Ein erfreulich klares Wort von Ulrich Parzany

Auf der Internetseite der neu gegründeten Initiative „Bibel und Bekenntnis“ nimmt Ulrich Parzany mit Datum vom 6.4.2016 Stellung zur Frage, warum er seine Kritik an Michael Diener und damit verbunden auch an der Deutschen Evangelischen Allianz und am Gnadauer Verband öffentlich vorgebracht hat.

Er weist dabei auf den ungeheuer dramatischen Vorgang hin, daß die EKD mit ihrem im Jahr 2014 herausgegebenen Grundlagentext zum bevorstehenden Reformationsjubiläum erstmals offen die Autorität der Bibel für den Raum der Kirchen abschafft. Parzany schreibt dazu: „Gegensätzliche Meinungen von Theologen zum Bibelverständnis gab es zwar schon 250 Jahre lang, nun aber wird der kirchenamtliche Versuch gemacht, die Autorität der Bibel als Gottes Wort offiziell abzuschaffen.“

An dieser Stelle muß ich Ulrich Parzany vorsichtig korrigieren beziehungsweise seine Aussage präzisieren: Im Grunde wird ja nicht nur der Versuch gemacht. Vielmehr werden kirchenamtliche Fakten geschaffen, an denen sich die Pfarrer und sonstigen Mitarbeiter der evangelischen Landeskirchen in Zukunft zu orientieren haben. Übrigens auch die in den Gemeinschaftsgemeinden angestellten Gemeinschaftspastoren!

Die Autorität der Bibel als Gottes Wort bleibt von diesem Unsinn natürlich unberührt. Denn die Bibel ist und bleibt Gottes irrtumsloses Wort, ganz egal, was „Irrsterne“ (Judas 13) in den Leitungen von Kirchen und Freikirchen darüber auch sagen mögen.

Aber für die Gemeinden in den betroffenen Kirchen werden verhängnisvolle Fakten geschaffen. Denn damit darf Jesus als der einzige Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6) nicht mehr bezeugt werden. So ist im genannten EKD-Grundlagentext weiter zu lesen: So wie ich meine Überzeugung  für wahr halte, hat der andere das Recht, seine Überzeugung für wahr zu halten, und umgekehrt. Die Herausforderung besteht darin, von Christus zu sprechen, aber so, dass dabei nicht der Glaube des anderen abgewertet oder für unwahr erklärt wird“ (S. 58).

Es müssen also alle religiösen Überzeugung als gleich „wahr“ nebeneinander stehengelassen werden. Schon logisch ein vollkommener Unsinn. Denn sich gegenseitig ausschließende „Wahrheiten“ können unmöglich alle gleich wahr sein!

Insbesondere aber wird das biblische Zeugnis, daß Jesus, und Jesus allein!, die Wahrheit ist, kirchenamtlich annulliert! Das Zeugnis Jesu, daß niemand zum Vater kommt denn durch ihn, ist damit aufgehoben. Die sogenannte „evangelische Kirche“ setzt sich in offenen Widerspruch zu ihrem Herrn.

Dieser total unbiblische Verzicht auf das Zeugnis, daß Jesus die Wahrheit ist, wird zur verbindlichen Voraussetzung zukünftiger Gespräche erklärt. Und wer das EKD-Impulspapier „Kirche der Freiheit“ im Hinterkopf hat, der weiß, wie totalitär der Wind in den sogenannten „evangelischen Kirchen“ mehr und mehr weht (siehe dazu „Orientierung auf dem Weg der Nachfolge“ Nr. 41 „Konzern statt Kirche“).

Parzany vermißt zurecht den Aufschrei aus dem „frommen“ Lager in den Landeskirchen. Er wird auch nicht mehr kommen. Denn leider haben sich die meisten „Frommen“, die bis heute in den längst von Christus abgefallenen Landeskirchen verblieben sind, an diese Mißstände gewöhnt. Sie wollen in ihrer Kirchenruhe nicht aufgeweckt und aufgeschreckt werden.

Es ist erschreckend, das sagen zu müssen. Aber bis auf ganz wenige Ausnahmen ist dies leider meine traurige Erfahrung der letzten 15 – 20 Jahre.

Können Christen unter diesen Umständen in den Landeskirchen bleiben?

Meine ganz klare Antwort ist: im Normalfall nicht! Ausnahmen muß jeder ganz persönlich und wahrhaftig für sich vor dem lebendigen Gott begründen. Ich empfehle zu dieser Frage die Lektüre der Nummer 9 unserer Orientierungsreihe „Was ist Kirche?“. Da bin ich im Schlußteil sehr differenziert auf diese Frage eingegangen.

Wo vor Ort noch wirklich Gottes Wort treu verkündigt wird und die Gemeinde durch Pfarrer und Kirchengemeinderat geistlich geleitet wird, da mag der bibeltreue Christ gerne bleiben. Aber das erste wird in den Landeskirchen immer seltener und das zweite so gut wie nie anzutreffen sein! Eine geistliche Gemeindeleitung ist nämlich mit dem volkskirchlichen Selbstverständnis der Landeskirchen schlechterdings nicht kompatibel.

Und die EKD erzwingt nun mit dieser Stellungnahme auch für die Verkündigung den Verzicht auf zentrale biblische Botschaft, daß in Jesus allein Heil und Erlösung zu finden sind! Auf Dauer wird dem kein Pfarrer ernsthaft Widerstand leisten können.

Die ganze gute Stellungnahme von Ulrich Parzany ist hier zu finden:

http://www.bibelundbekenntnis.de/stellungnahmen/warum-wir-oeffentlich-reden-muessen/

42 Antworten auf „Ein erfreulich klares Wort von Ulrich Parzany“

  1. Schon vor gut zwanzig Jahren hatte eine Mennonitenpastorin in
    Norden/Ostfriesland wie folgt über Johannes 14,6 gepredigt: „So
    hat Jesus das niemals gesagt; dann könnten Juden und Muslime
    ja nicht in den Himmel kommen!“ Man habe Jesus den Vers, so
    wie er im NT steht, in den Mund gelegt.
    Ein paar Wochen später fuhren wir irgendwo auf der Autobahn im
    Harzer Vorland. Es war Sonntag. Wir wollten eine Predigt
    hören und verließen die Autobahn. In Nörten-Hardenberg trafen
    wir auf eine schöne Kirche. Wir waren etwas spät. Der Pastor las
    gerade den Predigttext, der lautete: „Ich bin der Weg, die Wahrheit
    und das Leben; keiner kommt zu Vater als nur durch mich.“
    Meine Frau und ich guckten uns an. Dann kam die Predigt, die fing
    so an: „Den Text hat man Jesus in den Mund gelegt …“
    Genauso wie die mennonitische Pastorin, als wenn sich die beiden
    abgesprochen hätten. „Wären wir bloß auf der Autobahn geblieben“,
    sagten wir wie aus einem Mund.
    Nun, heute ist es gang und gäbe, so zu argumentieren, wie die
    Pastorin und der Pastor damals gepredigt hatten. Toleranz um beinahe
    jeden Preis ist angesagt. Dann sind die Kirchenfunktionäre Bedford-
    Strohm, Ulrich (Nordkirche) und Dröge zufrieden.
    Ich bin sehr dankbar, dass Herr Parzany und andere Gläubige die
    Gemeinschaft Bibel und Bekenntnis gegründet haben. Ich werde
    gleich den Newsletter dieser Organisation bestellen.

  2. Hier mal eine Fiktion zum Thema „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“:

    Wir, unsere ganze Familie sind Friedensaktivisten, überzeugte Pazifisten. Wir treten immer für einen Frieden ohne Waffen ein. Bei jeder Friedens- Demo sind wir dabei. Jederzeit unterstützen wir eine Veranstaltung wie eine Menschenkette, so wie einst von Stuttgart bis Ulm. Atomkraft, CO2- Ausstoß wegen der Klimaerwärmung, Pegida und rechte Parteien sind uns zuwider, dagegen kämpfen wir an – und wenn notwendig sogar mit Steinen und Zaunlatten.
    Ja wirklich, für den Frieden lohnt sich jeder Einsatz.

    Wir haben jetzt auch den Entschluss gefasst, zukünftig nur noch „vegan“ zu leben und auf Fleisch, Fisch und Leder zu verzichten. Wir stehen nun auf Plastik. Auch dies führt zu einer besseren Welt. Wir sind auch dabei, die Armut dieser Welt zu halbieren und Armut in wenigen Jahren abzuschaffen. Deshalb engagieren wir uns auch bei dem UNO- Programm in der „Micha- Initiative“. Wir brauchen tatsächlich eine bessere Welt bevor Pinguine und Eisbären aussterben werden – wie traurig!

    Und nun, wo arbeiten wir alle? Ich bin bei Krauss-Maffei verantwortlich für die Produktion von Panzern, meine Frau arbeitet für den Waffenhersteller
    Heckler & Koch, und unser Sohn hat einen guten Job bei Rheinmetall, dort werden modernste Panzerhaubitzen hergestellt. So kann man wirklich alles gut abdecken – und alle haben wir ein gutes Auskommen.

    Dies alles ist natürlich absolut unglaubhaft und widersinnig, eben eine Fiktion.
    Man kann ja nicht solche Ziele vertreten und gleichzeitig in der Rüstungsindustrie arbeiten.

    Und – was hat dies alles mit dem „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ zu tun? Die dort beteiligten Brüder in Ehren. Es wird zwar die biblische Wahrheit noch gesagt, die EKD von welcher diese Leute ihr Gehalt bekommen sind jedoch Feinde des Kreuzes, Feinde der biblischen Wahrheit. Und das passt so wenig zusammen wie der Friedensaktivist und Krauss-Maffei.

    Somit denke ich, ist das „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ leider auf halbem Weg stehen geblieben.

  3. Lieber Baldur,
    der Vergleich ist hinkt – sie sind nicht Feinde der biblischen Wahrheit, sondern entsprechen nicht dem, was u.a. DU unter biblischer Wahrheit verstehst. Umgekehrt würden sie dir vielleicht unterstellen, ein Feind der biblischen Wahrheit zu sein. Wir verstehen die Bibel unterschiedlich. Und darüber darf gerne diskutiert und von mir aus auch gestritten werden. Aber einer Gruppe vorzuwerfen, sie seien „Feinde der biblischen Wahrheit“, weil sie nicht das eigene Verständnis teilen, hilft nicht weiter. Es trennt, als das es zusammenführt.
    Zudem drückt derjenige, der so etwas anderen Menschen vorhält aus, dass er selbst meint im Besitz der biblischen Wahrheit ist und ganz genau beurteilen kann, was richtig ist und was nicht. Das, mit Verlaub, kann letztlich nur Gott. Von daher wirkt so ein Verhalten sehr anmaßend. Etwas mehr Demut, ganz im Sinne von „Erkenntnis ist Stückwerk“ würde jeder zu hitzigen theologischen Diskussion zur nötigen Sachlichkeit verhelfen.

