, dass schutzbefohlene Kinder einem höheren Risiko pädophiler Übergriffe ausgesetzt sind, wenn die Gemeinde homosexuelle Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit hat.

    Da kann ich Dich nicht verstehen. Es geht doch nicht an, diese Frage, die ich für existentiell ansehe, theoretisch auf eine mathematische Korrelation/Formel oder Statistik zu reduzieren. Es betrifft doch zuerst die Kinder, die von ihren Eltern der Gemeinde und deren Mitarbeiter anvertraut werden. Hier tragen die Zuständigen eine „große Verantwortung“ gegenüber den Eltern und dem Gesetzgeber.

    Mitarbeiter haben bei Kindern und Jugendlichen immer auch eine Vorbildfunktion und so können diese Kinder auch in ihrem Denken im biblischen Sinn negativ beeinflusst werden. Das ist gerade das große Problem bei den Sexualerziehungsprogrammen in Kitas und Schulen. Siehe „Demo für Alle“.

    Homosexualität und Pädophilie sind indessen nicht allein nur auf Männer begrenzt, es gibt ja ebenfalls homosexuelle Frauen. Das Letztere wird jedoch meist verschwiegen und tabuisiert.

    * Aus Kanalratten-Manifest (aus dem Autonomen Frauenkalender 1989)

    In den achtziger und wohl auch noch im Laufe der neunziger Jahre existierte in Berlin unter dem Namen „Kanalratten“ eine lesbisch-pädophile Wohngruppe, die das Zusammenleben mit minderjährigen Mädchen und den Vollzug pädosexueller Kontakte mit ihnen zu ihrer Lebensform machte oder machen wollte.
    „Wir definieren weibliche Pädophilie als die Liebe zwischen Mädchen und erwachsenen Frauen, welche freiwillig ist und sexuelle Befriedigung einschliesst. Es ist nicht eine Form der Herrschaft über andere Leute, da es eine Lebensweise ist, in der wir kein Bedürfnis haben, Kinder zu dominieren oder zu besitzen.“

    „Wir wünschen ohne Macht über Kinder zu leben, und ohne die leblose Sexualität der Erwachsenen. Erwachsenen-sexualität bedeutet die Zerstörung des Lebens und der Umwelt. Die Zerstörung der Umwelt geht der Zerstörung der kindlichen Sexualität voran.“ (https://montebasso.wordpress.com/2014/05/27/das-kanalratten-manifest/)

    Wenn nun ein Ratsmitglied der EKD, der Ehrenvorsitzende der DEA, Präses des Gnadauer Verbandes, Pfarrer Dr. Michael Diener eine solche Forderung zur Integration Homosexueller in den Gemeinden in den Raum stellt, muss man sich doch fragen, was und wer hinter diesem Menschen steht.

    Er will ja nun bis Ende 2016 von seinem Amt als Vorsitzender der DEA zurücktreten – er bleibt der DEA aber trotzdem erhalten.

    Aus idea: Der Hauptvorstand der Evangelischen Allianz gab bekannt, dass Michael Diener Ende 2016 als Vorsitzender der Allianz – wie bereits 2015 angekündigt – zurücktritt. Im Streit um theologische Positionen innerhalb der evangelikalen Bewegung hat der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz am 9. März in Bad Blankenburg eine Erklärung verabschiedet. Darin bekräftigt er die bereits 2009 geäußerte Auffassung, dass sich die Allianz gegen die Diskriminierung Homosexueller wendet, aber praktizierte Homosexualität als unvereinbar mit der biblischen Ethik sieht. Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, dass Michael Diener (Kassel) Ende 2016 als Vorsitzender der Allianz – wie bereits 2015 intern angekündigt – zurücktritt.

    „Wir wenden uns ebenso gegen die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der geschlechtlichen Orientierung, auch angesichts der verhängnisvollen Unterdrückung der Homosexuellen im Dritten Reich. Wir begegnen Vertretern einer anderen geschlechtlichen Orientierung mit Respekt und Würde, sehen allerdings praktizierte Homosexualität – wie andere Formen der außerehelichen Sexualität – grundsätzlich als unvereinbar mit der für den christlichen Glauben maßgebenden biblischen Ethik an.“ (der gesamte Text unter http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/deutschen-evangelischen-allianz-auch-bei-kontroversen-beieinander-bleiben.html)

    Wenn man die diversen Stellungnahmen der Gnadauer liest, so herrscht jetzt der Tenor vor, dass Homosexuelle willkommen sind, aber nicht diskriminiert werden dürfen. Es ist jedoch kaum zu kontrollieren ob nun jemand nur homosexuell empfindet oder diese Neigung auslebt.

