Hoffnung auch in scheinbar aussichtsloser Lage!

In diesen Tagen hat die biblische Endzeitprophetie ein ganz besonderes Gewicht. So griff ich wieder einmal nach dem Danielbuch und landete danach beim Propheten Joel. Da hat mich in unserer heutigen Lage das zweite Kapitel ganz besonders angesprochen und getröstet. Viele der Rückmeldungen auf das „Südfinder“-Interview waren ja von großer Sorge, Angst, Verzweiflung bis zu völliger Resignation geprägt – ich hatte in „Kurz bemerkt“ davon berichtet. Jemand schrieb: „Die Dinge sind entfesselt“. Ist da noch irgendetwas aufzuhalten? Auch Rückmeldungen von Brüdern in Christus signalisieren zwar keine persönliche, aber doch eine politische Resignation: Wir freuen uns auf den wiederkommenden Herrn. Aber unser Volk und Vaterland geht in diesen Tagen unaufhaltsam den Bach runter.
Ich kann diese Sicht bestens verstehen. Wenn wir realistisch die Dinge sehen ,wie sie sind, dann ist menschlich gesprochen nicht erkennbar, wer dieses Chaos noch aufhalten sollte.
Aber christlicher Realitätssinn reicht weiter. Jesus kann. Und Jesus will – ganz erstaunlich lange.
Das ist es, was mich beim Lesen von Joel Kapitel 2 so ermutigt hat. Die Lage ist hier weit aussichtsloser als unsere heute. Joel 2 redet von der Situation Israels vor dem Tag des Herrn, vor der Wiederkunft Jesu. Es wird eine finstere Zeit sein: „ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und des Wetterdunkels“ (Vers 2). Und das sehnsuchtsvoll erwartete Morgengrauen bringt nicht etwa Licht, sondern ganz wörtlich „Grauen“! „Ein großes und mächtiges Volk, wie es von Ewigkeit her nie gewesen ist und nach ihm nie mehr sein wird“. In unaufhaltsamer Zielstrebigkeit überrollt dieses Heer das Land Israel und läßt nichts als Verwüstung zurück. Es überrennt die Mauern Jerusalems, steigt in die Häuser und klettert durch die Fenster. Es gibt kein Entrinnen.
Fest beschlossenes Gericht des Herrn über sein gottloses und unbußfertiges Volk! Der Herr selbst hat sich aufgemacht, sein Volk zu richten. Das Heer, das anrollt, ist das Heer Gottes – was durchaus heißen kann, dass es ein ganz menschliches und von satanischen Mächten befehligtes Heer ist, das aber von Gott für sein Strafgericht benutzt wird: „Der Herr läßt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen“.

Wie gesagt: dieser Abschnitt redet vom „Tag des Herrn“. Vom allerletzten Abschnitt vor der Wiederkunft Jesu. Von dem, was der Wiederkunft Jesu ganz unmittelbar vorausgeht. Die Zeit ist eigentlich schon abgelaufen.
Und da hat mich beim Lesen dieses Wortes Vers 12 gepackt: „Doch auch jetzt“! Doch auch jetzt – selbst in dieser finstersten Stunde, in der alles vollständig und restlos verloren erscheint, nicht der winzigste Silberstreif am Horizont, das Gericht Gottes bereits unaufhaltsam im Anrollen ist – doch auch jetzt noch ruft Gott zur Umkehr: „kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen“ (Vers 12).
Auch jetzt noch, wo das Gericht längst festbeschlossene Sache, ja bereits im Vollzug ist, ist noch Zeit der Gnade. Vielleicht läßt sich Gott des beschlossenen Unheils gereuen: „Wer weiß, vielleicht wird er umkehren und sich gereuen lassen und Segen hinter sich zurücklassen“ (Vers 14). Es ist keine feste Zusage. Dazu ist die Zeit zu weit vorangeschritten. Die Zeit der Gnade ist schon vorbei! Aber selbst dann noch: „Wer weiß“?! Hoffnung auch in eigentlich nicht nur scheinbar aussichtsloser Lage!
Es ist noch denkbar, es ist noch möglich, daß Gott umkehrt, daß er seine Heer zurückruft. Ja, und mehr noch, daß er Segen hinter sich zurückläßt. Diese Formulierung bestätigt, daß Gott selbst sich aufgemacht hat zum Gericht. Er hat das Land zum Gericht bereits betreten. Aber wenn das Volk Buße tut, dann könnte es sein, daß er nocheinmal umkehrt – und sogar Segen zurückläßt! Man stelle sich das ganz bildlich vor! Gott zieht sein Gericht zurück und die verwüsteten Landschaften blühen unter seinem Segen wieder auf!
Was für eine Vorstellung!
Was für eine Hoffnung!
Da, wo Gottes Gericht schon im Vollzug ist, da fällt sich Gott noch einmal selbst in den Arm, der zum Gericht ausgestreckt ist, und schenkt noch einmal eine Zeit des Segens.

