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Streit um Michael Dieners Bibelkritik: Helmut Matthies verharmlost und vernebelt enorm!

Seinen Kommentar zum bibelkritischen Kurs von Michael Diener titelt Helmut Matthies in idea-spektrum vom 27.1.2016 ganz hoffnungsvoll: „Noch ist eine Spaltung abwendbar.“ Äußerlich mag das der Fall sein. Innerlich sind die Deutsche Evangelische Allianz und der Gnadauer Gemeinschaftsverbnd durch Michael Diener nun genauso gespalten, wie es die Landeskirchen schon lange sind. Konsequent bibelkritisch forderte Diener jüngst, daß Menschen, die ihre Homosexualität praktizieren, also in offener Sünde leben, auch Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden und Gemeinschaften sein könnten.

Inwiefern vernebelt Helmut Matthies in seinem Kommentar darüber? Er kommentiert die ungeheure Forderung Dieners mit den Worten: „Das alles kam für viele einer Revolution gleich“. Diese Formulierung ist massiv vernebelnd und verharmlosend. Denn die Forderung Dieners kommt nicht nur „für viele einer Revolution gleich“. Sie ist de facto eine Revolution im Rahmen von Allianz und Gnadau. Denn damit wird die bisherige bibeltreue Aussage, daß Homosexualität Sünde sei auf den Kopf gestellt. Helmut Matthies verharmlost, indem er eine offenkundige Tatsache in den Bereich einer subjektiven Wahrnehmung verschiebt! Das ist ein sprachlich guter Trick. Aber es ist nicht wahrhaftig, lieber Helmut Matthies!

Etwas abgemildert gegenüber Formulierungen noch kurz zuvor formuliert Matthies weiter: „Für alle ist die Bibel zwar irgendwie noch Wort Gottes, doch darüber, was das konkret heute bedeutet, ist man oft uneins.“ Das eben ist das Problem, wenn die Bibel für manche nur noch „irgendwie“ Wort Gottes ist, das man de facto aber nach Belieben verbiegt! Die Bibel ist eben nicht mehr für alle, Parzany etwa und Diener, gleichermaßen Wort Gottes. Für Michael Diener ist sie es eben nicht mehr wirklich, sondern nur noch „irgendwie“. Das ist der Unterschied. Der Unterschied zwischen Bibeltreue und Bibelkritik.

Weiter formuliert Helmut Matthies subjektivierend: „Die Freikirchen haben in den letzten Jahren in unterschiedlichem Tempo den Landeskirchen vieles nachgemacht, was aus evangelikaler Sicht bedenklich erscheint“. Ist es nun bedenklich, oder erscheint es nur so? Lieber Helmut Matthies: zahllose echte Evangelikale haben seit Jahrzehnten massenhaft die Landeskirchen verlassen, weil dort ein unübersehbarer Kurs weg von der Treue zu Christus und seinem Wort herrscht. Und sie sind entsetzt, weil dieser Kurs nicht nur einigen Evangelikalen „bedenklich erscheint“, sondern zutiefst unbiblisch ist und mit Michael Diener nun Gnadau und Allianz heimsucht!

Und am Ende kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Helmut Matthies, wenn auch etwas verschleiert, Partei für Michael Diener ergreift. Er schließt seinen Kommentar folgendermaßen: „Das Positive an Dieners Interview könnte vielleicht gewesen sein, daß es jetzt wieder zu einer Klärung kommt, damit die Evangelikalen das werden können, was sie sein wollen: eine überzeugende Avantgarde in der Evangelisation, der Diakonie und der gesellschaftlichen Verantwortung. Oder wie es Jesus schlicht, aber treffend sagte: Salz der Erde.

Man könnte positiv deuten, daß Helmut Matthies eine Klärung im Sinne von zurück zu klarer Bibeltreue und Ablehnung praktizierter Homosexualität als Sünde erhofft. Nur so könnten tatsächlich Gnadau und Allianz wieder „Salz der Erde“ werden. Allein diese Deutung will mir wenig einleuchten. Denn das war bisher ja klar und wurde durch Michael Diener erst verunklart! Was also sollte da Dieners Verdienst sein?

