Die Gnadauer Erklärung – ein Schritt weiter mit Michael Diener in den Abfall

Doch, die Gnadauer Erklärung (von der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes am 19.02.2016 in Schwäbisch Gmünd – Schönblick beschlossen) zur theologischen Kontroverse um Michael Diener enthält gute Aussagen. Kurz zur Kenntnis genommen kann sie sogar den Eindruck erwecken, hier läge eine klare biblische Stellungnahme vor. Das ist so sicher auch beabsichtigt. Der bibeltreue Leser, vor allem aus der Gnadauer Anhängerschaft, soll sich beruhigt im Sessel zurücklehnen und denken: Gott sei Dank. Gnadau hält klar am biblischen Kurs fest!

Aber dieser Eindruck wäre ein gigantischer Irrtum! Daß Gnadau Michael Dieners Kurs weg von Christus, weg von der Bibel und erst recht weg vom Glaubensgehorsam vollinhaltlich mitgeht und an seine Seite tritt, das zeigt schon die Einleitung der Erklärung. Gnadau zeigt sich nicht etwa erschüttert über Michael Dieners unbiblisches Votum. Gnadau zeigt sich erschüttert über die Diskussion darüber! Damit richtet sich schon das Eingangsvotum gegen die Diener-Kritiker. Dabei ist der einzig Schuldige am ganzen Vorgang Michael Diener mit seinen biblisch völlig inaktzeptablen Aussagen und seiner Forderung, daß homosexuell Lebende (!!!) auch in den Gnadauer Gemeinschaften Mitglieder und Mitarbeiter werden können.

 

Auf diese Einleitung folgt ein zunächst sehr guter Abschnitt zur Bibel. Sie wird als Gottes Wort, das allein der Maßstab ist, bezeugt. Mit dem nächsten Abschnitt aber wird diese klare Aussage schon wieder zur praktischen Bedeutungslosigkeit relativiert. Denn nun heißt es: „Im Ringen um das rechte Verständnis der Schrift halten wir Unterschiede aus, die es nicht nur in unserer Kirche, sondern auch innerhalb des Pietismus immer gegeben hat und bis heute gibt. Wir wissen um die Begrenztheit unserer eigenen Erkenntnis. Unsere eigene Auslegung findet im Verständnis der Brüder und Schwestern immer wieder eine hilfreiche Korrektur.“ Man muß bedenken, daß dieser Satz im Zusammenhang gesagt ist zur Frage, ob homosexuell Lebende in den Gemeinden Mitglieder und Mitarbeiter werden können! Zu dieser Frage redet die Bibel so glasklar und eindeutig, daß es keine substantiellen Unterschiede im Verständnis geben kann, sondern einzig und allein um die Frage geht, ob wir in den Gemeinden die klaren Aussagen des Wortes Gottes gelten lassen oder nicht. Die Gnadauer Erklärung tut hier letztlich genau das, was Ulrich Parzany völlig zurecht schon Michael Diener vorgeworfen hat: er löst sein theoretisches Bekenntnis zur Bibel als Wort Gottes letztlich in völlige Bedeutungslosigkeit auf, weil er die Bibel zugleich völlig der Subjektivität der Ausleger unterwirft. Denn der zitierte Satz der Gnadauer Erklärung heißt in der Praxis nichts anderes als: die bibeltreuen Leser, die daran festhalten, daß Homosexualität Sünde ist, wissen um die „Begrenztheit“ dieser Erkenntis. Ihre Auslegung findet deshalb eine „hilfreiche Korrektur“ „im Verständnis der Brüder und Schwestern“ die das ganz anders sehen!

 

Der darauffolgende Abschnitt ist zunächst einmal wieder ganz hervorragend. Er bekennt die Einzigartigkeit der lebenslangen Einehe zwischen Mann und Frau und hält fest: „Menschen, die nicht in einer Ehe leben, sind unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen“. Klasse!

Leider wird diese klasse Feststellung im nächsten Abschnitt ebenfalls wieder bis zur völligen Bedeutungslosigkeit zerredet. Denn es wird behauptet: „dass es Christinnen und Christen gibt, die homosexuell empfinden, dabei aber unterschiedliche Konsequenzen für ihre Lebensgestaltung ziehen.“ Weshalb bezeichne ich diesen Satz eine „Behauptung“? Weil er behauptet, daß es „Christinnen und Christen“ gibt, die aus dem Gebot Gottes für ihr Leben verschiedene Konsequenzen ziehen. Die einen halten sich daran. Die andern halten sich nicht daran. Aber können diejenigen, die sich grundsätzlich entscheiden, gegen das Wort Gottes und damit gegen Gott selbst zu leben, ohne Weiteres als „Christinnen und Christen“ bezeichnet werden? Ich wage das zu bezweifeln!

Die nächste Zerredung der übersprünglich klaren Aussage folgt einen weiteren Absatz später: „Wir nehmen jedoch eine Spannung wahr zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung“. Auf die Formulierung kommt es an! Und dieser Formulierung ist zu widersprechen. Und zwar in aller Deutlichkeit! Nein! Es gibt keine „Spannung“ zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung. Es gibt hier nur einen klaren Widerspruch von Seiten der Bibel. Liebe Geschwister, achtet darauf!, durch solche feinen Unterschiede in den Formulierungen wird die Wahrheit der Schrift langsam in Unwahrheit und Irrlehre verkehrt. Das setzt sich in den weiteren Sätzen fort: „Aus unserer Sicht lassen sich biblische Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Lebensweise nicht in Einklang bringen.“ Hört sich schon wieder super an – fast! Aber eben nur fast! Warum? Weil die klare biblische Aussage subjektivistisch eingeleitet ist: „Aus unserer Sicht“. Es wird keine objektive biblische Wahrheit verkündet, sondern eine subjektive Meinung. Und als solche wird sie dann auch gleich behandelt, denn der nächste Satz lautet: „Gleichwohl gibt es einige unter uns, die an dieser Stelle eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen.“ Also ist „unsere Sicht“, von der im Satz davor die Rede war, innerhalb Gnadaus schon gar keine einheitliche Erkenntnis mehr. Man hat nur so getan! Man jongliert geschickt mit Worten und täuscht den Leser – vermutlich gezielt! Und wir sehen, wie total man in Gnadau letztlich die gegensätzlichen Erkenntnisse als gleichwertige Möglichkeiten nebeneinanderstellt!

 

Das praktische Konsequenz sieht dann auch entsprechend aus: „Weil die Lebensform eines Menschen immer „mit-spricht“ und „mit-verkündigt“, berufen wir Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, weder in den Verkündigungsdienst noch in Leitungsaufgaben. Denn Leben und Lehre gehören zusammen“. Hier ist gleich mehreres ganz katastrophal. Als Erstes die Begründung. Es wird nicht klar gesagt: Weil praktizierte Homosexualität Sünde ist…! Überhaupt kommt der Begriff „Sünde“ in der ganzen Erklärung kein einziges Mal vor. Das ist der erste Grundfehler. Noch viel weniger wird auf Römer 1 verwiesen, wonach praktizierte Homosexualität per so schon der Vollzug des Gerichtes Gottes ist. Das ist der zweite Grundfehler. Der dritte Grundfehler ist, daß man meint, zwischen einfacher Mitglieds- und Mitarbeiterschaft einerseits und „Verkündigungsdienst und Leitungsaufgaben“ andererseits einen Unterschied machen zu können. Das ist an sich schon zutiefst unbiblisch und unevangelisch. Es ist im Denken stockkatholisch. Im römisch-katholischen Verständnis gibt es einen wesensmäßigen Unterschied zwischen Klerus und Laien. Der Priester wird durch die Weihe in einen besonderen geistlichen Stand erhoben. Das aber lehrt die Bibel nicht. Im Gegenteil. Wir alle sind zu einem Volk von Priestern berufen (siehe Offenbarung 1,6 + 20,6)! Was in der Gemeinde grundsätzlich möglich ist, das kann man biblisch begründet den Verkündigern und Leitern nicht vorenthalten. Das alles wissen die Gnadauer natürlich so gut wie ich. Aber sie gehen damit strategisch exakt den Weg der Landeskirchen. Es ist die gleiche Salamitaktik. Man schneidet die biblische Wahrheit und den Glaubensgehorsam scheibchenweise ab. Immer so viel, daß die Gemeinde nicht allzusehr aufjault und die Massen noch bei der Stange gehalten werden können. Man zieht die Sache nur noch nicht (!) durch bis zur letzten Konsequenz. Aber das kommt – auch in Gnadau – wetten daß?!!! Ich befürchte, daß wir keine 5 Jahre darauf warten müssen, bis homosexuell Lebende in Gnadau gesegnet und zum Verkündigungs- und Leitungsdienst berufen werden. Das kann bei diesem Ansatz auf die Dauer gar nicht anders sein. Denn dieser unbiblische Spagat läßt sich in Gnadau ebensowenig durchhalten wie in den Landeskirchen. Daß die Gnadauer Erklärung von heute schon morgen die Gnadauaer Makulatur von gestern sein wird, ist deshalb heute schon abzusehen.

