Der „Sabbat“ und kein Ende

Anläßlich des neunten Abends unserer Gebetsinitiative entstand eine Diskussion um das biblische Sabbatgebot. In den Kommentaren dort ist Einiges dazu von verschiedenen Seiten gesagt. Hier aber doch noch ein ergänzender Auszug aus meiner Predigt vom 15.2.2009 zu diesem Thema:

Liebe Geschwister,
an dieser Stelle werde ich ein bisschen scharf:
Verschiedene Auffassungen vom Sabbat müssen in der Gemeinde kein Problem sein. Das zeigt uns Paulus sehr deutlich in Römer 14.
In Rom gab es sowohl zu Speisevorschriften verschiedene Erkenntnisse wie auch in der Sabbatfrage. Paulus sagt: Streitet darüber nicht. Jeder sei seiner Meinung gewiß. Jeder lebe seiner Erkenntnis gemäß. Verschiedene Erkenntnisse in dieser wie auch in anderen nicht heilsnotwendigen Fragen sollen den Leib Jesu nicht trennen. Nehmt einander als Geschwister im Herrn an.

Wo nun aber um des Sabbat willen, noch dazu unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, die Gemeinde Jesu gespalten wird, da wird es ernst! Und das geschieht leider durch die offizielle Lehre der Adventisten. Wir müssen hier wie auch sonst unterscheiden: es gibt ganz gewiß Adventisten, die echte Glaubensgeschwister sind. Wir selbst haben vor 12 Jahren einen adventistischen Pastor mit seiner Frau kennengelernt. Hier war die Gemeinschaft im Herrn sofort offensichtlich. Wir schätzen beide bis heute sehr. Und auch im Verwandten- und Bekanntenkreis von einigen hier in der Gemeinde gibt es solche Geschwister. Deren Christsein will ich gar nicht in Frage stellen. Denen gilt nicht meine Kritik.
Ganz anders aber sieht es aus mit der offiziellen Lehre der Adventisten.
Diese heißt: „Das Zeichen zwischen Gott und seinem Volk ist der Sabbat. Der verfälschte Ruhetag ist das Malzeichen des Tieres.“ Das ist ein Originalzitat aus einer recht neuen adventistischen Zeitschrift.
Hier wird der Sabbat zur heilsentscheidenden Frage.
Hier wird der Sabbat zum Maßstab, ob wir gerettet werden oder nicht.
Hier wird der Sonntag zum Zeichen des Antichristen erklärt.
Das wird deutlich so gesagt. In einer anderen Zeitschrift die mir vor wenigen Wochen aus adventistischen Kreisen zugeschickt wurde, wird Offenbarung 16,19 zitiert: „Da zerfiel die große Stadt (gemeint ist Babel) in drei Teile.“ Und nun kommt in Klammer die adventistische Erklärung für die 3 Teile des sündigen Babel: „(= Heidentum, Papsttum und der abgefallene Protestantismus).
Der abgefallene Protestantismus, das sind wir, die wir den Sonntag feiern. Wir werden hier mit der Katholischen Kirche und den Muslimen in einen Topf geschmissen. Alle miteinander und wir mittendrin sind laut dieser Lehre die Anhänger des Antichristen und werden dem Zorn Gottes anheimfallen.

