Christchurch und seine politischen Folgen

Zum Geschehen in Christchurch habe ich am Morgen des 22.3.2019 in einem Kommentar auf „Kurz bemerkt“ geschrieben:

Wie in vielen vergleichbaren Fällen sind die Vorgänge mysteriös. Auf den Bildern sollen z.B. dieselben „Toten“ einmal barfuß im Flur liegen, einmal mit blauen Strümpfen. Als der Attentäter über eine „Leiche“ hätte fahren müssen, die direkt vor dem Nebensträßchen lag, in dem er seinen Kleinwagen geparkt hatte, rumpelt dieser nicht ein bißchen, und und und…. Was wirklich durch wen passiert ist, werden wir wohl nie erfahren.

Daß die Sache sofort politisch instrumentalisiert wurde, zeigen die vielfältigen Reaktionen.

Der Täter hatte angeblich vielfältige Verbindungen auch zur „Rechten“ nach Deutschland und Europa. Also eignet sich seine Tat excellent zu einem verstärkten „Kampf gegen Rechts“ mit noch radikaleren Mitteln als bisher. …

Wer da in Neuseeland was auch immer getan hat, den Politisch-Korrekten spielt die Tat in vielfacher Hinsicht phänomenal in die Hände. Und denen sind bekanntlich auch 50 oder 100 Tote nie Opfer zu viel, wenn es um das Erreichen ihrer Ziele geht. Wir brauchen nur zu bedenken, wie viele Migranten auf einen gefährlichen Weg Richtung Deutschland und Europa gelockt wurden, auf dem Unzählige umkamen, vergewaltigt, organisch ausgeweidet und versklavt wurden. Aber diese Opfer bringen Politisch-Korrekte gerne, wenn es ihren Zielen dient. Wer aber gegen dieses menschenverachtende Treiben seine Stimme erhebt, wird zum hasspredigenden Nazi erklärt.“

Nun lesen wir wenige Tage später, daß der Christchurch-Attentäter dem Chef der Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, eine „hohe Summe Geld“ als Spende hat zukommen lassen. Was unmittelbar zur Hausdurchsuchung bei Martin Sellner geführt hat (https://www.tagesschau.de/ausland/christchurch-spende-identitaere-101.html). Offenbar aufgrund dieser Spende steht gegen die Identitäre Bewegung nun der Straftatbestand „Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung“ im Raum. Da reibt man sich als Ottonormalverbraucher leicht verwundert die Augen und fragt sich: Wer hat hier eigentlich wem gespendet? Hat etwa die Identitäre Bewegung den Christchurch-Attentäter mit einer Spende unterstützt? Nein, es war umgekehrt. Wie gut, daß wir für unser „Netzwerk bibeltreuer Christen“ keine Spender aus Neuseeland haben. Muß ich nun regelmäßig unsere Spenderliste beim Verfassungsschutz einreichen, am besten gleich zu jedem Monatsende, damit dieser prüfen kann, ob wir womöglich von politisch verdächtigen Gestalten Zuwendungen erhalten haben?

Und wer sagt mir überhaupt, wer exakt die Spende an Martin Sellner veranlaßt hat? Außerdem meine ich gehört zu haben, daß der Christchurch-Attentäter finanziell eher minderbemittelt war.

Aber damit noch lange nicht genug. Heute lesen wir außerdem, daß heute Nacht Bombendrohungen gegen 6 Rathäuser in Deutschland eingegangen seien, welche deshalb evakuiert wurden (https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_85468378/rathaeuser-evakuiert-ermittlung-wegen-rechtsextremer-bombendrohungen.html). Es handelt sich laut Presse um „rechtsextreme Bombendrohungen“. Hat die auch der Christchurch-Attentäter kurz vor seinem Abscheiden noch zeitverzögert veranlaßt? Angesichts der „vielfältigen Verbindungen“ zur Rechten in Deutschland, die der Christchurch-Attentäter Medienberichten zufolge hatte, müssen wir alle, die rechts von Linksaußen Merkel stehen, unmittelbar ähnlicher Umtriebe verdächtigen wie dem Massaker in Christchurch.

Ja, mit Christchurch sind blutrote Wolken über den „Rechten“ aufgezogen!

Ich kann nur hoffen, daß der Christchurch-Attentäter nicht etwa meine Predigten auf Youtube gehört oder Freunde unter meinen Facebookfreunden hatte!

3 Antworten auf „Christchurch und seine politischen Folgen“

  1. danke, Herr Pfarrer, für Ihre kontinuierlich klaren Worte in „Kurz Bemerkt“ – die den Geist des Evangeliums und auch den Geist des gesunden ungetrübten Menschenverstand atmen.

    Suzanne Ruh, Taiwan

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