Bibeltreu ausbilden für den Pfarrdienst in der Landeskirche…

das kann sich Klaus Schmidt vorstellen (laut Interview in idea-spektrum vom 29.7.2015). Er hat vor 30 Jahren das „Neues Leben-Seminar“ in Wölmersen mitbegründet. 2010 wurde es in Theologisches Seminar Rheinland (TSR) umbenannt. Zum 1.November wird Schmidt Direktor des Gemeinde- und Gemeinschaftsverbands „Evangelische Gesellschaft für Deutschland“.
Hinter die geistliche Nüchternheit von Klaus Schmidt muß man allerdings doch das eine oder andere Fragezeichen machen.
Zwar hört sich im Prinzip ganz gut an, was Schmidt in puncto Bibeltreue von sich gibt. Aber manches klingt auch ganz unmittelbar schwammig: „Wir haben Studierende aus allen Denominationen und streiten nicht über Fragen, die in verschiedenen Konfessionen unterschiedlich gesehen werden.“ Als Beispiele nennt er Unterschiede im Tauf- und Abendmahlsverständnis oder die Lehre von den letzten Dingen. Hier würde ich Schmidt auch ausdrücklich und weitestgehend zustimmen. Man fragt sich aber doch: sind das alle Fragen und Themen, in denen das TSR eine klare Lehre vermeidet? Oder gehören dazu auch die Frage nach der biblischen Ordnung von Mann und Frau, etwa im Bereich des öffentlichen Lehr- und Leitungsamtes in der Gemeinde und im Blick auf gleichgeschlechtliche Beziehungen? Diese Frage dürfte gar nicht so abwegig sein, wie sie dem einen oder andern Leser auf den ersten Blick vielleicht erscheint. Immerhin gehört zu den Dozenten des TSR auch Jürgen Tibusek, der bis vor kurzem zum Präsidium unseres Bundes evangelisch-freikirchlicher Gemeinden gehörte. Dieses Präsidium verfaßte vor gut einem Jahr, als Tibusek noch dazugehörte, einen offenen Brief, in dem es sich für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Beziehungen ausgesprochen hat. Mir ist nicht bekannt, daß sich Jürgen Tibusek davon distanziert hätte.
Und wie sieht es aus mit charismatischen Sonder- und Irrlehren zur Geistestaufe, Glaubensheilung und Zungenrede, dem Erschlagen-werden-vom Geist, Toronto-Segen, geistliche Kriegsführung etc. etc. etc.? Sind das alles auch Fragen, zu denen das TSR keine Position vertritt? Auch diese Frage ist mehr als berechtigt, denn immerhin gehörte der bekannte Charismatiker Eberhard Mühlan 1987 zu den Gründern des Vereins „TEAM.F – Neues Leben für Familien e. V.“, das zum selben Werk „Neues Leben“ gehört wie das heute in TSR umbenannte „Neues-Leben-Seminar“.
Wie klar und „kompromißlos“ biblisch – so Klaus Schmidt – gegenüber den verschiedenen genannten Sonder- und Irrlehren das TSR wirklich lehrt, ist angesichts derartiger Aussagen und personeller Verflechtungen mehr als fraglich.
Dazu gehört auch, daß Schmidt die Option, daß Absolventen des TSR auch Pfarrer in den Landeskirchen werden könnten, so kommentiert: „Ich würde eine Öffnung sehr begrüßen“. Er grenzt zurecht gleich ein: „Die Frage ist allerdings, ob die Landeskirchen unser klares Bibelverständnis akzeptieren.“ Nein, lieber Klaus Schmidt, das ist definitiv nicht die Frage. Sie akzeptieren kein klares Bibelverständnis und sie akzeptieren kein an Christus und sein Wort gebundenes Gewissen. Sie betonen demgegenüber mit Nachdruck:
– Wer gegen die Frauenordination ist, der hat in den evangelischen Landeskirchen keinen Platz!
– Wer gegen Homosexualität ist, der hat in den Landeskirchen keinen Platz!
– Wer gegen die Evolutionslehre ist, der hat in den Landeskirchen keinen Platz!
– Fundamentalisten, also solche, die ein „klares Bibelverständnis“ haben, haben in den Landeskirchen keinen Platz!
– etc. etc. etc.
Jesus, Paulus und Luther – um nur ein paar zu nennen – hätten in diesen evangelischen Landeskirchen definitiv keinen Platz. Man kann für die Absolventen des TSR – um ihres „klaren Bibelverständnisses“ willen, nur hoffen, daß auch sie definitiv keinen Platz in diesen sogenannten Kirchen haben.
Daß Klaus Schmidt das allerdings nicht klar ist, sondern er mit einer solchen Option kokettiert, das muß verwundern.

