Endlich, wenn auch reichlich spät, meldet sich auch „Open Doors“ zur Christenverfolgung in deutschen „Asyl“unterkünften zu Wort

Seit Monaten frage ich mich: Wo bleibt der Aufschrei von „Open Doors“ zur Christenverfolgung in deutschen „Asyl“unterkünften?

Schon im Sommer 2014 hatte unter anderem die „Zeit“ darüber berichtet. Aber „Open Doors“ schwieg, zumindest soweit ich es wahrgenommen habe, zu diesen ungeheueren Vorgängen. Stattdessen ließ sich Markus Rode, der Leiter von „Open Doors“ in Deutschland, artig mit Frau Merkel, der wesentlichen Urheberin dieser unerträglichen Zustände, ablichten.

Christenverfolgung in deutschen Asylunterkünften?! Ich hatte schon im September 2015 in einem Interview mit dem regionalen Wochenblatt „Südfinder“ darauf hingewiesen, daß die massenhafte Aufnahme von Muslimen eine Perversion des Asylgedankens sei, weil wir damit die Täter und nicht die Opfer nach Deutschland holen. Das ist mit ein Grund, weshalb ich „Asyl“ bei „Asyl“unterkünften in Anführungszeichen setze. Denn mit Asyl hat das, was derzeit unter diesem Namen geschieht, so gut wie nichts mehr zu tun. Es ist vielmehr, ich wiederhole und betone das, eine kaum vorstellbare Perversion von Asyl.

In deutschen „Asyl“unterkünften erleben vor allem Frauen und Christen genau die Gewalt, vor der sie von zuhause geflohen sind. Perverser kann es eigentlich kaum noch gehen. Und unsere Kanzlerin betont, sie tue, was „Moral und Anstand“ geböten. Was, um Himmels Willen, tut diese Frau erst, wenn sie nicht nach „Moral und Anstand“ handelt?

Als ich vor mittlerweile 8 Monaten auf diese Mißstände hingewiesen hatte, schrie die politisch-korrekte Meute nach dem Staatsanwalt. Unser Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden drohte mit dem Ausschluß unserer Gemeinde aus dem Bund. Haßtiraden gerade von „christlicher“ Seite gegen meine Person sind bis heute zu vernehmen, wenn auch in einem minimalen Prozentsatz im Verhältnis zum Zuspruch.

Dabei waren die Fakten doch damals schon bekannt. Man war nur noch bemüht, diese bestmöglich unter den Teppich zu kehren und den zu kriminalisieren, der auf die Mißstände hinwies.

Mittlerweile lassen sich diese Mißstände nicht mehr verheimlichen. Obwohl wir davon ausgehen müssen, daß Politik und Medien dies immer noch so gut wie irgend möglich versuchen.

Am meisten Schande laden hierbei Kirchenfürsten aus Landes- und Freikirchen auf sich, die sich bisher meines Wissens nie klar zu Wort gemeldet haben, sondern diese unsäglichen Vorgänge als „Einzelfälle“ verharmlosen. Sie müssten sonst ja die politisch-korrekt derzeit beliebteste und bestgeschützte Personengruppe Deutschlands kritisch in Frage stellen: junge muslimische Männer, die als „Flüchtlinge“ zu uns gekommen sind.

Einzelfälle“ sind die Christenverfolgungen in deutschen Asylunterkünften, wenn man so will, schon. Aber eben eine erschreckende Zahl von „Einzelfällen“. Wenn Volker Baumann von der Aktion für verfolgte Christen und Notleidende (AVC) Recht hat, dann sind es bis zu 40.000 Einzelfälle! Ungeheuer, einfach nur ungeheuer, was die Regierung Merkel aus dem deutschen Asyl gemacht hat!

Der syrische Flüchtling Fadi S. bringt das Problem exakt auf den Punkt: er äußert sich „schockiert“, dass er vor muslimischen Fundamentalisten geflohen sei und nun im Flüchtlingsheim wieder auf sie treffe. Genau das war absehbar. Genau das ist geschehen. Genau das wurde von den Verantwortlichen, bis zum Erweis des Gegenteils vorsätzlich, herbeigeführt. Wann ziehen diese Damen und Herren endlich die Konsequenzen und treten zurück?!!!