Es stimmt deshalb auch ganz und gar nicht, wenn idea in seinem Bericht schreibt: „Damit folgte die Mehrheit der Mitgliederversammlung in der Frage der Homosexualität nicht ihrem Präses Michael Diener (Kassel), der in Interviews gewünscht hatte, dass auch Christen, die ihre Gleichgeschlechtlichkeit praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinschaften sein können.“ Die Gnadauer Erklärung sagt das exakte Gegenteil. Zwar nicht ausdrücklich. Das wäre zu sehr aufgefallen. Aber sehr wohl inhaltlich. Denn wenn ausdrücklich nur betont wird, daß homosexuell Lebende nicht in den Leitungs- und Verkündigungsdienst berufen werden, dann ist damit klar gesagt, daß sie in alle anderen Aufgaben sehr wohl berufen werden können! Eigentlich sind die Leute von idea auch nicht so dumm, daß sie das nicht wissen könnten. Ich vermute, man hat es bewußt anders dargestellt, um den Dienerkritikern entgegenzukommen und wahrheitswidrig den Eindruck zu erwecken, als habe die Gnadauer Mitgliederversammlung Diener wenigstens ein kleines bißchen widersprochen und wenigstens ansatzweise zurückgepfiffen. Leider ist das Gegenteil richtig: in der Sache hat Michael Diener einen Sieg auf der ganzen Linie errungen! Genauso, wie er es gefordert hat, können nach dieser Erklärung homosexuell Lebende nicht nur Mitglieder sondern auch Mitarbeiter in den Gnadauer Gemeinschaften werden! Genau das ist Inhalt der Gnadauer Erklärung! Wer etwas anderes sagt, der hat die Gnadauer Erklärung entweder nicht richtig gelesen, oder er sagt bewußt die Unwahrheit!

32 Antworten auf „Die Gnadauer Erklärung – ein Schritt weiter mit Michael Diener in den Abfall“

  1. Der Wortlaut der Gnadauer Erklärung vom 19. Feb. 2016 wurde bei http://www.idea.de/spektrum/detail/gottes-wort-vertrauen-barmherzigkeit-leben-93718.html veröffentlicht:

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    Dokumentation Gnadauer Erklärung – 20. Februar 2016
    Gottes Wort vertrauen – Barmherzigkeit leben

    Folgende Erklärung wurde von der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) am 19. Februar in Schwäbisch Gmünd beschlossen:

    In den letzten Wochen hat eine Debatte die Bewegungen und Werke des Gnadauer Verbandes erschüttert, die inzwischen erhebliche Ausmaße angenommen hat. Die Art und Weise der Diskussion hat dabei Dimensionen angenommen, die teilweise weder den Sachfragen noch den beteiligten Personen und schon gar nicht den Menschen gerecht wird, die jeweils betroffen sind.

    [Anmerkung: hier kommt bei idea eine Anzeige in eigener Sache, wobei für mich nicht eindeutig zu erkennen ist, ob darunter möglicherweise weiterer Text verborgen sein könnte…]

    Als Gnadauer Mitgliederversammlung äußern wir uns zu wenigen Aspekten, die wir für wesentlich halten: zu unserem Umgang mit der Bibel, zur Ehe von Mann und Frau und zu unseren Konsequenzen hinsichtlich der Segnung und Mitarbeiterschaft von Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben.

    Die Bibel – das Wort Gottes an uns

    Wir achten die Bibel als Gottes Wort, auf das wir hören und dem wir im Leben und Sterben vertrauen. Die Heilige Schrift allein ist der Maßstab für all das, was wir glauben und verkünden. Sie ist „Regel und Richtschnur“ für unsere Lehre und für unser Leben. Aufgrund der Bibel glauben wir an Jesus Christus als die Wahrheit in Person und bekennen uns zum dreieinigen Gott.

    Im Ringen um das rechte Verständnis der Schrift halten wir Unterschiede aus, die es nicht nur in unserer Kirche, sondern auch innerhalb des Pietismus immer gegeben hat und bis heute gibt. Wir wissen um die Begrenztheit unserer eigenen Erkenntnis. Unsere eigene Auslegung findet im Verständnis der Brüder und Schwestern immer wieder eine hilfreiche Korrektur.

    Die Ehe – eine Stiftung Gottes für unser Leben

    Wir bekennen uns unverändert dazu, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat. In der lebenslangen Einehe hat die menschliche Sexualität einen einzigartigen Raum zur Entfaltung und Gestaltung. Menschen, die nicht in einer Ehe leben, sind unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen, zu der Gott „Wollen und Vollbringen“ schenken kann.

    Homosexuelle in der Gemeinde

    Zunächst ist festzustellen, dass es Christinnen und Christen gibt, die homosexuell empfinden, dabei aber unterschiedliche Konsequenzen für ihre Lebensgestaltung ziehen. Homosexuelle haben selbstverständlich einen Raum in unseren Gemeinden wie alle anderen auch. Ihnen gilt die Liebe Gottes gleichermaßen ohne Vorbedingung. Das soll in unseren Gemeinden und Gemeinschaften erfahrbar sein. Homosexuelle erleben das oft anders; hier haben wir eine große Aufgabe.

    Wir nehmen jedoch eine Spannung wahr zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung. Aus unserer Sicht lassen sich biblische Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Lebensweise nicht in Einklang bringen. – Gleichwohl gibt es einige unter uns, die an dieser Stelle eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen.

    Gott segnet die Ehe von Mann und Frau in besonderer Weise. Der Trausegen ist ein einzigartiger Segen für die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau. Er kann darum nicht auf eine andere Lebensform übertragen werden.

    Weil die Lebensform eines Menschen immer „mit-spricht“ und „mit-verkündigt“, berufen wir Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, weder in den Verkündigungsdienst noch in Leitungsaufgaben. Denn Leben und Lehre gehören zusammen.

    Spannungen aushalten in einer Kultur der Barmherzigkeit

    In unserem Miteinander wollen wir aufeinander hören und Spannungen bewusst aushalten. Dabei leitet uns die Liebe Jesu Christi, die sich Menschen vorbehaltlos zuwendet. Wir brauchen den klaren Standpunkt der Gebote Gottes und das weite Herz seiner Liebe. So wollen wir für die biblische Wahrheit eintreten und eine Kultur der Barmherzigkeit leben.

    Beschlossen in der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes am 19.02.2016 in Schwäbisch Gmünd (Schönblick).
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  2. Nachfolgend wird der idea-Beitrag http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/erklaerung-des-evangelikalen-gnadauer-verbandes-stoesst-auf-geteiltes-echo-93740.html in voller Länge wiedergegeben:

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    Reaktionen – 22. Februar 2016
    Erklärung des evangelikalen Gnadauer Verbandes stößt auf geteiltes Echo

    Kassel (idea) – Lob und Kritik hat die jüngste Erklärung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes zum Streit um theologische Positionen innerhalb der evangelikalen Bewegung hervorgerufen. Die Versammlung der Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften mit ihren über 200.000 Mitgliedern hatte sich darin für die traditionelle Ehe von Mann und Frau ausgesprochen und eine Mitarbeit praktizierender Homosexueller im Verkündigungsdienst und in Leitungsaufgaben ausgeschlossen. Der Erklärung vorausgegangen war eine der heftigsten Kontroversen unter den theologisch konservativen Protestanten. Anlass war, dass der Gnadauer Präses Michael Diener – im Ehrenamt auch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz – in Interviews ein neues Denken der Evangelikalen im Blick auf Mission, Politik und Homosexualität gefordert hatte. Er wünschte sich, dass auch Christen, die ihre Homosexualität praktizieren, Mitarbeiter in Gemeinden sein können. Dem widersprach einer der bekanntesten evangelikalen Pfarrer, der langjährige proChrist-Hauptredner, Ulrich Parzany (beide Kassel), in einem Offenen Brief. Unterstützer seiner Position lud er Ende Januar nach Kassel ein, wo das „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ gegründet wurde.