11 Antworten auf „Bibeltreu ausbilden für den Pfarrdienst in der Landeskirche…“

  1. Aber es wäre doch schon wünschenswert, wenn es mehr bibeltreue Pfarrer in der Landeskirche gäbe! Wie sonst soll sich etwas ändern, wenn es nicht Leute in Führungspositionen gibt, die eine klare christuszentrierte Lehre vertreten? Man kann natürlich überlegen, ob die handvoll Absolventen wirklich ins Gewicht fallen und ob nicht die Gefahr bestünde, dass diese sich den Gegebenheiten anpassen (liberal werden). Aber Ablehnen von vorn herein? Ich weiss nicht…es gibt auch in der Landeskirche noch Menschen, die sich einen bibeltreuen Pfarrer wünschen. Wieso sollte diesen der „Nachschub“ verwehrt bleiben?

    1. Lieber Peter,
      ja, das wäre absolut wünschenswert. Aber wissen Sie, was bibeltreue Pfarrer in den Landeskirchen für einen Stand haben? Ich weiß es, denn ich war selbst elf Jahre Pfarrer in der württembergischen Landeskirche – von 1985-1996. Und bevor ich ausgetreten bin, bin ich aufgetreten – um den Slogan derer zu verwenden, die gegen den Austritt zumeist polemisieren. Wirklich bibeltreue Pfarrer können in den Landeskirchen keine Führungspositionen mehr einnehmen, außer sie verratem ihre geistlichen Überzeugungen. Ein Beispiel ist der von mir im Grundsatz sehr geschätzte Dr. Gerhard Maier. Er war zu meiner Zeit als Student in Tübingen Rektor des Albrecht-Bengel-Hauses. Ich habe ihn als klugen bibeltreuen Theologen und Lehrer sehr geschätzt und tue das im Prinzip bis heute. Er wurde dann Ulmer Prälat und später sogar Landesbischof. Aber biblisches Profil hat er da schon lange nicht mehr gezeigt. Im Blick auf die Homosexualität hat er im Vorfeld extrem problematische Äußerungen und Zugeständnisse gemacht in einem landeskirchlichen Arbeitskreis. Am Ende hat er ganz offensichtlich lieber das Bischofskreuz getragen als das Kreuz Christi. Bibeltreue Gemeindeglieder haben in der Regel nicht die allergeringste Ahnung, was sie bibeltreuen Pfarrer zumuten, damit diese in den Landeskirchen Dienst tun und bibeltreue Christen in den Landeskirchen wenigstens da und dort noch bibeltreue Pfarrer haben. In meinem eigenen Rückblick „Stationen eines Lebens an der Hand Gottes“ habe ich da einen kleinen Einblick gegeben. Dieser Vortrag kann bei mir angefragt werden. Außerdem hat Frau Professor Kittel vor wenigen Jahren einen sehr aufschlußreichen Beitrag geschrieben zur katastrophalen Situation von Pfarrern mit dem Dienstherren „Landeskirche“. Auch dieser kann bei mir angefordert werden. Pfarrer in den sogenannten evangelischen Landeskirchen kann heute nur noch werden, wer entweder absolut ahnungslos ist oder einen krankhaften Hang zur Selbstzerstörung hat. Seien Sie nicht überrascht, wenn ich das so hart schreibe. Ich bin vor 19 Jahren aus der Landeskirche ausgetreten. Damals war es schon wirklich hart als bibeltreuer Pfarrer. Heute ist es um ein Vielfaches härter. Die meisten tauchen unter, passen sich an und mogeln sich durch. Olaf Latzel kann in Bremen nur deshalb so mutig auftreten, weil in Bremen die einzelnen Gemeinden praktisch völlig unabhängig sind. Sonst hätten sie ihn längst über die Klinge springen lassen. In jeder anderen Landeskirche hätten sie Olaf Latzel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit längst eliminiert.