Aber können wir diese Hoffnung auch für uns haben – heute in Deutschland im Jahr 2015 oder 2016? Schließlich gilt sie Israel, dem auserwählten Volk Gottes. Das stimmt. Aber die Bibel zeigt, daß die geistlichen Grundsätze auch für uns gelten.
Und sie liefert dafür ein sehr anschauchliches Beispiel: Ninive.
Ninive war eine böse und gottlose Stadt. Ihre Bosheit war so groß, daß der Gestank dieser Bosheit bis zum Thron Gottes hinaufgestiegen ist (Jona 1,2). Deshalb schickt Gott seinen Propheten Jona nach Ninive. Er hat eine reine Gerichtsbotschaft: „In 40 Tagen wird Ninive untergehen“. Kein Ruf zur Umkehr. Aber Ninive tut Buße. Eine heidnische Stadt, heidnische Bewohner. Und Gott erbarmt sich. Das festbeschlossene Gericht wird aufgeschoben.

So dürfen auch wir mit allem geistlichen Recht die Hoffnung von Joel 2 für uns in Anspruch nehmen. Wenn wir, wenn unser Volk noch einmal Buße tut und umkehrt zu Gott, dann kann auch ihm noch einmal eine Segenszeit geschenkt gewerden.
Dann kann nach dieser Zeit der Prüfung unseres Volkes eine Zeit kommen, für die gilt: „Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sei fröhlich und getrost; denn der HERR hat Großes getan“ (Joel 2,21).

Darum wollen wir in diesen Tagen die Hoffnung nicht verlieren. Nicht nur für uns persönlich, sondern auch für unser Volk und Vaterland.
Wir tun Buße und wir beten um Buße in unserem Volk und schauen voller Erwartung auf den Herrn.

18 Antworten auf „Hoffnung auch in scheinbar aussichtsloser Lage!“

  1. Ich will hier einfach einmal in dieser traurigen Zeit ein Gedicht von Angelika Löwen, Waldrennach einfügen.
    Vielleicht hat auch manch anderer Freude daran,so wie ich.

    Was ist der Sinn Deines Lebens?

    Dein Leben – du lebst es, doch was ist der Sinn?
    Worauf setzt du Hoffnung? Was ist dir Gewinn?
    Wozu baust du Träume und Ziele dir auf?
    Wonach fragst und strebst du im täglichen Lauf?

    So mancher, er denkt nur an Spaß, nur an sich:
    „Darauf hab` ich Lust, so erfreue ich mich.“
    Doch was bleibt, wenn Party und Musik vorbei?
    Nur Leere im Herzen, nur ein stummer Schrei!

    Vielleicht lebst und arbeitest du nur für dein Haus.
    Du baust, reparierst es tagein und tagaus.
    Ein Sturm nur, ein Feuer – und alles ist weg,
    dein Stolz, deine Arbeit – nur Asche und Dreck.