Das muß man in der Beurteilung der Adventisten wissen – wie gesagt ich rede nicht von den einzelnen Gläubigen. Ich rede von der Glaubensgemeinschaft als solcher.
Hier werde ich aus mindestens drei Gründen scharf:
1. wer behauptet oder den Anschein erweckt, erst Konstantin habe den Sonntag als christlichen Feiertag eingeführt, der lügt. Die Adventisten haben sich so intensiv mit dieser Frage befasst, daß sie die biblischen wie und auch die frühchristlichen Zeugnisse kennen. Sie irren sich also nicht. Sie sagen bewusst die Unwahrheit. Nicht alle – aber die offizielle Lehre.
2. Daß der Sonntag das Zeichen des Antichristen sei, ist völlig willkürlich und unbiblisch. Das ist geradezu offenkundiger Unsinn. Die Zahl 666 hat nichts aber auch rein gar nichts mit dem Sabbat zu tun. Sie ist nach Offenbarung 13 ein Hinweis auf die Person und den Namen des Antichristen. Auch der allgemeine Hinweis, dass der Antichrist „Zeit und Gesetz“ (Daniel 7,25) ändern wird, hat nichts mit dem Sabbat zu tun. Das läßt eher auf eine kalendarische Veränderungen schließen – z.B. dass eines Tages nicht mehr „nach Christus“ gerechnet wird, sondern eine neue antichristliche Zeitrechnung eingeführt wird. Solche Veränderungen im allgemeinen Sprachgebrauch finden heute schon statt wenn anstelle von „Weihnachtsferien“ von „Winterferien“ die Rede ist.
3. das NT selbst sagt ausdrücklich, daß die Sabbatfrage nicht heilsentscheidend ist.

Die Bibel sagt es ausdrücklich anders:
Nicht ein bestimmter Tag ist heilig:
Kolosser 2,16ff

So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus.
In Jesus liegt das Heil, nicht im Sabbat!
Der Sabbat ist nur ein Schatten, ein zeichenhaftes Abbild für den eigentlichen Inhalt. Wie die Taufe übrigens auch. Deshalb steht und fällt das Heil weder mit dem Sabbat noch mit der Taufe. Und deshalb soll die Gemeinde weder wegen des Sabbat noch wegen der Taufe gespalten werden.
Römer 14,5-7
Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt!
Galater 4,9-11
Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre. Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe.

Die Aussagen der Schrift sind so deutlich, daß es deutlicher eigentlich nicht geht. Deshalb werde ich scharf, wenn gegen diese klaren Aussagen der Schrift das Heil der Gemeinde am Sabbat festgemacht wird.
Noch mal: ein jeder sei seiner Meinung gewiß. Wer der Überzeugung ist er müsse den Sabbat halten, der soll den Sabbat halten. Aber er soll deshalb nicht Unruhe und Streit in die Gemeinde tragen und erst recht nicht den Leib Christi zerteilen.

19 Antworten auf „Der „Sabbat“ und kein Ende“

  1. Es ist für mich eigentlich unfassbar, dass diese Irrlehre des Adventismus noch immer im Forum geistern muss. Sagt uns doch Gottes Wort eindeutig und klar was Wahrheit ist und die Bibel warnt schon von ihren ersten bis zu den letzten Seiten vor den Einflüsterungen Satans, des Erzfeindes Gottes.

    Im Internet werden um die 30 Bücher von ihr als Download angeboten. Der Umfang dieser Bücher stellt an Seitenzahl die Bibel weit in den Schatten. Wer den Inhalt dieser Bücher in sich aufnimmt, wird dabei sicher einer Art Gehirnwäsche unterzogen.

    Wer sich über die Irrlehre der Adventisten ausführlich unterrichten will, sei auf den folgenden Link hingewiesen:

    http://www.der-ruf.info/tag/ellen-g-white/

    Dort beschreibt Rolf Wiesenhütter in seinem Buch „Der Adventismus in der Falle des Antichristen“ ausführlich die falschen Lehren dieser Sekte. Sehr empfehlenswert!

    1. Vielen herzlichen Dank für den Link im Kommentar vom 19. Jan. um 11:06 Uhr, lieber ootb, aus welchem ich lediglich einige ganz oben befindliche Zeilen wiedergeben möchte:

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      Eine raffinierte Täuschung, die sicherlich viele Geschwister in Christus in diesem System gefangen hält ist diese: Durch eine besondere Aufklärung, die womöglich aus freimaurerischem Insiderwissen herrühren könnte, bekommen die Gläubigen vermittelt, daß sie sich in einer exklusiv biblischen Gemeinde befinden würden, die lautstark vor Ökumene und Neuer Weltordnung warnen. Diese Bewegung ist eine Falle des Satans und zieht gerade munter am Strang mit der Ökumene.

