„Gott erneuert sein halsstarriges Volk“

Gottesdienst mit Abendmahl am Neujahrstag 1.1.2017 um 17.00 Uhr in Riedlingen

 

Text: Hesekiel 36,18-27

Thema: „Gott erneuert sein halsstarriges Volk

Lesung: Hebräer 10,19-25

 

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Gäste,

die Jahreslosung nimmt uns, wie auch das Wort Gottes vom vergangenen Sonntag, ganz unmittelbar in die Endzeit hinein. Denn die Kapitel 36+37 handeln von der endzeitlichen Wiederherstellung Israels. Gott verheißt seinem geplagten Volk sein machtvolles Eingreifen.

Wir müssen hier allerdings die ganze Dynamik dieses Abschnitts aufmerksam wahrnehmen und damit auch gleich einem falschen Schönwetterglauben entgegentreten. Und alles, was wir hier im Blick auf Israel sehen, können wir den geistlichen Grundsätzen nach auf die neutestamentliche Gemeinde anwenden. Wenn wir hier von Israel reden, dann reden wir die geistlichen Grundsätze betreffend immer zugleich von der Gemeinde Jesu heute!

Gott verheißt hier tatsächlich sein machtvolles Eingreifen zur äußeren Rettung und geistlichen Erneuerung seines Volkes. Aber diesem machtvollen Eingreifen geht zunächst Gottes furchtbares Gericht voraus.

Der Hintergrund: Israel hat mit seiner Sünde und seinem Götzendienst das Land, in das Gott sein Volk geführt hatte, verunreinigt. So lesen wir in den Versen 16ff. Deshalb läßt Gott sein Volk unter die Nationen der Erde zerstreuen. Entsprechend seiner gottlosen Wege und Taten richtet Gott sein Volk (Vers 19).

Dieses Gericht Gottes über sein Volk wird noch schärfer, nachdem sie auch Jesus, den von Gott gesandten Messias und Erlöser, abgelehnt und den Römern zur Kreuzigung ausgeliefert haben. Die Härte dieses Gerichts sehen wir am Volk der Juden seit 2000 Jahren. Und dieses Gericht dauert auch nach 2000 Jahren immer noch an. Denn noch immer lebt Gottes Volk nicht in Sicherheit und Frieden. Im Gegenteil, wir sehen bei vielen Völkern und vor allem in der UNO einen immensen Judenhaß. Gottes Volk wird fortlaufend mit Resolutionen verurteilt. Gleichzeitig werden die Palästinenser, welche bis heute das Existenzrecht Israels aberkennen und Gottes Volk seit Jahrzehnten mit Terror überziehen, finanziell unterstützt und in jeder Beziehung gehätschelt und getätschelt. Wir ahnen, daß sich auf der Grundlage dieses Israelhasses in großen Teilen der Welt noch viel größeres Ungemacht über Gottes Volk zusammenbraut.

Und noch immer mehrt das Volk Israel selbst den Zorn und das Gericht Gottes, weil es an bösen Wegen festhält bis auf diesen Tag.

Aber Gott hat die Wende bereits eingeleitet. Fast 70 Jahre ist es her, daß Gott seinem Volk wieder einen eigenen Staat im Land der Verheißung gab. Seither warten alle, die Gottes Wort vertrauen, darauf, daß die Wiederherstellung Israels weiter konkret Gestalt annimmt. Und dann wird sich auch das erfüllen, was in unserem Predigttext angekündigt ist. Gott wird sich seinem Volk wieder ganz zuwenden.

Warum will er das tun?

Zunächst sagt Gott in Vers 22, warum er es nicht tun will: „ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel.“

Dieses Wort, liebe Geschwister, ist gerade heute von gigantischer Bedeutung. Es schlägt jeder menschlichen Überheblichkeit die Beine weg. Auch in der christlichen Verkündigung wird heute zumeist der Mensch mit seinen Befindlichkeiten und seinem Wohlergehen in den Mittelpunkt gestellt. Aber Gott sagt seinem Volk und damit auch uns: Die Welt dreht sich nicht um Euch. Ich, der lebendige, der allmächtige und heilige Gott bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Im Mittelpunkt steht mein heiliger Name. Und wer seid Ihr, daß Ihr meint, meinen heiligen Namen ungestraft mit Füßen treten zu können?!

Wenn Gott nun aber nicht um seines Volkes willen eingreift, warum tut er es dann?

Die Antwort gibt Gott in den Versen 20-23 – und zwar gleich vier mal!

um meines heiligen Namens willen“. Lest das nach Möglichkeit zuhause nochmal nach, die Verse 20-23. Wie Gott gar nicht müde werden kann, das zu betonen und zu wiederholen: „Sie kamen zu den Nationen. Aber wohin sie auch kamen, da entweihten sie meinen heiligen Namen“.

Sein auserwähltes Volk hat seinen heiligen Namen besudelt und beschmutzt noch und nöcher. Wir könnten bis auf den heutigen Tag viele praktische Beispiele anführen, wie das Volk der Juden den Namen seines Gottes entweiht. Aber Gott hat eine ganz spezielle Sache vor Augen, nämlich welche?

indem man von ihnen – nämlich seinem Volk – sagt: `Das Volk des Herrn sind diese, und aus seinem Land haben sie hinausziehen müssen´“ (Vers 20).