    [Anzeige von idea…]

    Generalsekretär Spatz: Die Einheit Gnadaus wurde wiederhergestellt

    Der Generalsekretär des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Frank Spatz (Kassel), hatte sich im Anschluss an die Erklärung zufrieden geäußert: „Wir sind sehr froh, dass es gelungen ist, die Einheit Gnadaus nach schwierigen Wochen wieder herzustellen und wollen uns nun auf die großen Herausforderungen und Ziele der nächsten Jahre konzentrieren.“ Wie es hieß, wurde die Erklärung „mit breiter Mehrheit“ verabschiedet.

    Parzany: Das Vertrauen in die Klarheit und Gültigkeit der Bibel wird untergraben

    Parzany begrüßte als Sprecher des Netzwerks Bibel und Bekenntnis „drei hilfreiche Klarstellungen“ in der Gnadauer Erklärung: Zunächst, dass der Trausegen für Mann und Frau nicht auf andere Lebensformen übertragbar sei und Menschen in einer homosexuellen Partnerschaft nicht in den Leitungs- und Verkündigungsdienst berufen werden. Positiv sei auch, dass man daran festhalte, dass Menschen, die nicht in einer Ehe leben, unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen seien. Für diese Erläuterungen sei er dankbar, so Parzany. Zugleich verwundere es ihn, dass man innerhalb „Gnadaus“ eine Spannung wahrnehme zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung: „Da besteht aber nicht nur eine Spannung, sondern offensichtlich ein Widerspruch. Selbst auf der Basis verschiedener Bibelverständnisse lassen sich biblische Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Praxis nicht in Einklang bringen.“ Traurig mache ihn die Zustandsbeschreibung für den Gnadauer Verband. Dazu heißt es in dessen Erklärung: „Gleichwohl gibt es einige unter uns, die an dieser Stelle eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen.“ Man frage sich, welchen Wert dann die zuvor genannten Klarstellungen haben sollten, so Parzany. „So wird, wie wir es in den evangelischen Kirchen leider gewohnt sind, das Vertrauen in die Klarheit und Gültigkeit der Heiligen Schrift durch den relativierenden Verweis auf verschiedene Meinungen verschiedener Schriftgelehrter untergraben.“ Zur Orientierung für die Gemeinden in den gegenwärtigen theologischen und ethischen Auseinandersetzungen hätte er sich von „Gnadau“ mehr Klarheit gewünscht. Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis wolle diese Klarheit fördern. Parzany: „Das ist offensichtlich nötig.“

    (idea dokumentiert die Stellungnahme von Pfarrer Ulrich Parzany hier.)
    => siehe nachfolgender Kommentar…
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    1. Stellungnahme von Pfr. Ulrich Parzany zur Gnadauer Erklärung vom 19. Feb. 2016 – siehe http://www.idea.de/spektrum/detail/hilfreiche-klaerung-wenigstens-teilweise-93744.html :

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      Dokumentation – 22. Februar 2016
      Hilfreiche Klärung – wenigstens teilweise

      In der idea-Ausgabe (47/2016) wurde die Erklärung der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes dokumentiert. Im Folgenden die Stellungnahme dazu vom Vorsitzenden des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Pfarrer Ulrich Parzany:

      Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Verbandes hat am 19.2.2016 die Erklärung „Gottes Wort vertrauen – Barmherzigkeit leben“ beschlossen. Darin lesen wir drei hilfreiche Klarstellungen:

      [Anzeige von idea…]

      Erstens: „Der Trausegen ist ein einzigartiger Segen für die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau. Er kann darum nicht auf eine andere Lebensform übertragen werden.“

      Zweitens, dass im Gnadauer Gemeinschaftsverband „Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, weder in den Verkündigungsdienst noch in Leitungsaufgaben“ berufen werden.

      Drittens: „Menschen, die nicht in einer Ehe leben, sind unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen, zu der Gott ‚Wollen und Vollbringen‘ schenken kann.“

      Ich bin dankbar für die Klärungen, lese aber zugleich mit Verwunderung: „Wir nehmen jedoch eine Spannung wahr zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung.“ Da besteht aber nicht nur eine Spannung, sondern offensichtlich ein Widerspruch. Selbst auf der Basis verschiedener Bibelverständnisse lassen sich biblische Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Praxis nicht in Einklang bringen.

      Mit Traurigkeit nehme ich die Zustandsbeschreibung für den Gnadauer Verband zur Kenntnis: „Gleichwohl gibt es einige unter uns, die an dieser Stelle eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen.“ Welchen Wert haben dann aber die oben genannten Klarstellungen? So wird, wie wir es in den evangelischen Kirchen leider gewohnt sind, das Vertrauen in die Klarheit und Gültigkeit der Heiligen Schrift durch den relativierenden Verweis auf verschiedene Meinungen verschiedener Schriftgelehrter untergraben. Zur Orientierung für die Gemeinden in den gegenwärtigen theologischen und ethischen Auseinandersetzungen habe ich mir von „Gnadau“ mehr Klarheit gewünscht. Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis will diese Klarheit fördern. Das ist offensichtlich nötig.

      Ulrich Parzany, Vorsitzender des Netzwerks Bibel und Bekenntnis
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      1. Lieber Andreas, danke für die Einstellung dieses Kommentars von Parzany. Ich kannte ihn nicht. Er zeigt aber, wie wir im Wesentlichen die Defizite der Gnadauer Erklärung praktisch identisch erkannt und benannt haben.

  3. Lieber Bruder Tscharntke, ich bin sehr dankbar für Ihre ausführliche Analyse. Sie haben mein ungutes Gefühl ausformuliert. Leider ist es so, das ich als Gemeinschaftsmitglied mit solchen Stellungnahmen beruhigt werden soll und es gibt wenige Menschen wie Sie, die so „hinter die Buchstaben schauen“. Aber die Menge der Gemeinschaftsleute ist erstmal beruhigt. Ich denke das M. Diener aus seiner Zugehörigkeit bei den Rotariern ein ungutes Gedankengut in sich trägt und möglicherweise auch eine Machtposition hat die für mich nicht zu erklären ist,
    es sei denn….

  4. Lieber Jakob Tscharntke, auf den ersten Blick mag der Link vielleicht nicht hierher gehören, aber doch empfehle ich sehr den leider viel zu positiv gehaltenen Bericht Moritz Breckners über die „Mehr-Konferenz“ des Gebetshauses Augsburg und seines Leiters Johannes Hartl zu lesen (http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/detailansicht/aktuell/deutschland-braucht-meeeeeeeeehr-von-jesus-95095/). Dann wird klar, wie am Ende alles in einem diffusen, christlich erscheinendem Wisch-Waschi verschwimmt. Auch von dieser Seite wird die Evangelikale Bewegung in die Zange genommen, indem die heimkehrenden Teilnehmer als Multiplikatoren dieses Gedankengut in die Gemeinden und Gemeinschaften tragen. In unserer Flensburger Gemeinschaft ist aktuell eine FSJlerin, die in Taizé gewesen war und zwar (leider) nicht aktiv Werbung für diese Kommunität und ihre Ausrichtung macht, aber Taizé wird durch ihre positive Ausstrahlung, ihren sehr guten persönlichen Einsatz leider in bestes Licht gestellt. Und auch Johannes Hartl hat viele gute Dinge geschrieben und gesagt. Seine Äußerungen gegen Siegfried Zimmer und seine verquere, angeblich biblische Sichtweise auf die Homosexualität, waren aller Ehren wert. Nur leider es mittlerweile zum Problem geworden, daß nicht mehr an der Bibel geprüft wird (Die nahmen das Wort auf ganz willig und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s also verhielte. Apostelgeschichte 17.11) und so wird anscheinend viel zu oft jemandem alles geglaubt, der früher mal ein paar gute und richtige Gedanken geäußert hatte. Nur fügt sich dieser pro – Bericht gut kritische Überlegungen zu Michael Diener, denn seine Amtvorgänger haben als Vorsitzende der Evangelischen Allianz die Pfingst- und Charismatische Bewegung wieder in die Allianz geholt bzw. als Gnadauer Präses sich nicht dagegen gestellt. Ob das am schließlich bei einer Erosion bleibt oder in Erdrutschartigen Entwicklungen mündet, die den Gemeinden und Gemeinschaften den biblischen Boden unter den Füßen wegreißen werden wir zunehmend desser sehen und beurteilen können. Als Ersatz für den biblischen Boden werden wir viel Gefühl, die „Einheit“ der Christen und „Liebe“ bekommen. Da wird manches sehr gut gedeihen, aber wird das identisch mit dem Bleiben am Wort, und der Liebe, die auch erzieht und zum Vater hinzieht, sowie der Wahrheit sein?