      Auch wenn ich hier auf Grund einer überwiegend sachlichen Diskussion und eigener Recherchen, einige Anpassungen im Text vorgenommen habe, bleiben 4 Vorhaltungen in der Hautsache bestehen:
      1.) die Gründung der STA durch Freimaurer
      2.) außerbiblische „Offenbarungen“ durch die „Propethin“ Ellen G. White
      3.) die hohe Betonung der Lehre über die Einhaltung des Sabbat
      4.) eine zweideutige Haltung zu Allianz und Ökumene.
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  2. erneut KEIN Kommentar, sondern als Kontaktformular-Ersatz
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    Lieber Jakob, was ich gerade bei http://bibelgemeinde-pforzheim.de/news/newsdetail.php?id=10&nid=722 unter der Überschrift
    „Die erschütternde Offenheit führender Evangelikaler für die Ökumene“ etwa in der Mitte des längeren Artikels von L. Gassmann entdeckt habe, als Vorschlag für ggf. mal einen Beitrag bei „Kurz bemerkt“ bzw. um die Thematik zumindest nicht aus dem Auge zu verlieren. Es handelt sich, wie am Ende vermerkt, um einen Auszug aus dem Buch „Evangelikale im Sog der Ökumene. Ist die Zusammenarbeit mit Vatikan, Weltkirchenrat und UNO biblisch?“:

    […]
    Die Falschlehre der Höherentwicklung wird hier klar ersichtlich, auch Luzifer wird demgemäß irgendwann einmal versöhnt mit Gott sein. Da hinein lotst man dann also die Christenheit in Richtung Allversöhnung. Es mündet alles ein in den „Kosmos der Liebe“ – und mit dieser Irrlehre pflegt die Ökumene jetzt also munter Gemeinschaft.
    Auch Extrem-Charismatiker sitzen inzwischen im Vorstand der Evangeli-schen Allianz, z.B. Peter Wenz aus Stuttgart vom Gospel Forum. Auch andere Glaubensrichtungen, z.B. Adventisten, werden inzwischen als Freikir-chen betrachtet. Man sitzt jetzt im gleichen Boot und kann zu diesem späten Zeitpunkt gewiss keine Grundsatz- und Lehrfragen mehr klären, das wird alles hinten angestellt. Und das ist die beste Voraussetzung für die Vermischung.
    Zurzeit ist noch etwas ganz Gefährliches im Schwange: Man arbeitet seit Längeren an einem Verhaltenskodex für die Christenheit. Wie soll man sich verhalten im Umgang mit anderen Religionen oder anderen Konfessionen – das soll ganz genau festgelegt werden. Bisher noch freiwillig, aber irgendwann einmal wird es zum Zwang zusammen mit dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (Antidiskriminierungsgesetze) kommen.
    […]

  3. Zum Umgang von Christen mit anderen Religionen hat Hans Küng von der „Stiftung Weltethos“ vor einiger Zeit schon folgenden Vorschlag gemacht:

    Herr Küng sucht einen Weg, dass alle Religionen gleichberechtigt auf dem Prinzip der Menschlichkeit nebeneinander bestehen können.
    Küng versucht einen Weg zu finden, der es Christen gestattet, die Wahrheit der anderen Religionen zu akzeptieren ohne die Wahrheit der eigenen Religion aufzugeben.
    Deshalb beschreibt er zwei Sichtweisen, die Christen auf den biblischen Glauben haben können:
    1. Innenperspektive bzw. Binnenperspektive
    2. Außenperspektive

    Innenperspektive bzw. Binnenperspektive
    Jesus Christus ist der HERR und die Wahrheit aber eben nur für die Kirche und die Christen. Nicht für Angehörige anderer Religionen. Für diese ist ihre Religion die Wahrheit.