Quelle

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/christliche-fluechtlinge-bis-zu-40-000-nicht-muslime-im-fluechtlingsheim-drangsaliert-14223089.html

21 Antworten auf „Endlich, wenn auch reichlich spät, meldet sich auch „Open Doors“ zur Christenverfolgung in deutschen „Asyl“unterkünften zu Wort“

  1. Hinweis von Jakob Tscharntke: Die nachfolgende Meldung beruht auf einem später festgestellten Irrtum, da es einen „Open doors Chor“ gibt, der mit der christlichen Organisation „Open Doors“, die sich für verfolgte Christen einsetzt, nichts zu tun hat. Wir löschen diese auf einem Irrtum bestehende Meldung nicht, da dann die Gefahr viel größer wäre, daß andere dem gleichen Irrtum aufsitzen. So werden die Nutzer dieser Seite darauf hingewiesen, daß es hier Verwechslungsmöglichkeiten gibt und bekommen Hilfe, das eine Werk vom andern fast gleichen Namens zu unterscheiden!
    Nun wie gehabt der Beitrag, der auf einem falsch vermuteten Zusammenhang zwischen dem „Open doors Chor“ und der Organisation „Open Doors“ beruht:

    Ich habe mal nach „Open doors“ und ihre Verbindungen zu Rotary gesucht – und bin dabei auch fündig geworden. Außerdem ist „Open doors“ mit der „Deutschen Evangelischen Allianz“ verbunden, die ebenfalls zu Rotary und Freimaurerei ihre Verbindungen hat. Daraus können schon die entsprechenden Schlüsse daraus gezogen werden. Anbei nur einige Hinweise:

    Großartiges Benefizkonzert mit „Open doors“:

    Am Sonntag, 14.06.2015 herrschte großer Andrang in der evangelischen Stadtkirche in Sinsheim: Der Chor OPEN DOORS war in dem vom ROTARY CLUB Sinsheim veranstalteten Benefizkonzert zu erleben. In der nahezu voll besetzten Kirche bot der Chor ein Konzert der Superlative! Der Saxophonist Darius Hummel und Mario Finkbeiner an den Percussion rundeten das Programm ab, wobei Darius Hummel großen Saxophonsound in der Kirche entwickelte.

    http://www.rotary1860.net/sinsheim/07_chronik/150614-Benefizkonzert.php

    „Open doors“ arbeitet auch international mit Rotary zusammen:
    Zusammenarbeit mit Rotary Club Perth:

    https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=http://www.perthrotary.org/visit-from-open-doors-lanark-county/&prev=search

    Nun hat „Open doors“ mit insgesamt anderen 158 Missionsgesellschaften und christlichen Organisationen am Christival 2016 in Karlsruhe teilgenommen. PETA „CHRISTEN FÜR TIERE“: Auch die Tierschutzverein PETA Deutschland e.V., der für eine streng vegane Ernährung kämpft war Teilnehmer bei der Veranstaltung, verantwortet von der „Deutschen Evangelischen Allianz“.

    Dazu ein kritischer Beitrag zu dieser Veranstaltung:

    https://www.der-ruf.info/jugendkongress-christival-baldur-gscheidle/
    Somit bin ich persönlich ebenfalls recht enttäuscht über „Open doors“ mitsamt allen evangelikalen Missionen und Vereinen, die sich wie es aussieht dem allgemeinen Trend verschrieben haben.

    1. Das hier angeführte „Open Doors Chor“ Konzert genauso wie der Besuch von „Open Doors“ in Perth hat gar nichts mit dem christlichen Hilfswerk Open Doors in Kelkheim/Taunus zu tun, das sich seit 60 Jahren für verfolgte Christen einsetzt.
      Ich bin sehr enttäuscht, dass eine evangelische Freikirche solch fehlerhafte und irreführende Meldungen stehen lässt.

      1. Lieber Ado Greve, wir lassen die Meldung nicht einfach stehen, sondern wir veröffentlichen ja auch die Beiträge, die diese Meldung als Irrtum aufweisen. Wie hier die Ihre auch. Damit müsste der Irrtum doch aufgeklärt sein. Meines Erachtens sogar besser, als wenn wir die irrtümliche Meldung einfach gelöscht hätten. Denn dann wäre die Gefahr viel größer, daß andere dem gleichen Irrtum aufsitzen. So werden sie darauf hingewiesen, daß es hier Verwechslungsmöglichkeiten gibt und bekommen Hilfe, das eine Werk vom andern fast gleichen Namens zu unterscheiden!

      2. @ Ado Greve: Wenn Sie alles hier richtig gelesen hätten, würden Sie entdeckt haben, dass ich meinen Irrtum auf dieser Seite am 14. Mai 2016 berichtigt habe.