    1. Lieber ThomasEausF,

      Am „christlichen Himmel“ tauchen gerade ein Irrlicht nach dem anderen auf. So war es jetzt in diesem Monat bei Bill Hybels mit seiner Willow-Creek Mannschaft.

      Hier fanden sich unter anderen Referenten aus Deutschen Evangelischen Allianz, wie Dr. Michael Diener, Liz Wizeman von der Mormonenkirche in USA, (http://www.mormonwiki.com/Liz_…, Joseph Grenny aus Provo in Utah, ebenfalls Mormone. (http://magazine.byu.edu/articl….

      Auch Dr. Johannes Hartl von der katholisch-charismatischen Erneuerung (CE), Gebetshaus Augsburg hatte dort seinen Auftritt. Von daher ist schon allein eine gewisse Vorsicht vor seinen Lehren und Aussagen geboten. Hartl muss die Päpste als Stellvertreter Gottes und des HErrn Jesus Christus auf Erden anerkennen. Dazu auch den Marien- und Heiligenkult mitsamt den zahlreichen Irrlehren mittragen.

      Marienerscheinungen in aller Welt sind dabei mit eingeschlossen. Ich denke dabei auch an die Eucharistie. Nach römisch-katholischer Lehre geschieht bei der ucharistie eine geheimnisvolle Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi.
      Außerdem gehören Ablass, Fegefeuer usw. dazu.Trägt Hartl das nicht mit, stellt er sich gegen die katholischen Lehren!

      Aus der Geschichte vom Gebetshaus Hartls in Augsburg:
      Die Faszination für das Gebet vertieft sich im Leben von Johannes Hartl durch Reisen in viele Klöster, Begegnung mit Werken wie „Wachet und betet“ (Barbara Busowietz), „24/7-prayer“ (Pete Greig), „Wächterruf“ (Ortwin Schweizer), den Gebetsbergen in Uganda und in Südkorea (Paul Yonggi Cho), sowie die Lektüre der Klassiker der Karmel-Mystik* und des kontemplativen Gebets.
      (http://www.gebetshaus.org/abou
      (http://www.karmeliten.de/karme

      Yonggi Cho ist für seine Lehre der Visualisierung bekannt. Er schreibt: Sie kreieren die Gegenwart von Jesus mit Ihrem Mund. Er ist an Ihre Lippen und an Ihre Worte gebunden. Denken Sie daran, dass Christus von Ihnen und Ihrem gesprochenen Wort abhängig ist, um seine Präsenz freigeben zu können.“ (David Yonggi Cho „Die vierte Dimension“, Band 1, S. 83)
      (http://endzeit-reporter.org/we

      Yonggi Cho sagt seinen Lesern, „Sie erschaffen mit ihrem Mund die Gegenwart von Jesus. Er ist durch ihre Worte gebunden. Denken Sie daran, Christus ist von ihnen und ihrem gesprochenen Wort abhängig , um Seine Gegenwart auszulösen. Gleichermaßen versichert uns Richard Foster (Mitbegründer der Renovaré Bewegung und Herausgeber der Renovaré Spiritual Formation Bible), seine Wünsche in der eigenen Vorstellungskraft zu visualisieren, sei nicht bloße Phantasie, sondern Wirklichkeit, die im Geist geschaffen wurde. Dr. Paul Yonggi Cho: Der Gläubige kontrolliert Jesus mit seinem Mund. (https://www.thebereancall.org/

      Hartl schreibt über sich selbst: Die Tendenz, aus dem Rahmen auszubrechen und „mein eigenes Ding zu drehen“, geht in meine Kindheit zurück…Trotz der unreifen Eskapaden dieser Phase war darin auch viel Wegweisendes… Die Offenheit für alles Neue (damals begann ich auch, mich für „östliche Weisheiten und das „Zen“ (Buddhismus) zu interessieren“) und das wilde Ausprobieren hatten schon etwas von dem späteren Abenteuer eines radikalen Weges mit Jesus. Dies sind okkulte Quellen die den Hintergrund seiner Entwicklung zeigen.
      (http://distomos.blogspot.de/20

      Von daher muss man vor Dr. Johannes Hartl warnen und ihn als falschen Lehrer einstufen!

  5. Lieber Baldur, vielen Dank für deinen Kommentar zu Johannes Hartl und die Erinnerung daran, daß Hartl bei Willow Creek war. Auch wenn er ein „moderner“ Katholik sein mag, als manche aus der „Betonfraktion“, dann macht ihn das nur um so „gefährlicher“, en passent einige falsche Lehraussagen von ihm aufzuschnappen. Da bin ich einer Meinung mit dir und werde es auch nie verstehen, wie Ulrich Rüß mit seiner Konferenz bekennender Gemeinden eine große Koalition Koalition mit Katholiken eingehen konnte, was nichts anderes als sich auf de kleinsten theologischen Nenner zu einigen beinhaltet. Seine alte Gemeinde in Harrislee bei Flensburg ist mittlerweile ganz auf Ökumene eingestellt (worden) und die letzten Weggefährten haben angesichts des Gegenwindes das Handtuch geworfen. Nun wurde letztes Jahr in Flensburg die ACK-Ortsgruppe gegründet. Die Gründungsurkunde wurde auf dem Altar der Katholischen Kirche unterzeichnet. Als ich das hörte, habe ich spöttisch gefragt, ob die mit ihrem eigenen Blut unterschrieben haben – was natürlich nicht der Fall war. Aber hätte die Urkunde nicht bei der Heilsarmee unterzeichnet werden sollen, wenn es heißt: „Gott hat den Leib also vermengt und dem dürftigen Glied am meisten Ehre gegeben, auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder füreinander gleich sorgen (1. Kor. 12, 25+26)?“ Das hätte ich für gut gehalten, auch wenn die Heilsarmee nur Gaststatus hat.
    Nun hat idea die Kommentarfunktion für die Onlinebeiträge auf sieben Tage begrenzt. „Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser sieben Tage kommentiert werden“ – so las ich es gerade bei http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/evangelikaler-streit-regionalbischof-brandy-unterstuetzt-diener-93579.html Gerne hätte ich noch dem liberalen Erklärbär SiegfriedSchneebrenner noch ein paar Zeilen geschrieben, was nun nicht mehr geht. Aus seiner Dozentenrolle scheint er nicht mehr wirklich herauszukommen, wenn er meint, einen Text (den ich in die Diskussion eingeführt habe, weil er nicht in der Lage war, die Quellen zu Herrn Kohls auf der Homepage der Uni Marburg richtig zu lesen) noch einmal nacherzählen zu müssen. Für ihn hat die theologisch liberale Partei immer recht und deshalb mutiert bei ihm eine „Forderung Kohls, vor aller Kritik erst einmal Luthers Schriften im Original zu lesen und unvoreingenommen in den historischen Kontext einzuordnen,“ folgerichtig zu einer „historischen Kritik der Luthertexte.“ Ob idea sich die zeitliche Begrenzung der Kommentarfunktion von pi-news.net abgeguckt hat?

  6. Lieber ThomasEausF,

    noch eine Ergänzung zu Johannes Hartl.

    PRO titelt: „Deutschland braucht meeeeeeeeehr von Jesus!“

    http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/detailansicht/aktuell/deutschland-braucht-meeeeeeeeehr-von-jesus-95095/

    Ein super Event mit Johannes Hartl! In Augsburg beginnt die dynamische 56-Jährige Heidi Baker mit einer Art Meditation. „Komm, Jesus, komm“, ruft sie in einem Singsang, den das Publikum erwidert. Heidi Baker ist für einige Lichtgestalt.
    Etwa eine Viertelstunde werden auf diese Weise die drei Personen der Dreieinigkeit herbeigerufen.

    „Gib mir Feuer, Herr, dass die Welt mich brennen sieht“, ruft Baker“. …

    Schon recht irritierend und absolut unbiblisch, wie diese Frau den
    lebendigen Gott, den Herrn Jesus Christus und den Heiligen Geist
    beschwört und herbeirufen will. Wo findet sich eine solche
    Vorgehensweise in Gottes Wort? Und ihre angeblichen Heilungswunder?
    Wie die meisten – oder sogar alle groß vermarkteten Heilungserlebnisse
    entbehren jeder Grundlage.

    Sie lässt sich dabei wie sie behauptet, vom Heiligen Geist leiten – den sie wohl irgendwoher holt.„Ich will im Glauben nicht wachsen, sondern immer kleiner werden vor Jesus“, sagt sie“. Dazu sagt uns Gottes Wort:

    2Petr 3,18: Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch auf den Tag der Ewigkeit! Amen.

    Eph 4,11-14: Und er hat die einen gegeben als Apostel und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer, zur Vollendung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus; auf daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und
    hergeworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum.