    Außenperspektive
    Der biblische Gottesglaube verwirft das Gott-Sein anderer Götter (Religionen) und bestreitet die Wahrheitsansprüche anderer Religionen.

    Herr Küng will nun dem biblischen Glauben die Außenperspektive nehmen und ihn einschränken auf die Binnenperspektive, damit der biblische Glaube neben den anderen Religionen bestehen bleiben kann. Aber in dieser Sichtweise wird dem christlichen Glauben die Spitze abgebrochen, die Außenperspektive.

    Nach Küngs Ansicht haben fundamentalistische Christen, die an der Außenperspektive festhalten, einen nicht integrierbaren Wahrheitsanspruch (Festungsmentalität) und eine Diskussion/Gespräch über den Glauben ist durch ihr Beharren auf dem Wahrheitsanspruch nicht möglich. Wer sich
    an die Offenbarung Gottes gebunden weiß, ist ein Spielverderber und hat keine Vernunft und ein Dialog ist aussichtslos.
    Küng meint, gute Religionen sind menschlich (human).

    Im Oktober 2010 sagte der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für
    Weltanschauungsfragen, Berlin:
    Bibeltreue Christen haben einen einfältig fundamentalistischen Bibelglauben.

    Es scheint so, als ob sich viele Kirchenvertreter für die Binnenperspektive entschieden haben, damit sie nicht in die Schublade der einfältigen und unvernünftigen bibeltreuen Christen gesteckt werden können. Wer will sich schon so bezeichnen lassen. Mit der Binnenperspektive-Einstellung kann man z. B. wunderbar dem Islam huldigen, wie Herr Bedford-Strohm, der sich für die Ausbreitung des Islam in Deutschland stark macht. Oder der Papst, der die anderen Religionen auch als Weg zu Gott akzeptiert. Es wäre eine Erklärung dafür.
    Dazu 1. Kor. 2, 12-14
    Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten die der Geist lehrt und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes, es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen, denn es muss geistlich beurteilt werden.

  4. Möchte für diejenigen, welche sich fragen, ob sie eigentlich den Sabbat anstelle des Sonntags als Ruhetag einhalten müssten/sollten, zunächst den Beitrag von Jakob sowie ggf. den einen oder anderen Kommentar oben z. K. geben.

    Ergänzend wird nachfolgend ein Kommentar eines Juden in voller Länge wiedergeben, welchen ich soeben bei http://www.bibel.com/jesus-forum/das-gesetz–sabbat-t16808-10.html#p475925 entdeckt habe. Es handelt sich um die Antwort auf die Frage „Wie hältst du ihn [den Sabbat]? Was musst du, darfst du, darfst du nicht?“:

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    Nun, das könnte lange werden, aber ich versuchs mal zu kürzen.

    Es fängt Freitag nachmittags an mit den Vorbereitungen. Putzen und Aufräumen was noch sein muss. Kochen, da wir am Shabbat nicht kochen, sondern nur mit Wärmeplatte warmhalten wenn nötig.
    Und natürlich den Shabbat Tisch vorbereiten. Kurz vor Sonnenuntergang zünden die Frau und die Kinder die Kerzen an um den Shabbat zu empfangen.

    Für mich steht noch das Abendgebet an, und anschliessend die Segenssprüche für Frau (inkl. Danksagung für ihre Arbeit während der Woche) und die Kinder.
    Wichtiger Bestandteil ist gemeinsames Singen, und anschliessend der Kiddusch, Brotbrechen und Danksagung für das Essen. Dann folgt ein ausgiebiges Essen, mit all den Köstlichkeiten die Gott uns geschenkt hat.

    Nach dem Essen, die Dankessprüche für das erlebte Mahl. Gespräche und Singen bis es Zeit wird fürs Bett runden den Abend ab.