        LG

  2. Und selbst wenn es sehr viel weniger „Einzelfälle“ wären, dann wäre jeder einzelne Einzelfall einer zu viel! Verbergen sich doch hinter den nackten Zahlen Schicksale von Menschen, wie du und ich.
    Es geht unter die Haut, was man da stellenweise lesen muss. „Einzelfälle“? Welche eine Verhöhnung der Opfer!

    1. Ja, und es ist eine Riesenschande für diese Teile der sogenannten deutschen Christenheit, daß sie sich bis zum Anschlag für die muslimischen Invasoren einsetzen aber so gut wie nichts tun für die von diesen Invasoren verfolgten Glaubensgeschwistern. Allein das zeigt schon, wem diese Leute näher stehen und vom welchem Geist sei geleitet sind. Der Heilige Geist kann es ziemlich sicher nicht sein. Denn sonst würden sie sich in erster Linie um ihre Glaubensgeschwister kümmern, wie das Wort Gottes dies eindeutig gebietet.

  3. Es macht mich zunehmend traurig, dass hier über alles und jeden Kritik ausgegossen wird, so berechtigt diese auch oftmals ist. Es gibt nun einmal keine Sache auf dieser Welt, in der alles perfekt ist. Aber deshalb muss man doch nicht das Ganze derart diskreditieren. Missstände sollen natürlich angesprochen und kritisiert werden, keine Frage! Nur finde ich es manchmal reichlich überzogen. Das Chrsitival an sich ist doch eine gute Sache, zumindest war es das, als ich vor Jahren dort gewesen bin. Aber es wird doch wohl immer so sein, dass auch Negatives dabei ist. Jesus sagte selbst, dass der Teufel Unkraut zwischen den Weizen sät.

    Lieber Baldur, was deine links zu Open Doors angeht, so ist mir neu, dass OD einen Chor hat und sich um psychisch kranke Kinder kümmert. Das dort erwähnte Open doors hat nichts mit jenem, welches sich um verfolgte Christen kümmert, zu tun. Bitte nicht nur Rotary+Open doors googlen!

    Und um eine Lanze für Open doors zu brechen: soweit ich es mitbekommen habe, hat OD und auf alle Fälle Idea schon früh auf die hier angesprochene Problematik hingewiesen. Auch der küzlich in unserer Gemeide gewesene Referend von OD hat dies sehr deutlich angesprochen. Es ist aber in diesem Fall für ein so öffentliches Werk schwierig, konkrete Aussagen ohne belastbare Fakten zu treffen. Die Betroffenen in den Heimen schweigen oft aus Angs vor erneuten Repressalien und verheimliche Ihr Christsein. Außerdem gibt es ja auch nicht einmal Informationen über die Religionszugehörigkeit, da diese nciht erfasst wird. Open doors hat sich deshalb über einen längeren Zeitraum intensiv damit befasst und die Sache untersucht. Dies scheint jetzt zum Abschluss gekommen zu sein.
    Und dass OD nicht handelt, davon kann ja nun überhaupt keine Rede sein! Wenn sich jemand für die verfolgten Christen aktiv einsetzt, dann OD.

    1. Lieber Peter, daß sich Open Doors nun geäußert hat, das sollte ja auch vor allem positiv betont werden in meinem Beitrag. Das hat mich echt gefreut. Und dieser Freude wollte ich Ausdruck verleihen. Daß es so lange gedauert hat, kann allerdings nicht mit erst noch notwendigen Recherchen zusammenhängen. Denn, wie gesagt, die „Zeit“ und auch noch andere Medien hatten schon im Sommer 2014 über Christenverfolgung in deutschen „Asyl“unterkünften berichtet. Und das waren nun keine rechtsextremen „Hetz“medien. Wenn die sich zu äußern wagen, hätte es für OD auch möglich sein müssen.
      Zum Christival hat Lothar Gassmann Einiges veröffentlicht. Ich habe diese Berichte aus Zeitgründen nur kurz überflogen. Aber soweit ich sehen konnte, sprechen sie leider eine deutliche Sprache. Ich würde auch gerne mehr Positives berichten. Aber im Moment sehen wir vor allem die sogenannte „Christenheit“ im fast freien Fall. Da gibt es wohl leider wenig zu beschönigen.