      1. Die beiden Vorträge interessieren mich. Es wäre schön, wenn Sie mir diese mailen könnten.
        Wenn Sie dass so schildern, kann ich mir schon vorstellen, dass bibeltreue Pfarrer einen sehr schweren Stand haben. Aber sollen jetzt alle ernsthaften Christen die Landeskirche verlassen und das Schiff untergehen lassen? Vielleicht ist es bei uns in Sachsen ja aber auch noch nicht so schlimm wie in anderen Bundseländern. Immerhin hält die Bekenntnisinitative als Resumee des Geschprächsprozesses über die Öffnung der Pfarrhäuser für gleichgeschlechtliche Pfarrer fest, dass auch für die konservative, bibeltreue Sichtweise Platz in der Landeskirche ist. (Eigentlich ein trauriges Ergebnis, aber eine Rücknahme war ja auch nicht zu erwarten). Siehe website der SBI. Auch der neue Landesbischof Carsten Renzing scheint sehr vernünftige Ansichten zu vertreten, zumindest hat er auf einer SBI-Veranstaltung zum Schriftverständnis eine sehr bibeltreue Sichtweise gezeigt. Dies lässt hoffen.

        1. Lieber Peter,
          auf die Frage, wie bibeltreue Christen mit dem Abfall der Kirche umgehen, bin ich auch am Ende meiner Schrift „Was ist Kirche?“ Nr.9 in „Orientierung auf dem Weg der Nachfolge“ eingegangen. Man muß nach meiner Erfahrung leider sagen: Das Schiff der Landeskirchen ist geistlich weithin schon untergegangen. Daran ändert nichts, daß es durchaus noch eine Anzahl gläubiger Pfarrer in den Landeskirchen gibt. Sie alle zahlen einen hohen Preis in puncto praktischer Treue zu Christus und seinem Wort. Keiner, ich behaupte bis zum Erweis des Gegenteils: nicht ein einziger! kann seinen Pfarrdienst in der Landeskirche wirklich bibeltreu ausüben. Bibeltreu predigen geht in der Regel noch. Das oft sogar besser als in den Freikirchen, wo der Pastor viel unmittelbarer von der Gemeinde, die ihn bezahlt, abhängig ist. Aber der Pfarrer in der Landeskirche kann die Gemeinde nicht nach biblischen Maßstäben leiten, was insbesondere für alle Amtshandlungen – Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Abendmahlsausteilung – gilt. Darauf bin ich in meiner Schrift auch eingegangen. Und die praktische Bibeltreue in der Gemeinde ist für die geistliche Prägung der Gemeinde in ihrer Treue zu Christus mindestens genauso wichtig wie die in der Verkündigung. Praktisch bin ich tatsächlich der Meinung: es wäre geistlich längst viel besser, alle bibeltreuen Christen würden aus den Landeskirchen austreten und unabhängige bibeltreue Gemeinden gründen. Sie hätten meines Erachtens überhaupt keine Probleme, bibeltreue Pfarrer zu finden, die gibt es genug. Mancher würde wohl gerne die Landeskirche verlassen, wenn er in einer unabhängigen bibeltreuen Gemeinde dienen und sein Auskommen finden könnte. Alles „Auftreten“ in der Landeskirche hat doch den Abfall nicht gestoppt, ja noch nicht einmal verlangsamt. Das wird auch durch das Wirken der SBI nicht anders werden. Die einzigen, die hier klar und mutig aufgetreten sind, war das Evangelisationsteam um Theo Lehmann, soweit ich das aus dem fernen Württemberg mitbekommen habe und beurteilen kann. Alles halblebige Rumgeeiere bringt nicht weiter und spielt in die ungeistlichen Karten der Landeskirche. Theo Lehmann hatte damals, soweit ich mich erinnere, im Blick auf die Gespräche zwischen SBI und Landeskirche völlig zurecht betont: über die Wahrheit kann nicht verhandelt werden. Das ist überhaupt das ganz große Problem bei solchen Vorgehensweisen: wo darüber diskutiert wird, ob die Bibel Gottes Wort ist und ob wir uns an ihr orientieren oder nicht, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ertrunken. Die meisten „evangelikalen“ Leiter innerhalb der Landeskirchen zerreden dieses Problem aber wortreich und anscheinend sehr geistlich und werden so zu Teilhabern des Abfalls.