    Am Shabbat morgen, gehen wir gemeinsam zur Synagoge für das Morgengebet und anschliessendem Kiddusch, sowie Kaffekranz oder kleiner Imbiss.

    Dann ein ausgiebiges Mahl zu Hause. Am Nachmittag steht neben dem Torastudium und Gebeten die Familie im Mittelpunkt (Lesen, Singen, Spazieren,.. auf was immer wir gemeinsam Lust haben), sowie ein weiteres Mahl gegen Abend.

    Ist die Sonne untergegangen und es ist Dunkel draussen, verabschieden wir den Shabbat mit Hawdala und begrüssen die neue Woche.

    Am Shabbat konzentrieren wir uns auf Gott, die Familie und Freunde. Keine Arbeit. Das heisst nicht neues Erschaffen, wie Gott geruht hat von seinen Werken.
    Das heisst auch nicht kochen, keine Zitrone auspressen, nicht schreiben etc. Eben nichts neues Erschaffen sondern ruhen in Gott.

    Wa ich muss und auch will, ist mind. 3 mal Beten (wie jeden Tag), 2mal Kiddusch und Brotbrechen, 3 gute Mahlzeiten geniessen mit der Familie und Freunden und Torastudium.

  5. Man darf nicht vergessen, dass der Sabbat ohnehin niemals gemeinhin ein Samstag ist. Die Bibel beschreibt einen Mond-/Sonnenkalender und nicht den Gregorianischen Kalender. Der Sabbat ist der siebente Tag der Woche eines Monats, das sich nach den Mondphasen (Neumond) richtet. Daher kann man sich die Diskussion über den Wettbewerb zwischen Samstag oder Sonntag trefflich schenken. Und ob die Frau nun ein Lichtlein anzündet oder was der Hausmann nun für Verse aufsagt, ist zweitrangig. Fest steht, dass der Sabbat ein Ruhetag, ein Tag der Anbetung ist, der Erholung dient und an die Schöpfung erinnern soll. Ich weise insbesondere auf 1. Mo 1:14 hin, bei dem Gott sagt, dass Sonne und Mond als Zeichen dienen sollen und zur Bestimmung der Festzeiten und Tage und Jahre. Oder Ps 104:19 „Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten“. Wir tun das aber schon lange nicht mehr. Das sollte uns zu denken geben. Die üblichen Antworten an die fragenden Gläubigen, die ihnen den Sonntag als biblischen „ersten Tag der Woche“ oder als Auferstehungstag schmackhaft machen sollen, laufen an Gottes Wort vorbei ins Leere. Hier wurde einiges unhinterfragt übernommen, wie so vieles. Und nein: bin kein Adventist.

    1. Lieber Manuel, ich habe nicht ganz verstanden, was der Mondkalender mit dem 7.Tag der Woche zu tun hat. Mit dem Thema „Mondkalender“ habe ich mich ehrlicherweise bisher nicht weiter befaßt. Könntest Du mir da etwas auf die Sprünge helfen bezüglich der Auswirkung des Mondkalenders im Unterschied zum Gregorianischen Kalender auf den Sabbat?

      1. der Mondkalender ist eine gravierende Irrlehre, die schon alleine mit 1. Mose 1 widerlegt wird. Es lohnt sich nicht, sich weiter damit zu befassen.