    1. Lieber Matthias, Baldur hat nicht den Leuten vom „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ vorgeworfen, Feinde der biblischen Wahrheit zu sein, sondern denen, die in den Landeskirchen Gottes Wort nach Belieben verdrehen und dem Zeitgeist anpassen. Daß solche Menschen ohne Zweifel nicht nur Feinde der biblischen Wahrheit sind, sondern damit Feinde der Wahrheit selbst, die Jesus ja in Person ist, und Feinde des lebendigen Gottes , dessen Wort sie ja verdrehen, daran kann schlechterdings kein Zweifel bestehen. Diesen Menschen kann man durchaus mit Paulus entgegenhalten: „O du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit! Willst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren?“ (Apostelgeschichte 13,10). Denn die geraden Wege des Herrn verkehren doch diejenigen, die zum Beispiel das, was Gott ein Greuel nennt, im Namen Gottes segnen wollen. Kann man die geraden Wege des Herrn dreister und unverschämter verkehren als diese?!
      Wo der Wandel von Menschen in Lehre und Leben erkennbar nicht vom Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes, sondern von der Anpassung an die Welt geprägt ist, da klagt Paulus über diese Menschen: „Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, daß sie Feinde des Kreuzes Christi sind: deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen
      “ (Philipper 3,18+19). Warum sind solche Menschen „Feinde des Kreuzes Christi“? Weil sie nicht mit Jesus leiden, sein Kreuz nicht auf sich nehmen wollen. Sie verachten das Kreuz der Nachfolge und leben lieber in weltlicher Gesinnung und in ihren Lüsten. So leben sie in Sünde und im Buhlen um die Gunst der gottlosen Welt. Jakobus stellt über solche Menschen fest: „Ihr Ehebrecherinnen, wißt Ihr nicht, daß die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.“ (Jakobus 4,4).
      Wenn nur Gott alllein beurteilen könnte, was „biblische Wahrheit“ ist, dann hätte er es sich total sparen können, uns dieses Wort zu geben. Denn dann könnten wir ja praktisch nichts damit anfangen. Der Gedanke ist zwar dem Zeitgeist entsprechend aber schon in sich völlig unsinnig.

    2. Lieber Matthias,

      habe nochmals zu dieser Sache recherchiert und musste so manches dabei finden, was sicher nicht jedem schmeckt.
      Anscheinend hast Du meinen etwas überspitzten Beitrag entweder falsch verstanden oder nicht begriffen, wo ich hinaus wollte. Jakob hat es ja schon zurechtgerückt. Danke Jakob!

      Ja, ich habe ausdrücklich die Verantwortlichen der EKD gemeint.
      Hier eine Aussage von Prof. Dr. HEINRICH BEDFORD-STROHM, Bischof und Vorsitzender im Rat der EKD, dem auch Michael Diener angehört und dort auch weiter Mitglied ist, während er den Vorsitz in der DEA aufgibt.

      ISLAM: Bedford-Strohm: „Ich empfinde es als tiefe Bereicherung, wenn ich bei einer multireligiösen Feier neben meiner eigenen Glaubenstradition auch Musik, Texte und Gebete anderer Religionen höre und dabei erfahre, was anderen in ihrem Glauben und Leben wichtig und wertvoll ist. Ich empfinde das nicht als Verwischen der vorhandenen Differenzen, sondern als Einladung zum Verstehen der Anderen und zur Wertschätzung der eigenen Tradition. Die Begegnung mit dem Reichtum anderer Glaubenstraditionen – so habe ich es wiederholt erfahren – macht mich zu einem glücklicheren Menschen.“
      (http://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-tv/zdf-gottesdienst/zdf-gottesdienst-aus-bamberg-3203/interreligi%C3%B6ser-dialog-bamberg-3757)

      HOMOEHE: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, schreibt: „Für mich ergibt sich aus zentralen biblischen Geboten der Impuls zu einer Öffnung der Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.“ Das Liebesgebot Jesu ermutige „zur Überwindung von Diskriminierung jeder Art“. „Sie wiegen für mich schwerer als einzelne Bibelstellen, die Homosexualität kritisieren.“ Daher begrüße er es, wenn gleichgeschlechtlich Liebende die Möglichkeit bekämen, „ihrem Willen zu einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft eine auch rechtlich verbindliche Gestalt zu geben“. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau werde dadurch „kein bisschen geschmälert“. „Im Gegenteil – sie wird noch einmal unterstrichen.“ (Allerdings müsste der Bischof auch wissen, dass gerade homosexuelle Männer zahlreiche Partner in ihrem Leben haben).
      (http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/headline-92208/)

      Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft: Homosexualität: Daten und wissenschaftliche Studien – kurze HinweiseEine Studie der Universität Zürich (1999) kommt zu folgendem Ergebnis bei homosexuell lebenden Männern zwischen 20 und 49 Jahren: Im Durchschnitt hatten sie in den 12 Monaten vor der Befragung 10-15 verschiedene, männliche Sexualpartner gehabt. Die Autoren der Studie befinden: Zwei Drittel aller Befragten waren in den letzten 12 Monaten mit mindestens einem festen Freund zusammen, doch hatten 90% aller Männer im gleichen Zeitraum einen oder mehrere Gelegenheitspartner.
      (http://www.dijg.de/homosexualitaet/wissenschaftliche-studien/sozialwissenschaftlich-psychologisch-medizinisch/)

      Parzany und PRO-CHRIST: Man sollte jedoch auch einmal bedenken, dass Pro-Christ schon immer eine „ökumenische Bewegung“ ist.

      Dies war im Grunde das Erbe von BILLY GRAHAM.
      Dr. Richard Pierad, der Präsident der Evangelical Theological Society, bezeichnete Graham als die „treibende Kraft zur Förderung der Ökumene unter den Evangelikalen“.

      Aus Fest und Treu: Billy Graham und die Evangelikalen:
      Auch Grahams Kontakte zur katholischen Kirche und zu den jeweiligen Päpsten werden in Grahams Biographie ausdrücklich erwähnt. So kann man dort z.B. nachlesen, wie er 1978 von der polnischen Baptistenunion und dem polnischen ökumenischen Rat zu der Evangelisation nach Krakau eingeladen wurde. Anschließend liest man die inhaltsschweren Worte „.„ aber selbst Kardinal Wojtyla von Krakau unterstützte die Einladung aufs wärmste. Als Billy in Krakau ankam, war Wojtyla nach Rom gereist, um dort am gleichen Tag, als Billy Graham Polen verließ, zum Papst Johannes Paul II. gewählt zu werden.
      „In der eigentlichen Bedeutung des Wortes ist Billy Graham kein „Protestant“ – er hat das Erbe der Reformation nicht verteidigt. Die Reformatoren scheuten sich nicht, ihrem Bibelverständnis nach den Papst als ‚“Antichrist“ zu bezeichnen und waren bereit, für ihre Überzeugungen in den Bann getan oder hingerichtet zu werden. Der Baptist und Erweckungsprediger Spurgeon bezeichnete den Papst in seiner gewohnt plastischen Ausdrucksweise als „Eingeborenen des Teufels“ . Heute kann Billy Graham, der weltbekannte Baptist und anerkannte Führer der Evangelikalen, den Papst als den „größten moralischen Führer und den weltweit größten Evangelisten“ bezeichnen“ , ohne das diese Aussage einen weltweiten Protest zur Folge hätte.

      (http://www.fest-und-treu.de/index.php?id=2&a=972)

      Rudolf Ebertshäuser: ULRICH PARZANY – ÖKUMENE: Heute erleben wir, wie führende Verantwortliche aus den Reihen der Evangelikalen offen für die Ökumene Werbung machen und eine Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und abgefallenen liberaltheologischen evangelischen Volkskirchenführern praktizieren. Dies geschieht besonders durch „Pro Christ“ und zunehmend durch die Evangelische Allianz („Impulstour Eins“), aber auch durch charismatische Verführer, durch Zeitschriften wie „Aufatmen“, durch die „Willow-Creek“-Bewegung, den „Alpha-Kurs“ usw.

      Die Beteiligung maßgeblicher Evangelikaler an der Kampagne „Miteinander für Europa“, vor allem die führende Rolle des „PROCHRIST“-SPRECHERS ULRICH PARZANY in diesem ÖKUMENISCHEN Unternehmen ist ein trauriges Zeichen dafür, wie blind schon viele geworden sind, die sich noch zu Christus und zur Bibel bekennen. Auf den Tagungen dieser Bewegung finden sich „Evangelikale“ und Radikalcharismatiker wie Peter Wenz und Walter Heidenreich in vertrauter Gemeinschaft mit der erzkatholischen „Schönstatt-Bewegung“, die die Marienverehrung auf ihre Fahnen geschrieben hat, und mit der ebenfalls katholischen „Fokolare“-Bewegung, die offen Religionsvermischung betreibt.
      (http://www.das-wort-der-wahrheit.de/evangelikale-3)

      Wolfgang Bühne: „Lieber Bruder in Rom“ mit U. Parzany: Klartext mit dem „lieben Bruder in Rom“? Ein neuer ökumenischer Meilenstein:
      So schreibt z.B. Ulrich Parzany, der sich bekanntlich leidenschaftlich für die Verbreitung des Evangeliums einsetzt, fast entschuldigend: „Ich gestehe, ich hätte nicht gedacht, dass ich als evangelischer Christ einmal den Papst bitten würde, die Evangelisation in Europa stärker voranzutreiben …“ Aber schließlich bekennt er auch, dass er sich „innerhalb der Christenheit nicht mehr durch Abgrenzung definieren“ mag.

      (http://www.clv-server.de/pdf/fut/311/fut311%20Oekumene.pdf)
      (https://www.buchhandel.de/buch/Lieber-Bruder-in-Rom–9783426785249)

      So finde ich , sollten wir als Nachfolger des HErrn Jesus Christus die Augen offen halten und auch die Hintergründe der verschiedenen Bewegungen durchleuchten, damit wir die klare Sicht behalten.

      Tut mir leid, wenn ich Dich verärgert habe.

      1. Lieber Baldur, vielen Dank für Deine wieder einmal ausführlichen und erhellenden Recherchen. Es ist wichtig und hilfreich auch Vorgänge aus der Vergangenheit immer wieder ins Licht der Gegenwart zu rücken, etwa die unsäglichen Aktionen „Impulstour Eins“ und „Miteinander für Europa“. Hier haben sich unsere „Evangelikalen“ voll vor einen fremden Karren spannen lassen, damals leider auch Ulrich Parzany. Umso mehr freue ich mich, daß er nun in diesen Tagen klar Stellung bezieht gegen den Kurs von Michael Diener und für eine klare Treue zur Heiligen Schrift kämpft. Ich bete und hoffe, daß Ulrich Parzany von einer theologisch etwas wackeligen und unklaren Tour während seiner Zeit als Pro-Christ-Prediger wieder zu einer dauerhaften und klaren Gründung in Gottes Wort gefunden hat und findet. Vielleicht war manches bei ihm in dieser Zeit auch bewußte oder unbewußte Anpassung an die Erwartungshaltung seichter oder falscher Brüder. Wir alle machen Fehler. Das will ich gerne auch Ulrich Parzany zugestehen. Umso mehr Freude ist im Himmel, wenn jemand von seinen Fehlern wieder auf den geraden Weg der Jesusnachfolge zurückkehrt. Möge es bei Ulrich Parzany und anderen Brüdern so sein!