    Im Kreis der Familie, da kannst du dich freu`n,
    mit all deinen Lieben zusammen zu sein.
    Doch was ist, wenn einer von ihnen muss geh`n?
    Was bleibt dir dann noch für dein Leben besteh`n?

    Mit Kraft und mit Schönheit baust du dir dein Leben,
    willst täglich und stündlich dein Bestes nur geben.
    Doch Kraft, Ruhm und Schönheit vergeh`n wie der Wind,
    denn Altern ist menschlich, ja Alles zerrinnt.

    Bist Fan auch von Sportlern, von Stars, Politik.
    In ihren Erfolgen erhoffst du dir Glück.
    Doch Menschen enttäuschen, es kommt alles raus.
    Denn sie sind vergänglich. Der Tod löscht sie aus.

    Für deinen Beruf würdest alles du geben:
    die Freizeit, den Schlaf, ja dein ganzes Leben.
    Doch schnell kommt die Rente – und was bleibt dir dann?
    In deinem Betrieb sitzt ein anderer Mann!

    So viele erbauen ihr Leben auf Geld.
    Doch was ist, wenn Krisen erschüttern die Welt?
    Wie schnell ist es wertlos, du stehst vorm Ruin,
    was bleibt dir dann noch, wenn es alles dahin?

    Wie blind ist der Mensch, der sich selber vertraut,
    sein Leben auf wertlose Dinge er baut.
    Er ist so wie einer, der greift nach dem Wind,
    er ist wie ein kleines, unwissendes Kind.

    Einst haben die Jünger die Wahrheit erkannt
    Der Ausweg wird uns in der Bibel genannt:
    Wo sollen wir hingeh`n? HERR, Dein Wort ist wahr!
    Wer Dir glaubt, wird ewiglich leben sogar!

    Vergeude die Zeit nicht mit unnützen Dingen,
    denn sie werden letztendlich gar nichts erbringen,
    Doch Gott ist es, der dich erschuf und dich liebt.
    ER weiß, was du brauchst, der die Fülle dir gibt.

    Wenn JESUS du hast, wird dein Sehnen gestillt,
    Zufriedenheit, Freude und Glück dich erfüllt.
    Sein Friede im Herzen bleibt dann noch besteh`n,
    Wenn all´ deine Pläne und Träume vergeh`n.

    Wie kurz ist das Leben – und sicher der Tod!
    Bist heut` noch lebendig – und morgen schon tot.
    Wohl dem, der sein Leben auf Fels hat gebaut,
    der hier schon auf Gott und sein Wort fest vertraut!

    1. Wunderschön – das Gedicht ! Es sagt alles !
      Ich habe es mir kopiert und werde es noch oft lesen.
      Besser kann man das Leben und seine Traurigkeit und Endlichkeit nicht beschreiben.
      Hoffnung kommt nur von Jesus Christus, unserem Erlöser, der uns das Leben schenkte und uns immer beisteht in allen Nöten und Freuden. Darauf ist Verlass – auch wenn einen alle Menschen und sogenannte Freunde verlassen haben, die immer nur kommen, wenn es was zu holen gibt.
      Auf ihn ist immer Verlass, in den dunkelsten Stunden des Lebens.

      1. Liebe Frau Engelhardt,

        darf ich Ihnen einen Tipp geben? Was spricht dagegen, das Gedicht auf normales (farbiges?) Papier auszudrucken und dann nichts wie zum nächsten Copyshop damit und dort ggf. zuschneiden sowie laminieren lassen. Kann dann z. B. aufgehängt oder als Lesezeichen oder im Winter als Eiskratzer verwendet werden… 😉

    2. Oh, wie wunderschön und wahr … wir müssen wieder zu Jesus finden….
      Was zählt ist die Liebe Gottes und der Glaube.
      Danke für das schöne Gedicht . Ich werde es mir ausdrucken und bestimmt sehr oft lesen.