        1. Am „Mittwoch“ – dem vierten Tag in der Schöpfungswoche – wird Sonne, Mond und Sterne zur Bestimmung der Zeiten geschaffen. Somit beginnt der Neumond und der biblische Kalenderlauf an eben jenem Tag und nicht am ersten Tag der Woche, wie es beim sogenannten „Mondkalender“ sein müßte. Desweiteren beginnt ab dem ersten Tag der ewige Rhythmus von 6 Tagen arbeiten und dem 7. Tag der Ruhe und Heiligung – dem Wochensabbat. Der Mondkalender würde diesen Rhythmus jeden Monat unterbrechen, indem ein zusätzlicher Tag eingefügt werden müßte. Der Mondkalender ist ursprünglich babylonisch und somit unbiblisch und gegen Gottes Ordnung. Auch die ganze Prohetie der Bibel würde nicht mehr funktionieren, da sich die Schöpfungswoche auf den Wochentag genau beim Auszug aus Ägypten und bei der Kreuzigungswoche Jesu wiederholt. Ein Mondkalender wäre hier völlig unpassend! Unser HERR Jesus / Yahshuah der Christus selbst hat durch die Erfüllung der biblischen Feste auf Jahr, Tag und Stunde genau diesen Wochentagsrhythmus bestätigt! In der Mitte der Woche! – am „Mittwoch“ wurde das tägliche Opfer gemäß der Prophezeiung Daniels hinweggetan… wie zuvor beim antichristlichen Vorschatten durch Antiochus Epiphanes…

  6. Der Abfall der Papstkirche begann schon im 2. Jahrhundert! – nicht die Verschiebung des biblischen Sabbats auf den heidnischen Sonntag, sondern der Ersatz des biblischen Passahfestes durch das heidnische Osterfest stand zuerst auf der römischen Agenda… im Zusammenspiel von Staat und „Kirche“… Polycarb reiste deshalb extra nach Rom um den dortigen „Bischof“ zur Rede zu stellen – leider vergeblich – bei der Rückkehr nach Kleinasien, wurde er umgehend verhaftet und im Anschluß hingerichtet. Jahrhundertelang stritt sich in Folge die mit dem Heidentum vermischte frühe katholische Kirche des römischen Reiches, wann dieses antichristliche ursprünglich heidnische Ersatzfest anstelle des biblischen Passahfestes gehalten werden solle… der „Osterfeststreit“. Auf keinen Fall wollte man mehr mit den Juden den von Gott gebotenen Termin und deren Bräuche feiern, wie es die Apostel inkl. Paulus noch völlig selbstverständlich und gesetzeskonform taten (sieh ApG und 1. Korinther).
    Nachdem damit der Damm gebrochen war, kamen später wie bei Jerobeam zusätzlich zum ausufernden Synkretismus selbsterdachte Feiern hinzu… statt dem Laubhüttenfest „Erntedank“ und das schließlich auch noch das heidnische Weihnachten am Geburtstag des antichristlichen falschen Messiahs „Tammuz“ dem Sohn der Semiramis, der Witwe Nimrods! selbst der 25. Tag des achten Monats bekam eine Wiederbelebung in der Rebellion gegen Gottes Gesetz und Gebote!

    Natürlich hat Daniel 7,25 etwas auch mit dem Sabbat und dem Kalender zu tun – aber nicht nur!

    1. anstatt dem biblischen Kalender mit dem Jahresbeginn im Frühjahr zum Neumond nahe der Tag- und Nachtgleiche nun der römische Kalender mit dem Jahreswechsel mitten im Winter gemäß Papst „Sylvester“.

    2. Tagesbeginn mitten in der Nacht zur Geburtsstunde des Anti-Messiahs Tammuz – anstatt zum Sonnenuntergang am Vorabend.

    3. ein reiner Sonnenkalender – der Monat beginnt nicht mehr am sichtbaren Neumond (erste Sichel). Anstatt einem Sonne-Mond-Kalender wie es Gott gebot.

    4. Ersatz der biblischen Jahresfeste (3. Mose 23) durch heidnische oder selbsterdachte päpstliche antichristliche Feste.

    5. Ersatz des biblischen Sabbats durch den Sonnenkultsonntag des Nimrod-Babylons.

    6. Änderung der 10 Gebote durch päpstliche und später lutherische Dogmen und Katechismen.