    Die Ausstrahlung und Präsenz der Heidi Baker verschmelzen zu einem entwaffnenden Charme, der auf die „Massen wirkt“ und dem man sich auch als Skeptiker nicht so leicht entziehen kann. … Hierher, so scheint es, kommen die Menschen in erster Linie, um Zeit mit Gott zu verbringen, dessen Gegenwart viele Besucher tatsächlich spüren (?) können. Gemeinsamkeit: Die Sehnsucht nach mehr von einem großen Gott, der jeden persönlich anspricht.

    Hier geschieht also um Massensuggestion und das wird getarnt als Zeit die man mit Gott verbringt. Wichtig jedoch ist die Zeit, die wir mit Gottes Wort, der Bibel verbringen und zu uns reden lassen.

    Alles in allem: Eine Betrugsmasche und Verführung ohnegleichen!

    Was Christen brauchen ist die Bindung an Gottes Wort und der Glaubensgehorsam!

    Was noch anzufügen ist: Hartl war auch Referent beim Christustag/Kirchentag in Stuttgart 2015.
    Der Christustag wurde von der Lebendigen Gemeinde, also den Piertisten veranstaltet. Hoer wird ersichtlich, die Evangelikalen sind zu „Romikalen“ degeneriert!

    1. Zitat:
      In Augsburg beginnt die dynamische 56-Jährige Heidi Baker mit einer Art Meditation. „Komm, Jesus, komm“, ruft sie in einem Singsang, den das Publikum erwidert. Heidi Baker ist für einige Lichtgestalt.
      Zitatende

      Was mir gerade aufgefallen ist: Es fehlt der alles entscheidende Namenszusatz „Christus“ (*) bzw. lediglich der Name Jesus war meines Wissens im heutigen Israel zur Zeit Jesu ein geläufiger Name. Frau Baker hat m. E. demnach einen Geist namens „Jesus“ herbeigerufen.

      Habe mal nach http://www.bibleserver.com/search/LUT/geister/3 recherchiert und möchte lediglich noch zwei der dort gefundenen Verse wiedergeben:

      Eph. 6,12 („Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“)

      1. Tim. 4,1 („Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen,“)

      (*) „der Gesalbte“ – siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_Christus

      1. Zitat:
        Frau Baker hat m. E. demnach einen Geist namens „Jesus“ herbeigerufen.
        Zitatende

        …oder vielleicht sogar den meines Wissens gefallenen ehemaligen Hauptengel namens Luzifer, also den „Engel des Lichts“? Welcher sich viel, viel besser in der Bibel auskennen soll wie wir alle zusammen!

  7. Und noch einmal Johannes Hartl:

    Ein Bericht von Felizitas Küble, sie ist katholisch – aber sehr kritisch.

    Augsburg: Eindrücke, Beobachtungen und Erlebnisse auf der MEHR-Konferenz:

    Um das Fest der Epiphanie herum bin ich in die MEHR-Konferenz in Augsburg hineingeraten. Es war mein erstes ausführliches Erlebnis mit dem Charismatismus. Das Event fand wegen der ca. 4000 Teilnehmer in der Schwabenhalle auf dem Augsburger Messegelände statt und dauerte drei Tage lang. Initiator ist die Führerfigur Johannes Hartl, ein katholischer Laientheologe. Ein junger Mann, 1979 geboren, also 37 Jahre alt. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

    Er war ständig auf der Bühne und redete, wenn nicht gerade endloser „Lobpreis“ in meist ohrenbetäubender Lautstärke und aggressiver Rhythmik stattfand.
    Nur zweimal gab er einem anderen Referenten Raum. Das war einmal der charismatisch-protestantische Arzt und Heiler Arne Elsen, der langatmig und entertainig seinen mittlerfreien Draht zu Gott und seine großen Taten im Namen Gottes pries, kleine Zungerede-Einlagen zum Besten gab, die ihn interessant machten, unverständlich waren und vom Thema abführten. Aber er konnte sehr witzig erzählen, das muss man ihm lassen. Es war eine coole Frömmigkeits-Erfolgs-Show.

    https://charismatismus.wordpress.com/category/visionen-und-charismatik-kritik/gebetshaus-augsburg-j-hartl/

    Also – quod erat demonstrandum!

    1. Dazu möchte ich rein zum Nachdenken nochmals den Kommentar von „Christ“ (dem ehem. kath. Priester http://www.johannes-ramel.at/ aus Österreich) wiedergeben, welchen er bzgl. einer seitens Papst Franziskus am 24. Jan. 2016 speziell für die Evangelikalen gehaltenen Rede bei http://www.idea.de/glaube/detail/papst-christ-sein-und-missionar-sein-ist-dasselbe-93439.html?tx_newsideade_pi1%5Buuid%5D=93439&cHash=553bbcb801577b9a1dd671f6f47257b6 geschrieben hat:

      =================================================
      Christ vor 32 Tagen
      DAS EVANGELIUM FALSCH ZU VERSTEHEN, BEDEUTET ALLES FALSCH ZU VERSTEHEN! – Die heutigen Evangelikalen planen so viele Konferenzen, besonders für unsere Jugend, mit der Absicht, die Leidenschaft des Gläubigen durch Gemeinschaft, Musik, redegewandte Sprecher, emotionale Geschichten und leidenschaftliche Appelle zu hervorzurufen. Welche Leidenschaft sie jedoch auch immer erschaffen, sie verschwindet häufig sehr schnell. Am Ende bilden diese Erfahrungen kleine Feuer in kleinen Herzen, die in wenigen Tagen ausgebrannt sind. Wir haben vergessen, dass echte und anhaltende Leidenschaft aus jemandes Erkenntnis über die Wahrheit geboren wird, besonders die Wahrheit des Evangeliums. Je mehr wir seine Schönheit kennen oder begreifen, desto mehr wird uns seine Kraft ergreifen. Schon ein flüchtiger Blick auf das Evangelium wird das wirklich wiedergeborene Herz zur Nachfolge bewegen. Jeder größere Blick wird seine Schritte beschleunigen, bis er unbekümmert dem Kampfpreis nachjagt. Das Herz eines echten Christen kann einer solche Schönheit nicht widerstehen. Das ist die große Not heute! Das ist, was wir verloren haben und was wir zurückgewinnen müssen – eine Leidenschaft dafür, das Evangelium zu kennen, und die gleiche Leidenschaft dafür, das Evangelium zu verkünden. … Seite 20-21. Aus dem Buch: DIE KRAFT DER EVANGELIUMSBOTSCHAFT https://www.3lverlag.de/die-kraft-der-evangeliumsbotschaft.html (Gerade lese ich das Buch mit Begeisterung.)
      =================================================

    2. Zitat:
      …der charismatisch-protestantische Arzt und Heiler Arne Elsen, der langatmig und entertainig seinen mittlerfreien Draht zu Gott und seine großen Taten im Namen Gottes pries…
      Zitatende

      Hmm, dann waren diese großen Taten demnach also gar nicht von Gott gewirkt, oder? Weil dann dieser Herr Elsen doch sicher Gott die Ehre gegeben hätte und nicht sich selbst bzw. seinen offensichtlich esoterisch angehauchten Begabungen.

      Zum Nachdenken:
      In Lk. 5,12-16 wird die Heilung eines Aussätzigen beschrieben. Warum hat Jesus ihn wohl aufgefordert, diese Heilung nicht an die große Glocke hängen zu sollen?