      1. Bzgl. „Zum Christival hat Lothar Gassmann Einiges veröffentlicht“ möchte ich den Kommentar bei http://www.idea.de/spektrum/detail/die-grosse-bibel-show-96718.html wiedergeben:

        Dr.LotharGassmann vor 3 Tagen
        Das letzte Christival, das ich besuchte, war im Jahr 2002. Bereits damals waren meiner Meinung die Zustände so schlimm, dass ich davor warnen musste. Offenbar hat sich seither nichts gebessert. Hier die Fakten von 2002: „Die Masse tobt. Sie feiern Jesus … Eine regelrechte JesusEuphorie überzieht die Region. Alle sind begeistert – alle, außer Jesus! Der räumt lieber schleunigst das Feld, weil er von diesem Fankult überhaupt nichts hält.“ Diesen Ausführungen von Klaus Göttler, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Jugendkongresses „Christival“, der im Oktober 2002 in Kassel stattgefunden hat, kann ich von Herzen zustimmen. Er schreibt diese Sätze in der Christival-Zeitung Nr. 2 (Seite 3), die im März 2002 in 300.000 Exemplaren gedruckt und landauf landab als Anmeldeexemplar in Kirchen und Gemeinden verteilt wurde. Leider aber stimmen viele weitere Ausführungen und Veranstaltungshinweise in dieser Zeitung überhaupt nicht mit diesen Sätzen überein. Liest man insbesondere die Hinweise zu den für die Abende geplanten „Festivals“ (auch die morgendlichen Bibelarbeiten heißen jetzt „Bibelfeste“! – siehe Seite 6 und 7), dann gewinnt man doch den Eindruck, dass es hier eher um eine Party als um die Anbetung des heiligen Gottes und seines Sohnes Jesus Christus geht. Hierzu einige Beispiele aus der ChristivalZeitung: „Wenn es Nacht wird, ist mit Christival noch lange nicht Schluss. Mit ‚Stille Nacht‘, ‚Schrille Nacht‘ und ‚Heilige Nacht‘ legen wir die Nachtschicht ein … Das ultimative Angebot: Kultur, Kleinkunst, Gottesdienst, Worship, chill out. Nachtschwimmen, Party bis zum Abwinken lassen jede Nacht zum unvergesslichen Erlebnis werden“ (Seite 7). „Schwimmbad-Festival: Crazy Music und cooler Talk, nasse Action und krasse Effekte … ohne dass du nasse Füße bekommst – also, pack die Badehose ein!“ (Seite 9). „Jesus Dance Experience: Die Dance- und HipHop-Party mit Jesus im Mittelpunkt. Mit Jesus Party machen, sich von ihm begeistern lassen: Dieses Festival bringt dich in Bewegung. Heiße Beats und fette Styles sorgen für den passenden Rahmen. ‚Jesus first‘ heißt hier: Jesus bestimmt den Groove dieser Party und lädt dich ein, den passenden Grundrhythmus für dein Leben zu finden“ (Seite 9). „Welcome to Showbiz … Man nehme 100 % ‚echte Stars‘, einen Hauch ‚Glamour‘, eine Tasse ‚Games‘, eine Prise ‚Action‘ und würzt dieses spannungsgeladene Gemisch mit den nötigen VIPs und Promis. Und fertig ist das Feuerwerk der Unterhaltung: Das Christival-ShowbizFestival!“ (Seite 9). „Laugh-Parade. Das Festival für alle, die es lieben zu lachen! Humor, Witz und Spaß ohne Pause … Dabei sind: Jesus Christus, Arno Backhaus, Die Misteln, David Kadel, Stefan Schneider, Katharina Brudereck, Torsten Hebel und andere!“ (Seite 9). Unter den Seminaren finden sich – neben vielen guten Angeboten! – auch solche: „S 402: update-Freizeitprogramme: Schon mal im ‚Harry-Potter-Stil‘ gefreizeitet? Bravo-Hits verandachtet? Oder ein Evangelium versoapt? Ideen von gestern und morgen.“ – „S 403: Hip-Hop-Tanzworkshop.