Hier bezeichnet Gott das verheißene Land als „sein Land“. Das „seinem“ (autou – sing. Maskulinum) bezieht sich eindeutig auf Gott und nicht auf das Volk. Das verheißene Land gehört nicht Israel. Es gehört dem lebendigen Gott selbst.

Er läßt sein Volk dort nur gnadenhalber und aus Liebe wohnen. Aber nun haben sie gegen ihn rebelliert. Sie haben sich gegen ihren Gott, der ihnen so unvorstellbar viel Gutes getan hat, aufgelehnt. Deshalb mußte er sie aus diesem Land hinauswerfen. Durch dieses unvermeidliche Gericht ist aber die Rebellion Israels gegen seinen Gott vor den Augen der Nationen noch deutlicher hervorgetreten. Es ist dadurch gewissermaßen aktenkundig geworden ist. So hat Israel die Verunreinigung seines Landes und des Namens seines Gottes auf die Spitze getrieben. Indem sie ihre Sünde so weit getrieben haben, daß Gott zu den furchtbarsten Strafmaßnahmen greifen mußte.

Wir können uns das ganz real vorstellen: da haben Eltern ein Kind adoptiert. Der Vergleich paßt in jeder Hinsicht sehr gut. Nun wächst dieses Kind heran. Und je älter es wird, umso flegelhafter wird es. Er läßt sich nichts sagen. Es ist ungehorsam. Es wird seinen Eltern gegenüber ausfällig. Es hilft zuhause nicht mit. Im Gegenteil. Wo es geht und steht, läßt es seinen Müll liegen. Zuerst verwandelt es sein eigenes Zimmer mehr und mehr in einen Saustall und dann das ganze Haus der Eltern. Irgendwann reicht es diesen. Sie stellen dem mittlerweile volljährig Gewordenen die Koffer vor die Tür.

Ein solches Kind macht seinen Eltern keine Ehre. Im Gegenteil. Das zeigt die Reaktion der Heidenvölker. Die sagen: Ha, da schaut Euch die Juden an. Die sind ihrem Gott dermaßen auf der Nase rumgetanzt, daß er sie hochkant aus seinem Land hinausgeschmissen hat. Damit fällt aber die Schmach seines Volkes auf Gott selbst zurück.

Und da sagt Gott: Diese Schmach will ich nicht auf mir sitzen lassen. So lasse ich meinen heiligen Namen nicht beschmutzen. Ich muß den Völkern zeigen, daß ich dieses halsstarrige und widerspenstige Volk in den Griff bekomme. Daß ich aus ihnen ein Volk mache, an dem die Heidenvölker meine Macht und meine Herrlichkeit erkennen.

Denselben Gedanken sehen wir in 2.Mose 32,11-14. Hier argumentiert Mose nach dem Tanz Israels ums goldene Kalb ganz im Sinne dieser Logik: „Mose aber flehte vor dem Herrn… Warum sollten die Ägypter sagen können: Er hat sie zu ihrem Unglück ausgeführt…“.

Der Gedanke ist: Herr, Du mußt den Heiden doch zeigen, daß Du mehr drauf hast, als Dein Volk im Zorn zu vernichten.

Der allmächtige und allwissende Gott braucht natürlich die Belehrung und das gute Zureden eines Mose nicht. Aber diese Gedanken zeigen uns, worum es wirklich geht: um Gott. Um seinen heiligen Namen. Um die Reinigung seines Namens vor den Völkern.

Schon 16 Kapitel vorher, in Hesekiel 20,44, wird exakt derselbe Grundgedanke ausgedrückt. Auch da geht es um die endzeitliche Wiederherstellung Israels: „Und ihr werdet erfahren, daß ich der Herr bin, wenn ich mit euch tue um meines Namens willen und nicht nach eurem bösen Wesen und schändlichen Treiben, du Haus Israel, spricht der Herr“.

Diese Verse zeigen uns, wie schwer Rebellion gegen Gott wiegt. Können wir uns vorstellen, was da die Rebellion gegen Christus und sein Wort in der heutigen Christenheit bedeutet?

Allerdings mit einem fundamentalen, und für diese sogenannte Christenheit absolut tödlichen Unterschied? Diese sogenannte Christenheit ist nicht Gottes auserwähltes Volk. Seinem Volk hat er die Treue geschworen. Egal wie treulos und gottlos es sich auch verhalten mag. Er führt es durch furchtbare Gerichte. Aber am Ende nimmt er sich seines Volkes wieder an.

Die sogenannte Christenheit aus den Nationen hat diese Verheißung nicht. Sie wird in den endzeitlichen Zorngerichten Gottes untergehen, und zwar endgültig. Nur seine wahre Gemeinde wird der Herr durch die Entrückung vorher zu sich holen.