    3. Werter Matthias,
      Sie schreiben „was u.a. DU unter biblischer Wahrheit verstehst.“ Das zeugt von der heute weit verbreiteten postmodernen Ansicht, die Bibel könne auf verschiedene weise ausgelegt werden.
      Nur: mit dieser Sichtweise lässt sich jede Sünde „biblisch“ rechtfertigen bzw. fundierte Kritik abwerten, indem man dann sagt „das ist DEINE Art, die Bibel auszulegen“. Somit hat man sich dann schön aus der Affäre gezogen, wenn einem biblische Korrektur nicht gefällt (hab ich selbst schon erlebt, diese Art der „Argumentation“).
      Die Bibel sagt was sie meint – und meint, was sie sagt. Sie ist so geschrieben, dass selbst Kinder verstehen können, was Gott zu ihnen sagt über Sünde, Errettung und Gehorsam. Den Schlusspunkt setzen Sie dann mit der „Stückwerkstheorie“, die auch dazu dient, Kritik abzuschmettern. Schließlich kann ja keiner wirklich wissen, was Gott gesagt hat und meint.
      Gott sagt aber in Seinem Wort:
      Eph 1,9: Er hat uns das Geheimnis bezeichnet hier einen zuvor verhüllten, verborgenen Heilsratschluss Gottes seines Willens bekannt gemacht, entsprechend dem [Ratschluss], den er nach seinem Wohlgefallen gefasst hat in ihm,
      Eph 1,10: zur Ausführung in der Fülle der Zeiten: alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus, sowohl was im Himmel als auch was auf Erden ist
      Eph 1,11: — in ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens,
      Wer mit betendem Herzen die Bibel liest, dem wird der Ratschluss Gottes nicht verborgen bleiben. Es täte Not, dem Wort Gottes endlich den geforderten Gehorsam zu leisten…

    4. Lieber Matthias, wie ich sehe, verstehst du immer mehr von dem, was einige Kommentatoren hier schreiben – aber leider immer noch falsch. Um in einer „theologischen Diskussion zur nötigen Sachlichkeit zu verhelfen“ ist immer wieder mal ein Blick in die Bibel erforderlich, um unsere Meinungen mit diesem Maßstab zu vergleichen. Deine Ansichten zum Themenkomplex „Trennung und Zusammenführung“ sind nur äußerst bedingt biblisch gedeckt, wenn du einmal 1. Kor. 5 bedenkst. Paulus ordnet hier ausdrücklich die Trennung an, die Jesus in Matth. 18, 15-18 bereits beschrieben hat. Das dies alles im Geist der der ermahnenden, den Bruder gewinnen wollenden Liebe zu geschehen hat, ist eine andere, aber keinesfalls unwichtige Sache. Es ist nicht anmaßend, zu beurteilen, was richtig und falsch ist. Das machen wir tagtäglich und das geschieht seit 1. Mose 3, 6. Immer wieder werden wir im NT zum Urteilen/Richten aufgefordert. Wie soll denn deiner Meinung nach eine Gemeinde/Kirche geleitet, Beschlüsse und Bekenntnisse gefasst und entworfen werden, wenn da nicht einige sind, die sich eine Meinung zur „biblischen Wahrheit“ und ein Urteil darüber gebildet haben „was richtig ist und was nicht“? Das funktioniert doch immer und überall so. Sei doch einfach ehrlich vor dir selbst: Du störst dich nur am Ergebnis des Maßnehmens an der Bibel. Das Maßnehmen und Urteilen tust du doch ganz genauso, oder wie kannst du andere Personen bzw. deren Verhalten als „anmaßend“ bezeichnen? Wenn du es also selber tust, warum wirfst du es dann anderen vor? Gib es zu: Weil sie aus deiner Sicht zum „falschen“ Ergenis kommen und sonst nichts. Und wenn ich irgendwann später in meiner Gemeinschaft beim Thema Homosexualität überstimmt werde und daran nichts ändern kann, darf ich mir überlegen, ob ich gehe oder bleibe. So einfach ist das. Immer und überall treffen Menschen eine Übereinkunft, was die Grundlage, die Ziele etc. ihres gemeinsamen Handelns sein sollen. So ist das in Parteien, Politik, Gesellschaft, Vereinen, Gemeinden etc., wenn Menschen gemeinsame Meinungen, „Urteile“ oder Handlungsmaximen welcher Art auch immer entwickeln. „Demut im Sinne von Erkenntnis ist Stückwerk“ fordern immer wieder gerne die, die sich mit ihrer Ansicht (noch) nicht durchsetzen können, es aber gerne tun würden. 1. Kor. 5 kennt weder Demut noch Erkenntnis ist Stückwerk. Diese Dinge gehören in andere Zusammenhänge.

  4. Nochmal ein Beitrag zum Thema:

    Nachricht bei idea: Vor dem Hintergrund des Streits um den Kurs der evangelikalen Bewegung haben sich erstmals führende Repräsentanten aus ihren Reihen zu einem „Runden Tisch“ getroffen.

    Wenn Pfarrer Michael Diener und Pfarrer Ulrich Parzany hier gemeinsam feststellen, dass Gottes Wort, die Heilige Schrift, inspiriert, „Gott- gehaucht“ ist, dann sollten auch die richtigen Konsequenzen daraus gezogen werden, nämlich dass an diesem Wort KEINE Abstriche gemacht werden dürfen. Dann kann auch ein Herr Diener & Co. nicht sagen, dass man die Bibel heute anders liest, interpretiert und auslegt. In der Kirche haben wir das Glaubensbekenntnis, das allerdings genau so wie das der DEA so löchrig wie ein Stück Schweizerkäse geworden ist . Diese Bekenntnisse sind für viele Leute nur noch ein Stück Papier ohne jede Verbindlichkeit. * „Weitreichende Gemeinsamkeiten, aber keine Einigung bei den Konsequenzen“. Hier zeigt sich die absolute Unfähigkeit und Hilflosigkeit der DEA, sowie auch vom „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“. Vor dem Hintergrund des Streits um den Kurs der evangelikalen Bewegung haben sich erstmals führende Repräsentanten aus ihren Reihen zu einem „Runden Tisch“ getroffen.

    (http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/evangelikaler-streit-die-kontrahenten-setzten-sich-an-einen-tisch-96468.html)

    Nun stellen einige Leute fest, dass sie in einem Zug sitzen der in die falsche Richtung fährt. Sie erheben sich und beginnen zu diskutieren was zu tun ist. Natürlich muss ein sofortiger Richtungswechsel eingeleitet werden. Also marschieren sie nun durch alle Abteile – zurück bis ans Ende des Zuges. Jedoch sollte jetzt die Notbremse gezogen werden, damit man aussteigen kann. Diesen Schritt wagt wie es aussieht niemand. Somit bleiben die Evangelikalen mitsamt den landeskirchlichen Gnadauern unter lahmen Protesten alle brav im falschen Zug sitzen.

    Haben sich wohl die Propheten des AT oder Jesus Christus und die Apostel wohl auch mit den falschen Propheten an einen runden Tisch gesetzt um darüber zu diskutieren, was Wahrheit ist und was gerade gilt? Darüber ist mir nichts bekannt, wohl aber der Aufruf zur strikten Trennung von allem was dem Wort widerspricht.

    Wenn nun zu lesen ist, dass Pfarrer für 5 Jahre einen Gewissensschutz in Anspruch nehmen können, wenn sie diese Segnungs- und Traugottesdienste ablehnen, dann ist dies der Offenbarungseid der Kirche. Die ablehnenden Pfarrer müssen ihre Haltung schriftlich begründen – und nach 5 Jahren sind diese Leute dann gezwungen entweder klein beizugeben oder den Dienst in der Kirche zu quittieren. Das ist vollendete kirchliche Diktatur!

    Wenn wir nun über den Fall der beiden Homosexuellen in der Badischen Zeitung und anderen Publikationen lesen müssen, dann ist es unverständlich, wie Christen ihren Verbleib in dieser Kirche überhaupt noch rechtfertigen wollen!

    Dazu nun die Nachricht aus der Badischen Zeitung, weitere Worte erübrigen sich: Ein Paar mit Gottes Segen. Die Synode der evangelischen Landeskirche Baden berät unter anderem über die Homo-Ehe . Pfarrer Ulrich Bock und sein Mann Wolfgang Schulz erwarten von der Synode der Landeskirche einen Reformschritt. Beide sind gläubige Christen (???), einer ist evangelischer Pfarrer, sie haben Kinder aus erster Ehe. Die beiden Männer sind schwul und seit 25 Jahren ein Paar.

    Ulrich Bock und Wolfgang Scholz glauben fest an Gott und daran, dass ihre Liebe von diesem Gott gewollt und willkommen ist. In den Augen der Kirche willkommen fühlen sie sich aber bis heute nicht. … „Wir wollen uns keine Diskriminierung mehr gefallen lassen und Gleichstellung erreichen“, sagt Pfarrer Bock. Der 59-Jährige lebt seit 2008 mit seinem Mann Wolfgang Scholz in Kehl in der Ortenau. Seit 2004 sind die beiden standesamtlich verpartnert. Ein Jahr später feierten sie an ihrem damaligen Wohnort Bielefeld in der Kirche „mit vielen Gästen und Ringetausch“. Was sie damals in Nordrhein-Westfalen gemacht haben, soll in Baden jetzt offiziell möglich werden: Die Synode der evangelischen Landeskirche Baden, die in der kommenden Woche tagt, soll über die kirchliche Segnung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften entscheiden.

    (http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/ein-paar-mit-gottes-segen–120784584.html)

    Wer nun meint, dass die Katholische Kirche hier klarer steht, der befindet sich im Irrtum. Auch Papst Franziskus zeigt eine wachsweiche Haltung zur Homosexualität. Am 13. September 2013 sagte Papst Franziskus: die Kirche sei geradezu versessen auf Themen wie Homosexualität, Abtreibung und Geburtenkontrolle – „Es ist nicht notwendig, die ganze Zeit über diese Themen zu reden… Wir müssen eine neue Balance finden.“ 10. März 2014: Franziskus sagt, die katholische Kirche sollte die Homo-Ehe nicht ablehnen, sondern sich intensiv mit ihr auseinandersetzen. 16. Juni 2015: Papst Franziskus wird sich Mitte Juli während seiner Paraguay-Reise mit der Homosex-Lobby-Gruppe Somosgay treffen. Der Direktor von „SomosGay“, Simón Cazal, erklärte, dass er die Einladung zur Audienz direkt von der Bischofskonferenz erhalten habe. Die Einladung würdige den großen Einfluss seiner Homosex-Lobbygruppe auf die paraguayische Gesellschaft. Was aber haben Licht und Finsternis gemeinsam? (2. Kor 6,14)

    Man kann mit diesen Zitaten fortfahren. Es gibt deren noch viele. Quelle: (https://www.jochen-roemer.de/Gottes%20Warnung/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Der%20Bischof%20von%20Rom%20%E2%80%94%20eine%20Chronologie.pdf) *

    Englisch: (http://thewildvoice.org/pope-francis-chronology-perspective/) *

    Gottes Wort sagt uns: Eph 5,3-5: Hurerei aber und alle Unreinheit oder Habsucht werde nicht einmal unter euch genannt, gleichwie es Heiligen geziemt; auch Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei, welche sich nicht geziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn dieses wisst und erkennt ihr, dass kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger, (welcher ein Götzendiener ist) ein Erbteil hat in dem Reiche Christi und Gottes.