    3. Möchte noch einen dritten Kommentar zum Kommentar von Baldur vom 25. Feb. um 11:05 Uhr anfügen und zunächst (nochmals) zum sehr euphorischen Bericht eines Charismatikers in der Seite http://www.gebetshaus.org/augsburg/zeugnisse/vers-hnung-mit-dem-katholischen verlinken sowie daraus zitieren und bitte diesmal Pfr. Tscharntke, kurz dazu bzw. zur Verführung mittels Worten aus der Bibel Stellung zu nehmen:

      ===================================================
      […]
      Im Mai 2010 war Johannes Hartl in meiner Heimatgemeinde (einer Pfingstgemeinde) als Prediger zu Gast und hat über „ein Herz wie David“ gesprochen. Ich war beeindruckt, (in meiner Arroganz) dass so was tief gehendes von einem Katholiken kommen kann, wo „die“ doch immer nur Irrlehren verbreiten.
      […]
      In der Kirche angekommen, sprach der Heilige Geist zu mir: „Nimm Weihwasser und bekreuzige dich, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
      […]
      Dies ist dein Haus und ich sage zu allem was hier geschieht Ja und Amen.“ Damit begann eine Reise in die Einheit mit meinem katholischen Geschwistern und überhaupt ALLEN Christen der verschiedenen Konfessionen, wie ich sie nicht für möglich gehalten hätte.
      Ich entdecke in der katholischen Tradition (dem wenigen was ich davon mitbekomme) Elemente an Geheimnis und Heiligkeit, die etwas in meinem Geist zum Klingen bringen, das mir bisher verborgen war.
      Auf der MEHR Konferenz 2011 habe ich zum ersten Mal den tiefen Schmerz gespürt, den Gott empfinden muss über die Trennung seiner Kirche.
      […]
      Über allem steht der in mir neu erwachte Wunsch nach tiefer Einheit und Wiederherstellung der heiß geliebten Braut Christi, die am Ende aus allen Völkern, Stämmen, Konfessionen und Sprachen kommen wird und IHN in seiner Herrlichkeit anbeten wird.
      Ja, komm Herr Jesus…
      ===================================================

      1. Zitat:
        Damit begann eine Reise in die Einheit mit meinem katholischen Geschwistern und überhaupt ALLEN Christen der verschiedenen Konfessionen, wie ich sie nicht für möglich gehalten hätte.
        Zitatende

        Wenn ich mich recht erinnere, habe ich in einem früheren Kommentar hier bei „Kurz bemerkt“ darauf hingewiesen, dass es in der RKK seit den 1960er Jahren – als es den Katholiken erlaubt wurde, endlich selbst in der Bibel lesen zu dürfen – in der Tat vermehrt Christen in Anlehnung an Rö. 8,16 gibt, wovon mir selbst einige bekannt sind. Jedoch sind diese nicht mit denjenigen im Zitat identisch. Was man schon daran erkennen kann, dass nach Lesart der RKK alle kath. getauften Säuglinge nicht nur Christen sind, sondern zudem sogar noch angeblich die sogenannte Taufwiedergeburt empfangen haben sollen. Inwiefern dies dem Zitierenden bewusst ist, sei mal dahingestellt. Auch, was er selbst unter „Christ“ versteht, ist schon deshalb nebensächlich, weil der Bericht ja auf der Website des Gebetshauses Augsburg http://gebetshaus.org/ veröffentlicht wurde. Wie Baldur bereits ausgeführt hat, ist J. Hartl schlussendlich der kath. Kirche verpflichtet ungeachtet dessen, dass er bzw. besagtes Gebetshaus eigentlich nur von kath. Seite Kritik erfährt! Aber das ist ja m. E. genau das Gefährliche an der Sache, dass also J. Hartl offensichtlich gewisse kath. Riten ganz bewusst ausklammert (soweit ich das bis jetzt in Erfahrung bringen konnte), um dadurch m. E. so viel als möglich verirrte evang. Schäfchen jeglicher „Couleur“ von linksliberal-charismatisch bis strammrechts-evangelikal in das offensichtlich unter einer purpurnen Flagge in Anlehnung an Offbg. 17,4 (*) unaufhaltsam auf Joh. 9,4 (+) zusteuernde Ökumene-Boot zu holen. Interessant wäre auch, zu erfahren, was J. Hartl bei dem unter http://gebetshaus.org/about/geschichte geschilderten „einschneidenden Bekehrungserlebnis“ im Alter von 14 Jahren konkret erlebt hat bzw. warum auf dieses nicht näher eingegangen wird. Hat es sich dabei womöglich um seine Firmung https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung (sehr interessante Seite, u. a. „Ablehnung in der Reformation“) gehandelt, welche für die Firmlinge in der Tat oftmals ein einschneidendes Erlebnis bedeutet?

        (*) Offbg. 17,4: „Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Gräuel und Unreinheit ihrer Hurerei,“

        (+) Joh. 9,4: „Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.“

        1. Zitat:
          Was man schon daran erkennen kann, dass nach Lesart der RKK alle kath. getauften Säuglinge nicht nur Christen sind, sondern zudem sogar noch angeblich die sogenannte Taufwiedergeburt empfangen haben sollen.
          Zitatende

          Siehe http://www.katholisch-werden.de/uebertritt-konversion/ (Auszug):
          =============================================
          Sie sind getauft – damit gehören Sie auf jeden Fall bereits zur Gemeinschaft der Christen. Aber obwohl die Taufe alle Christen vereint und wir die wesentlichen Punkte unseres Glaubens teilen: es gibt eine Vielzahl von konkreten Kirchen und Gemeinschaften, die sich auch in manchen wichtigen Punkten ihres Glaubens und darin, wie sie diesen Glauben leben und feiern, unterscheiden. So haben auch der katholische Glaube und das Leben in der katholischen Kirche ihre ganz besondere Prägung.
          =============================================

  8. Habe gerade etwas bei den Gebetshaus-Mitarbeitern gestöbert und bin dabei hier http://www.gebetshaus.org/mitarbeiter/daniel-m-ller hängen geblieben bzw. möchte das dort Geschriebene nachfolgend verbunden mit der rhetorischen Frage „Hört sich doch ganz gut an, oder?“ wiedergeben:

    ==============================================
    *1973, staatliche Anerkennung als Erzieher, Romanautor
    evang.-freikirchlich

    im Gebetshaus seit 2012

    Tätigkeiten:
    Gebetsleitung Tagschicht, Fürbitte, in den Riss treten, kämpfen, lieben, eintreten für Israel

    Ich liebe an meinem Dienst:
    Die prophetische Berufung, die Gott über viele Jahre in mir hat wachsen lassen, unter seiner Regie zu leben. Ich liebe es, zu sehen, wie Menschen geheilt werden durch die Liebe des Vaters, um hineinzukommen in die Fülle des Sohnes, und zu gehen in der Kraft
    des Geistes. Es ist eine große Ehre für mich, mitwirken zu dürfen an der Wiederherstellung seiner Braut, der Zurüstung der Heiligen.

    Mein Traum:
    …dass die Welt erkennt, es gibt einen König der Könige!
    Ich sehne mich danach, zu sehen, wie prophetische Menschen, bekleidet mit Gottes Wirklichkeit, Gesellschaft und Politik durchdringen. Mein Verlangen ist, dass die geistliche Welt für uns Christen natürlicher wird, als ›das, was vor Augen ist‹, um der
    Welt zu demonstrieren, was Leben und Wahrheit in Wirklichkeit bedeutet.
    ==============================================

    1. Das Stöbern geht weiter:
      In der Seite http://www.gebetshaus.org/?page=4 steht derzeit unter der Überschrift „Gebetshaus und Bischofssynode“ folgender am 17. Okt. 2015 von J. Hartl veröffentlichter, aufschlussreicher Text:

      ===================================================
      Derzeit tagen Bischöfe, Kardinäle und Theologen aus aller Welt, um zusammen mit Papst Franziskus über die katholische Lehre von Ehe und Familie zu sprechen. Zu unserer großen Freude kam dabei gestern die Sprache auch auf das Gebetshaus Augsburg. Erzbischof Stankevics berichtete in seiner Rede in einer der Sprachgruppen und bei einem Interview von seinem Besuch im Gebetshaus vor einigen Jahren. Es gebe da in Deutschland so ein Haus des Gebets, zu dem Tausende von Menschen kämen. Die Tatsache, dass die Besucherzahlen Jahr für Jahr steigen, zeige die große Sehnsucht der Menschen nach der Nähe Gottes. Stankevics betonte die Notwendigkeit, dass moderne Menschen die geistliche Dimension ihres Lebens entdecken, indem mit der Gegenwart des Heiligen und dem Gebet in Berührung kommen.
      ===================================================

  9. Lieber Baldur, den pro-Artikel hatte ich weiter oben bereits erwähnt, aber im Falle von Heidi Baker gilt natürlich: Doppelt genäht hält besser. Wenn sie ruft: „Komm Jesus, komm,“ dann hat sie die Bibel und damit Jesus nicht auf ihrer Seite. Jesus sagte: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen.“ Ihre Anrufung Jesu hat einen unbiblisch-spiritistischen Zug, mit dem sie sich gegenüber den „normalen“ Christen besonders hervorhebt, denn sie meint ja, durch ihre „Vollmacht“ oder was auch immer Jesus herbeirufen zu können. Ein wahrer Gläubiger tritt hinter seiner Botschaft zurück und wird eine Begeisterung für seine eigene Person dämpfen bzw. unspektakulär auf Jesus zeigen und zu seiner Nachfolge ermutigen.
    Was nun Arne Elsen angeht, so wird an seiner Person ganz deutlich, wie die Evangelische Allianz versagt, indem sie sich nicht eindeutig von seinen dubiosen Heiliungsveranstaltungen (http://dr-elsen-veranstaltung.de/predigten/zeugnisse-heilungsberichte.php) distanziert, die in den Medien immer wieder mal als Plattform zur Diffamierung der Evangelikalen herhalten mußten. In Flensburg wurde vorletztes Jahr wegen angekündigter Demonstrationen eine Konferenz unter seiner Beteiligung abgesagt (http://www.queer.de/detail.php?article_id=21718). Leider ist mein Neffe dort bei den Urchristen.