    7. Verwerfung des Gesetzes Mose entgegen Matth. 5, 17-19 in Unkenntnis und Unverständnis desselben. (es hat sich nur die Priesterordnung Aarons geändert durch die Wiedereinführung der Ordnung Melchisedeks mit Jesus als Hohepriester – vorgeschattet durch die „Hütte Davids“! – siehe ApG 15 und Hebräer).

    8. Rechtfertigung der totalen Endzeitgesetzlosigkeit…

    zu den betreffenden weiteren Hintergründen, zu Quellen- und Bibelverweisen gehe ich aus Zeitgründen hier nicht ein…

    Die traditionell in der Argumentation verdrehten Bibelstellen (Kol. 2, Röm. 14, etc.) sind teils nachweisbar fehlübersetzt oder (meist aus Unverständnis) aus dem Zusammenhang gerissen. Es gibt bei genauer Betrachtung keine einzige Bibelstelle, die die antichristliche Gesetzlosigkeit der heutigen Christenheit rechtfertigt.

    Ich gemahne an Maleachi 3:

    22 Gedenkt an das Gesetz Moses, meines Knechtes, das ich ihm auf dem Horeb für ganz Israel befohlen habe, an die Satzungen und Rechte!
    23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt; 24 und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muß!

    die Erkenntnis wird in den letzten Tagen zunehmen… es geht um die Wiederherstellung aller Dinge… es wird Zeit, daß wir uns von falschen Lehren und Traditionen verabschieden und Gottes Gebote wieder halten… und(!) dabei durch Kreuzesnachfolge, selbstlose Bruder- und Feindeslieben das Zeugnis Jesu haben… (Offb. 12,17)

    echte Einheit gibt es nur mit Geist und Wahrheit! Joh. 4,24

    Gott der Vater gebe uns dafür seinen heiligen Geist im Namen Jesu (Yahshuah) unserem HERRN und Heiland!

    Amen

      1. lieber Jakob,

        das ist auch nur ein Kommentar und keine Doktorarbeit… 😉 wer suchet der findet!… z.B. schon bei Brockhaus, Wikipedia, oder in der Kirchengeschichte des Eusebius – und natürlich in der Bibel selbst!- insbesondere bei katholischen Bibeln mit Randbemerkungen – da wird offen zugegeben, daß einzelne Bibelstellen hinzugefügt wurden, oder heidnische Festtermine durch die päpstliche Autorität geändert wurden… die sind da ehrlicher wie die Protestanten, die diesen dreisten Abfall vergeblich zu rechtfertigen und zu vertuschen suchen indem sie bei Übersetzungen die Wahrheit verbiegen… da wird aus „oder“ und „weder noch“ schon einmal ein „und“, oder aus „ungeheiligt“ ein „unrein“, etc. oder es werden einfach frei erfundene Sätze hinzugefügt um die Gesetzlosigkeit zu rechtfertigen… „damit erklärte er alle Speisen für rein“ und ähnliche Blasphemien…
        dabei wußte es schon Luther eigentlich besser… (siehe Schmalkaldische Artikel 4) aber sein Judenhass machte ihn blind und die Verbundenheit mit der fürstlichen staatlichen Schutzmacht machte ihn korrupt und zu falschen Kompromissen bereit… letzendlich schlug er die Warnungen der Apostel inkl. Paulus in den Wind und wurde mit seiner selstgerechten Rechtfertigung der „Freiheit eines Christenmenschen“ zum Fresser und Säufer und gar zum Mörder gegenüber seinen protestantischen Glaubensbrüdern, die die Bibel und die Gebote Gottes besser halten wollten als er selbst… Er unterzeichnete Todesurteile – selbst sein Mentor von Karlstadt mußte zeitweise um sein Leben zittern!

        eine fundierte Arbeit mit Zitaten kann ich dir an dieser Stelle und aus Zeitgründen leider nicht liefern… prüfet aber alles! – das Gute behaltet!