    Ob Herr Diener wohl auch von einer „vermuteten Schöpfungsordnung“ ausgeht aus der er keine moralischen Urteile ableiten kann?

    Fakt ist jedoch, dass durch die „Evangelikale Bewegung“ ein tiefer und anscheinend unüberbrückbarer Riss geht.

    Und wer am Ende richtet: Es ist der HErr!

    1. Lieber Baldur,

      vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten. U.a. wegen der Osterfeiertage hatte ich eine mehr oder weniger Internet-freie Zeit und komme erst jetzt dazu, Dir zu antworten.

      In dem, was Du geschrieben hast gibt es viele Stellen, die für mich ein Fragezeichen ergeben. Ich kann daher immer nur auf einzelne Aspekte antworten, vielleicht werden in den nächsten Tagen und Wochen weitere Beiträge von mir „eintröpfeln“.

      Am schnellsten kann ich auf den Punkt mit den Korrelationen antworten, weil es mir hier nur um Strukturierung der Diskussion und um Logik geht:
      – es gibt eine statistische Korrelation zwischen Homosexualität und Pädophilie. Das akzeptiere ich. Wenn ich über diese Korrelation rede, dann bedeutet das nicht, dass ich alles nur auf die Statistik reduzieren will. Im Gegenteil. Wenn es statistische Zusammenhänge gibt, dann gibt es auch zugrundeliegende Strukturen, die diese Zusammenhänge verursachen, in diesem Punkt bin ich weniger weit weg von Dir als Du vielleicht denkst.
      – Wir sind uns auch einig, dass ein Gemeindemitarbeiter viele Funktionen hat, selbstverständlich auch die von Dir angesprochene Vorbildfunktion. Ich will nur, dass wir für jede dieser Funktionen separat diskutieren, inwiefern hier eine eventuelle Homosexulität des Mitarbeiters problematisch ist. Wenn Du findest, dass ein homosexueller Mensch kein Vorbild sein sollte, dann ist das ein Punkt, den man separat diskutieren kann (zum Beispiel müsste man dann diskutieren in welcher Form er seine Homosexualität lebt: nur als heimliche Bedürfnisse oder in einer treuen homosexuellen Partnerschaft oder heimlich promiskuitiv oder offen promiskuitiv oder als ideologischer Aktivist), dieser Punkt hat dann aber nichts mit Pädophilie zu tun.
      – Wenn man davon ausgeht, dass ein gewisser Prozentsatz pädophiler Menschen bereit ist, Kinder zu missbrauchen, dann wird die statistische Korrelation zwischen Homosexualität und Pädophilie natürlich brandgefährlich. Das Risiko eines Kindesmissbrauchs muss so klein wie möglich gehalten werden, u.U. rechtfertigt dies auch die Diskriminierung bestimmter Personengruppen. Das Risiko eines Missbrauchs gibt man in Prozent an und hier ist die Mathematik zuständig. Als Vater will ich nicht wissen, welche tieferen seelischen Strukturen es sein könnten, wegen derer mein Kind missbraucht werden könnte, als Vater will ich Sicherheit, dass es zu keinem Missbrauch kommt. Ich will, dass das prozentuale Risiko so klein wie möglich ist. Trotzdem muss man nüchtern bleiben und die Kirche im Dorf lassen. Hier habe ich das Beispiel von der Korrelation zwischen männlichem Geschlecht und Pädophilie genannt. Es könnte sein, dass man, wenn man nur noch Frauen in der Jugendarbeit akzeptieren würde, das Risiko eines Kindesmissbrauchs weiter reduzieren könnte und trotzdem ist das keine Lösung.
      – wiederum ein unabhängiger Punkt könnte sein, dass Du die Korrelation zwischen Homosexualität und Pädophilie als Indiz dafür wertest, dass Homosexualität grundsätzlich schlecht ist. Das Problem ist aber, dass dies ein Argument ohne Überzeugungskraft ist. Wenn man davon ausgeht, dass Homosexualität eine schwere Störung von Gottes Ordnung ist, dann „passt es ins Bild“, dass dabei auch Pädophilie auftreten kann. Wenn man diese Grundüberzeugung aber nicht teilt, dann verfängt das Argument nicht.