“ – „S 409: Christsein und Kampfsport mit Jesus Christus als Priorität im Leben. Wir lernen Möglichkeiten vom Kampfsport kennen…“ (Seite 14). Diese Beispiele zeigen, dass die Grenzen zur Welt, ja sogar zum Okkultismus („Harry Potter“, „Kampfsport“, ekstatisierende okkulte Musik) und zur Gotteslästerung (z.B. „Laugh-Parade“ mit Jesus als „Teilnehmer“!) in christlichen Kreisen längst überschritten sind. Die Sprache, in die hier die Einladung zum Evangelium verpackt ist, stellt weit mehr als nur eine Geschmacklosigkeit dar – sie ist äußerer Ausdruck der inneren geistlichen Verflachung und Verarmung vieler christlicher Kreise! Ich sage dies mit großer Trauer, denn ich hatte mich bisher auch zu den Evangelikalen gezählt und in früheren Jahren selber beim Christival mitgewirkt, ohne freilich alle Entwicklungen mittragen zu können. Ja, es stimmt mich traurig, dass offensichtlich immer mehr Menschen im evangelikalen Bereich im Begriff stehen, jede Ehrfurcht vor Gott zu verlieren und das Heilige auf eine zeitgeistige und für ernsthafte Christen anstößige Ebene herunterzuziehen. Über folgende Fragen bitte ich alle Veranstalter und Mitwirkenden bei Christival nachzudenken: Ist Jesus Christus ein Unterhaltungsgegenstand – oder der heilige und unbefleckte Sohn Gottes? Sind Themen wie „Sünde“, „Buße“ und „Kreuz“ Dinge, die in ein Unterhaltungsprogramm passen – oder besteht hier nicht ein unvereinbarer Widerspruch? Können und dürfen wir Gott mit ekstatisierenden Techno- und Hip-Hop-Rhythmen loben, die Menschen für dämonische Mächte öffnen – oder aber „mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern“ (Kolosser 3,16). Evangelikale – wohin? Die Unterscheidung, die Dr. A. W. Tozer bereits vor vielen Jahren im Blick auf „das alte und das neue Kreuz“ vornahm, trifft in geradezu prophetischer Weise auf die heutige Entwicklung zu. Tozer schreibt: „Gänzlich unbemerkt ist in unserer modernen Zeit ein neues Kreuz in viele gläubige Kreise eingedrungen … Das alte Kreuz hat nichts mit der Welt zu schaffen. Für Adams stolzes Fleisch bedeutet es den Tod … Das neue Kreuz steht nicht im Gegensatz zur Welt. Es ist eigentlich ein freundlicher Kumpan und, wenn man recht versteht, die Quelle guter, sauberer Unterhaltungen und unschuldiger Vergnügen. Es lässt den Menschen unbehelligt leben. Seine Lebensmotive sind unverändert geblieben. Er lebt noch immer zu seinem eigenen Vergnügen, nur dass er jetzt christliche Lieder singt und sich religiöse Filme ansieht, anstatt anstößige Lieder zu singen oder stark alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Die Betonung liegt noch immer auf Vergnügen, obwohl es nun einen moralisch höheren Standard, wenn nicht gar einen intellektuellen erreicht hat.“ Und Tozer folgert, an die Adresse der Verkündiger gerichtet: „Die Verkündigung, die zwischen dem Weg Gottes und dem der Menschen freundliche Parallelen zieht, ist von der Sicht der Bibel aus gesehen falsch und ein grausames Vergehen an den Herzen derer, die zuhören. Der Glaube Christi verläuft nicht parallel mit der Welt, sondern durchtrennt sie. Wenn wir zu Christus kommen, bringen wir unser altes Leben nicht auf eine höhere Ebene, sondern lassen es am Kreuz. Das Weizenkorn muss in die Erde fallen und sterben. Wir, die wir das Evangelium predigen, müssen uns nicht als öffentliche Vermittler vorkommen, die gesandt wurden, um zwischen Christus und der Welt ein gutes Einvernehmen herzustellen. Wir dürfen uns nicht einbilden, es sei unsere Aufgabe, Christus dem Fortschritt, der öffentlichen Meinung, dem Sport oder der modernen Bildung anzupassen. Wir sind keine Diplomaten, sondern Propheten, und unsere Botschaft ist kein Kompromiss, sondern ein Entweder-Oder.“ Können wir heute auf diese warnende Stimme noch hören?