    1. Lieber Baldur, ich kann Dir leider nur zustimmen: damit, daß man im Zug, der in die falsche Richtung fährt, zum Ende läuft, verbessert man nichts wirklich. Wie die Allianzleute verschleiern, zeigt sich am Kommentar von „Steeb“ auf der Internetseite von idea. Ich gehe bis zum Erweis des Gegenteils davon aus, daß es sich hier um Hartmut Steeb handelt. Er schreibt: „Zum Beitrag von Johannes Hardt weise ich nur darauf hin, dass die Meldung eine gemeinsame Sicht in der Ablehnung der Segnung und öffentlicher Traugottesdienste homosexueller Paare enthält.“ Zuvor war auf die auch von Dir vermerkte Regelung hingewiesen worden, daß Pfarrer eine Schonfrist von 5 Jahren haben. Dann läuft ihr Gewissensschutz aus. Dann dürfen sich auch nicht mehr ein paar allerletzte halbwegs bibeltreue Mohikaner in diesen „Kirche“-genannten Institutionen an Gottes Wort halten, sondern niemand mehr. Und da weist Steeb auf die sensationelle Erfolgsmeldung hin, daß es zwischen den Parteien um Diener und Parzany „eine gemeinsame Sicht in der Ablehnung der Segnung und öffentlicher Traugottesdienste homosexueller Paare“ gibt. Was ist die wert? Natürlich keinen Pfifferling. Andererseits schafft diese Regelung mit der 5-Jahresfrist eine dankenswerte Klarheit. Sie zeigt unumißverständlich: Für biblischen Überzeugung und biblisches Verhalten ist in diesen „Kirche“genannten Institutionen kein Platz mehr. Die letzten Milimeter Überlebensraum für halbwegs bibeltreue Pfarrer werden in den nächsten Jahr abgeschafft. Dann gilt das absolute Diktat der Bibelkritik, dem sich keiner mehr entziehen kann. Dann bleibt für jeden Christen nur noch die Alternative: in diesen „Kirche“genannten Institutionen dem Herrn ungehorsam und untreu werden und damit ihm de facto die Nachfolge kündigen oder austreten.

      1. Lieber Jakob Tscharntke, mir ist der Beitrag von „Steeb“ ebenfalls aufgefallen. Wer so einen Beitrag schreibt, ist Teil des Problems, nicht der Lösung. Wer Einigkeit auf dem Niveau von kleinsten gemeinsamen Nennern als Erfolg hinstellt, der täuscht andere, indem er diese banalsten Selbstverständlichkeiten hervorhebt. Der Artikel insgesamt kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß in dem Gespräch offenbar keine Annäherung zwischen beiden Positionen hergestellt werden konnte. Eine Allianz und ein Pietismus, die eine solche 5-Jahres-Regelung klaglos hinnehmen und damit akzeptieren, daß der Pluralismus in der Kirche nur noch in eine Richtung gilt, haben sich selbst aufgegeben.

  5. Neue Nachricht aus idea:

    „Die Kirchen in Deutschland wetteifern darum, biblische Positionen zu relativieren“. Besonders die evangelische Kirche überschlägt sich geradezu darin, die Wahrheitsfrage in Liebeslyrik aufzulösen, nach der Gott auch Unbiblisches gutheißt“. Dies beklagte der Pfarrer und Evangelist Ulrich Parzany (Kassel) vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Zeltmission am 23. April in Wilgersdorf bei Siegen. Auch viele Christen trauten sich nicht mehr, öffentlich anstößige Wahrheiten des Neuen Testamentes zu verbreiten. So werde in Landes- und vielfach auch in Freikirchen nicht mehr gesprochen von Bekehrung, der Verdammnis für alle, die Christus ablehnten, oder dem Jüngsten Gericht, vor dem sich einmal alle Menschen verantworten müssten. Manche verzichteten darauf aus Angst, verspottet zu werden, andere meinten, sich anpassen zu müssen, weil man nur so den modernen Menschen erreiche. Doch – so Parzany – das Evangelium muss in allen Aspekten jedem Menschen verkündigt werden.
    (http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/die-kirchen-wetteifern-darum-biblische-positionen-zu-relativieren-96565.html)

    Und dann kritisiert Ulrich Parzany die große Anpassung der so genannten Christen.
    Christen – vielleicht sind hier hinein-getaufte Kirchenmitglieder gemeint, jedoch ein wahrer Christ, ein Nachfolger des Herrn Jesus Christus, passt sich nicht an, er befolgt das Wort aus dem Römerbrief:

    Röm 12,1-2: Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber begebt zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und „stellt euch nicht dieser Welt gleich“, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes (Denkens), auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille.

    Leider hat sich aber auch ProChrist mit dem Konzept wie Menschen erreicht werden sollen ebenfalls schon lange dem Trend der Welt angepasst. Da ist alles drin um die Leute ins Reich Gottes hinein zu „streicheln“. Angenehme Atmosphäre, Musik, Unterhaltung, Künstler und Sportler, Humoristen und Spaßmacher, Jongleure, Zauberer und andere Highlights finden sich in den Programmen der evangelikalen Großveranstaltungen wie auch beim Jugendkongress Christival und bei Willow-Creek.
    Ja wir brauchen heute das neue „E-fun-gelium“, nur so gewinnen wir Leute für die Kirche.

    Mit irgend etwas müssen die kirchenfernen Menschen ja schließlich angelockt werden. Und wenn dann anschließend die vielen Tausende Hörer gezählt werden können, war es ein Riesenerfolg. Ob den Hörern auch noch vom Zorn Gottes verkündet wird, oder wird nur noch von einem erfüllten und sinnvollen Leben mit Gott erzählt, der uns so annimmt wie wir sind?

    Röm 1,18: Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit besitzen;

    Dagegen ist Jesus glasklar, aber auch hart. Für Ihn ist die kleine Herde wichtig, ER lockt die Menschen nicht mit falschen Versprechungen in die Nachfolge.

    Lk 14,26-27: So jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

    Lk 14,33: Also muss auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein.

    Wer und wo verkündigt diese unbequeme Botschaft wohl noch in unserer Zeit?

    Habe mir nun einmal angeschaut, wer alles hinter ProChrist steht.

    Im Kuratorium von ProChrist sitzen u.a. Politiker, Bischöfe der EKD, meist Mitglieder bei Rotary.

    1) Dr. Peter F. Barrenstein, Unternehmensberater McKinsey
    2) Dr. Günther Beckstein, Ministerpräsident a. D. Zentralrat der Deutschen Kathiliken, Rotary
    3) Jochen Bohl, Landesbischof der Evang.-Lutherischen L.kirche Sachsens Rotary
    4) Professor Jerzy Buzek, ehem. Ex-Präsident des Europäischen Parlaments. Er ist Jude
    5) Cacau, Deutscher Fußballnationalspieler Charismatiker
    6) Alexander Graf zu Castell-Castell, Mitglied im Rotary-Club von Halle/Saale
    7) Kommerzialrat Martin Essl, Unternehmer Verbindung zu Rotary
    8) Dr. Ulrich Fischer, Landesbischof i.R. der Evang. Landeskirche in Baden
    9) Michael Föll, Erster Bürgermeister der Stadt Stuttgart Mitglied im Gospel Forum, früher BGG (Biblische Glaubensgemeinde, Peter Wenz).
    10) Peter Hahne, Fernsehmoderator Verbindung zu Rotary und Lions Club
    11) Friedrich Hänssler, Verleger Verbindung zu FM
    12) Prof. Dr. Michael Herbst, (Emergent)
    13) Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evang. Gemeinden Deutschland
    14) Pfarrer Hartmut Hühnerbein, Stiftung für Christliche Wertebildung Verbindung zu Rotary
    15) Dr. h. c. Frank Otfried July, Landesbischof der Ev. Landeskirche in Württ. Verbindung zu Rotary
    16) Bernhard Langer, Golfprofi Lions
    17) Christine Lieberknecht, ehem. Ministerpräsidentin Thüringen Verbindung zu Rotary
    18) Friedhelm Loh, Unternehmer Rotary
    19) Joachim Loh, Unternehmer
    20) Dr. Jur. Gert Maichel, Manager
    21) Dr. Gerhard Maier, Altbischof (Pietismus)
    22) Prof. Axel Noack, Altbischof u. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste
    23) Prof. Dr. Johannes Reimer, Prof. für Missionswissenschaften an der Uni von Südafrika, Dozent für Missiologie am Theol. Seminar des Bundes Freier evang. Gemeinden (Emergent Church )
    24) Norman Rentrop, Unternehmer Rotary
    25) Henning Röhl, ehm. Chefredakteur von ARD-aktuell (Tagesschau und Tagesthemen) Rotary
    26) Karl-Heinz Stengel,Präses des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland.
    27) Erwin Teufel, Ministerpräsident a. D. Rotary
    28) Frank-J. Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit Verbindung zu Rotary
    29) Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland Verbindung zu Rotary und Lions
    30) Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern Verbindung zu Rotary Quelle: (https://www.prochrist.org/prochrist-ev/prochrist/kuratorium)
    Im Vorstand von ProChrist sitzen auch Dr. Michael Diener und Christoph Stiba.
    (https://prochrist.org/prochrist-ev/prochrist/vorstand)

    Alles in Allem – eine echt ökumenische Veranstaltung die ins Leere führt. Dazu wird U. Parzany als Evangelikaler benutzt und vor den Karren gespannt. Sollte er nicht besser vor der Zusammenarbeit mit dieser Kirche warnen?