Näher an der Wirklichkeit als die Worte von Helmut Matthies ist da schon der Kommentar der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie stellt fest: „Die evangelikale Bewegung zerlegt sich“. Ja, sie wird zerlegt durch einen Allianzvorsitzenden und Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbands, Michael Diener, der in diesen ursprünglich bibeltreuen Kreisen ohne Rücksicht auf Verluste Bibelkritik durchsetzt. Und die Zerlegung wird mitverantwortet von den Verantwortlichen in Gnadau und Allianz, die ihm bei diesem Treiben nicht längst das Handwerk gelegt haben.

Warum habe ich selbst diesen Beitrag geschrieben? Ich möchte die Sensibilität für die Feinheiten der Sprache schärfen. Die Verführung kommt oft auf ganz leisen Pfoten daher. Es ist wichtiger denn je, auch auf kleine Details der Formulierungen zu achten, um sich nicht täuschen zu lassen!

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There are 11 comments on this post
  1. Günther Rose
    Februar 06, 2016, 12:54 pm

    Das fehlt noch, dass auch idea über den Deister geht!
    Wenn ich bibeltreuer Pastor in dieser Zeit wäre, würde
    ich wahrscheinlich seelisch verkümmern. Umso mehr
    danke ich den Pfarrern/Pastoren Tscharntke, Dr. Cochlovius,
    Hesse, Pietrek, Dr. Nestvogel und dem Natur-
    wissenschaftler Prof. Dr. Gitt für ihre enorme geistliche
    Stabilität.

    • Baldur
      Februar 07, 2016, 6:48 pm

      Lieber Günther,

      ich muss leider sagen, dass das von Dir erwähnte Magazin schon längst über dem „Deister“. oder über den „Jordan“ gegangen ist. Dort wird den Feinden des Kreuzes immer wieder ein Forum gegeben, wo diese ihre obstrusen Meinungen munter verbreiten dürfen. Was hier erwartet werden kann, ist nicht allzuviel Positives. Es zeigt sich daran, was in diesem Magazin an Leserbriefen alles nicht erscheinen darf oder rasch zurückgezogen wird.

      * idea Spektrum wird von der unabhängigen evangelischen Nachrichtenagentur idea herausgegeben. idea Spektrum berichtet, dass dieses Magazin kirchlich unabhängig ist.

      http://www.umspress.de/sortiment/illustriertepolitisch/sortiment/idea-spektrum.html

      Wie die Wahrheit aussieht ist jedoch, dass „idea“ das Interview von H. Matthies mit Uwe Siemon-Netto rasch auf Betreiben der Präses der EKD, Frau Schwätzer gelöscht hat.

      Siehe auch folgenden Link: http://www.der-ruf.info/tag/baldur-gscheidle/

      So sieht also die Unabhängigkeit in Wahrheit aus!

      * Mt 5,37: Es sei aber eure Rede: Ja, ja; nein, nein; was aber mehr ist als dieses, ist aus dem Bösen!

  2. Anja A.
    Februar 06, 2016, 4:54 pm

    Danke, lieber Herr Pastor Tscharntke, für Ihren unermüdlichen Einsatz gegen subtile sprachliche Verführung und Täuschung! Dies ist eine sehr wertvolle Arbeit!

  3. AndreasK
    Februar 06, 2016, 8:03 pm

    Zitat Pfr. Tscharntke:
    Ich möchte die Sensibilität für die Feinheiten der Sprache schärfen. Die Verführung kommt oft auf ganz leisen Pfoten daher. Es ist wichtiger denn je, auch auf kleine Details der Formulierungen zu achten, um sich nicht täuschen zu lassen!
    Zitatende

    Lieber Bruder in Christus, zunächst vielen herzlichen Dank für Dein Engagement und Deine vielen „Augenöffner“ hier bei „Kurz bemerkt“. Vergelts Gott !!!

    Möchte lediglich mal wieder zu (diesmal) einigen Haufe-Taschenguides http://haufe-taschenguide.de/ verlinken, welche ich mir alle schon seit längerer Zeit zugelegt habe:
    http://shop.haufe.de/manipulationstechniken-taschenguide (*)
    http://shop.haufe.de/rhetorik (+)
    http://shop.haufe.de/praesentieren
    http://shop.haufe.de/small-talk-taschenguide

    (*) soeben entdeckt:
    http://shop.haufe.de/die-macht-der-positiven-manipulation
    http://shop.haufe.de/manipulationen-abwehren

    (+) weitere Haufe-Taschenguides zum Bereich „Rhetorik“ wie z. B. zum Thema „Schlagfertigkeit“ oder „Körpersprache“ siehe http://shop.haufe.de/webapp/wcs/stores/servlet/AjaxCatalogSearchView?storeId=10201&catalogId=10051&langId=-3&beginIndex=0&pageView=image&searchOrder=RELEVANZ&sourcePage=search&searchTerm=RHETORIK