        1. Ergänzend zum obigen Kommentar von Lothar Gassmann zum Christival 2002 möchte ich noch einen bei http://www.ideaschweiz.ch/spektrum/detail/das-karussell-dreht-sich-gefaehrlich-schnell-97017.html entdeckten Kommentar zum diesjährigen Christival wiedergeben:

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          Das Karussell dreht sich gefährlich schnell

          Endlich warme Temperaturen. Ich freue mich auf die ersten Schwimmlängen im Freibad. Stattdessen notfallmässige Einlieferung ins Spital. Sechs Tage hospitalisiert. Lektüre im Spitalbett: „Die Show ist ohrenbetäubend … Die Bässe böllern gewaltig … Die Teilnehmer kämpfen mit Schlafmangel und dem übergrossen Angebot … Die Inszenierung muss stimmen … Auf der Bühne gleichzeitig drei Verkündiger … Per Knopfdruck entscheiden, wem man zuhören will oder zwischen den dreien hin und her wechseln … Lobpreismusik in dreifacher Ausfertigung zum Auswählen …“ Satzsplitter aus einem Bericht über das „Christival“ in Karlsruhe mit 13.000 Jugendlichen (ideaSpektrum Nr. 19).

          Dass ich verwirrt bin, liegt nicht an den vielen Medikamenten. Action, Fun, Lautstärke, Mega-Angebot, Auswahlprogramme. Alles auf einmal, zu gleicher Zeit, nichts verpassen. Aufschnappen, wegzappen, hinhören, weghören, auswählen, abwählen. Das Karussell dreht sich gefährlich schnell, nur keine Langeweile. So will die postmoderne Jugend abgeholt (oder geködert?) werden. Der krankmachende Lebensstil wird auch zum Glaubensstil. Der Inhalt des Evangeliums in einer weltlich kopierten Verpackung präsentiert. „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin!“ (Psalm 46, 11). Wäre dieses Konzept nicht nachhaltiger? Braucht unsere Jugend nicht vielmehr Hilfen zum Ausstieg aus dem Spass- und Auswahlkarussell? Aus dem Spitalbett schreibe ich deshalb meinem neunjährigen Enkel eine SMS: „Würde lieber schwimmen, als im Spital liegen. Aber man kann im Leben nicht immer auswählen, was man tun möchte.“

          Marianne Vonlanthen war Lehrerin und Katechetin und schreibt gelegentlich Kolumnen.
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    2. Lieber Peter,

      „sage mir, mit wem du umgehst – und ich sage dir wer du bist“. Dieses Sprichwort gilt auch hier bei OD. Wo in der ganzen Schrift findet sich ein einziger positiver Hinweis, dass Licht und Finsternis gemeinsam miteinander zusammenarbeiten sollten? Im AT und NT wird IMMER zur Trennung aufgerufen.

      Jer 17,5 „So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verläßt und hält Fleisch für seinen Arm, und mit seinem Herzen vom HERRN weicht“.

      Die ganzen humanistischen freimaurerischen Vereinigungen mit ihren Sevice- Ablegern wie Rotary, Lions und anderen tun ja augenscheinlich auch Gutes, ihr Ziel ist aber letztendlich das Christentum zu eliminieren. Da kannst du ja mal selbst danach suchen.

      Was Christival, ProChrist und JesusHouse anbetrifft, empfehle ich dir, den Link zu meiner Ausarbeitung zu öffnen. War dieses Event für die Massen wohl eine segensreiche Veranstaltung?

      https://www.der-ruf.info/jugendkongress-christival-baldur-gscheidle/

      Und was du als Kritik monierst – darum geht es überhaupt nicht – sondern wir sollten als Nachfolger Jesu auf die Zeichen der Zeit achten, dass wir nicht betört werden durch die verfüherischen Schalmeienklänge dieser Leute. Es gilt, dass die Gläubigen gewarnt und aufgerüttelt werden in einer Zeit, wo wir auf breiter Front mit Lügen aller Art gefüttert werden. Beachten wir Gottes Wort:

      1Thes 5,6 So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein.

      1Petr 5,8 Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge.

      1. Lieber Baldur,
        als Kinder des Lichts sind wir doch der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit verpflichtet, nicht wahr? Und dazu gehört es eben auch, nicht nur freimaurerische Verbindungen zu ergooglen, sondern die Ergebnisse dann auch richtig zu bewerten. In diesem konkreten Fall hatte ich dich ja schon darauf hingewiesen, dass weder der Chor noch das andere Projekt in Perth auch nur ansatzweise (bis auf den Namen halt) etwas mit dem OpenDoors zu tun hat, worüber wir hier reden. Wahrhafrtig wäre es also zu sagen: Stimmt, hier lag ich daneben. Wenn es nicht so offensichtlich wäre, müsste man ja schon von Rufmord sprechen. Auch dass OD beim Christival war, sagt ja nun recht wenig über OD selbst aus. Man muss schon die Leute selbst anschauen, was sie tun und sagen und nicht nur so oberflächlich urteilen. Das Sprichwort mit dem Umgang taugt hier nur bedingt. Dieser Logik folgend könnte ich ja auch folgendes postulieren: Ich habe neulich ein Interview mit Pastor Tscharntke auf einer Website gesehen, die nur so von Esotherik und Pseudowissenschaft trieft. Dieser Pastor muss also auch schon abgefallen und ein Irrlehrer sein und will uns bestimmt unterschwellig auf Abwege führen. Wäre das denn wahrhaftig?
        Ehrlich gesagt bin ich erschrocken, wie hier teilweise ungesitig geurteilt und dem nicht widersprochen wird.