      Zu den anderen Punkten später mehr…

      1. Lieber Matthias, gestatte, daß ich mich kurz in Deine Diskussion mit Baldur einklinke: selbstverständlich ist der letzte, von Dir genannte Punkt, ein für die Diskussion im christlichen Rahmen ganz entscheidender: daß Homosexualität im Licht der Bibel „grundsätzlich schlecht ist“, ganz unabhängig von all ihren Nuancierungen. Gewiß spielen diese Nuancierungen für das göttliche Gericht, das eines Tages über den Einzelnen ergehen wird, wenn er nicht Buße tut, eine Rolle. Nicht aber eben für die grundsätzliche biblische Bewertung von Homosexualität. Warum dieses Argument für Dich „ohne Aussagekraft ist“, erschließt sich mir nicht. Ob man diese biblische Grundüberzeugung teilt oder nicht, kann hier auf einer christlichen Seite in einer Diskussion unter Christen eigentlich gar keine Frage und keine Thema sein. Denn wer die klare Aussage der Schrift „nicht teilt“, der teilt sein Leben ganz offenkundig nicht mit Jesus und ist nicht als Christ zu bezeichnen.

        Von dieser Frage zu unterscheiden ist sicher die zweite, nämlich die pädophilie Neigung unter Homosexuellen und die davon ausgehende Gefahr von potentiellen homosexuellen Mitarbeitern in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit. Zunächst muß ich hier nochmal grundsätzlich feststellen: Diese Detailfrage kann sich in einer bibeltreuen Gemeinde gar nicht praktisch relevant stellen, da homosexuelle Mitarbeiter, zumindest solche, die ihre Homosexualität leben, für eine Mitarbeit in einer christlichen Gemeinde an welchem Einsatzort auch immer, gar nicht in Frage kommen können, ganz unabhängig von einer potentiellen pädophilen Neigung.
        Damit aber zur Frage der „Korrelation“ von Homosexualität und Pädophilie. Hierzu einfach einige Sätze aus einer Studie zu diesem Thema:

        „In einer Studie waren von 49 Fällen, in denen Lehrer Schulkinder missbrauchten, 33 Prozent homosexueller Natur, was einer etwa 15-mal höheren Wahrscheinlichkeit entspricht, für sexuellen Missbrauch verantwortlich zu sein, als es die Häufigkeit von homosexuell Lebenden in der Bevölkerung erwarten lässt.
        In einer aktuellen Untersuchung von Primärpädophilen wiederum berichtet Vogt, dass 85 Prozent der 82 untersuchten männlichen Teilnehmer eine exklusive Orientierung auf Jungen zeigten (Neurotransmitter 5/2009, 65). In einer weiteren Studie gaben 23 Prozent der befragten homosexuell lebenden Männer und sechs Prozent der lesbisch lebenden Frauen an, Sexualverkehr mit Jugendlichen unter 16 Jahren gehabt zu haben (Jay und Young 1979). Dagegen sind nur ca. ein Prozent der Heterosexuellen pädophil.
        Insgesamt ist nach einer Analyse von 19 Einzelstudien die Wahrscheinlichkeit, ein Kind sexuell zu missbrauchen, bei homosexuell Lebenden zwölfmal höher als bei heterosexuell Lebenden. Bei bisexuell Lebenden ist sie sogar 16-mal höher . . . was jedes Adoptionsrecht von Kindern für homosexuelle Männer zu einer unbedingt zu vermeidenden Gefährdung für die adoptierten Jungen macht! . . .“

        Ich denke, daß diese Zahlen eine deutliche Sprache sprechen.

        1. Lieber Jakob, lieber Baldur,

          bitte entschuldigt, dass ich euch in ein bis zwei Punkten verwechselt hatte, ich hatte nicht genau darauf geachtet, wer von Euch was gesagt hatte. Mea culpa.

          Lieber Jakob, darf ich Dich bitten, die von mir heute abgeschickten Posts dahingehend zu editieren, dass sie alle mit der Anrede „Lieber Jakob, lieber Baldur“ beginnen?