  4. Günther Rose
    Februar 08, 2016, 12:55 pm

    Im NEUKIRCHENER KALENDER vom 06. Februar 2o16 steht etwas für
    diese Zeit Tröstliches. Ich zitiere:
    »Auch wir erleben, dass sich Menschen von uns abwenden: in der
    Familie, von der Kirche, auch von unserem demokratischen Staat.
    Dann wollen wir an Paulus denken und nicht verzagen. Wir wollen
    Liebe wagen und unsere Verlassenheit dem Vater klagen. Er ver-
    spricht uns wie Paulus: ›Du bist nicht allein. Ich bin bei dir. Ich halte
    dich und ich helfe dir!‹«

  5. AndreasK
    Februar 20, 2016, 11:52 pm

    Habe gerade bei http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/groesste-evangelikale-organisation-nein-zu-homosexuellen-predigern-83702.html#comments (Wortlaut siehe nächster Kommentar…) den Kommentar eines gewissen „solrex“ entdeckt, welchen ich nachfolgend in voller Länge wiedergeben möchte:

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    solrex vor 8 Stunden
    Wurde jetzt wohl die Notbremse nach all den Querelen gezogen, die Michael Diener zu verantworten hat? Widerruft er seine Aussagen und seinen Bericht zur Homosexualität? Eiert der Vorststand der Gnadauer wohl nur herum um zu retten was noch zu retten möglich wäre? Wie man dem Bericht entnehmen kann, herrscht jedoch KEINE Einmütigkeit unter den Gnadauern. * Bibelstellen zur Homosexualität werden von „einigen” anders gedeutet. Gleichwohl gebe es „einige unter uns“, die an dieser Stelle „eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen“. Trotz dieser Unterschiede wolle man aufeinander hören und Spannungen bewusst aushalten. Was heißt hier nun Spannungen aushalten? Das Wort des lebendigen Gottes und die Wahrheit verschiedenen Deutungen zu unterwerfen – je nach persönlichem Gusto?! Gottes Wort ist also zwei- bis mehrdeutig. Diener als Mitglied im Rat der EKD hat Gnadau in eine Sackgasse geführt – Gnadau hat seine Glaubensbasis verlassen. Einst wurde postuliert: „Mit der Kirche – aber nicht unter der Kirche“. Der frühere Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes Kurt Heimbucher (1971-88) hatte angekündigt, die Gemein­schafts­bewegung werde sich von den evangelischen Kirchen lösen, wenn es zur Segnung Homosexueller kommen würde. Das ist alles heute zur Makulatur geworden. Gnadau ist für mich unglaubwürdig geworden!
    ============================================

    • AndreasK
      Februar 20, 2016, 11:57 pm

      Wortlaut des idea-Beitrags http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/groesste-evangelikale-organisation-nein-zu-homosexuellen-predigern-83702.html#comments vom 20. Februar 2016:

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      Gnadauer Verband
      Größte evangelikale Organisation: Nein zu homosexuellen Predigern

      Schwäbisch Gmünd (idea) – Im Streit um theologische Positionen innerhalb der evangelikalen Bewegung hat die Mitgliederversammlung der größten Dachorganisation – der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband – eine Erklärung verabschiedet. In ihr spricht sie sich für die traditionelle Ehe aus. Zum Thema Homosexualität wird geäußert: „Weil die Lebensform eines Menschen immer ‚mit-spricht‘ und ‚mit-verkündigt‘, berufen wir Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, weder in den Verkündigungsdienst noch in Leitungsaufgaben. Denn Leben und Lehre gehören zusammen“, so der Wortlaut. Ob Aufgaben anderer Art auch betroffen sind, wird nicht erläutert. Die Erklärung beschloss die Versammlung dieser Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften mit über 200.000 Mitgliedern am Abend des 19. Februar in Schwäbisch Gmünd. Weiter heißt es in der – wie verlautet – mit „breiter Mehrheit“ beschlossenen Erklärung: „Wir bekennen uns unverändert dazu, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat.“ Gott segne die Ehe von Mann und Frau in besonderer Weise. Der Trausegen sei ein einzigartiger Segen für die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau und könne darum nicht auf eine andere Lebensform übertragen werden. In der lebenslangen Einehe habe die menschliche Sexualität einen einzigartigen Raum zur Entfaltung und Gestaltung: „Menschen, die nicht in einer Ehe leben, sind unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen, zu der Gott ‚Wollen und Vollbringen’ schenken kann.“ Damit folgte die Mehrheit der Mitgliederversammlung in der Frage der Homosexualität nicht ihrem Präses Michael Diener (Kassel), der in Interviews gewünscht hatte, dass auch Christen, die ihre Gleichgeschlechtlichkeit praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinschaften sein können.