        1. Lieber Peter, ich stimme Dir zu, daß das Auftreten irgendwo noch keine Übereinstimmung mit den Inhalten dieser Veranstaltung oder Einrichtung aussagen muß. Wobei eine solche Übereinstimmung durch eine Mitwirkung sich natürlich schon ein stückweit nahelegt. Deshalb hatte ich mir mein Interview bei QuerdenkenTV natürlich auch im Vorfeld sorgfältig überlegt, da natürlich die Gefahr naheliegt, daß dies so verstanden werden könnte, daß ich nun esoterische Inhalte, die dort auch vermittelt werden, verharmlosen würde. Daß ich mich diesem Vorwurf durch das Interview aussetzen würde, war mir klar und das habe ich in diesem Falle in Kauf genommen.
          Wenn man nun allerdings das Profil einer Person oder eines Werkes kennt, dann kann man auch abschätzen, ob ein solcher Verdacht begründet sein könnte oder auszuschließen ist. Wer z.B. meine Verkündigung kennt, der weiß, daß ich garantiert niemand bin, der esoterische Inhalte verharmlost. Es gilt deshalb immer, die Gesamtsituation differenziert im Blick zu haben.

        2. Lieber Peter,

          Falls mein Hinweis zu Rotary Perth lediglich eine Namensübereinstimmung sein sollte, tut mir das leid. Es ist jedoch eindeutig, dass OD beim Rotary Club Sinsheim einen Auftritt hatte. Und das kann nicht weg diskutiert werden.

          Kannst du dir vorstellen, dass Jakob mit seiner Gemeinde einen Auftritt bei Rotary machen würde, in der Regel erhält man von dort auch eine Spende.

          Oder denkst du wohl, dass Jakob mit Gemeinde bei ProChrist, Christival, JesusHouse oder Willow Creek teilgenommen hätte?

          Du hast neulich ein Interview mit Pastor Tscharntke auf einer Website gesehen, die nur so von Esoterik und Pseudowissenschaft trieft. Allerdings hat Jakob aber keine esoterischen Sprüche dort losgelassen sondern er steht immer für ein klares Wort und Zeugnis. Das ist ein großer Unterschied!

          Auf dem Christival waren 158 Missionsgesellschaften und andere Gruppen, meist aus der DEA vertreten, die sich aber anscheinend nicht zu Wort gemeldet haben. Besonders erschreckend war der Auftritt von PETA, die dort für ihren Veganismus missionierte.

          Habe ja darauf hingewiesen. AndreasK hat den Bericht von Lothar Gassmann eingestellt, den kannst du ja auch lesen. Ob er für dich auch ungeistlich ist?

          Ich wundere mich manchmal auch, dass manche wenig geistliches Unterscheidungsvermögen an den Tag legen.

          1. Nun hat ja mittlerweile auch AndreasK festgestellt, dass der von dir verlinkte Chor namens Open Doors überhaupt nichts mit dem Werk aus Kelkheim zu tun hat. Um das festzustellen, bedarf es noch nicht einmal geistliches Unterscheidungsvermögen. Es reicht, einfach die von dir geposteten links zu lesen. Ich verstehe wirklich nicht, wieso dir das nicht aufgefallen ist, obwohl ich schon zwei mal darauf hingewiesen habe. Du kannst doch nicht zwei Namen in google hauen und das Ergebnis ist der Erweis des geistlichen Abfalls?!? Noch dazu wenn das Ergebnis nicht einmal stimmt.

            Zu deiner Frage zu Pastor Tscharntke, ProChrist, Christival, JesusHouse und Willow Creek: Wenn es möglich ist, auf einer weltlichen bis antichristlichen Plattform über nicht fordergründig geistliche Themen zu reden, wieso sollte es nicht auch gehen, bei einer dem Grundsatz nach christlichen Veranstaltung zu sein. Schließlich würde Jakob auch dort keine Sprüche loslassen, sondern in gewohnter Weise das Evangelium predigen. Ist also das „Macht keine gemeinsame Sache!“ auf das eine anzuwenden und auf das andere nicht?

            Die Ausführungen Gassmanns habe ich überflogen. In manchen Punkten habe ich sicherlich eine andere Erkenntnis oder sie fehlt mir vielleicht auch, aber deswegen bin weder ich noch er ungeistlich. Im Übrigen widerspreche ich der Kritik ja nicht einmal.

            Ich kenne persönlich jemanden, der auf dem Christival ein Seminar gehalten hat und dem es ein Anliegen ist, dass Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Jesus finden. Kann man das Ganze – bei aller berechtigten Kritik – nicht auch als Möglichkeit zu sehen, die Leute zu erreichen? Ich denke, es wird in der vor uns liegenden Zeit immer schwieriger werden, dies zu tun.

