Eigentlich muß einem Jürgen Mette ja leid tun

Da stellt idea-spektrum (Ausgabe vom 9.9.2015) die Frage: „Darf ein Bischof im Islamzentrum mitwirken?“ (siehe dazu auch den Kommentar vom 25.8.2015 „Michael Diener und Jürgen Mette fallen den Bibeltreuen in den Rücken“).
Markig beginnt Mette seinen Pro-Beitrag auf diese Frage mit den Worten: „Darf? Er muss!“ Laut Mette besteht also eine heilige Christenpflicht für den EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm, an der Werbung für den Islam mitzuwirken. „Er muss!“!
Die „Begründung“ von Mette: „Weil es zum Dialog keine Alternatvie gibt. Gesprächsverweigerung wäre ein Schwächeanfall der Kirche“. Wieder markig gesprochen, aber völlig ohne Sinn. Reine Manipulation. Denn Mette vermengt zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Eine beliebte Masche von Manipulatoren. Denn jetzt redet Mette von „Dialog“ = Gespräch. Ein Gespräch mit Vertretern des Islam aber hat doch niemand dem Herrn EKD-Ratsvorsitzenden verwehren wollen. Ganz gewiß auch nicht seine schärfsten Kritiker! Herr Mette tut so, als könne Bedford-Strohm den Dialog mit dem Islam nur führen, indem er im Kuratorium zum Bau eines Islamischen Zentrums mitwirkt. Was für ein Unsinn! Was für eine Verwirrung der Geister!
Aber die Verwirrung wird noch größer. Denn einige Absätze später stellt Mette selbst kritisch fest: „Ob der Ratsvorsitzende mit der Entscheidung für dieses Münchner Gremium gut beraten war, ist allerdings mehr als fraglich.“ Genau das aber war doch die Frage, auf die er selbst markig geantwortet hat: „Er muss!“
Idea-spektrum hätte wohl rückfragen sollen, ob Mette die Frage richtig verstanden und den Sinn seiner eigenen Ausführungen wirklich ernsthaft durchdacht hat. Denn so liefert Mette ein eindrückliches Beispiel dafür, in welche Verwirrung der Geister der gerät, der vom klaren Wort der Schrift abweicht.

5 Antworten auf „Eigentlich muß einem Jürgen Mette ja leid tun“

  1. Lieber Jakob Tscharntke, vielen Dank, daß du für uns noch einmal genauer gelesen hast. Bei einigen Personen reicht es bereits, wenn man sie beim Wort nimmt, um sie zu widerlegen bzw. sie ihrer eigenen Unlogik zu überführen. Aber eins muß man Jürgen Mette ja lassen: Er traut sich zumindest seine Position im Kommentarbereich offen zu verteidigen. Den Mumm hat wohl sonst keiner aus dem Hauptvorstand der EAD. Nur dürfte er mittlerweile den Unterschied zum „realen Leben“ bemerkt haben. Im Internet nützt ihm seine Name nichts. Da wird ihm aus allen Richtungen mit einer Vielzahl von Argumenten fleißig widersprochen. Mal sehen, was sich die idea-Redaktion noch einfallen läßt, um das Kommentieren weiter zu erschweren/zu zensieren, nachdem man mittlerweile einmal extra klicken muß, um die Kommentare sehen zu können. Da kommt bestimmt noch was.

    1. Lieber Jakob Tscharntke, es ist so weit. Idea erschwert nun den Zugriff auf das Archiv und damit auch auf die einzelnen Artikel mit den damit verbundenen Kommentaren. Nun kann man nicht mehr in den einzelnen Rubriken chronologisch zurückgehen, also quasi zurückblättern. Jetzt kann man nur noch über die Suchfunktion mittels eines Stichwortes ältere Artikel aufrufen. Wer da nicht den passenden Begriff weiß, für den ist die Information unerreichbar. Vielen Dank an Idea für das Bekenntnis zur Meinungsfreiheit. Auch das wird sicher nicht das letzte „Wort“ von Idea sein.

      1. Wie ich bereits vor einiger Zeit festgestellt habe, kann man in den Rubriken wieder zurückblättern. Fazit: Ich nehnme zurück, was ich gesagt habe und behaupte das Gegenteil. Vielleicht schreibe ich zu solchen Dingen in Zukunft einfach etwas langsamer.

  2. Lieber Jakob Tscharntke,
    zufällig habe ich diesen Artikel heute gelesen. Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass wenigstens einer dem Herrn Mette mal erklärt, dass Dialog und Unterstützung als Gründungsmitgleid im Islamzentrum nichts, aber auch garnichts miteinander zu tun haben. Aber da gibt es in der Zwischenzeit ja sehr viele „Leitende“, die das entweder nicht auseinanderhalten können oder es bewusst tun, um die Leser für dumm zu verkaufen. Menschen wie Mette, Diener und Bedford-Strohm an den entsprechenden Positionen, das ist wirklich das schlimmste, was der Kirchenlandschaft passieren konnte.

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