      Auch Homosexuellen gilt die Liebe Gottes

      Selbstverständlich haben – so die Erklärung – aber auch Homosexuelle einen Raum in den Gemeinschaften. Ihnen gelte die Liebe Gottes gleichermaßen ohne Vorbedingung. Das solle in den Gemeinden und Gemeinschaften erfahrbar sein: „Homosexuelle erleben das oft anders; hier haben wir eine große Aufgabe.“ Man nehme jedoch eine Spannung wahr zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung: „Aus unserer Sicht lassen sich biblische Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Lebensweise nicht in Einklang bringen.“

      Bibelstellen zur Homosexualität werden von „einigen” anders gedeutet

      Gleichwohl gebe es „einige unter uns“, die an dieser Stelle „eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen“. Trotz dieser Unterschiede wolle man aufeinander hören und Spannungen bewusst aushalten: „Dabei leitet uns die Liebe Jesu Christi, die sich Menschen vorbehaltlos zuwendet. Wir brauchen den klaren Standpunkt der Gebote Gottes und das weite Herz seiner Liebe.“ So wolle man „für die biblische Wahrheit eintreten und eine Kultur der Barmherzigkeit leben“.

      Wie es zu der Erklärung kam

      Der Erklärung voraus gegangen war eine der heftigsten Kontroversen unter den theologisch konservativen Protestanten, die sich seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nach anglo-amerikanischem Vorbild als Evangelikale bezeichnen. Nachdem Präses Diener – im Ehrenamt auch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz – in Interviews ein neues Denken der Evangelikalen im Blick auf Mission, Politik und Homosexualität gefordert hatte, widersprach einer der bekanntesten evangelikalen Pfarrer, der langjährige ProChrist-Hauptredner, Ulrich Parzany (Kassel), in einem Offenen Brief. Einzelne Unterstützer seiner Position lud er am 23. Januar nach Kassel ein, die dort ein „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ gründeten und ihn zu ihrem Sprecher bestimmten. Im Kommunique des Treffens von 65 Evangelikalen heißt es: „In vielen Gemeinden und Gemeinschaften besteht Besorgnis darüber, welchen Kurs führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung steuern. Es fehlt an deutlichem Widerstand gegen Entscheidungen von Kirchenleitungen und Synoden, die Bibel und Bekenntnis widersprechen“. Gemeint ist vor allem die kirchliche Förderung der Genderideologie und Religionsvermischung.

      (idea dokumentiert den Wortlaut der Erklärung der Gnadauer Mitgliederversammlung hier.)
      => siehe http://www.idea.de/spektrum/detail/gottes-wort-vertrauen-barmherzigkeit-leben-93718.html
      ==============================================

    • Jakob Tscharntke
      Februar 21, 2016, 7:59 am

      Ja, nach einem kurzen Lesen der Gnadauer Erklärung muß festgehalten werden: in der Sache hat Michael Diener einen Sieg auf der ganzen Linie errungen. Homosexuell Lebende können nach dieser Erklärung Mitglieder und Mitarbeiter in den Gnadauer Gemeinschaften werden. Es ist exakt der gleiche Stil, wie auch in den Landeskirchen vorgegangen wurde. Auch dort hat man formuliert: „Mit Spannungen leben“. Nein, man lebt hier nicht mit Spannungen, sondern im klaren Widerspruch zur Schrift. Die Gnadauer Erklärung nennt gelebte Homosexualität kein einziges Mal „Sünde“. Das ist der Grundfehler. Noch viel weniger verweist sie auf Römer 1, wonach praktizierte Homosexualität per so schon der Vollzug des Gerichtes Gottes ist. Daß die Gnadauer Erklärung von heute schon morgen die Gnadauaer Makulatur von gestern sein wird, ist heute schon abzusehen. Genauso ging man in den Landeskirchen auch vor. Man duldet den klaren Widerspruch zum Wort Gottes in den eigenen Reihen. Man zieht die Sache nur noch nicht!!! durch bis zur letzten Konsequenz. Aber das kommt – auch in Gnadau – wetten daß?!!!