            1. Lieber Peter, es war im bibeltreuen Lager immer schon ein kontrovers diskutiertes Thema, ob Christen bei problematischen „christlichen“ Veranstaltungen mitwirken sollten. Schon zu Heinrich Kemners Zeiten tobte hier nach meiner Erinnerung der Kampf um die Mitwirkung am Kirchentag. Kemner war meiner Erinnerung nach dafür. So sehr ich seine Klarheit schätze, hatte ich hier immer schon eine andere Ansicht. Aber in der Tat sollte das nichts sein, weshalb wir uns als Geschwister in die Wolle kriegen. Letztlich ist es eine Ermessensfrage: ist der Schaden oder Nutzen größer dadurch, daß wir dabei sind und vielleicht doch einige mit dem Evangelium erreichen oder daß wir als frommes Feigenblatt mißbraucht werden, der unchristliche Charakter der Veranstaltung vielen dadurch verborgen bleibt und sie in die Irre geführt werden?
              Deshalb halte ich, so absonderlich das vielleicht auf den ersten Blick klingen mag, die Mitwirkung bibeltreuer Christen bei offenkundig nichtchristlichen Veranstaltungen für unproblematischer als bei Kirchentagen etc., wo die Signale einer solchen Mitwirkung viel mißverständlicher sein können. Aber in diesen Einschätzungen dürfen wir auch als Christen verschiedener Meinung sein.

        3. Lieber Peter, liebe Foristen und Leser,

          es tut mir sehr leid, dass ich in der Sache „Open doors“ und der vermeintlichen Verbindung zu „Rotary“ nicht besser recherchiert und auch nicht bemerkt habe, dass hier lediglich eine Namensgleichheit vorliegt. Ich möchte mich deshalb in aller Form über meinen Fehler bei allen Forumsbesuchern entschuldigen und um Vergebung bitten!

          Was ich jedoch über die erwähnten Großveranstaltungen dern DEA geschrieben habe, bleibt davon uberührt.

          Gruß Baldur

  4. 11 April 2016, 12:00
    Wann handelt der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm?

    Hochverehrter Herr Landesbischof, warum nehmen Sie die zahllosen Berichte über stattgefundene (!) Übergriffe nicht ernst?“ idea-Kommentar von Helmut Matthies

    Wetzlar (kath.net/idea) Seit nunmehr fast zwei Jahren wird von „Report München“ über „Zeit“ bis „Welt“ berichtet, dass Christen in einzelnen Flüchtlingsheimen drangsaliert und geschlagen werden – „hundertfach“ (!) (so „Open Doors“). Längst beschäftigen sich Staatsanwaltschaften und die Polizei damit. Eine lutherische Freikirche (SELK) kümmert sich aufopferungsvoll um die bedrängten Christen. Von der Leitung der EKD hört man nur von „Sorgen“, aber von keiner Solidaritätsaktion. Letzte Woche hat im Bayerischen Fernsehen der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm , geäußert, Gewalt von muslimischen Flüchtlingen gegen Christen sei kein flächendeckendes Problem. Sollten neue Erkenntnisse da sein, „die wirklich geklärt sind und wirklich handfest sind, dann muss gehandelt werden“.

    Herr Ratsvorsitzender, sie scheinen mir gelinde genommen etwas „verwirrt“ in der doch wichtigen und zentralen Sache Gottes, die Nächstenliebe nicht richtig verstanden zu haben! Es ist nicht das erste Mal, wie Sie „das Pferd von hinten zu satteln befohlen“ mir zu verstehen geben, was mich Ihres Amtes wegen sehr zu bedenken gibt.

    Hingegen zu meiner Erwartung was aus dem Bericht – Idea – unter die Herausgeber sind die Menschenrechtsorganisation AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende, Nidda), die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM, Frankfurt am Main) die christliche Hilfsorganisation Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt/Main), das katholische Hilfswerk Kirche in Not sowie der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland (beide München) hervorgeht, bin ich schon mal mit einem großen Seufzer froh, dass sich Organisationen zusammenschließen und sich dieser schändliche Taten stellen und an die Öffentlichkeit gehen. Es wurde lange genug willkürlich vertuscht, weggeschaut und beschönigt.

    Herzlichen Dank, Herr Pastor Jacob Tscharntke für Ihre Engagement. Ich lese gern Ihre Berichte und vernehme auch Ihre Predigtbank.
    Der Herr möge Sie weiterhin segnen!

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