Ich will damit auf die gigantische Größe des Feuers hinweisen, mit dem die heutige Christenheit spielt. Gottes Wort zeigt uns, wie ernst Gott es nimmt, wenn wir durch Auflehnung gegen sein Wort seinen heiligen Namen verunreinigen. Er hat sich das von seinem auserwählten Volk Israel nicht gefallen lassen. Er wird es sich noch viel weniger gefallen lassen von den eingepropften Reisern! Man muß den Atem anhalten, wenn man sieht, wie die heutige Christenheit durch ihre Rebellion gegen Gott, das Gericht Gottes über sich herabbeschwört.

Das erste Ziel Gottes ist es also, seinen Namen reinzuwaschen. Das zweite Ziel ist, daß die Heidenvölker erkennen, wer und wie Gott ist. Vers 23: „Und die Nationen werden erkennen, daß ich der HERR bin, spricht der Herr, HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch als heilig erweise.

Dazu hat Gott einen mehrstufigen Plan mit seinem Volk in der Endzeit.

Den ersten Schritt nennt uns Vers 24: „Denn ich will euch aus den Heiden holen und euch aus allen Landen versammeln und wieder in euer Land führen.“

Ich wiederhole mich, aber man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Die Geschichte Israels in den letzten 2000 Jahren ist ein fortlaufender Beweis für die Existenz des Gottes der Bibel und für seine Treue. Seit 2000 Jahren bewahrt er sein Volk in der Zerstreuung. Ein in der Menschheitsgeschichte absolut einmaliger Vorgang.

Und hier sagt Gott sogar: „in euer – umwn – Land“. Wir sehen, Gottes Wort verwendet durchaus eine wechselnde Sprache und Begrifflichkeit. Gott redet nicht stereotyp. Er redet abwechslungsreich so, daß er einmal diesen und ein anderes Mal jenen Aspekt einer Sache hervorhebt. Wenn Gott von „seinem“ Land spricht, dann macht er deutlich, daß es ihm gehört. Er ist rechtlich betrachtet der Eigentümer. Wenn er von „eurem“ Land spricht, dann bestätigt er, daß er dieses Land seinem Volk zum Erbteil gegeben hat. Sie sollen darin wohnen dürfen. Sie dürfen es „besitzen“ und die tatsächliche Gewalt darüber ausüben. Aber es bleibt eigentumsrechtlich „sein“ Land.

Und wir sind Zeugen, daß Gott das erfüllt hat. Wir sind Zeugen, daß Gott sein Volk nicht nur zurückgeführt hat, sondern daß er es seit fast 70 Jahren auch bewahrt gegen alle Angriffe, gegen allen Terror, gegen alle Versuche, sein Volk wieder aus seinem Land zu vertreiben.

Aber Gott will noch mehr tun. Das ist erst der äußere Anfang. Er will sein Volk vor allem innerlich reinigen und neu machen.

Gott ist ja kein Tyrann. Er widersteht wohl dann und wann dem Bösen mit äußerster Gewalt. Aber das Gute läßt sich nicht erzwingen. Das sehen wir in der Familie, das sehen wir in der Gemeinde, das sehen wir in der Politik. Das Böse kann erzwungen werden. Die Geschichte ist voll davon, wie Böses erzwungen und rechtswidrig mit Gewalt durchgesetzt wurde und wird.

Aber das Gute läßt sich nicht erzwingen. Das Gute kann nur von Herzen kommen – aus freien Stücken.

Aber dazu taugt das Herz seines halsstarrigen Volkes nicht. Deshalb macht sich Gott ans Werk, dieses Herz zu erneuern. Vers 25: „Und ich will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet, von all eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.“

Das Wasser steht auch dem Sinn nach für das Taufgeschehen. Denn was ist denn die Taufe in ihrem Vollzug? Sie symbolisiert das Gerichtshandeln Gottes.

In der Taufe wird der Mensch sinnbildlich im Wasser ertränkt. Der alte Mensch wird getötet und begraben. Er wird sinnbildlich unter das Gericht Gottes getan. Nur sinnbildlich. Denn tatsächlich hat Jesus für ihn das Gericht Gottes schon getragen! Und dann steigt ein geistlich erneuerter Mensch aus dem Taufbecken. Die Taufe stellt also sinnbildlich exakt das dar, wovon Hesekiel 36 hier spricht!

Dieses Geschehen will Gott an seinem ganzen Volk aber nicht nur sinnbildlich, sondern geistlich wirksam vollziehen.

Dazu wird Gottes Volk zunächst ganz real von den Fluten göttlicher Gerichte heimgesucht. Diese spülen seine Unreinigkeit und seine Götzen fort. Gottes Gerichte werden dieses Volk furchtbar in die Mangel nehmen. In Zukunft noch mehr als schon bisher. Es wird in diesen Zorngerichten Gottes ausgelöscht werden bis auf einen winzigen Rest. Die gottfeindlichen Heere des Antichristen werden das Instrument sein, das dieses Gericht Gottes an seinem Volk vollzieht.