    Hes 3,18 Wenn ich zu dem Gesetzlosen spreche: Du sollst gewißlich sterben! und du warnst ihn nicht und redest nicht, um den Gesetzlosen vor seinem gesetzlosen Wege zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er, der Gesetzlose, wegen seiner Ungerechtigkeit sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern.
    Hes 3,19 Wenn du aber den Gesetzlosen warnst, und er kehrt nicht um von seiner Gesetzlosigkeit und von seinem gesetzlosen Wege, so wird er wegen seiner Ungerechtigkeit sterben; du aber hast deine Seele errettet.
    Hes 3,20 Und wenn ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und unrecht tut, und ich einen Anstoß vor ihn lege, so soll er sterben. Wenn du ihn nicht warnst, so wird er wegen seiner Sünde sterben, und seiner gerechten Taten, die er getan hat, wird nicht gedacht werden; aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern.
    Hes 3,21 Wenn du aber ihn, den Gerechten, warnst, damit der Gerechte nicht sündige, und er sündigt nicht, so wird er gewißlich leben, weil er sich hat warnen lassen; und du, du hast deine Seele errettet.

  6. „The show must go on“!

    ProChrist 2018 ist schon geplant. Es geht weiter wie gehabt.
    Steffen Kern und Elke Werner sind diesmal die Hauptredner bei ProChrist. Kern, Vorsitzender der Altpietistischen Gemeinschaft, Elke Werner, Ehefrau von Dr. Roland Werner kommt aus der charismatischen Gemeinde Christus-Treff in Marburg. Roland Werner beurteilte einst den Torontosegen als positiv und von Gott geschenkt.
    Das Glaubensbekenntnis steht im Mittelpunkt der Gesamtveranstaltung, die im März 2018 stattfindet. Die Veranstalter können zwischen der Übertragung und der Live-Variante wählen. Diese Eckpunkte hat die Mitgliederversammlung des Vereins am Montag beschlossen.
    Der Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes „die Apis“, Steffen Kern, erklärt die praktischen Auswirkungen: „Moderation, Impulse, Interviews und die Predigt werden wir eng miteinander verweben. Wie ein roter Faden werden sich unsere Dialoge durch alle Abende ziehen und in einer Verkündigung mit persönlicher Einladung zum Glauben münden.“ Werner sagte: „Wir freuen uns sehr über diese Berufung. Uns ist eine enge inhaltliche Zusammenarbeit und ein echtes Miteinander wichtig.“

    Es wird zwar zum Glauben eingeladen, wo aber bleibt der Ruf an den Sünder zur Umkehr zu Jesus Christus, der Ruf zur Buße? Gerade dies wäre notwendig in einer Zeit, wo wir dem Abgrund näher stehen als je zuvor!

    ProChrist 2018 dauert voraussichtlich acht Abende und wird sich mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis befassen. Dabei greift jeder Abend eine bestimmte Aussage über den christlichen Glauben auf. Charakter und Programmelemente der Abende – wie Interviews mit Gästen, kulturelle Beiträge, Medien und Musik – werden dabei das jeweilige Abendthema vertiefen.

    Interessierte Gemeinden können wählen: Parallel zum Zentralort mit der Übertragung wird es Pro Christ Live-Veranstaltungen zum gleichen Thema mit Rednern vor Ort geben. Die Orte dürfen sich entscheiden, welche der 150 Redner zu ihrer Veranstaltung kommen sollen. Der Verein reagiere damit auf Umfragen und Auswertungen der Veranstaltung 2015: „Auf Seiten der Veranstalter gibt es zwei unterschiedliche Anforderungen: Vielen Orte hat die individuelle Gestaltung von ProChrist Live 2015 mit eigenem Redner in ihrer Gemeinde sehr überzeugt. Andere wiederum wünschen sich für die Zukunft die bekannte Übertragungsvariante. 2018 werden wir durch dieses Doppelkonzept beide Wünsche berücksichtigen“, erklärt der Vorsitzende Roland Werner. Vielfältig gestaltet, aber mit klarem Tenor

    http://www.prochrist.org/veranstalter/prochrist-live-2018

    Interessierte Kirchen und Gemeinden können dafür Matthias Clausen, Klaus Göttler, Carsten Hokema, Steffen Kern, Ulrich Parzany und Elke Werner als Redner einladen. Alle sind seit mehreren Jahren für ProChrist unterwegs und gestalten in enger Absprache mit den Veranstaltern individuelle Evangelisationswochen.

    Nun schreibt U. Parzany in idea: „Gegen die kirchliche Trauung Homosexueller protestieren“!

    Er schreibt weiter: „Stellen Sie sich vor, 2.000 Pfarrer würden erklären, dass sie es ablehnen, Trauungen oder Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare durchzuführen. Das wären etwa zehn Prozent der Pfarrer in den evangelischen Kirchen in Deutschland. Besser noch wäre, wenn es die Kirchengemeinderäte, Presbyterien, Kirchenvorstände täten.“ Aber viele hätten Bedenken, ihr Nein zu den Beschlüssen zu äußern.
    Das ist immer dasselbe Spiel im Konjunktiv. Würde, täte, könnte usw. Aber alle beziehen ihr Gehalt und die Pension von der von Gott und Jesus Christus abgefallenen Kirche.
    http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/parzany-gegen-die-kirchliche-trauung-homosexueller-protestieren-96623.html

    Wie der Mut der Kirche und Frommen im Land tatsächlich aussieht, zeigt die jüngste Vergangenheit. Fast 200.000 Leute protestierten einst mit ihrer Unterschrift gegen den Bildungsplan der neomarxistischen und Sex-populistischen Grün/Roten Regierung. Erfolg gleich Null. Schon damals haben Kirchen und Pietismus total versagt. Heute hängen in Stuttgart die Plakate des grünen OP Kuhn mit den unflätigsten Sprüchen zur Menschenwürde der Prostituierten, auf welche die Freie achten sollten. Dafür zahlt die Stadt 125.000 Euro. Von den Kirchen plus Anhang noch kein Protest! Ein leider erbärmliches Trauerspiel!

    1. Lieber Baldurich kann Dir leider nur ganz und gar zustimmen. Es fehlt den Verantwortli, chen in landeskirchlicher Abhängigkeit mehr oder weniger durchgehend, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, der Mut, nicht nur im Konjunktiv zu reden, sondern konsequente Taten folgen zu lassen. Dabei müßte das Netzwerk Bibel und Bekenntnis in Verbindung mit dem Gemeindehilfsbund und andere Gruppierungen innerhalb der Landeskirche ohne Weiteres in der Lage sein, seine Pfarrer und Kirchengemeinderäte und Gemeindeglieder zu mobilisieren und zu gemeinsamen konsequentem Tun aufzufordern, wenn man nur wollte. Das ist das Dilemna schon seit Gründung der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ im Jahr 1966 und anderer entsprechender Organisationen: man hat viele Worte gemacht, kluge Erklärungen verfaßt aber es an den konsequenten Taten mehr oder weniger durchgängig fehlen lassen.

        1. Inhaltlich vielfach leider gar nichts mehr. Formal ist der Unterschied in den meisten Freikirchen, daß die Ortsgemeinden selbständig sind und keiner kirchlichen Hierarchie unterworfen. Damit haben die Ortsgemeinden unabhängig von der ungeistlichen Richtung der jeweiligen freikirchlichen Bünde die Möglichkeit selbst dem Wort Gottes treu zu sein. In den Landeskirchen geht dies meist gar nicht oder nur in ganz engen Grenzen. Als ehemaliger landeskirchlicher Pfarrer kann ich davon aus eigener Erfahrung sehr deutliches berichten. Und die Vorgänge in der Landeskirche von Berlin-Brandenburg sprechen diesbezüglich ebenfalls eine deutliche Sprache. Dort wurde jetzt ganz offiziell entschieden, daß gleichgeschlechtliche Beziehungen der Ehe gleichgestellt sind und entsprechend statt bisher einer „Segnung“ nun eine ganz offizielle kirchliche Trauung stattfinden wird. Pfarrer, die vom Wort Gottes da nicht mitkommen, bekommen eine Schonfrist von 5 Jahren. So lange wird zumindest theoretisch eine „Gewissensfreiheit“ eingeräumt. Was die schon während dieser 5 Jahre wert ist, kann sich jeder an den Fingern einer Hand ausrechnen. Wer sich heute auf diese Klausel beruft, der weiß, daß für ihn in 5 Jahren in dieser Institution kein Platz mehr ist.
          Lieber Matze, das ist der Unterschied zwischen den Landeskirchen und zumindest einem Teil der Freikirchen. Wobei die Herrnhüter Brüder und die Methodisten ebenfalls stärker hierarchisch aufgebaut sind. Was praktisch kaum einen Unterschied macht, da beide längst geistlich genauso abgefallen sind wie die Landeskirchen auch. Unser Bund macht da leider kaum eine Ausnahme. Im Zweifel bleibt nur der Austritt auch aus freikirchlichen Bünden und die Konstituierung einer Gemeinde als e.V.. Die Bibel schreibt uns keine Rechtsform vor.

          1. Gerade bei den Freikirchen ist es nach meiner Info so, dass viele in großem Umfang emergent-postmodern unterwegs sind und es auch Gemeinden z.B. bei den Baptisten gibt, bei denen zum Thema Homosexualität um es mal vorsichtig zu sagen die Positionen von Michael Diener auf jeden Fall übernommen wurden. Andererseits gibt es evangelische Kirchengemeinden, die ein sehr lebendiges Gemeindeleben und eine gute Wortverkündigung haben. Mit meiner Einlassung vom 30.4. wollte ich eigentlich andeuten, dass es von der Glaubenspraxis in der Regel nicht mehr viele Unterschiede mehr gibt, organisatorisch dagegen schon, wobei die Glaubenspraxis natürlich das wichtigere und entscheidende ist.

            1. Emergent-postmodern dürften auch die meisten der sogenannten „missionarischen“ landeskirchlichen Gemeinden sein unter dem Einfluß von Prof. Michael Herbst und Co.. Inhaltlich ist es leider so, daß es keine großen Unterschiede mehr gibt, mit Ausnahme noch (!) bei den Brüdergemeinden. Die scheinen im Wesentlichen noch etwas mehr Bibeltreue bewahrt zu haben. Man wird aber ganz nüchtern davon ausgehen müssen, daß auch hier in den kommenden Jahren mehr und mehr Anpassung an den Zeitgeist stattfinden wird. Es wäre allerdings blauäugig, die Abhängigkeit landeskirchlicher Gemeinden von der Kirchenleitung zu unterschätzen. Das ist zum Beispiel immer spätestens mit einem Pfarrerwechsel ein ganz enormes Problem. Aber selbst im andern Falle hat man in einer landeskirchlichen Gemeinde, so bibeltreu die Verkündigung geistlich lebendig das Gemeindeleben auch sein mag, immer das Problem, daß die Gemeinde nicht geistlich geleitet werden kann. Der Pfarrer darf sich in Fragen der Gemeindeleitung, der kirchlichen Amtshandlungen wie Taufe, Konfirmation, Trauung, Abendmahl und Kirchengemeinderatswahl nie an die Ordnungen der Heiligen Schrift, ja nicht einmal an die jeweils gültigen kirchlichen Ordnungen halten. Denn diese sind, in den meisten Landeskirchen wohl bis heute, die Ordnungen von Bekenntniskirchen. Teilweise wurden sie auch schon abgeschafft wie in der Rheinischen Kirche. Aber die Bindung an die Heilige Schrift verlangt meines Wissens nach wie vor jedes Ordinationsgelübde. Umgekehrt gesagt: in jeder Landeskirche kann ein Pfarrer seinen Dienst nie anders tun als im fortlaufenden Verstoß gegen sein Ordinationsgelübde und gegen die Ordnungen der Heiligen Schrift. Die einzige Ausnahme dürfte hier die bremische sein, die de facto freikirchliche Strukturen hat, da jede Gemeinde unabhängig ist. Sonst wäre Olaf Latzel auch längst abgeschossen worden!