    1. Ohne mich mit Arne Elsen näher beschäftigt zu haben: Was spricht denn gegen Heilungsveranstaltungen? Man hört oder vielmehr liest ja immer wieder davon, dass Gott Menschen auch von körperlichen Gebrechen heilt. Tut er es denn heutzutage nicht mehr? Oder ist es der Hype, den manche „Heiler“ darum veranstalten? Das macht mich natürlich auch skeptisch. Aber per se alles was körperliche Heilung verspricht verurteilen oder als „von unten“ zu bezeichnen? Ich weiß nicht. Es gibt doch auch die Geistesgabe der Heilung (oder doch nicht mehr?)
      Und es gibt doch auch „Heilungsveranstaltungen“, wo nicht irgend ein Heiler Wunder „veil bietet“, sondern wo Gott allein die Ehre gegeben wird – oder irre ich mich da. Dagegen ist doch wohl nichts einzuwenden?
      LG Peter

      1. Lieber Peter, der wesentliche Unterschied zwischen einer „Heilungsveranstaltung“ und der Tatsache, daß Gott heilt, besteht in der bewußt geschürten Erwartungshaltung. Wenn ich eine Veranstaltung „Heilungsveranstaltung“ nenne, dann verspreche ich damit letztlich, daß hier Heilungen geschehen werden. Das aber kann niemand versprechen, solange er in der Kraft Gottes heilt. Denn er weiß nicht, ob Gott jemanden schicken wird, der in dieser Veranstaltung wirklich geheilt werden soll. Satan heilt im Zweifel auch auf Bestellung. Deshalb ist gerade hier besondere Vorsicht und geistliche Nüchternheit geboten. Gott heilt ganz bestimmt, wann und wo und wie er will. Im Hintergrund sogenannter Heilungsveranstaltungen steht wohl ausnahmslos ja die charismatische Irrlehre, daß Gott alle Krankheiten heilen wolle, wenn nur unser Glaube und unsere Beziehung zu ihm stimmen. Ich kenne die charismatische Bewegung seit 1976 und war runf 13 Jahre sehr häufig auf charismatischen Veranstaltungen. Ich habe dort liebe und wertvolle Geschwister kennengelernt und auch viel geistliche Ermutigung erfahren. Wir dürfen nicht das Kind mit dem Bad ausschütten. Leider stimmen aber die Lehren über Geistestaufe, Zungenrede, Heilung und Prophete wie auch Lobpreis etc. nicht. Ich verweise dazu auf die 7 Predigten, die ich ab 18.9.2009 zu diesen Themen gehalten habe.

  10. „Gnadau stellt sich hinter Michael Diener. Danke, Gnadau, auch wenn das sicher hart erkämpft war!“

    …müsste nach Meinung von Rolf Krüger – dem Leiter des vom SCM Bundes-Verlag (Witten) betriebenen Internetportals http://www.jesus.de/ – die korrekte Überschrift in den Medien lauten, anstelle „Gnadau lässt Schwule nicht predigen“ und dergleichen.

    Siehe http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/streit-unter-evangelikalen-erfolg-oder-niederlage-fuer-praeses-diener-93784.html

  11. Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich nur warnen sowohl vor dem Katholizismus als auch vor der charismatischen Bewegung – umso mehr, wenn beides verschmilzt! Es führt nicht zum Leben! Das Leben ist nur zu finden im WORT (der heiligen Schrift), den GEBOTEN und dem SOHN Gottes, der das menschgewordene Wort ist.

  12. Friedemann Wunderlich schreibt ein mutiges Wort im Mitteilungsblatt der Mission für Süd Ost Europa: März/April 2016: Michael Diener und sein Kurs: Will hier einen Auszug aus der Druckversion weitergeben.

    „Es ist etwas faul!“

    „Unvorstellbar!“, hätte ich vor 15 Jahren gesagt, was in diesen Wochen unter den Evangelikalen passiert. Es tobt ein Richtungskampf innerhalb der evangelikalen Bewegung. Selten hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Kontroverse die evangelikale Bewegung so aufgewühlt. Es ist ein Richtungskampf, in dem es um das Wesentliche geht: die Bibel und die Wahrheitsfrage.
    Die Spaltung ist kaum noch aufzuhalten. …
    Mit dem neuen Toleranzverständnis, dass die Bibel mehrdeutig zu lesen und zu verstehen sei, auch im Blick auf die Bedeutung der Homosexualität, brechen geistliche Dämme. Bis vor wenigen Jahren war es noch unvorstellbar, dass sich ein Vorsitzender der Evangelischen Allianz und ein Präses des Gnadauer Verbandes in dieser Weise äußern.

    Noch schlimmer als die Aussagen von führenden Repräsentanten der evangelikalen Bewegung ist die Zustimmung in den Vorständen dieser Bewegung. Viele stimmen der postmodernen Position von M. Diener zu. Es wird dort von Versöhnung gesprochen zwischen der liberalen Christenheit und den Konservativen. Das alles wird von der säkularen Öffentlichkeit beobachtet und kommentiert.

    Wunderlich weiter: Wir können als Missionswerk nicht schweigen, weil wir ein Teil dieser Bewegung sind. In den vergangenen 113 Jahren waren wir an allen geistlichen Diskussionen beteiligt. Unsere gesamte Missionsarbeit ist in ihrer Gestaltung untrennbar mit der Bibelfrage und der Wahrheitsfrage verbunden. Wer sein Bibelverständnis an die Zeit, in der er lebt, anpasst und im Glauben modern sein will, der muss aufpassen, dass er nicht anfängt zu modern, zu faulen oder geistlich zu verwesen . Unter den Evangelikalen hat es angefangen, gewaltig zu stinken.

    Es ist etwas faul, wenn Menschen wichtiger werden als Gott

    Das ist der Schlüssel in der Diskussion. Es geht gar nicht um das, was wir denken und sagen, sondern es geht um die Heiligkeit und Offenbarung Gottes. Wir haben es in den letzten Jahrzehnten einfach zugelassen, dass bei vielen Kongressen, in vielen Gemeindeprogrammen, in Kirchen und und Verbänden Menschen in den Mittelpunkt rückten. Da wird nach der Effektivität der Arbeit gefragt und die Bibel zeitgemäß behandelt. Wer Gottes Wort relativiert, der hat es in der Auseinandersetzung mit Gott selbst zu tun.

    Es ist etwas faul, wenn Versöhnung wichtiger wird als die Wahrheit

    Es ärgert viele Christen, dass die Bibel in ihren Aussagen eindeutig ist. Es kann z.B. in der aktuellen Beurteilung der gelebten Homosexualität nichts Neues geben, außer es ist falsch. Es stört den modernen Menschen, dass er an dem biblischen Zeugnis nichts verändern kann. Also wird die Bibel umgeschrieben und verfälscht oder es wird gesagt, dass jeder die Bibel individuell für sich liest und so verstehen kann, wie er sie verstehen will.

    Es ist etwas faul, wenn Christen die Ausbreitung des Islam fördern

    Große Sorge bereitet uns als Missionswerk auch die deutliche Unterstützung von Präses Diener für die Beteiligung des EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Heinrich Bedford-Strohm an der Gründung einer Münchener Großmoschee. Nach den eindeutigen Aussagen der Bibel ist der Islam eine antichristliche Religion, weil sie die Gottessohnschaft Jesu ablehnt. Der Koran ist ein antichristliches Buch, weil er viele Irrlehren enthält. Und so befremdet es uns sehr, wenn der EKD-Ratsvorsitzende sich dahingehend äußert, dass die „Begegnung mit dem Reichtum anderer Glaubenstraditionen“ ihn zu „einem glücklicheren Menschen“ mache und es könne „berührend und bereichernd sein (…), wenn man sich vom Ruf des Muezzins mit hineinnehmen lässt in dessen Gottesdienst.“

    Klare Positionen

    Wir sind dankbar, dass in diesen aufgeflammten Diskussionen andere Repräsentanten der Evangelikalen eindeutig Stellung bezogen haben. Der Artikel von Rolf Hille1 über die Zuverlässigkeit der Bibel, den wir auf der nächsten Seite abdrucken, trägt zur Klarheit bei und zeigt die fatalen Konsequenzen einer relativierenden Bibelauslegung. Dankbar sind wir für den offenen Brief von Ulrich Parzany2 und das durch ihn Ende Januar initiierte Netzwerk „Bibel und Bekenntnis.“

    Die Bibelkritik ist der Tod im Topf

    Ja, es ist die Zeit gekommen, dass Christen aufstehen und auch eindeutig Stellung beziehen gegenüber den Irrlehren der Kirchen und Gemeinden. Wir distanzieren uns von der weiteren Relativierung der Bibel. Gottes Wort ist zeitlos und gültig, und es ist anmaßend, Gottes klare Offenbarung zu verwässern, auch wenn es in guter Absicht geschehen sollte. Als Nachfolger Jesu sind wir keiner Kirche oder Organisation gegenüber verpflichtet, sondern allein Gottes Wort. „Die Kirche Jesu Christi wird nicht zugrunde gehen an den Widerständen der Welt, sondern an den eigenen unberufenen Mitarbeitern,“sagte Hermann von Bezzel (1861-1917) Anfang des des 20. Jahrhunderts vorausschauend im Blick auf die Zeit, in der wir heute leben.