          Vielen Dank im voraus!

        2. > In einer weiteren Studie gaben 23 Prozent der befragten homosexuell
          > lebenden Männer und sechs Prozent der lesbisch lebenden Frauen an,
          > Sexualverkehr mit Jugendlichen unter 16 Jahren gehabt zu haben (Jay und Young 1979)

          das ist heftig! Wenn diese Stichprobe tatsächlich repräsentativ ist (was mir angesichts dieses ungeheuerlichen Befundes natürlich schwer fällt zu glauben), dann erübrigt sich tatsächlich jede weitere Diskussion!

      2. Lieber Mathias,

        ich denke die ganzen spitzfindigen Diskussionen über alle möglichen Konstellationen führen nicht zum Ziel. Für einen Nachfolger des HErrn Jesus Christus gelten das Wort Gottes, die Lehre des HErrn Jesus Christus und der Apostel als maßgebend für sein Leben. Sucht jemand dieses Wort in Frage zu stellen, zu hinterfragen ob dies alles auch so gemeint sein könnte und sucht sich einen eigen Weg zur Wahrheit, dann ist dies kein Nachfolger im wahren Sinn. Anscheinend haben wir keine gemeinsamen Grundüberzeugungen, somit will ich hier auch nicht weiter darüber diskutieren, da dies zu nichts führt.

        Homosexualität ist im Grunde genommen, jetzt sage ich das mal aus der Sicht der Evolutionisten, ein Irrtum der Natur, die immer auf die Weitergabe des Lebens programmiert ist. Gott als der Schöpfer hat die Möglichkeit zur Weitergabe des Lebens geschenkt – für Mensch, Tier und Pflanze. Also lassen wir die pseudo-wissenschaftlichen Diskussionen.

        1Kor 1,17: Denn Christus hat mich ausgesandt das Evangelium zu verkündigen; „nicht in Redeweisheit“, auf daß nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht werde.

    2. Lieber Baldur,

      Du zitierst ein Manifest einer pädophilen Wohngruppe („die Kanalratten“) um direkt danach die rethorische Frage zu stellen: wie um alles in der Welt kann Michael Diener die Integration Homosexueller fordern?

      Ich bin mir 100% sicher, dass Michael Diener die Kanalratten NICHT in den Gemeinden mitarbeiten lassen würde.

      Ich finde, dass die Argumentationsweise, die Du an diesem Punkt gewählt hast, mehr Hitze als Licht in die Debatte bringt!

  25. Bei http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/das-mediale-interesse-fuer-evangelikale-war-selten-so-gross-96332.html gefunden:

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    Dr.LotharGassmann vor 7 Stunden
    Ist Ulrich Parzany nun der „Hoffnungsträger“ der Evangelikalen? Leider nein! „Es ist gut, auf den HERRN zu vertrauen und sich nicht auf Menschen zu verlassen!“ (Psalm 118,8). Im Jahr 2011 erschien auf dem evangelikalen Literaturmarkt das Buch „Lieber Bruder in Rom“. Adressiert war es an den Papst! Damals war es noch Benedikt XVI., nach ihm kam Franziskus I, zum ersten Mal ein Jesuit auf dem Papstthron! Es ist interessant, dass ein Jesuit sich „Franziskus“ nennt, es gibt ja den Jesuitenorden und den Franziskanerorden. Nun sind da aber zwei Jesuiten-Päpste: der schwarze Papst des Jesuitenordens und der weiße Papst in Rom (abgesehen von dem noch lebenden, konservativeren Ex-Papst Benedikt XVI.). Die Jesuiten stehen für die Gegenreformation, in der Tradition ihres Gründern Ignatius von Loyola. Man will mit allen Mitteln die Reformation zerstören und alles zusammenführen in den Schoß Roms. In diesem Buch „Lieber Bruder in Rom“ also wurde der Papst eingeladen, gemeinsam zu evangelisieren, wobei Rom etwas völlig anderes unter Evangelisation versteht, als die bibeltreuen Christen. Evangelisation ist für Rom immer eine Zurückführung in den Mutterschoß der römischen Kirche, weil diese Kirche (mit ihren ganzen Irrlehren) laut ihrer Aussage Christus sei. Sie ist aber nicht Christus, sondern eine Vereinigung von Unvereinbarem. Es gibt biblische und es gibt unbiblische Elemente darin, Wahrheit und Lüge vermischt. Diese Vermischung nennt die Bibel: Hurerei. Dies lässt sich aber so schwer durchschauen, dass selbst Menschen, die evangelisiert haben, die also zu Jesus eingeladen haben, verblendet worden sind und in diesem Buch Aufsätze an den Papst geschrieben haben. Ulrich Parzany von Pro Christ hat einen Artikel darin geschrieben, oder auch Roland Werner vom CVJM, Dominik Klenk – er nannte sich damals „Prior“ in der „Offensive junger Christen. Obwohl sie gute Dinge bezüglich Homosexualität sagen – da sind sie an vorderster Front, wie auch gegen die Genderideologie, sowie auch viele Katholiken auf ethischem Gebiet. Aber wir können nicht wegen der Ethik die Dogmatik vergessen, wegen der Moral die Lehre außer Acht lassen! Diesen Fehler machen leider manche. Ich freue mich aber, dass bei Ulrich Parzany inzwischen immer deutlicher ein Umdenkprozess sich verstärkt hat und bete für ihn.
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  26. > Du schreibst: „Ich glaube, dass es sehr problematisch ist, wenn wir aus
    > einer „vermuteten“ Schöpfungsordnung moralische Urteile ableiten.
    >
    > Was heißt hier „ich glaube“ – und eine (lediglich?) vermutete Schöpfungsordnung?“
    > Dein Glaube basiert also auf einer persönlichen aber nicht fundierten Vermutung –
    > dass man aus Gottes Wort keine Ordnung entnehmen kann?
    > Dann sind die 10 Gebote also gestrichen?

    Streiche das erste Wort aus meinem Satz. Dann heißt mein Satz: Es ist problematisch, wenn wir aus einer „vermuteten“ Schöpfungsordnung moralische Urteile ableiten.

    Warum ist es problematisch?

    Erstens, weil es immer problematisch ist, wenn wir etwas nur vermuten und es nicht fundiert begründen können.

    Zweitens, weil es viele Ordnungen und Gebote Gottes gibt, die nicht alle denselben Rang haben. Ein Teil hiervon (z.B. „Du sollst nicht töten“) ist sicherlich als absolut normativ zu verstehen. Es gibt aber auch Ordnungen, die von Gott als Hilfe gedacht sind. Jesus sagt: „Der Sabbat ist um des Menschen willen da, und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ (Mk 2,27).

    1. Lieber Matthias, ich muß leider zunehmend den Eindruck gewinnen, daß Du ganz im Gegensatz zu Deiner Beteuerung nicht wirklich ein aufrichtiges Interesse an der Wahrheit hast. Bezüglich der Schöpfungsordnung von Mann und Frau gibt es nichts zu „vermuten“. Diese ist glasklar der Bibel zu entnehmen, schon allein im Schöpfungsbericht: „und er schuf sie als Mann und Frau“ – eben als Adam und Eva und nicht als Max und Moritz. Gott hat in der Schöpfungsordnung bezüglich der ehelichen und sexuellen Gemeinschaft den Mann der Frau und die Frau dem Mann zugeordnet. Das zieht sich als ein ausnahmsloser roter Faden durch die gesamte Heilige Schrift alten und neuen Testaments. Wer dabei nur zu vermutendes sieht, der läßt ganz einfach die offenkundige biblische Wahrheit nicht gelten.