  7. Ein abschreckendes Beispiel zum Thema Homosexuualität aus dem Kirchenbezirk Leipziger Land. Ev.-Luth. Superintendentur Leipziger Land:

    Der Superintendent berichtet schon in „2011“: Auch unter Christen – Liebe zum gleichen Geschlecht.

    Wir begrüßen es, dass unter uns eine Debatte über Homosexualität, über das Zusammenleben von Heterosexuellen und Homosexuellen und über die Lebensmöglichkeiten homosexueller Pfarrerinnen und Pfarrer geführt wird. Wir begrüßen es, dass sich Christinnen und Christen aus vielen Gemeinden und Regionen unserer Landeskirche beteiligen und dass sie dies in der uns einenden Sorge um das Evangelium und um unseren – gemeinsamen – Weg als Kirche tun. Vor diesem Hintergrund haben wir uns als Pfarrerinnen und Pfarrer im Leipziger Land zu einem Theologischen Studientag zusammengefunden, in dessen Ergebnis folgende Erklärung entstanden ist:

    Wir nehmen zum einen eine offenkundige Not homosexueller Männer und Frauen wahr, denen als Christen vorgeworfen wird, Gottes Wahrheit vorsätzlich zu ignorieren bzw. zu leugnen. Zum anderen sehen wir pfarrerdienstrechtliche Regelungen unserer Landeskirche, die homosexuellen Pfarrerinnen und Pfarrern ihren Dienst nur im Zusammenhang mit diskriminierenden Befragungen und unter gravierenden Eingriffen in ihr Privatleben erlauben.

    Dieses Papier haben insgesamt 169 Personen, darunter 92 Pfarrer_Innen, (29 Pfarrerinnen), dazu Vikare, Prädikanten, OKR, Kantore und weitere unterschrieben.

    (http://www.cvjm-leipzig.de/fileadmin/editor/pdf/Auch_unter_Christen-Liebe_zum_gleichen_Geschlecht_f%C3%BCr_Homepage_zum_Ver%C3%A4ndern.pdf)

    Jesus sagte: Lk 18,8b: … Doch wird wohl der „Sohn des Menschen“, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?

      1. Lieber Peter, mit den Begriffen „emergent“ und „postmodern“ habe ich mich auf zuvor von Matze verwendete Begriff bezogen. „Postmodern“ heißt im wesentlichen bibelkritisch und relativierend bis nihilistisch. Eine Wahrheit gibt es nicht mehr. Alle Meinungen werden letztlich als gleichberechtigt nebeneinanderstehend anerkannt. Das ist das Ende der biblischen Botschaft und des Bekenntnisses: Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
        „emergent“ ist das Adjektiv zur „Emerging church“. Diese Bewegung läuft letztlich ebenfalls auf die Totalaufhebung der biblischen Botschaft hinaus. Im Mittelpunkt der Arbeit steht hier nicht mehr die Rettung von Menschen vor der ewigen Verdammnis, sondern die christliche Sozialisation und Umgestaltung der Welt. Das Stichwort „Transformation“, das vorher schon bei den Charismatikern eine wichtige Rolle spielte, hat auch hier eine große Bedeutung. Dieser Bewegung werden Johannes Reimer, Tobias Faix, Michael Herbst, meines Wissens auch Roland Werner mit seiner ganzen Marburger Arbeit und auch Rick Warren zugerechnet. Letztlich prägt sie wohl zunehmend fast die gesamte sogenannte evangelikale Welt wesentlich natürlich durch den Einfluß der schon genannten Leute. Eine Unterscheidung zwischen Christen und Nichtchristen findet im Grunde nicht mehr statt. Man wendet sich an alle Menschen „guten Willens“ und versucht mit ihnen eine bessere Welt zu bauen.

        1. Lieber Jakob, wenn ich die website von Emergent Deutschland überfliege, muss ich Dir zustimmen. Jesus und die Bibel scheinen dort nicht relevant zu sein.
          Zur Person Johannes Reimer habe ich allerdings eine zwiespältige Meinung. Vor ein paar Jahren hörte ich einiger seiner Vorträge, hauptsächlich über Geistesgaben. Was er sagte, war (soweit ich es einschätzen kann) biblisch fundiert und deckt sich auch mit dem, was du z.B. über die charismat. Bewegung gesagt hast. Damals war mir emergent kein Begriff und die Vortrgäge haben mich wieder neu und konkreter mit meinem Glauben befassen lassen. Nun nehme ich zunehmend Kritik war und ich frage mich, wie von einer Person durchaus geistlich gesehen Positives ausgehen kann und er gleichzeitig als schlimmer Verführer gesehen wird?

          1. Lieber Peter, die erste Frage wäre, von wann die Vorträge von Johannes Reimer waren, die Du gehört hast. Außerdem kann er ja nach wie vor zur Charismatik eine klar biblische Sicht vertreten, während ihm diese andere Themen betreffend abhanden gekommen ist. Lothar Gaßmann müßte dazu mehr wissen. Meines Wissens hat er früher zum Teil eng mit Johannes Reimer zusammengearbeitet, sich aber schon seit Jahren mehr und mehr in aller Deutlichkeit von ihm distanziert. Aus meiner Wahrnehmung läßt das nur den Schluß zu, daß Johannes Reimer, wie leider auch viele andere, einen sehr unguten geistlichen Kurs eingeschlagen hat und von einer ehemals bibeltreuen Linie Stück umd Stück abgewichen ist.

  8. Das „erfreulich klare Wort“ von Herrn Parzany klingt zwar tatsächlich erfreulich, ist es aber leider im Grunde nicht. Denn diesen erfreulichen Worten folgten keine Konsequenzen und Taten, eine leere Hülse. Alles geht weiter wie gehabt. Und somit ist die Geschichte eine „unerfreuliche“ geworden.
    Die Leute verharren noch immer im letzten Waggon des Zuges, der in die falsche Richtung fährt.

    1. Lieber Baldur,
      ich frage mich manchmal, wie diese Konsequenzen und Taten konkret aussehen müssen? Eine neue Kirche gründen und dann alle Andersdenkenden rauswerfen? Und wenn wir dann schon diese „ideale“ Gemeinschaft haben, hat die Geschichte nicht gezeigt, dass es über kurz oder lang auch dort wieder zu neuen Zerwürfnissen kommt? Ist es denn nicht auch gut, dass jemand deutlich die Stimme erhebt, um deren willen, die es sich zu Herzen nehmen? Wenn Herr Parzany sich z.B. sofort abgrenzt, so würde er doch von denen, die er hätte erreichen können, gar nicht zur Kenntnis genommen.

      1. Lieber Peter, unsere Frage darf nicht sein: was kommt dabei raus? Unsere Frage muß sein: was gebietet Gottes Wort? Was dabei rauskommt, ist letztlich allein Gottes Sache. Und vom Wort Gottes her ist klar, daß wir nicht einfach dort bleiben können, wo die Irrlehre gleichberechtigt neben der biblischen Wahrheit stehen darf. Das sagt uns das Neue Testament ganz eindeutig. Das sagt schon Psalm 1: „Und sitzt nicht, wo die Spötter sitzen“. Das sagte auch Martin Luther. Ich betone immer wieder: Die Aussagen Martin Luthers zum absolut verbindlichen Gebot der Trennung von falscher kirchlicher Obrigkeit sind wahrscheinlich das bestgehütete Geheimnis der sogenannten reformatorischen Kirchen. In meiner „Orientierung“ unter dem Thema „Was ist Kirche?“ bin ich ausführlich darauf eingegangen. Deine Formulierungen „alle Andersdenkenden rauswerfen“ und „ideale“ Gemeinschaft sind weit überspitzt. Du solltest Dir selbst ehrlich die Frage stellen, warum Du so überspitzt formulierst an dieser Stelle. Es geht doch überhaupt nicht darum, aus einer Gemeinde „alle Andersdenkenden“ rauszuwerfen. Dann würde kaum eine Gemeinde aus mehr als einer Person bestehen. Denn welche zwei Christen denken schon in allen Punkten gleich? Es geht aber doch darum, daß Gottes Wort nicht nur in frommklingenden Phrasen, sondern ganz echt im kirchlichen und gemeindlichen Alltag die Beachtung findet, die es nach dem Anspruch der Bibel selbst und wohl auch nach den Präambeln aller sogenannten evangelischen Kirchen und Freikirchen haben muß, aber in der Praxis eben nicht bekommt. Es geht um die Frage, ob sich eine andere Meinung mit einem Mindestmaß an Fug und Recht auf die Bibel berufen kann oder ob sie vom offenkundigen Ungehorsam und nicht-gelten-lassen-wollen dessen, was die Bibel eindeutig sagt, geprägt ist. Bei den Themen „Homosexualität“ und „Frauenordination“ ist Letzteres eindeutig gegeben, denn der biblische Befund läßt hier überhaupt keine grundlegenden Zweifel zu und Fragen offen, wie sogar frühere EKD-Papiere eindeutig belegen und bischöfliche Aussagen ebenfalls. Es gibt ja längst von mehreren Bischöfen die klare Aussage, daß man Beides, zunächst die Frauenordination und später die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, wissentlich gegen die Bibel eingeführt hat. Die Zitate findest Du in meiner „Orientierung“ zur Frauenordination. Daß es die „ideale“ Gemeinde oder christliche Gemeinschaft auf dieser Erde nicht geben kann, das dürfte längst jedem, der nicht in völliger Schwärmerei verblendet ist, klar sein. Aber eine gehorsame Gemeinde sollen wir schon sein. Daß die Bibeltreuen, die noch in den längst abgefallenen Kirchen verbleiben, dort wirklich noch Gehör finden und etwas zum Besseren wenden können, das läßt sich insgesamt seit Jahrzehnten eindeutig widerlegen. Wie es vor Ort aussieht, darüber muß sich jeder selbst ehrlich Rechenschaft vor seinem Herrn und Heiland ablegen. Ich verurteile da niemanden, der seinen Platz noch in einer landeskirchlichen Gemeinde sieht. Er steht ja mit seiner Entscheidung nicht vor mir, sondern vor Gott. Aber ich mahne schon, sich da nicht selbst in die fromme Tasche zu lügen, sondern die Situation und die eigenen Wirkungsmöglichkeiten ehrlich wahrzunehmen. Im Grundsatz stehen wir auf jeden Fall längst in einer Beweislastumkehr: angesichts des breiten, des offenkundigen und immer brutaleren Abfalls der Landes“kirchen“ von Christus und seinem Wort muß längst nicht mehr der seinen Schritt begründen, der aus diesen Institutionen austritt, sondern der, der immer noch in ihnen verbleibt. Auch darauf habe ich versucht, differenziert und wahrhaftig im Abschlußteil der schon erwähnten Schrift „Was ist Kirche?“ einzugehen. Außerdem, was ich immer wieder nicht müde werde zu betonen: ein bibeltreuer Christ, der in der Landeskirche bleibt und dort einen bibeltreuen Pfarrer wünscht, der muß sich darüber im Klaren sein, was er diesem bibeltreuen Pfarrer an Gewissensknechtung zumutet und an Ausgeliefert sein an ein kirchliche Obrigkeit, die alles, was Recht und Gottes Ordnung ist, nach Belieben mißachtet. In Berlin-Brandenburg wird ein bibeltreuer Pfarrer spätestens in 5 Jahren definitiv nicht mehr Dienst tun können. Ansonsten befindet er sich im grundsätzlichen und offenkundigen Widerspruch zu Gottes Wort. Letztlich ist dann auch klar, daß zumindest aus dieser Landeskirche alle bibeltreuen Geschwister austreten müssen, denn sie läßt explizit in 5 Jahren keinen Raum mehr für Glaubensgehorsam! Insoweit bin ich sogar dankbar für diese Entscheidung dieser Institution, weil sie damit endlich für die wünschenswerte Klarheit sorgt und alle verlogene anscheinende Toleranz für bibeltreues Denken, Reden und Handeln eindeutig hinter sich läßt.
        Was hat Christus zu schaffen mit Belial? Diese Frage wird seit Jahrzehnten vielerorts auch von bibeltreuen Geschwistern kaum noch mit Ernst bedacht.