Aber dann ist das Volk Gottes reif zur geistlichen Erneuerung. Und damit sind wir dann bei Vers 26, der Jahreslosung für unser neues Jahr 2017, und dem dazugehörenden Vers 27: „Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.“

Hier erfüllt sich eine uralte Verheißung. Sie reicht zurück mindestens bis in die Zeit des Mose. Denn schon in 5.Mose 30,6 lesen wir „und der Herr, dein Gott, wird dein Herz beschneiden, und das Herz deiner Nachkommen, daß du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele…“.

Hier haben wir auch das Wesen dieses neuen beschnittenen Herzens beschrieben. Es liebt Gott von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Die Liebe zu Gott ist ihm nicht mehr von außen kommendes Gebot, sondern innerstes Herzensanliegen!

Am neuen Herzen sieht man, ob jemand zu Gott gehört. Das erweist sich am Zusammenhang von Vers 26 mit Vers 27. Denn in Vers 27 wird konkret, was Vers 26 allgemein aussagt. Was ist das Kennzeichen des neuen Herzens? Ich „will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.“

Ds neue Herz erkennt man am Gehorsam gegenüber Gottes Gebot. Und in diesem Gehorsam zeigt sich auch die Liebe zu Gott. Und nur da!!! Nicht in salbungsvollen frommen Worten. Nicht in schönen Gottesdiensten. Nicht in großen Spenden. Sondern im Gehorsam gegenüber dem Gebot Gottes.

Egal was in Kirchen und Freikirchen landauf landab über diese Jahreslosung 2017 gepredigt werden mag: ob Gott wirklich ein neues Herz und einen neuen Geist in Menschen gelegt hat, das erweist sich sichtbar vor allem an einem Punkt: daß Menschen umkehren von ihrer Rebellion gegen Gott. Daß Menschen aufhören zu behaupten, sie könnten segnen, was Gott nicht segnet. Daß Menschen unter Tränen ihr bisheriges gottloses Leben bereuen. Und daß Menschen anfangen, nach Gottes Wort zu leben und seine Gebote zu halten.

 

Liebe Geschwister,

diese Jahreslosung für das Jahr 2017 ist von immenser Bedeutung gerade in diesen Tagen. Und es ist unverzichtbar, daß wir Vers 26 nicht aus dem Zusammenhang reißen. Wir stehen als deutsches Volk und als deutsche Christenheit genau in der Situation, in der das Volk Israel zur Zeit des Propheten Hesekiel stand. Gott hat uns so viel Gutes getan. Und wie haben wir den Segen Gottes gering geachtet und mit Füßen getreten! Wie umfassend wird in unserm Volk und in der deutschen Christenheit praktisch vollständig gegen Gottes Gebot und seine Ordnungen gehandelt. Ich erspare mir Beispiele. Wir kennen sie alle.

Und das Gericht Gottes ergeht bereits über uns Volk. Die Frage ist nur: Läßt unser Volk sein Herz noch einmal von Gott erneuern? Läßt es sich von Gott ein neues, gehorsamens Herz schenken, das Gott die Ehre gibt? Oder hält es halsstarrig an seiner Gottlosigkeit fest und wird in den heranziehenden Zorngerichten Gottes untergehen?

Schenke Gott, daß an uns und unserem Volk noch einmal wahr wird, was Gott in diesem Wort verheißt: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Amen

8 Antworten auf „„Gott erneuert sein halsstarriges Volk““

  1. Lieber Pastor Tscharntke,
    das Wort in der Predigt ist sehr gut erklärt, für mich gut verständlich,danke dafür.Auch die Beispiele sind sehr kraftaussagend u.bildlich gut zu verstehen.Gottes Segen,Kraft u. Weisheit auch weiterhin.

  2. Lieber Jacob, habe folgenden Kommi vor einigen Wochen unter einem Vid eines christlichen Kanals geschrieben. Leider keine Antwort des Kanalbetreibers erhalten. Aber die Mitteilung eines Bruders (Schwester) dei vor dem gleichen Problem steht.

    „Ich schlage mich seit einigen Monaten mit einem Problem herum. Wie finde ich eine christliche Gemeinde in meiner Nähe? Einer hetzt gegen den Anderen. War einige male in einem Gottesdienst einer STA Gemeinde. Um ehrlich zu sein, es hat mir gefallen. Und dann wieder die Kritik an Ellen G. White. Prophetin oder nicht? Frauen in der Verkündigung? Ich weiß nicht mehr weiter. Alles beten um eine Gemeinschaft hat nichts genutzt.“

    Weißt Du eine Antwort?

    LG Gerhard

    1. Lieber Gerhard, leider sehe ich diesen Kommentar erst heute. Von den STA sollte man sich besser fernhalten. Es gibt dort sicher auch gläubige Geschwister. Aber die offizielle Lehre der STA, der viele Mitglieder mit Nachdruck anhängen, ist, daß jeder, der nicht den Sabbat, sondern den Sonntag feiert, ein Anhänger des Antichristen ist. Es ist leider keine Frage, daß das Sabbatthema in völlig unbiblischer Weise ins Zentrum gerückt wird. Damit ist die STA eindeutig eine Sekte. Außerdem haben die STA z.B. was die Speisevorschriften betrifft und nicht nur da, einen eindeutigen Hang zur alttestamentlichen Gesetzlichkeit. Sie leben weithin mehr im AT als im NT. Daß Frauen im öffentlichen Lehr- und Leitungsamt in der Gemeinde fehl am Platze sind, ist biblisch eindeutig.