      Dasselbe gilt für das bekannte fromm klingende aber irreführende Geschwätz – ich muß hier mal wieder etwas deutlicher reden – davon, daß nicht alle „Ordnungen und Gebote Gottes denselben Rang haben“. Das ist das typische ungeistliche Gelaber von Leuten, welche bestimmte biblische Aussagen nicht wahrhaben und gelten lassen wollen. Ob eine konkrete Ordnung Gottes denselben heilsbedeutenden Rang hat wie eine andere tut überhaupt rein gar nichts zur Sache in der Frage, ob diese Ordnung zu beachten ist oder ob wir uns willkürlich über sie hinwegsetzen könnten. Jede Ordnung und jedes Gebot Gottes beansprucht volle Gültigkeit und unseren uneingeschränkten Gehorsam. Wer Gott diesen Gehorsam in einer weniger bedeutenden Frage bewußt verweigert, der verweigert ihn ebenso grundsätzlich und bewußt, wie wenn er diesen Gehorsam im Blick auf eine bedeutungsvollere Ordnung verweigert. Das innere Wesen des Ungehorsams und der Auflehnung gegen Gott ist in beiden Fällen dieselbe.
      Und im Blick auf die Homosexualität kann aufgrund der biblischen Aussagen überhaupt nicht im allergeringsten davon die Rede sein, daß dies eine Frage untergeordneter Bedeutung sei, wenn wir uns schon auf dieses grundsätzlich ungeistliche Niveau begeben wollen.
      Ich schließe übrigens aus Deinen erneuten Ausführungen, daß Du wohl alle von mir zur Lektüre empfohlenen Schriften noch nicht gelesen hast, oder Du ignorierst willkürlich alle darin gemachten biblischen Darlegungen. Denn Deine Ausführungen an dieser Stelle sind dort alle längst biblisch eindeutig widerlegt.

  27. Lieber Jakob,

    ich antworte im folgenden:

    > Lieber Matthias, ich muß leider zunehmend den Eindruck gewinnen,
    > daß Du ganz im Gegensatz zu Deiner Beteuerung nicht wirklich ein
    > aufrichtiges Interesse an der Wahrheit hast.

    Du kannst mir unterstellen, dass ich begriffsstutzig bin, Du kannst mir unterstellen, dass ich Deine Texte nicht genau genug studiert habe, Du kannst mir vorwerfen, dass ich viele Stellen der Bibel noch nicht detailliert genug studiert habe. Aber es ist mir schleierhaft, warum Du den Eindruck bekommst, es ginge mir nicht um die Wahrheit.

    > Bezüglich der Schöpfungsordnung von Mann und Frau gibt es nichts zu „vermuten“.
    > Diese ist glasklar der Bibel zu entnehmen, schon allein im Schöpfungsbericht:
    > „und er schuf sie als Mann und Frau“

    Das steht da glasklar. Diese Stelle kannst Du auch gerne einem Genderideologen um die Ohren hauen, aber warum mir? Es ging mir um die Frage, wie Du darauf kommst, dass ein heimliches homosexuelles Verlangen schlimmer wäre als ein Ehebruch im Herzen.

    Hier könnte man übrigens einwenden, dass dieser Schöpfungsbericht sich nur auf die überwiegende Mehrheit, nicht aber auf 100% der Menschen bezieht. Dir ist sicher bekannt, dass es Menschen gibt, bei denen das gonadale Geschlecht nicht identisch mit dem chromosomalen Geschlecht ist. Ich würde einem solchen Menschen nicht unterstellen, eine schwere Sünde wider die Schöpfungsordnung darzustellen.

    > …eben als Adam und Eva und nicht als Max und Moritz…

    In Deinem Text zur Orientierung führst Du diesen Gedanken fort. Du sagst, dass die Menschheit aussterben würde, wenn es nur Max und Moritz gäbe und begründest damit Dein negatives Urteil über die Homosexualität. Zugegeben, die Menschheit würde tatsächlich aussterben, wenn es nur homosexuelle Paare gäbe, aber darum geht es doch gar nicht. Es geht um die Bedürfnisse einer Minderheit. Nur weil es irgendwo einen Moritz gibt, der sich einen Max wünscht, heißt das noch lange nicht, dass Adam und Eva die Bühne verlassen müssen. Dass Du Max und Moritz auch dann ablehnst, wenn sie in der Minderheit sind, begründest Du mit dem Kant’schen Imperativ. Sorry, aber Kant ist für mich nicht die höchste moralische Autorität. Kant war ein intelligenter und einflussreicher Philosoph. Ich interessierte mich aber eher für biblische Argumente.

    > Jede Ordnung und jedes Gebot Gottes beansprucht volle Gültigkeit
    > und unseren uneingeschränkten Gehorsam. Wer Gott diesen Gehorsam in einer
    > weniger bedeutenden Frage bewußt verweigert, der verweigert ihn ebenso
    > grundsätzlich und bewußt, wie wenn er diesen Gehorsam im Blick auf eine
    > bedeutungsvollere Ordnung verweigert. Das innere Wesen des Ungehorsams
    > und der Auflehnung gegen Gott ist in beiden Fällen dieselbe.

    hier könnte ich auf mehrere Arten antworten. Zum einen: wenn Moritz ein homosexuelles Verlangen verspürt, ist das dann wirklich ein bewusster Ungehorsam gegenüber Gott? Hast Du immer Kontrolle über Deine Wünsche? Ist unfreiwilliger Kontrollverlust gleichzusetzten mit bewusstem Ungehorsam?