          1. Zum bedeutsamen Punkt: „Das Leiten der Gemeinde nach biblischen Maßstäben“ ist mir ein Vergleich aus der Erziehungswissenschaft eingefallen, wo man herausbringen wollte, welche Art pädagogischer Zuwendung die besten Lernerfolge ergibt. Es wurden drei vergleichbare Kindergruppen gebildet. Einmal gab der Pädagoge nur positive Zuwendung, interssierte sich, gab Ideen, half, lobte und freute sich mit den Kindern über ihre Fortschritte. In der zweiten Gruppe war die Zuwendung kritisierend, tadelnd, schimpfend, sanktionierend und man konnte es ihm nicht gut genug machen. In der dritten Gruppe gab es eine distanzierte, indifferente, uninteressierte Haltung, weder Lob noch Tadel, der Pädagoge war gar nicht interessiert am einzelnen Kind. Natürlich waren die Lernergebnisse in der ersten Gruppe am deutlichsten. Interessant war aber auch, dass die zweite Gruppe auch ordentliche Ergebnisse erbrachte. Aber in der dritten Gruppe war der Erfolg arm und bescheiden. Das heißt, eine negative Zuwendung ist immerhin auch eine Zuwendung und eine Annstrengung, die ein Interesse am Anderen zeigt. Wenn ich das auf den kirchlichen Bereich übertrage, wo ein Gemeindeleiter seine Mitglieder streng behandelt und gewisses Verhalten nicht duldet und nicht absegnet, dann kann das eine große Hilfe für den Einzelnen sein und noch späte Erfolge zeitigen. Auch wenn der Betreffende im Moment trotzig der Gemeinschaft den Rücken kehren sollte, werden diese Ermahnungen ihn ein ganzes Leben lang nicht verlassen. Er kann sie verdrängen, aber sie sind vorhanden. Und irgendwann wird er erkennen, wie gut sie eigentlich gemeint waren. Ein Leiter aber, dem das eine Verhalten so egal ist wie das andere, der eine teilnahmslos und gleichgültige Haltung an den Tag legt, der verfehlt m.E. seinen dem Guten verpflichteten Auftrag. Es ist für ihn wahrscheinlich bequemer und er will Liebkind sein, aber bestimmte Gemeindeglieder, die eine Richtschnur oder eine Warnung bräuchten, kriegen diese nicht. Und es ist ein großer Unterschied, ob jemand ein gottferneres Verhalten mit oder ohne Bewusstsein ausführt. Je nach dem gibt es eine Chance zur Umkehr, wenn sich das Gewissen mit der einstigen Mahnung des Leiters immer mal wieder meldet, oder es gibt keine solche Erinnerung. Insofern ist „das Leiten einer Gemeinde nach biblischen Maßstäben“ eine gewaltige, eine anstrengende, eine unbequeme Aufgabe. Wenn ein Pfarrer nun diese göttliche Weisung ernst nimmt und willens ist, sie zu erfüllen, man ihn aber nicht so verfahren lässt, dann ist das wirklich das Zurückweisen eines großen göttlichen Geschenkes, eine Verschleuderung von Kostbarkeiten, im Grunde eine Beleidigung Gottes. Das ist jetzt mal sehr schwarz-weiß und typisierend ausgedrückt. Eine Ermahnung und Warnung kann sehr sensibel rübergebrcht werden, dass sie wirklich auf fruchtbaren Boden fällt. Aber gar nichts zu sagen und halt nur machen lassen, das ist nicht gut, finde ich.

        2. Im Blick auf geistlich lebendige Gemeinden in den Landeskirchen, die bibeltreue Pfarrer und auch mehrheitlich bibeltreue Kirchengemeinderäte haben, ist das sicher eine schwierige Entscheidung. Pragmatisch scheint in diesen Fällen alles für einen Verbleib in der Landeskirche zu sprechen. Das grundsätzliche Problem, daß in einer Volkskirche ein wirklich bibeltreuer Pfarrdienst nicht möglich ist, bleibt bestehen, mit all seinen praktischen Konsequenzen, die ich in meiner Schrift „Stationen eines Lebens an der Hand Gottes“ aufgezeigt habe. Auch hier wäre im Prinzip zu bedenken, ob solche Gemeinden als Ganzes aus der Kirche austreten. Das müßte im Einzelfall rechtlich genau geprüft werden, was da wie möglich ist. Es hat vor Jahren mindestens einen solchen Fall gegeben, meines Wissens in Frankfurt. Ich halte aber niemand für einen schlechteren Christen, nur weil er weiter in der Landeskirche bleibt. Hier muß jeder das tun, was er im ernsten Hören auf Christus und sein Wort in seiner Situation als geistlich richtig sieht. Wir dürfen uns hier nicht zu Herren über das Gewissen anderer machen.