    2. Lieber Gerhard,

      zum Thema Adventismus findest Du bei Siegfried Schad einige gute und informative Beiträge von Dr. Rolf Wiesenhütter. Z. B. „Der Adventismus in der Falle des Antichristen“ – Auszug
      Er beurteilt treffend die STA .
      Und Ellen G. White ist eindeutig eine falsche Prophetin, da sie mit der Lehre der Apostel nicht übereinstimmt.

      Paulus an Timotheus:

      2Tim 4,3-4 „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Begierden Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden“ .

      Paulus an die Römer:

      Röm 16,17: Ich ermahne euch aber, Brüder, dass ihr acht habt auf die, welche entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, Zwistigkeiten und Ärgernisse anrichten, und wendet euch von ihnen ab!
      18 Denn solche dienen nicht unserem Herrn Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen.

      https://www.der-ruf.info/buchvorstellung-der-adventismus-in-der-falle-des-antichristen-rolf-wiesenhuetter/

      LG Baldur

  3. Gibt es die sogenannte „UNVERLIERBARKEIT des HEILS“?
    „Einmal errettet, für immer errettet“? „Einmal bekehrt, nie mehr verloren“!?

    Habe mich in den letzten Tagen mit dem Thema der „Unverlierbarkeit des Heils“ befasst, das in zahlreichen Denominationen, besonders auch in Brüdergemeinden vertreten wird.

    Dazu schreibt Karl-Hermann Kaufmann:
    Diese Irrlehre ist nicht erst seit Calvin entstanden, sondern geisterte schon wie ein Krebsgeschwür zur Zeit von Paulus herum. Sie setzt die Gnade Gottes außer Kraft und erlaubt es jedem indirekt, in Zügellosigkeit zu leben. Natürlich werden ihre Vertreter es niemals zugeben, genauso wenig wie die Evolutionisten es niemals zugeben werden, dass das Morden laut ihrer Evolutionstheorie vollkommen normal und erlaubt ist. (Das Recht des Stärkeren). Beide Gruppen leben im Widerspruch zu Gottes Wort und dem gesunden Menschenverstand. Ist es vielleicht nicht doch ein falsches Evangelium anstatt nur eine gefährliche Irrlehre? Jeder klar widergeborene Mensch, wenn er noch nie was von diesem Unsinn gehört hat, wird auch durch einfaches Bibellesen und studieren auch nie zu diesem Ergebnis kommen, dass das Heil nicht verlierbar ist. Diese Lehre ist Rettung und Balsam für unsere fleischliche Natur. Auch ich bin fast ein Opfer dieser Lehre geworden und hasse sie zutiefst Quelle: https://www.diewahrheitistnochda.de/irrlehren/unverlierbarkeit-des-heils/
    * Judas 4: Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.

    * Eph 1, 4 wie er uns auserwählt hat in ihm vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und untadelig seien vor ihm in Liebe; 5 und uns zuvor bestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst, nach dem Wohlgefallen seines Willens. …
    * 1, 13 in dem auch ihr, nachdem ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils – in dem ihr auch, nachdem ihr geglaubt habt, „versiegelt“ worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheißung.

    Diese Versiegelung wird als unumstößlich angesehen, so dass uns nichts mehr geschehen kann.

    Dies läuft auf eine Heilssicherheit hin – ich möchte jedoch noch zum Unterschied auf den Begriff der Heilsgewißheit hinweisen.

    Paulus schreibt an die Korinther:

    * Kor 10,1 Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.

    Jesus führt in der Auseinandersetzung mit den Pharisäern und Schriftgelehrten im Tempel an:

    * Mt 22,14: Denn viele sind Berufene,(κλητός (kletos) wenige aber Auserwählte. (ἐκλεκτός eklektos).

    In Matthäus 22 geht es um das Gleichnis vom Hochzeitsmahl (22,1-14) und ist die Fortsetzung von Kap. 21. Jesus setzte sich im Tempel mit den Pharisäern auseinander. Dazu heißt es in der Auslegung von McDonald:
    Die Hohenpriester und Pharisäer erkannten, dass diese Gleichnisse auf sie gemünzt waren, und zwar als Antwort darauf, dass sie Christi Vollmacht infrage gestellt hatten. Sie hätten ihn gerne sofort ergriffen, aber sie fürchteten die Masse, die noch immer der Meinung war, Jesus sei ein Prophet.

    Mt 22,1-6 Jesus war aber mit den Hohenpriestern noch nicht fertig. In dem Gleichnis vom Hochzeitsmahl zeigte er nochmals, wie das bevorzugte Israel beiseitegesetzt wird und die verachteten Heiden als Gäste am Tisch sitzen. Er verglich das Reich der Himmel »mit einem König, der seinem Sohn« die Hochzeit ausrichtete. Die Einladung erfolgte in zwei Stufen. Zuerst erhielten die Gäste eine Voreinladung, die durch Knechte persönlich überbracht wurde. Sie wurde einfach abgelehnt.