        1. Lieber Jakob,
          ich hatte das bewusst so spitz formuliert, um herauszustellen, das dies nicht der Weg sein kann. Es soll jedenfalls kein Vorwurf sein, jemand würde hier so denken.
          Ich frage mich aber schon, was denn ein Herr Parzany jetzt tun sollte. Baldur wirft ihm ja vor, nur leer zu reden und nichts zu tun. Wenn ich deine Ausführungen richtig interpretiere, kann die Konsequenz ja nur sein, die EKD zu verlassen.
          Danke für deine ausführliche Darlegung, insbesondere dem Hinweis, dass letztendlich jeder selbst vor Gott verantwortlich ist. Eine pauschales Urteil ist hier, denke ich, nicht richtig. Gott hat seine Leute überall und wenn es nur deswegen ist, anderen im persönlichen Gespräch zum Nachdenken zu bringen und so einigen wenigen die Augen zu öffnen. Die Kirche als solche wird das natürlich nicht retten, da stimme ich völlig zu. Ich für meinen Teil mache mir die Irrlehren nicht zu eigen, wenn ich in der Kirche verbleibe. Gott schaut doch auf die Herzenshaltung, nicht auf die Mitgliedschaft.

          1. Lieber Peter, wie schon gesagt: ich breche da über niemandem den Stab. Selbstverständlich auch nicht über Dir. Du hast Recht: Gott schaut auf die Herzenshaltung. Aber die rechte Herzenshaltung ist die des Gehorsams. Und kann eine gehorsame Herzenshaltung in der Landeskirche wirklich durchgehalten werden mit aller unumgänglichen Gemeinschaft mit den Spöttern? Da wäre z.B. auch der 2.Johannesbrief zu bedenken und der Judasbrief mit seinen Parallelen im 2.Petrusbrief. Von Parzany würde ich beispielsweise nicht ohne Weiteres einen Kirchenaustritt erwarten. Er ist im Ruhestand angekommen. Vermutlich würde er durch einen Austritt in nennenswertem Maße Pensionsansprüche verlieren. Das hängt von der Landeskirche und ihren Gepflogenheiten ab, ob sie ihm weiter die Pension bezahlen oder für ihn in die BfA einzahlen würde. Im zweiten Falle dürfte seine Ruhestandsgehalt deutlich geringer werden. Aber da bin ich kein Fachmann. Und im Ruhestand kann ihm die Kirchenleitung nicht mehr allzu viel anhaben. Andererseits könnte gerade ein Mann wie Parzany mit seinem immer noch guten Ruf und einer deutschlandweiten Achtung, wie etwa auch Theo Lehmann, mit konsequenten Schritten aus der Kirche heraus Zeichen setzen für viele andere. Solchen Brüdern würden in diesen Tagen wohl doch noch etliche folgen und es ließen sich einige bibeltreue Gemeinden mit diesen Geschwistern quer durch Deutschland gründen und bibeltreue Pfarrer könnten dort, ohne ihr Gewissen zu verbiegen, Dienst tun. So ist die umgekehrte Gefahr eminent groß, daß die noch in den Landeskirchen Verbleibenden langsam ihre Gewissen an die kirchlichen Mißstände anpassen und auf der schiefen Ebene mit abdriften, wie wir das in der neoevangelikalen Szene heute in höchstdramatischer Weise mit Erschrecken sehen. Deshalb warnte Luther „um der Seelen Seligkeit willen“ unter eine falschen kirchlichen Obrigkeit zu bleiben. Ich kenne alle Bedenken, die gegen die Gründung von Gemeinden außerhalb der Landeskirchen vorgebracht werden. Aber der Verbleib in den Landeskirchen hat, soweit ich das überblicke, den Abfall weder verhindern noch auch nur nennenswert verzögern können. Im Gegenteil. Wer von uns hätte es noch vor 10 oder 15 Jahren für möglich gehalten, daß auch die ehemals bibeltreuen und pietistischen Kreise in den Landeskirchen heute so weit abgefallen sind, wie dies heute der Fall ist. Da ist selbst 11 Jahre landeskirchlicher Pfarrer war und in meinem rund 9 Jahren als Pfarrer der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Neuwied nochmals sehr intensiv mit dem landeskirchlichen Bereich landauf landab zu tun hatte, meine ich sagen zu können: bis auf ganz wenige Ausnahmen können bibeltreue Christen in den Landeskirchen nicht mehr mehr als eine Feigenblattfunktion ausüben. Sie tragen im letzten Grunde nur mit dazu bei, daß andere bibeltreue Geschwister mit ihnen weiter in diesen abgefallenen Institutionen verharren, zumeist in weitestgehender Wirklungslosigkeit, und schließlich mit in den Abfall hineinzugeraten drohen. Anstatt daß sie ihre Kräfte in einer wirklich bibeltreuen Arbeit einbringen. Aber wie gesagt, das muß jeder vor Ort entscheiden, ob er in einer solchen Ausnahmesituation ist und damit eine gute Begründung hat, noch in einer solchen Institution zu verbleiben. Aber ehrlich: was tust Du in 5 Jahren, wenn die nächsten Dämme brechen? Ich denke da an den mittlerweile heimgegangenen Amtsbruder Pfarrer Heiko Krimmer. Er war in Württemberg ein sehr bekannter und geschätzter Pfarrer. Vielleicht fast so wie Theo Lehmann in Sachsen. Er war in meiner Studienzeit im Albrecht-Bengel-Haus auch eine Zeit mit Studienleiter und auf meiner letzten landeskirchlichen Pfarrstelle ein Amtsbruder im gleichen Kirchenbezirk. Er hat wohl vor rund 20 bis 30 Jahren, wahrscheinlich war es noch vor 1985 in meiner Studienzeit, verkündet: wenn der erste Homosexuelle in der Landeskirche getraut wird, dann trete ich aus. Nun, getraut wurde vielleicht noch keiner in Württemberg, gesegnet und kirchlich anerkannt schon lange. Heiko blieb! Sein Austritt wäre ein Fanal gewesen. Ich werfe es ihm nicht vor. Er hatte auch an die Witwenrente seiner hinterbliebenen Frau zu denken. Wir müssen da seelsorgerlich alle verschiedenen Aspekte ehrlich und wahrhaftig im Auge behalten. Aber haben die sogenannten Landeskirchen nicht längst all Grenzen überschritten, wo bibeltreue Geschwister vor 20 und 30 Jahren gesagt haben: wenn die Grenze überschritten wird, dann trete ich aus? Und die meisten sind immer noch drin und werden mitschuldig an dem, was da geschieht?!

          2. Lieber Peter,
            Wann gilt dann das Gebot aus Offb. 18:
            Offb 18,4: Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!
            Offb 18,5: Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.

            Wenn nicht jetzt, wann dann?
            Wenn 1,5 Mio Evangelikale Gott mehr gehorchen würden, als ihren Kirchenleitungen und Gemeinschaftsleitern, dann wäre die EKD am Ende!
            Das Problem ist, dass in den letzten Jahrzehnten in der Fläche kaum wirkliche Jünger gemacht wurden (gemäß dem Missionsbefehl). Die Folge davon sind Abertausenden von geistlich unmündigen und unreifen „Christen“, die sich immer nur daran orientieren, was „die da oben“ machen. Und wenn „die da oben“ dann einen Schritt an den Abgrund machen (wie Dr. Diener), dann zuckt trotzdem niemand und alles bleibt beim Alten.
            Für diese Christen sehe ich sehr große Probleme für deren geistliches Leben aufkommen. Sie haben nie gelernt, einmal für die Wahrheit hinzustehen – dabei erzählt man in jeder Kinderstunde und Jungschar die Geschichten von Daniel, Gideon und David und wie sie noch alle heißen. Nur den Übertrag ins eigene Leben schafft man nicht.
            Das ist zu schwach, um gegen das, was noch auf uns zukommt siegreich widerstehen zu können.
            Gehorsam muss aber im Lauf des Christenlebens geübt werden – das kommt nicht über Nacht. Wer 250kg Gewicht heben will, muss lange trainieren, bis er das schafft. Wir Christen meinen, dass uns dann in der Verfolgung schon gegeben wird, was wir sagen sollen – denn so steht es ja geschrieben. Wer aber den gehorsam nie praktiziert hat, wird beim ersten Sturm einknicken, weil er die Hosen voll hat! So schaut’s aus!

            „Auf uns wartet Sturm – nicht Wind“ hat mal ein Bruder zu mir gesagt. Wenn sich die Gemeinden im Westen darauf nicht vorbereiten, dann wird deren Leuchter genauso wegestoßen werden, wie der Leuchter der Gemeinden der Sieben Sendschreiben.

            Was fehlt ist ein klares Signal von Leuten wie Parzany „geht aus der Kirche raus“.
            Wenn das genügend Leute beherzigen würden, wäre auch das finanzielle Auskommen der bibeltreuen Pfarrer gesichert, auf die man meint immer Rücksicht nehmen zu müssen und das als Grund angibt, in der Kirche zu bleiben.

            Die Gemeinde Jesu ist schon immer ein kleines Häuflein gewesen, das draußen vor dem Tor die Schmach Christi erduldet. Markige Worte sind gut – wenn aber keine Taten folgen, was soll das dann? Wo ist dann das Gottvertrauen, das immer gepredigt wird?
            Da zeigt sich dann, wie tief der Glaube wirklich reicht. Unsere Geschwister in der Verfolgung sind uns da haushoch überlegen.

