Die geniale Lösung

Pastor Tony Peck, Generalsekretär der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF), berichtet auf dem Symposium des Präsidiums des Bundes evangelisch-freikirchlicher Gemeinden zur Tauffrage in Elstal am 9. und 10.12.2013 vom Zusammenschluss der schwedischen Methodisten, Baptisten und Freien evangelischen Gemeinden.
Das halte ich für eine äußerst hilfreiche und wertvolle Anregung: Alle ökumenisch orientierten und bibelkritisch eingestellten Gemeinden unseres Bundes, die zum Beispiel gegen Gottes klares Wort das Pastorenamt für Frauen geöffnet haben und nun auch homosexuelle Beziehungen in unserem Bund befürworten, verlassen unseren Bund und schließen sich mit den Methodisten und auch den Freien evangelischen Gemeinden zu einer neuen, ökumenisch gesinnten Freikirche zusammen.
Dann wäre zusammen, was zusammenpasst. Denn die Methodisten haben längst einen massiv bibelkritischen Weg eingeschlagen und die Freien evangelischen Gemeinden folgen, wie auch an ihrer Öffnung des Pastorendienstes für Frauen leider allzu deutlich zu sehen ist. Die These hat sich bestätigt und wird sich weiter bestätigen: Wer heute anfängt Frauen zu ordinieren, der segnet in 20 Jahren auch Homosexuelle.
Es ist immer gut, wenn das zusammenkommt und zusammen ist, was zusammen gehört.
Dann können sich die restlichen Gemeinden unseres Bundes wieder ganz auf eine bibeltreue Ausbildung in unserem Bund und auf bibeltreue Verkündigung und Gemeindearbeit konzentrieren und müssen nicht in unsäglichen Diskussionen darum ringen, dass Gottes Wort nicht zerredet, sondern befolgt wird, zum Heil und Segen unserer Gemeinden und der Menschen, denen wir Gottes Wort bezeugen.

Wahre Helden

Nein. Thomas Hitzlsperger mag ein netter Mensch sein, aber als Held taugt er nicht. Erstens hat er sein Coming-Out als Homosexueller so lange hinausgeschoben, bis er seine berufliche Laufbahn als Profikicker beendet hatte. Berufliche und materielle Nachteile dürfte er somit kaum zu befürchten haben. Zweitens war ihm der Jubel der Medien und der Politik sicher. Schließlich verhält er sich politisch korrekt und schwimmt voll im Strom des Zeitgeistes. Helden zeichnet meist aus, daß sie gerade das nicht tun!

Deshalb dürfte als wahrer Held viel eher Gabriel Stängle, Leiter des Referats Erziehung, Bildung und Schulpolitik im baden-württembergischen Realschullehrerverband, in Frage kommen. Der Schwarzwälder Realschullehrer hat eine Unterschriftenaktion gegen Werbung für Homosexualität an der Schule gestartet. Er verhält sich damit politisch unkorrekt und schwimmt mutig gegen den Strom des Zeitgeistes. Schon wurde gegen ihn Strafanzeige wegen Verunglimpfung und Volksverhetzung erstattet. Diese ist zwar schon wieder vom Tisch: Der zuständigen Staatsanwaltschaft in Tübingen zufolge sind Stängles Äußerungen in der jetzigen Form von der Meinungsfreiheit gedeckt. Allerdings läuft gegen den Pädagogen wegen seiner Petition auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Er hat also durchaus mit möglicherweise sogar massiven persönlichen, beruflichen und finanziellen Nachteilen zu rechnen. Wahre Helden nehmen das in Kauf. Beten wir für ihn, daß politische Vernunft und menschlicher Anstand das Verhalten ihm gegenüber prägen. Mit der Meinungsfreiheit ist es in unserem Land anscheinend doch nicht mehr ganz so weit her. Bestimmte Meinungsmacher in der Politik und in den Medien sind auf breiter Front dabei einen Gesinnungstotalitarismus einzuführen. Jeder soll nur noch denken und für gut und richtig halten dürfen, was von oben herab für gut und richtig erklärt wird. Hier tut entschiedener Widerstand not.