Brauner Sumpf in Riedlingen?

Daß es einen solchen bis ins Riedlinger Rathaus hinein gebe, suggeriert der Artikel von Roland Reck mit dem Titel „Unter den Teppich gekehrt“ (https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/350/unter-den-teppich-gekehrt-4784.html?pk_campaign=KONTEXT-per-EMail&pk_kwd=Ausgabe-350 ).

Folgt man den Suggestionen des genannten Beitrags, dann spielt sich im Riedlinger Rathaus wahrlich Ungeheures ab. Mich wundert sich, daß hier die Staatsanwaltschaft nicht längst aktiv geworden ist, sollten es mehr als Suggestionen sein. Denn immerhin ist die Rede von einem anscheinend tiefbraunen Demokratenhasser namens Dr. Wolf Kalz, seines Zeichens Künstler und bis 1995 Gymnasiallehrer in Riedlingen. Dieser Riedlinger genieße „braune Narrenfreiheit“. Er serviere dem Bürgermeister und wohl der ganzen Stadt, wenn nicht der ganzen Welt, „braune Soße“ und tue sich auch sonst „rechtsradikal“ hervor. Und die Stadt habe ihm nicht gewehrt, wiewohl seine offenbar dunkelbraune Gesinnung „ein offenes Geheimnis“ sei.

Schlimmer noch, dieser dunkelbraune Unhold habe sich mit einer Stiftung ins Zentrum der Stadt geschlichen, die ihm für seinen Nachlass eine Dauerausstellung im Rathaus ermöglicht habe. Im Beirat dieser „dubiosen“ Stiftung sitzt unter anderem – o Schreck, o Graus – kein geringerer als der Riedlinger Bürgermeister Marcus Schafft. Und, als könnte es schlimmer kaum kommen, ist der noch amtierende ? Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, Rechtsanwalt Armin Schneider, Sohn des Ex-Landrats und wohl derzeit amtierenden Sparkassenpräsidenten Peter Schneider, Vorstandsmitglied dieser dann wohl ebenfalls tiefbraunen? Stiftung. Brauner Sumpf also nicht nur im Riedlinger Rathaus, sondern in der CDU und wo sonst wohl überall noch?

Soweit die Suggestionen des Herrn Reck. Versuchen wir nun allerdings zu den Fakten zu kommen, so herrscht bei genanntem Artikel diesbezüglich völlige Fehlanzeige. Als einzigen „Fakt“ bekommt man aus der offenbar skandalösen Sammlung des Herrn Kalz ein einziges Zitat serviert: „Alle Menschenrechtspraxis ist aggressiv, ist totalitär, ist imperialistisch und global.“ Nun weiß ich nicht, wieviel man mit einem derart zusammenhangslos hingestellten Satz tatsächlich anfangen kann. Es sei lediglich vermerkt, daß dieser Satz von der Praxis, nicht vom theoretischen Ansatz der Menschenrechte spricht. Möglicherweise liegt genau darin der Knackpunkt, auf den der Autor dieses Aphorismus hinweisen will.

Ich kenne Herrn Dr. Kalz und sein Werk nicht. Ich kann mir nicht im Geringsten ein Urteil über dessen Inhalt und Absicht erlauben, weder im Guten noch im Bösen. Mir fällt allerdings auf, daß das praktisch völlige Fehlen von Fakten den Artikel des Herrn Beck deutlich in die Nähe einer diffamierenden Rufschädigung und Verleumdung nicht nur des Herrn Dr. Kalz, sondern ebenso der Herren Schafft und Schneider, rückt. Dem Leser wird aufgrund fehlender Fakten nicht im Allergeringsten die Möglichkeit gegeben, zu überprüfen, ob und wieweit die Suggestionen des Herrn Roland Beck reine Diffamierung sind, die dann den Straftatbestand der Verleumdung erfüllen könnte, oder nicht.

Aber von einem Herren, der einen Prediger der Liebe Gottes in Christus Jesus nur deshalb als „Hassprediger“ tituliert, weil er den merkelschen Zuwanderungswahnsinn mit all seinen katastrophalen und längst offenkundigen Folgen zu kritisieren wagt, von dem kann man wohl mehr an echter Information oder gar Wahrhaftigkeit auch nicht erwarten!

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