            Es werden nur diejenigen das Ziel erreichen, welche ausharren bis zum Ende – sprich dem Wort Gottes gehorsam sind. Es wird langsam Zeit, endlich aufzuwachen!

          3. die nächste Stufe ist bereits eingeläutet:
            „Bischof“ Gerhard Ulrich:
            „Jesus, der Gottesmann und Meister, ist tot. Sein Leib wird vergehen wie jeder Menschenleib. Aber das, was in ihm göttlich war, seine Sache, seine Leidenschaft für das wahre Leben, das ist mitnichten tot. Es lebt – wenn sie, die Nachfolger und Nachfolgerinnen, es wollen.“
            Das geht doch sehr gut zusammen mit Islam, Buddhismus usw. Jesus nur ein Prophet
            und Philosoph ?
            Olaf Latzel hat es als das bezeichnet was es ist: Gotteslästerung.
            https://www.youtube.com/watch?v=VGVGitPFDrc
            Wie lange wird er sich noch halten können und wollen ?
            In der Endzeit wird es sich nur um das Eine drehen: Jesus Christus.
            Er muss weg als Sohn des lebendigen Gottes und als der einzige Weg zum
            himmlischen Vater.
            Jeder, der wie Jakob Tscharntke auch klar und deutlich verkündigt: JESUS ALLEIN !
            http://www.efk-riedlingen.de/predigtarchiv/1-6.2016/01.05.16%20J.Tscharntke%20Teil7%20Kolosser2.1-3%20Jesus%20allein.mp3
            wird vermutlich Probleme bekommen und als Fundamentalist abgekanzelt ?!

            Mein endgültiges AUS kam vor 2 Jahren als dieses Geschwafel von:
            „Wir beten alle zum gleichen Gott“ aus allen Kanälen verkündet wurde.
            Aus dem Vermächtnis des Paulus an Timotheus und uns:

            1 Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. 2 Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3 lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, 4 Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; 5 dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!

      2. Lieber Peter,

        Gott hat das Volk Israel und die neutestamentliche Gemeinde als eine heilige Körperschaft erwählt ER sagt:

        3Mo 11,44: Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, daß ihr heilig seid, denn ich bin heilig, und sollt eure Seelen nicht verunreinigen an irgend einem kriechenden Tier, das auf Erden schleicht.

        Im Neuen Testament sagt Petrus:

        1Petr 1,16: Denn es steht geschrieben: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“

        Dies sind grundsätzliche und uneingeschränkt gültige Aussagen. Und heilig bedeutet abgesondert für Gott und Jesus Christus. Abgesondert von dem, was dem Willen Gottes nicht entspricht, abgesondert von der Sünde, falschen Lehren. Seinen Willen hat Gott in Seinem Wort klar und verständlich definiert.

        Schon immer haben Gott selbst, die Prophten, Jesus Christus und die Apostel dazu aufgerufen, sich nicht den Gepflogenheiten dieser gefallenen Welt anzupassen, sondern sich von allem Ungöttlichen zu trennen.

        Nun ist es heute leider so, dass es nahezu keine Gemeinden, ob jetzt Kirchen, Freikirchen oder Gemeinschaften mehr gibt, welche diese von der Schrift gebotenen Vorgaben akzeptieren. Die Bibel darf heute jeder so lesen und interpretieren wie er es für richtig hält. Bin ich in einer Gemeinde, wo nur noch einige Wenige sich an Gottes Wort halten können diese paar Leute nicht den großen Rest rauswerfen. Also austreten und entweder etwas Neues suchen oder einen kleinen Kreis gründen. Im schlimmsten Fall bleibt er einsam. Und so geht es heute leider vielen. Deshalb gibt es auch Fernmitglieder bei der EfK. Hier und auch anderswo im Netz können noch bibeltreue Predigten gehört werden.

        Und nun nochmals zu U. Parzany: Ich muss, weil mir nichts besseres einfällt, den Zug und den letzten Waggon anführen. Alle Bibeltreuen sitzen jetzt als eine geschlossene Gesellschaft in diesem letzten Wagen. Sie haben die Trennung vollzogen – aber sie fahren noch immer im faschen Zug einem falschen Ziel entgegen. Und dies finde ich tragisch!

        Und die Konsequenzen können in der Tat für den Einzelnen wirklich hart sein. Dies erleben gerade viele Nachfolger des HErrn Jesus in unserer Welt.

  9. Hallo Herr Tscharntke,
    Michael Diener spricht übrigens auf der Bundesratstagung des BEFG am Mittwoch Abend in Kassel. Fahren sie als Abgeordneter der EFK Riedlingen nach Kassel? Oder eins ihrer Gemeindeglieder? Wäre ja eine gute Möglichkeit sich selbst ein Bild zu machen und nicht nur über idea oder andere Pressemitteilungen.

    1. Liebe Matthias, um mir von Michael Diener ein Bild machen zu können, muß ich nicht nach Kassel fahren. Die Aussagen von Diener sprechen leider schon mehr als deutlich genug für sich selbst.

    2. Lieber Matthias,

      wenn ich in einen faulen Apfel beiße, muss ich ja nicht den ganzen Apfel aufessen um zu prüfen wie der wohl schmeckt und bekommt. So ist es auch mit Diener & Co. Eine Fahrt von Riedlingen bis nach Kassel, nur um dessen Gequassel anzuhören, würde sich wirklich nicht lohnen! Es sind immerhin um die 470 km. Diener verteilt ja immer wieder seine faulen Äpfel – das sollte doch wohl jedem genügen.

  10. Ich möchte hier nur mal einstreuen, daß JeSCHUAH eine Person ist, und keine „Überzeugung“, ein geschichtlicher Fakt, und keine „Religion“, sondern G:TTes Erstgeborener – das fleischgewordene WORT G:TTes, wie ES der TaNaKH (fälschlich „Alter Bund“ genannt, der nur einen geringen, wenn auch den wichtigsten Teil des TaNaKH ausmacht) verheißen hat – Der Sich auch in allem, was ER lehrte, auf diesen TaNaKH beruft, und ihn endgültig und fehlerlos ausgelegt, gelebt und dessen Gesetz erfüllt hat, damit wir dem gerechten Urteil des Gesetzes nicht mehr unterliegen müssen, sondern durch Umkehr und gerechte Anwendung des Gelehrten (M7.12 – G6.2) die Frucht bringen, die G:TT denen verheißen hat, die IHN lieben!!! Alles andere, als diese TATSACHE, halte ich für leeres Geschwätz! Werft diese Heuchler aus euren Gemeinschaften – und wenn das nicht mehr geht, verlaßt sie – und lebt hin und her, in den Häusern, wie es die ersten Nachfolger JeSCHUAHs taten – und ich es durch VATERs Gnade schon seit 1994 halten darf! Viel interessanter ist eine Nachricht auf YT: https://www.youtube.com/watch?v=FRx0wntw1sI (ist allerdings englisch!!!) wo berichtet wird, daß in diesem Land 2017 eine Zwangsverchipung der Bürger vorgesehen sein soll, die natürlich in hiesigen Verlautbarungen nirgends erwähnt wird – Deutschamerikanern sehr wohl bekannt ist! Inwieweit dies der Wahrheit entspricht – oder wieder nur ein „Testballon“ – weis ich nicht, zeigt aber auf, daß die Zeit unserer Heimkehr mit Riesenschritten voranschreitet! Darauf sollten wir uns freuen, endlich nach Hause!!!

    Frieden und Segen G:TTes – Schalom Uwracha HaElohim
    Lutz

  11. Hallo Herr Tscharntke,

    auch, wenn der Artikel schon etwas älter ist, würde ich gerne etwas dazu sagen.

    Sie schreiben:
    „Er [Parzany] weist dabei auf den ungeheuer dramatischen Vorgang hin, daß die EKD mit ihrem im Jahr 2014 herausgegebenen Grundlagentext zum bevorstehenden Reformationsjubiläum erstmals offen die Autorität der Bibel für den Raum der Kirchen abschafft.“

    Das fand ich schon erstaunlich und wollte das gerne überprüfen, allerdings nützt mir der Link zur Seite „Bibel und Bekenntnis“ recht wenig, wenn ich darin lediglich die Aussage von Herrn Parzany finde, aber nicht feststellen kann, worauf sich diese Aussage stützt. Bitte senden Sie mir einen Link zur entsprechenden Stelle der Evangelischen Kirche Deutschland, damit die Diskussion hier auf einer fachlichen Grundlage stattfinden kann.

    Vielen Dank! E. Wölfle

    1. Lieber Herr oder Frau? Wölfle, da müssen Sie, wie ich es andernfalls auch müsste, im Internet schauen. Dort sollten Sie den genannten Grundlagentext finden. Daß die EKD „offen die Autorität der Bibel für den Raum der Kirchen“ abgeschafft hat, läßt sich aber auch unabhängig von diesem Papier reichlich belegen. Fragen Sie aber bitte nicht nach den Belegen dafür. Denn eine solche Frage würde offenbaren, daß die kirchliche Entwicklung an Ihnen entweder komplett vorübergegangen ist, oder daß Sie lediglich provozieren und andern die Zeit rauben wollen und nicht an einer ernsthaften Diskussion interessiert sind. Sie haben leider auch unterlassen darauf hinzuweisen, auf welchen Beitrag Sie sich überhaupt beziehen.

  12. Hallo Herr Tscharntke,

    Danke für ihre Antwort! Es geht um ihren Beitrag, welcher zumindest aus meiner Sicht, sich hier direkt befindet. Sie nennen ihn:
    „Ein erfreulich klares Wort von Ulrich Parzany“

    Dass die kirchliche Entwicklung an mir vorübergegangen ist, ist gar kein Wunder. Bisher habe ich mich dafür auch wenig interessiert. Um so schöner wäre es deshalb, wenn Sie auch mich oder andere „unwissende“ Menschen mit in die Diskussion mit einbeziehen könnten, beispielsweise mit gewünschtem Link. Ich persönlich finde es wichtig, solche Dinge nachlesen zu können, damit ich auf einen aktuellen Stand komme und eben nicht haltlos kommentiere.

    Schade, dass Sie daran kein Interesse zeigen. Die Recherche für diese Aussage gestaltet sich tatsächlich herausfordernd. Bisher konnte ich noch nichts aussagekräftiges finden.

    Grüße, E. Wölfle

    1. Hallo Herr oder Frau? Wölfle, es ist keineswegs so, daß ich „daran kein Interesse“ zeigen würde. Es ist vielmehr so, daß meine Zeit extrem knapp ist. Entsprechende Hinweise dürften Sie auf „Kurz bemerkt“ schon entdeckt haben. Deshalb muß ich Ihnen das Bemühen, eine entsprechende Seite finden, nicht aus mangelndem Interesse, sondern aus Zeitgründen, selbst überlassen.

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