      • Thomas
        Februar 22, 2016, 4:10 am

        2.Korinther 11: „Was ich aber tue, werde ich auch in Zukunft tun: Ich werde denen die Gelegenheit nehmen, die nur die Gelegenheit suchen, sich Achtung zu verschaffen, um so dazustehen wie wir.

        13Denn diese Leute sind Lügenapostel, unehrliche Arbeiter; sie tarnen sich freilich als Apostel Christi.

        14Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.

        15Es ist also nicht erstaunlich, wenn sich auch seine Handlanger als Diener der Gerechtigkeit tarnen. Ihr Ende wird ihren Taten entsprechen.“

  6. ThomasEausF
    Februar 21, 2016, 3:34 pm

    Lieber Jakob Tscharntke, auch mir war bereits aufgefallen, daß Michael Diener in seinem letztjährigen Interview die Mitarbeit von Homosexuellen in den Gemeinden befürwortete/forderte, was auf Widerspruch stieß. Nun wird von Gnadauer Seite Homosexuellen nur noch der Verkündigungsdienst und Leitungsaufgaben verwehrt. Nach meinem Eindruck ist damit einfache Mitarbeit okay und wirkt wie zwei Schritte vor und nur einen zurück. Diese Sprachregelung – wie ich es einmal nennen möchte – war zunächst in der Erklärung des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes zu lesen, die ich anfangs viel zu positiv aufgenommen hatte. Mit diesem Zwischenergebnis der aktuellen Diskussion ist dem Pluralismus und dem theologischen Liberalismus im Raum des Gnadauer Verbandes endgültig Tür und Tor geöffnet worden. Allversöhnung und Synkretismus werden unter dem Deckmäntelchen der christlichen (Nächsten-) Liebe nun bald beginnen, hier ein- und auszugehen. Der Gnadauer Verband wäre nun einmal mehr darauf angewiesen, einen Walter Michaelis zu haben, doch Michael Diener hat aus seiner Doktorarbeit die falschen Schlüsse gezogen. Wirkliche Bibeltreue, geistliches Urteilsvermögen und Brüder, die sich gemeinsam besprechen, die entscheidende Dinge gemeinsam durchbeten und bereit sind, sich unter Zurückstellung der eigenen Erkenntnis im Konsens mit den Brüdern zu bewegen, die sind Mangelware – auch zu meiner eigenen Schande sage ich das. Ein Verband, bei dem der Steuermann entscheidend ist, bleibt auch langfristig Gefährdungen ausgesetzt. Einen ersten Bericht vom Freitagabend der Gnadauer Mitgliederversammlung gab es unter: http://www.lkgsachsen.de/40-allgemeine-inhalte/startseite/619-gnadau.html Dort wurde Michael Diener wie folgt zitiert: „Nationalistisches, teilweise auch rassistisches Gedankengut darf in der Gemeinschaftsbewegung keine Heimat haben.“ Da dürfen wir sicher dreimal raten, wer wohl für sich die Deutungshoheit darüber beansprucht, was als „nationalistisches/rassistisches Gedankengut“ zu gelten hat. Demnach hätte Michael Diener noch nichts entscheidendes dazugelernt – ganz abgesehen von den üblen Verdächtigungen denen Michael Diener die Gemeinschaften erneut ohne Not aussetzt.

  7. Baldur
    Februar 22, 2016, 11:15 am

    Nochmals zu Dr. Michael Diener: Diener ist ein Mann der in zahlreichen Gremien seinen Sitz hat. Neben seinen Ämtern im „Rat der EKD“, der „Deutschen Evangelischen Allianz“ und im „Gnadauer Verband“, übt er noch in weiteren Arbeitskreisen seinen Einfluss aus. So ist er des Weiteren

    * Mitglied im Vorstand von ProChrist.
    * Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes von Willow Creek Deutschland
    * Mitglied des Vertrauensrates der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste
    * Mitglied des Leitungskreises der Koalition für Evangelisation
    * Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Christliche Medien
    * Mitglied der Mitgliederversammlung des Christlichen Medienverbundes KEP
    * Mitglied der Mitgliederversammlung von ERF Medien (Deutschland)
    * Mitglied der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus
    (http://www.gnadauer.de/cms/fileadmin/bilder/verband/presse/15_11_23_Kurzbiographie_Michael_Diener.pdf)