    Vers 14 bezieht sich auf das ganze Gleichnis und nicht nur auf den Vorfall mit dem Mann ohne Hochzeitskleid. »Viele sind Berufene«, d. h. die Botschaft des Evangeliums erreicht viele Menschen. »Wenige aber sind Auserwählte.« Einige lehnen die Einladung ab, und sogar bei denen, die sie annehmen, werden einige als falsche Bekenner bloßgestellt werden. Alle, die auf das Evangelium wirklich hören, sind erwählt. (Auslegung McDonald)

    Dieses Wort erging also zuerst an die damalige religiöse jüdische Hierarchie.

    Jesus weist darauf hin, wie wichtig das „BLEIBEN“ in und an IHM ist:

    * Joh. 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.

    Petrus ermahnt die Gläubigen:

    * 2 Petr.1,10 Darum, Brüder, befleißigt euch umso mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, so werdet ihr niemals straucheln.

    Auch Paulus macht es den Philippern deutlich:

    * Phil 2,12: Daher, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein als in meiner Anwesenheit, sondern jetzt viel mehr in meiner Abwesenheit, bewirkt euer eigenes Heil mit Furcht und Zittern.

    Wir lesen hier also definitiv nichts von einem Automatismus oder gar von einem Freibrief für die Gläubigen. Paulus erwähnt ebenfalls:

    * 1. Timotheus 4,1 Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten, durch die Heuchelei von Lügenrednern, die betreffs des eigenen Gewissens wie mit einem Brenneisen gehärtet sind.

    Paulus selbst lehnt sich nicht in bequeme Selbstsicherheit zurück wenn er an die Gemeinde in Philippi schreibt:

    * Phil 3,7 Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten; 8 ja wirklich, ich halte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck halte, damit ich Christus gewinne 9 und in ihm gefunden werde – indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus7, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens -, 10 um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleich8 werde, 11 ob ich irgendwie hingelangen möge zur Auferstehung9 aus den Toten. 12 Nicht, dass ich es10 schon ergriffen habe oder schon vollendet11 bin; ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil12 ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. 13 Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, 14 und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben13 in Christus Jesus. 15 So viele nun vollkommen sind, lasst uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgendetwas anders denkt14, so wird euch Gott auch dies offenbaren. 16 Doch wozu wir gelangt sind, zu dem lasst uns auch halten!

    Es geht also auch an dieser Stelle nicht um die Frage, ob man wieder von Gott abfallen kann oder nicht, sondern um eine Ermunterung an solche, die als Christ leben wollen.

    Das Buch des Lebens:

    Als das Volk Israel in sehr schwere Sünde fiel, sprach Mose zu Gott: „Und nun, wenn du doch ihre Sünde vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so lösche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast, aus“, 2.Mose 32,32, – welches Buch meinte er? Die Antwort des HERRN lautete: „Der HERR aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den lösche ich aus meinem Buch aus“ 2.Mose 32,33.

    So schreibt auch der Psalmist: „Sie sollen ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens und nicht eingeschrieben werden mit den Gerechten!“ Ps 69,29. Also hier ganz deutlich: Das Buch des Lebens!

    In der Offenbarung lesen wir: „Wer überwindet, der wird so mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln“ Offb 3,5. Auch hier ist von dem Buch des Lebens die Rede.

    Am Ende der Offenbarung ist von mehreren Büchern die Rede, aber nur von einem Buch heißt es, dass es das Buch des Lebens ist: „Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken“ Offb 20,12. Es gibt also viele Bücher, in denen alles aufgeschrieben ist, und nach deren Inhalt werden die Menschen gerichtet werden.

    Will noch auf den Propheten Hesekiel hinweisen der klar ausdrückt, dass sowohl ein Gerechter abfallen, als auch ein Ungerechter umkehren kann. Es ist angebracht, das ganze Kapitel zu lesen.

    * Hesekiel 18,20 Die Seele, die sündigt, die soll sterben. Ein Sohn soll nicht die Ungerechtigkeit des Vaters mittragen und ein Vater nicht die Ungerechtigkeit des Sohnes mittragen; die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein, und die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm sein.
    21 Wenn aber der Gottlose umkehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und alle meine Satzungen hält und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er gewiss leben, er soll nicht sterben. 22 Aller seiner Übertretungen, die er begangen hat, soll ihm nicht gedacht werden; wegen seiner Gerechtigkeit, die er geübt hat, soll er leben.

    Somit denke ich, dass wir aufgerufen sind, nicht in eine falsche Selbstsicherheit zu fallen, sondern unserem Herrn in Treue nachfolgen!

  4. Gemeinde heute: Immer noch gegen den Strom?

    Die Gemeinde ist in Gefahr. Nicht
    von aussen, sondern von innen. Was
    können wir als einzelne Gläubige
    dagegen tun?

    Wie leicht geht das böse Reden über andere über unsere Lippen! «Hemmungslos, zügellos.» Brutal,
    roh, verwildert. «Ungütig».