    Irrtümer tolerieren, fördert die Spaltung

    Nicht die Wahrheit zerstört die Einheit. Wer Irrtümer gutheißt, der fördert die Spaltung. Das neue postmoderne Denken, das in die Gemeinde Jesu eingezogen ist, ist nicht eine moderne und attraktive Form des alten Glaubens, sondern ein falsche Lehre, mit der wir keine Gemeinschaft haben können.

    Nur was Gott tut, bleibt. Und Gott braucht uns Menschen nicht. Wer sein Wort in Frage stellt, der stellt sich selbst in Frage. Er lässt sich seine Ehre von niemandem nehmen! Wir wollen unseren Dienst in der gottesfürchtigen Haltung unter der Autorität seines Wortes tun.

    1. „Es ist etwas faul!“

      „Unvorstellbar!“, hätte ich vor 15 Jahren gesagt, was in diesen Wochen unter den Evangelikalen passiert. Es tobt ein Richtungskampf innerhalb der evangelikalen Bewegung. Selten hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Kontroverse die evangelikale Bewegung so aufgewühlt. Es ist ein Richtungskampf, in dem es um das Wesentliche geht: die Bibel und die Wahrheitsfrage.
      Die Spaltung ist kaum noch aufzuhalten. …“

      Nein , nicht nur unter den Evangelikalen tobt ein Richtungskampf, auch in anderen Religionen. Mein Augenmerk positioniert sich jedoch auch mehr der Evangelischen Allianz und dazu werde ich einen Link, worin man viel entnehmen kann, weitergeben.

      https://out-of-the-blue.world/2016/02/08/vernetzung-von-ev-allianz-ev-kirche-freimaurer-new-age-und-uno-baldur-gscheidle/#_ftn37

      Bleiben wir weiter wachsam und bitten um die Gabe der Geistesunterscheidung, um den Mut nicht nur zwischen den Zeilen zu lesen, sondern diese konsequent unter die Christen zu streuen.
      Danke für alle hier auffordernden Kommentare, was uns Herr Pastor Jacob Tscharntke ermöglicht.

      Einen gesegneten Sonntag und eine willkommene Woche

  13. Möchte noch 2 Links aus „idea“ zum Thema weitergeben: Rolf Hille und Ulrch Parzany und ihren krtischen Äußerungen zu Michael Diener.

    Rolf Hille: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/keine-spaltung-der-evangelikalen-bewegung-83659.html

    Ulrich Parzany: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/offener-brief-parzany-kritisiert-allianz-vorsitzenden-diener-83605.html

    Und nun bleibt einmal abzuwarten, ob Friedemann Wunderlich auch Konsequenzen ziehen wird.

    1. Lieber Baldur, ich habe den Eindruck, daß dein erster Link sich nicht auf einen Text von Rolf Hille bezieht. Natürlich kann ich das auch falsch verstanden haben, aber überprüfe das bitte einmal. Danke.

      1. Lieber ThomasEausF,
        der Link stimmt schon. Enfach weiterlesen!

        Dienstag • 1. März Neues Netzwerk gegründet 23. Januar 2016.
        Zurück zum Wort Gottes – Keine Spaltung der Evangelikalen.
        Zehn Repräsentanten sollen das Netzwerk weiter führen

        Zum Sprecher des Netzwerkes Bibel und Bekenntnis wurde Ulrich Parzany bestimmt. Ihm zur Seite steht eine neunköpfige Fortsetzungsgruppe, der evangelikale Repräsentanten angehören, wie der Rektor des Albrecht-Bengel-Hauses, Rolf Sons (Tübingen), der ehemalige Allianzvorsitzende und jetzige Professor an der Freien Theologischen Hochschule Gießen, „ROLF HILLE“ (Heilbronn), der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pfarrer Ulrich Rüß (Hamburg), der Vorsitzende des Westfälischen Gemeinschaftsverbandes, Pfarrer Dirk Scheuermann (Velbert), der mecklenburgische Pastor Johannes Holmer (Bülow), und Schwester Heidi Butzkamm vom Diakonissenmutterhaus Aidlingen. Das Kommuniqué des Treffens:

        Kommuniqué über die Beratungen zum Thema

        „Gemeinsam widerstehen und Christen in den Auseinandersetzungen um Grundfragen des christlichen Glaubens Orientierung geben“ … usw.

        Gruß Baldur

        Wir, 65 Personen aus evangelischen Kirchen, Landeskirchlichen Gemeinschaften und Freikirchen, sind am 23. Januar 2016 in Kassel zu Beratungen zusammengekommen.

  14. Nun schlagen der Papst und Bedford-Strohm ein neues Kapitel auf. In einem neuen Bericht von idea sind in treuer Vereinigung genannt.

    1. Papst Franziskus, er trägt unter anderem den Titel „Vicarius filii dei“, also Stellvertreter Jesu Christi und nach der Trinitätslehre ist Christus = Gott und somit ist der Papst auch der Stellvertreter Gottes. Welche Anmaßung!

    2. Der Bischof-Bedford-Strohm der der sich für Islam und Homoehe einsetzt und das Treffen als einen Grund zur Dankbarkeit hervorhebt.

    3. Michael Diener, Mitglied im Rat der EKD, Vorsitzender der DEA und Präses des Gnadauer Verbandes und in zahlreichen Gremien sitzend, bezeichnete das Gespräch von Christen – auch über Konfessionsgrenzen hinweg – als ein „inneres Anliegen“ der Allianz, die die theologisch konservative evangelikale Bewegung repräsentiert.

    Allerdings wird sein Verhalten gerade auch von konservativen Kreisen wie Parzany und anderen heftig kritisiert, was hier jedoch unter den Tisch gefallen ist. Diener hebt hervor:

    „Die ökumenische Bewegung als geistliche Bemühung um versöhnte Verschiedenheit des Leibes Christi ist ein Signal, welches unsere säkularisierte, krisengeschüttelte Zeit dringend braucht.“ Diese versöhnte und bunte Verschiedenheit ist allerdings ein menschliches Konstrukt und hat in der Heiligen Schrift, dem Wort Gottes, keine Grundlage.

    Eph 4,3: befleißigt euch, die „Einheit des Geistes“ zu bewahren in dem Bande des Friedens.

    Eph 4,13: … bis wir alle hingelangen zu der „Einheit des Glaubens“ und zur „Erkenntnis des Sohnes Gottes“, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus.

    So sieht die Einheit aus die Jesus meint!

    Papst und Homosexualität:
    Franziskus sagt, die katholische Kirche sollte die Homo-Ehe nicht ablehnen, sondern sich intensiv mit ihr auseinandersetzen.
    New Ways Ministry, eine homosexuelle katholische Gruppe, bekommt Audienz bei Papst Franziskus und wird erstmals im Vatikan wie VIPs behandelt.

    Papst Franziskus wird sich Mitte Juli während seiner Paraguay-Reise mit der Homosex-Lobby-Gruppe Somosgay treffen. Der Direktor von „SomosGay“, Simón Cazal, erklärte, dass er die Einladung zur Audienz direkt von der Bischofskonferenz erhalten habe. Die Einladung würdige den großen Einfluss seiner Homosex-Lobbygruppe auf die paraguayische Gesellschaft. Quelle: (https://www.jochen-roemer.de/Gottes%20Warnung/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Der%20Bischof%20von%20Rom%20%E2%80%94%20eine%20Chronologie.pdf).

    Ein wirklich unheiliges Trio hat sich hier vereint! Und alle drei sind Mitglieder bei Rotary!

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