    Will nun hier speziell Willow-Creek mit Bill Hybels beleuchten, da Diener auch hier seine Hände im Spiel hat. Gerade ist der Willow-Creek Kongress (11.-13. Februar 2016) mit Bill Hybels in Hannover zu Ende gegangen. Hier fanden sich unter anderen Referenten aus Deutschen Evangelischen Allianz, wie Dr. Michael Diener, Dr. Johannes Hartl von der katholisch-charismatischen Erneuerung (CE), Gebetshaus Augsburg, Liz Wizeman von der Mormonenkirche in USA, (http://www.mormonwiki.com/Liz_Wiseman), Joseph Grenny aus Provo in Utah, ebenfalls Mormone. (http://magazine.byu.edu/article/profiles-5/).

    Prof. Michael Herbst (Greifswald), der Verbindungen zur Gemeindewachstumsbewegung, aber auch zur Emerging Church hat. Willow-Creek scheint für alles offen zu sein, nicht allein zu den Mormonen wie jetzt ersichtlich.
    Wie Rudolf Ebertshäuser berichtet, „Führende Evangelikale befürworten Dialog mit dem Islam“: Ein christlicher Brief an Muslime offenbart die Abkehr vom biblischen Evangelium: Mitten in den zunehmenden religiösen und politischen Spannungen im Nahen und Fernen Osten macht ein Offener Brief von sich reden, den 138 einflußreiche islamische Gelehrte und Führungspersönlichkeiten am 12. Oktober 2007 veröffentlicht haben. Er ist an die Oberhäupter der großen christlichen Kirchen gerichtet, besonders an den Papst, an den Ökumenischen Weltrat der Kirchen, die orthodoxen Kirchenführer, die großen evangelischen Kirchenbünde u. a. und enthält die Aufforderung zu einem intensiveren Dialog zwischen Vertretern des Christentums und des Islam. Zu den Unterzeichnern gehörten unter anderen Geoff Tunnicliffe, Internationaler Direktor der World Evangelical Alliance (WEA), sowie auch Bill Hybels, David Yonggi Cho, Pastor der „größten Kirche der Welt“ , bekannt durch sein Buch „Die vierte Dimension“ und die Praxis der Visualisierung. (Führende Evangelikale befürworten Dialog mit dem Islam)

    Der Bibelbund berichtet weiter über Hybels und Islam: Umso eigenartiger erscheint das Verhalten der Willow-Creek-Hauptgemeinde in Chicago, die dem „islamischen Geistlichen Fisal Hammouda“ erlaubte, in vier Gottesdiensten zu 17000 Menschen zu sprechen. Bill Hybels begründete das damit, dass manche Christen die Halbwahrheit verbreiten würden, dass der Koran zur Gewalt ermuntere. (https://bibelbund.de/tag/selbstmordattentaeter/)

    Weiter berichtet THE BEREAN CALL : Hat Bill Hybels, Pastor der „Willow Creek Community Church“, der als Triebfeder hinter der „sucherfreundlichen“ Gemeindewachstumsbewegung angesehen wird, die Grundlagen des Glaubens abgeschrieben? Einen Monat nach der Tragödie vom 11. September, teilte ein moslemischer Geistlicher, Fisal Hammouda, mit Hybel die Kanzel, für eine Diskussion über den Islam. Der Imam und der Pastor diskutierten die starken Bande zwischen Christentum und Islam und die Kongregation war beeindruckt. Sie lernten von dem charmanten Hammouda, daß der Dschihad sehr oft ein individueller „Heiliger Krieg“ sei, mit der man persönliche Schwächen überwinden wolle, wie zum Beispiel die Naschsucht. Im Ernst? Hybels war betroffen, „daß manche Christen Gerüchte und Halbwahrheiten darüber verbreiteten, daß der Koran zur Gewalt aufruft.“ (http://www.bibelkreis.ch/BCab2000/TBCNewsletter2002_03D.htm)

    Zudem ist es aufschlussreich beim Kinderkongress bei Willow zu lesnen: Fun Night beim Kinderplus-Kongress: „Es ist Sünde, keinen Spaß zu haben!“

    (http://www.willowcreek.de/kongresse/leitungskongress/presse-live/einzelansicht/news/detail/News/spass-haben-nur-zum-spass/)

    Insofern scheint die geplante „Universale Weltreligion“ bald in greifbare Nähe zu rücken!

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