    Da werden Menschen geködert und gefangen. Seelen-
    grüpplein, Problemgrüpplein, in denen der arme Mensch
    ein Leben lang durch Jahrzehnte Seelenstündchen
    macht

    http://www.mnr.ch/services/preview.php?nr=c3dmdXBsb2FkXzE0ODcxNDM2MDQucGRm&type=c3dmdXBsb2Fk&layout=classic&i=

  5. «Wir können nicht irregehen,
    wenn wir auf Jesus sehen»

    Die Gemeinde ist in Gefahr, und zwar schon
    seit 2.000 Jahren. Wie Winrich Scheffbuch
    im Titelbeitrag dieser Zeitschrift zeigt (S. 7),
    spricht Paulus davon, dass «in den letzten Tagen schlimme Zeiten» auf die Gemeinde zukommen werden (2.Tim 3,1–9). Oft beziehen
    wir diese prophetische Bibelstelle auf die ungläubige Welt kurz vor der Wiederkunft Jesu.
    Ganz falsch ist das sicher nicht, aber eigentlich geht es im 2. Timotheusbrief um die Gefahr durch Irrlehrer für die Gemeinde. Paulus
    sagte dem Timotheus, dass er «solche Menschen» meiden sollte (2.Tim 3,5) – also schon
    damals in seiner Zeit. Im Verständnis des Apostels hatten die letzten Tage bereits mit dem
    ersten Kommen des Herrn Jesus begonnen
    (Röm 13,12; Gal 4,4; 1.Kor 10,11; vgl. Hebr 9,26;
    10,25.37). Seitdem ist die Zeit des Reiches Gottes
    nahe (Offb 1,3; 22,7.10.12.20).
    Schon seit 2.000 Jahren leben wir Gläubige in
    der bösen Endzeit (vgl. Eph 5,16)! Da ist
    es wirklich ein Wunder der Gnade Gottes, dass
    «die Pforten der Hölle» die Gemeinde nicht
    überwältigt haben (Mt 16,18). Unser Herr be-
    wahrt Seine Heiligen. Trotzdem sollen wir auf
    der Hut und nüchtern sein – das betonen Christus
    und die Apostel immer wieder (Mt 24,42;
    25,13; Lk 12,37; 21,36; 1.Kor 16,13; 1.Thess 4,6;
    5,6.8; 2.Tim 4,5; 1.Petr 1,13; 4,7, 5,8).
    Aber wie können wir nüchtern und wachsam
    bleiben? Das Rezept ist simpel: Als die
    Jünger sich darüber stritten, wer denn der
    Grösste im Himmelreich sein würde, gab ihnen
    unser Herr zur Antwort, dass gerade diejenigen
    die Grössten sein werden, die das
    Himmelreich wie die Kinder empfangen. Das
    heisst: Wir sollen wie die Kinder naiv, einfältig
    und lauter an Jesus und Sein Reich glauben
    (vgl. 2.Kor 11,3–4). Nicht Streitfragen, neue
    Ideen, Sonderlehren oder eine «fälschlich so-
    genannte Erkenntnis» (1.Tim 6,20) sollen un

    ser Leben bestimmen, sondern Jesus Christus
    selbst.
    Wir können nicht irregehen, wenn wir auf
    Jesus sehen.
    Sowohl Christus als auch Paulus sagen,
    dass Verführungen kommen werden und dass
    wir verführbar sind (Mt 18,6–14). Darum sollen
    wir uns nicht selbst für klug halten oder
    anderen Menschen nachlaufen, sondern uns
    an Christus festklammern und in unserem Leben
    alles «Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes», zerstören und jeden christusfeindlichen Gedanken «gefangen» nehmen
    «in den Gehorsam gegen Christus» (2.Kor
    10,5).
    Das Schutzmittel gegen Verführung ist
    nicht, schlauer als die Verführer zu sein. Das
    wäre eine fatale Idee. Das Schutzmittel ist eine lebendige Glaubensbeziehung zum Herrn
    Jesus selbst, im Gebet, im Nachdenken über
    Ihn, im Lesen und Hören Seines Wortes, in der
    Gemeinschaft der Heiligen.
    In der Zeit des Neuen Testaments war Thyatira eine Gemeinde, die von Irrlehren erschüttert wurde. Da gab es Leute, die ganz besonders tolle neue Erkenntnisse verbreiteten und
    die stolz darauf waren, «die Tiefen des Satans» zu erkennen. Das waren solche, die –
    mit den Worten des Apostels Paulus – immer
    nur «auf neue Lehren aus» waren und doch
    «nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen»
    konnten (2.Tim 3,7).
    Jesus Christus sagt nun den wenigen Treuen in
    dieser fürchterlichen Gemeinde nicht,
    dass sie die Irrlehrer mit besseren Argumenten besiegen sollten; nein, sondern vielmehr:
    «Euch aber sage ich, den andern in Thyatira, die solche Lehre nicht haben, die nicht
    erkannt haben die Tiefen des Satans, wie sie
    sagen: Ich werfe keine andere Last auf euch;
    doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.
    Und wer überwindet und meine Werke bewahrt
    bis ans Ende, dem will ich Macht geben
    über die Völker, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe – wie die tönernen Gefässe werden
    sie zerschmissen –, wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater; und ich will ihm
    geben den Morgenstern» (Offb 2,24–28).
    Mit anderen Worten: «Es genügt, wenn ihr
    am einfachen Glauben an Mich festhaltet.
    Mehr müsst ihr nicht tun. Haltet einfach die
    Einfalt und Lauterkeit Mir gegenüber fest, bis
    Ich komme. Wenn ihr nur das bewahrt, was Ich
    für euch getan habe, wenn ihr im kindlichen
    Glauben an Mich bleibt, dann werdet ihr die
    Grössten im Himmelreich sein, und über die
    Völker der Erde herrschen, wie Ich über sie
    herrschen werde, wenn Ich komme.»
    Maranatha. Amen, komm Herr Jesus!
    Ihr René Malgo