  2. Lieber Herr Tscharntke, diese qualifizierte Sichtweise von außen ist eine wertvolle Einmaligkeit. Da gibt es nach Gottes Wollen und Willen eine Institution wie Sie mit Sachverstand, Fachkompetenz, praktischer Erfahrung in einer Religionsorganisation, in der Auseinandersetzung mit dieser Organisation, im Austritt von ihr, im Vertrauen auf Gott und im Wagnis eigener Schritte und mit erhellenden Kommentaren und Informationen zu den Entscheidungen in den Organisationen im Zeitgeistfieber. Wer außer Ihnen könnte das so kompetent wie Sie? Journalisten haben längst nicht dieses Fachwissen und die biblische Verankerung. Ich sehe weit und breit niemanden, der diese Qualitäten und Qualifikationen hat, wie Sie, dem Religionskomplex so treffsicher auf den Zahn zu fühlen. Deshalb sind Sie eine ganz originäre und sehr sehr notwendige Institution, eine Aufklärungsinstanz par excellence. Woher sollte ein Normalsterblicher z.B. die Kirchenrechtsposition eines Olaf Latzel erfahren oder die schwierige Lage eines bibeltreuen Pfarrers im landeskirchlichen Dienst oder die vielen Widersprüchlichkeiten bei Kirchenfunktionären oder Bischöfen und vieles mehr. Sie sind für mich hier auf Erden derzeit die einzig glaubhafte öffentliche Instanz. Ich möchte nicht ausschließen, dass es noch weitere Menschen Ihres Typs gibt, z.B. Herr Theo Lehmann oder Herr Holmer (Honecker) oder Herr Parzany oder Herr W. Scheffbuch, die Gott mehr gehorchen als den Menschen. Doch Sie sind ein besonderer, nach außen Licht gebender, einmaliger Leuchtturm, der in der Wirrnis dieser Zeit eine unschätzbar wertvolle zeitnahe Orientierung gibt. Ich danke Gott für Sie, ich danke Ihnen von Herzen. Gott schütze und bewahre Sie und erhalte Sie uns.

  3. „Bibeltreue“ Pfarrer in der EKD – wie lange wird es die wohl noch geben? Werden sie bald einmal entfernt oder gehen sie von selbst aus ihrem Amt? Innerlich zerrissen zwischen dem was die Bibel sagt und den modernen Doktrinen der EKD, ist dies jedoch auch kein erstrebenswerter Zustand. Bruder Jakob Tscharntke erwähnt diese Dilemma und seinen Weg aus der EV. Kirche immer wieder in seinen Predigten. Sein Schritt ist nachvollziehbar.

    Die Kirchenfunktionäre der EKD haben sich doch vom biblischen Glauben längst verabschiedet. Jesus kein Opfer für die Sünden, Sein Vater war bei den einen Joseph, bei anderen war er ein römischer Soldat, wie es im Babylonischen Talmud in verschiedenen Traktaten dokumentiert ist.

    Das Verbleiben in der Kirche ist eine Frage des Glaubensgehorsams, aber es ist verständlich dass es große wirtschaftliche Probleme dabei gibt. Verurteilen kann ich persönlich niemand, wenn er eine Familie zu versorgen hat und den Schritt von sich aus nicht wagt. Wichtig ist, dass gläubige Menschen hinter solch einem Pfarrer stehen, wie es auch bei Pfarrer Latzel ist.
    Was auch ich persönlich erfahren habe ist, dass es sehr wohl Pfarrer gibt, die zwar bei einer entsprechenden Zuhörerschaft noch biblisch predigen, aber ihre innere Haltung nicht dem entspricht was sie predigen. Meine Frau und ich ich sind froh und dankbar die EfK-Riedlingen gefunden zu haben. Hier wird Gottes Wort immer biblisch richtig und glaubhaft weitergegeben. Möge unser HErr Jesus Christus weiterhin die ganze Gemeinde führen, festigen und leiten

  4. Lieber Herr Pastor Tscharntke,
    Sie schreiben: „Olaf Latzel kann in Bremen nur deshalb so mutig auftreten, weil in Bremen die einzelnen Gemeinden praktisch unabhängig sind. Sonst hätten sie ihn längst über die Klinge springen lassen.“
    Wir sollten Berufsschulpfarrer a.D. Eberhard Kleina nicht vergessen, der bereits vor seiner Pensionierung ungeheuren
    Mut bewiesen hat.

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