        Gottes Geist und Segen

        1. Lieber Jürgen, auch ein Kommentar sollte nicht nur aus Behauptungen, sondern auch aus Begründungen bestehen! Mit den anmaßenden Behauptungen der römischen Kirche zu argumentieren, gehört zu den typischen Fehlern der Adventisten und anderer.

          Und Luther wesentlich über ein paar Dinge seines gigantischen Kampfes an fast unzähligen Fronten zu beurteilen, wird ihm gewiß nicht gerecht.

          1. lieber Jakob,

            zunächst muß man wahrlich klein Adventist sein, nur um die Fälschung von der Wahrheit zu unterscheiden… und auch Adventisten haben außer dem Fakt der Fälschung der 10 Gebote in den Katechismen und dem römischen Verschieben des biblischen Sabbats auf den heidnischen Sonntag leider auch nicht weiter geschürft…

            wenn du meine Beiträge gelesen hast, so wirst Du feststellen, daß sehr wohl alles begründet und fundiert ist… ich habe ja auch klar auf einige Quellen hingewiesen. Es mag nicht detailliert genug erscheinen… Eine vollständige Darlegung meiner gut begründeten Thesen inkl. ausführlicher Zitierung von Quellen, etc. führt mir an dieser Stelle aber zu weit und kostet mich Zeit, die ich momentan leider nicht habe…

            Zu Luther kann als Grundlage die Doktorarbeit von Dr. Martin Kobialka ganz erhellend sein… als Buch unter dem Titel „Luther und der Sabbat“ erhältlich.

            eine gesegnete neue Woche wünsche ich Dir…

            1. Lieber Jürgen, ein Hinweis auf irgendwelche Quellen ist kein „Beleg“. Wenigstens die wichtigsten Argumente sollte man schon konkret darlegen. Ich kenne die adventistischen Argumente vermutlich zur Genüge und habe darin nichts Überzeugendes erkennen können. Es wird willkürlich zusammengeschustert und passend gemacht, was biblisch eben nicht paßt. Ebenso eine gesegnete Woche.

              1. Lieber Jakob, meine Auslegung und Erkenntnis beruht nicht auf „adventistischen“ Argumenten, sondern allein auf der Schrift.
                Unabhängig hiervon sind historisch zuverlässige Quellen sehr hilfreich die Umstände genauer und besser zu verstehen, wie es ja grundsätzlich auch in jeder Studienbibel zu finden ist..

                eine gesegnete neue Woche…

  7. Lieber Jakob, es ist schon richtig, wie du in deinem Kommentar feststellst, dass die Taufe und auch das Sabbathalten nicht als heilsentscheidend gilt und gelten darf, wie das leider zu oft behauptet wird. Trotzdem ist die Taufe ein Gehorsamsschritt für jeden Gläubigen. Ähnliches gilt möglicherweise für den Sabbat. Wenn wir die geschichtlichen Zusammenhänge verstanden haben, ist es einfacher zu überlegen, wo man steht und was genau zu tun ist.

    Was mich umtreibt ist die Frage: wen bete ich an (bewusst oder unbewusst)? Ich kann leider aus Zeitgründen nicht näher darauf eingehen, aber hier eine aus meiner Sicht hervorragende Ausarbeitung, deren Autor mir nicht bekannt ist, mitsamt einer (ebenfalls aus meiner Sicht) hilfreichen Webseite. Selbstverständlich gilt auch hier wie für alles: prüfen und das Gute behalten. Leider lernen wir diese Zusammenhänge nicht in unseren theologischen Ausbildungsstätten.

    https://www.worldslastchance.com/yahuwahs-calendar/the-modern-seven-day-week-exploring-the-history-of-a-lie.html

    Hier ist die deutsche Übersetzung:

    https://www.bibel-offenbarung.org/jahuwahs-kalender/die-moderne-sieben-tage-woche-die-geschichte-einer-luege.html.

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