  6. Winrich Scheffbuch:

    «Mich erschüttern die wachsende Bedrängnis Israels und die weite Allianz der Weltvölker, die gegen Israel
    stehen.»
    Winrich Scheffbuch über Reformation, Erweckung, antichristliche Zeiten und die Erwartung der Wiederkunft Jesu.
    Ein Gespräch.
    Wie beurteilen Sie den Protestantismus nach nun 500 Jahren Reformation?
    Viele Kirchen wollen heute Kirche für die Welt sein. Da wird das Wort der Bibel beliebig gemacht. Unsere Zeit ist vom Menschen geprägt, der sich an die Stelle
    Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott.
    In welche Richtung, glauben Sie, wird sich das evange- lische und evangelikale Christentum Europas in den nächsten Jahren entwickeln – so der Herr nicht
    vorher wiederkommt?
    Jesus hat vor der Macht der Verführung gewarnt. Auch Evangelikale stehen in Gefahr, das eine Evangelium dem Denken der Welt anzupassen. Das wäre die tiefste Krise, wenn das Wort Gottes auch in unseren Kreisen rar wird.
    Viele Gläubige vergleichen den Zustand der Gemeinden Christi heute mit der Lauheit von Laodizea in Offenbarung 3. Was meinen Sie dazu? Und was könnten wir gegen die Gefahr der Lauheit tun?
    Sogar in den dunkelsten antichristlichen Zeiten wird Jesus lebendige Christengemeinden – wie klein sie auch sind – erwecken und erhalten. Auch wenn in der
    Kirchengeschichte grosse Kirchenorganisationen versagten, hat Sein Sieg am Kreuz immer wieder lebendige Gemeinden geschaffen. Nüchterne Erweckung beginnt zu allen Zeiten mit einer eindeu-
    tigen Umkehr.
    Ist eine neuerliche Erweckung in
    Europa möglich?
    Ja, Gott will Erweckung, nicht den Tod des Sünders. Er hat Jesus gesandt, zu retten, was verloren ist. Heute geschieht Wunderbares, wo Menschen Jesus finden. Nicht spektakulär mit grossem Trara, sondern in aller Stille. Mitten in der Finsternis der Welt soll jeder Christ von Jesus weitersagen. Unser Heiland ist stärker!
    Martin Luther ging von der baldigen Wiederkunft Jesu Christi aus. Gibt es heute gute Gründe, mit der nahen Ankunft des Herrn zu rechnen?
    Auf dieser Erde mit so viel Blut und Unrecht will Christus bei Seiner Wiederkunft Sein ewiges Gottesreich sichtbar
    aufrichten. Alles, was Jesus von den Zeichen der Zeit sagte, ist erfüllt. Mitten in allen Umbrüchen wird das Evangelium weltweit verkündigt, ganz stark auch in
    den Verfolgungsländern. In allen Nationen gibt es heute Christusgemeinden. An den Hecken und Zäunen hören Völker erstmals das Evangelium. Mich erschüttern die wachsende Bedrängnis Israels und die weite Allianz der Weltvölker, die gegen Israel stehen.
    Seit Christus vor gut 2.000 Jahren erschienen ist, ist Endzeit.
    Wieso dauert diese «Zeit des Endes» bereits so lange?
    In den vergangenen Jahrhunderten haben die Christen es nicht fertig gebracht,
    allen Völkern von Jesus zu sagen. Dies ist eine grosse Schuld. Wir sollten den Aufschub der Wiederkunft von Jesus zur vermehrten Evangelisation und zur Welt
    ­mission nutzen. Was bedeutet das Versprechen
    des Herrn: «Ja, ich komme bald», für Sie persönlich?
    All mein Tun bleibt Bruchstück. Nur Jesus kann es vollenden. Ich möchte jeden Tag in der Erwartung Seines kommenden Reiches leben und freue mich – wie Luther
    sagte – des lieben Jüngsten Tages. Jeden Tag möchte ich noch viel mehr von der Auferstehungskraft von Jesus ergreifen und sehne mich nach der Vollendung.
    Vielen Dank für das Gespräch.

    NACHGEFRAGT
    «Ich möchte jeden Tag in der
    Erwartung Seines kommenden
    Reiches leben»

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