    Zum anderen: wie passt das zusammen mit Deiner Vermutung, dass ein heimliches homosexuelles Verlangen eine schwerere Sünde sei als der Ehebruch im Herzen?

    Und zum dritten: nicht alle Gebote sind zu allen Zeiten für alle Menschen gemacht. Befolgst Du Lev 19,19 („tragt keine Kleidung aus Mischgewebe“)?

    > Und im Blick auf die Homosexualität kann aufgrund der biblischen Aussagen
    > überhaupt nicht im allergeringsten davon die Rede sein, daß dies eine Frage
    > untergeordneter Bedeutung sei.

    Sicher nicht? Ich habe schon verstanden, dass die Formulierung von Paulus für Dich nahelegt, dass es hier um eine besonders Schwere Sünde geht. Ich kann das aus verschiedenen Gründen (die ich Dir gerne zu einem späteren Zeitpunkt darlegen kann) noch nicht nachvollziehen und möchte erst sowohl den Text der Bibel als auch die unterschiedlichen Kommentare dazu studieren.

    1. Lieber Matthias,
      es hat keinen Sinn, auf Deine Ausführungen weiter einzugehen. Sie alle folgen dem von mir schon mehrfach kritisierten Muster des Zerredens.
      Obwohl Du den Anschein erweckst differenzieren zu wollen, tust Du genau das nicht. Du erwartest die Differenzierung immer nur vom Anderen, während Du selber die Dinge munter durcheinanderwirfst, wie es Dir gerade paßt. Daß Du jetzt zum Beispiel den Hinweis auf die Schöpfungsordnung wieder zu zerreden suchst durch den Hinweis auf meine Aussage, daß „homosexuelles Verlangen schlimmer wäre als ein Ehebruch im Herzen“.
      Ich habe Dir das anhand der Schöpfungsordnung begründet. Deshalb haue ich das nicht einem Genderideologen um die Ohren, sondern ich sage das Dir!

      Auch Dein Hinweis auf das „gonadale Geschlecht“ ist ein solcher untauglicher Versuch des Zerredens. Wir haben bisher nicht von biologischen Zwittern geredet. Daß es hier in einer gefallenen Schöpfung neben anderen Erbkrankheiten auch solche Erkrankungen gibt, ist sicher im Rahmen der Gesamtdiskussion um Homosexualität differenziert zu betrachten. Aber von diesen Sonderfällen war bisher nirgends die Rede und die sind normalerweise im Rahmen einer solchen Diskussion auch nicht gemeint.
      Dein Hinweis darauf an dieser Stelle ist ein untauglicher und unwahrhaftiges Ablenkmanöver.
      Außer Du wärst selbst von einer solchen geschlechtlichen Sondersituation betroffen. Dann frage gezielt danach und führe nicht Scheindiskussionen in ganz anderen Zusammenhängen.

      Es gilt ebenso für Dein Reden vom „Kontrollverlust“. Selbstverständlich ist Kontrollverlust Sünde. Es ist sicher eine geringere Sünde, wenn ich versuche, der Sünde zu entfliehen aber von ihr unversehens übermannt werde oder wenn ich mit der Sünde kokettiere und ihre Nähe suche. Aber auch das war in der Diskussion bisher nicht Thema.

      Aber wie schon gesagt: Es hat überhaupt keinen Sinn die Diskussion mit Dir darüber fortzusetzen, da alle Deine „Argumente“ diesem zerredenden Grundmuster folgen. Das ist „theologisches“ Schattenboxen und „geistliche“ Spiegelfechterei. Darauf liegt kein Segen!

      Der Herr schenke Dir den Geist der Buße und der Bereitschaft, Gottes Wort für Dich auch da gelten zu lassen, wo es Dir und Deinen Wünschen nicht in den Kram paßt.
      Liebe Grüße
      Jakob

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