    3. DAAAAaaanke genau meine Sorge und Not wenn ich um mich schau meine Lieben sie gehen und jagen dahin beladen mit Sorgen drehen sie sich nur um sich selbst und schmunzeln wenn man den HERRN erwähnt werden still ohne Frage und Komentar….wie lange noch?

    4. Hoffnung auch in scheinbar aussichtsloser Lage!

      Schauen wir in diese Welt und all die Ereignisse an, will und kann uns schon einmal der Mut entsinken. Auch wenn wir sehen und erkennen müssen, dass die Politiker die Lage verharmlosen und lediglich zu einer Art von christlicher Nächstenliebe ohne Wut und Zorn aufrufen.
      Joachim Gauck – Weihnachtsansprache 2016 – 25. Dezember 2016

      Bundespräsident Joachim Gauck hat zum Weihnachtsfest eine Ansprache in Schloss Bellevue gehalten: „Die christliche Weihnachtsbotschaft sagt:

      „In dem Menschen Jesus begegnet uns die Liebe Gottes.“

      Beziehen wir diese Botschaft auf uns, so kann sie uns inspirieren, empfindsam, zugewandt und hilfsbereit zu leben. Dann schlagen Wut und Zorn nicht in Hass um. Dann können sich Wut und Zorn in Kräfte verwandeln, die dem Hass, der Gewalt und der Verachtung des Anderen wehren.“

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      Hier zeigt der Herr Bundespräsident, der auch evangelischer Pfarrer ist deutlich, wes es Geistes Kind er ist!

      Wie der Ratsvorsitzende der EKD, Bedford-Strohm und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx ihr Kreuz zu Ehren Allahs und seines Propheten Mohammed abgelegt und sich vom Herrn Jesus Christus distanziert haben, so bezeugte nun auch Gauck seinen Unglauben.

      JESUS war lediglich ein sterblicher Mensch, niemals jedoch der Sohn des lebendigen Gottes wie es uns in der Bibel bezeugt ist. Das ist ein tiefer Kniefall sowohl vor den Juden als auch den Muslimen und passt exakt zur Doktrin der beiden großen Kirchen.

      Nach dem Theologen Gerd Lüdemann ist Jesus im Grab verwest. Es gibt weder Auferstehung, noch Wiederkunft oder gar ein ewiges Gericht.

      * 1.Korinther 1, 18-19
      Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist's eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben: "Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen."…

      * 1.Korinther 1, 22-24:
      Zumal mal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ( und Muslimen) ein Ärgernis und den Griechen (den Gebildeten) eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus, göttliche Kraft und göttliche Weisheit.

      Wir als Nachfolger des Herrn dürfen uns an das Lied halten:

      Wir haben eine Hoffnung, deren Kraft die Welt nicht kennt,
      Maranatha, Herr Jesus, komm bald!
      Die Hoffnung, die uns stündlich zum Bereitsein ruft und mahnt,
      Maranatha, komm bald!
      Klagen die andern trostlos beim Wandern, ziehn zufrieden
      wir hinieden als seine Glieder:
      Refrain:
      Jesus kommt wieder, Jesus kommt wieder!
      Wachet, bis vom Himmel die Posaune Gottes schallt,
      Maranatha, Herr Jesus, Maranatha, komm bald!

  2. Ihr dürft nicht verzweifeln, für die Zukunft ist gesorgt. Ihr kennt die Offenbahrung ihr wisst das Gott bereits diejenigen ausserwählt hat die er für würdig befindet alles zu überleben. Dies mag eine harte Entscheidung sein, wenn man das Leid betrachtet für all die anderen. Aber ihr dürft nicht vergessen, Gott kann in ihre Herzen schauen und erkennt darin auch ihren wahren Glauben.

    Ihr Pastor habt das ganz richtig erkannt, es reicht nicht wenn man getauft ist, es reicht auch nicht wenn man die 10. Gebote befolgt. Das was Gott will, ist geliebt werden, das ist das aller wichtigste! Doch soviele Menschen da draußen haben Gott in ihren Herzen vergessen, sie gehen vielleicht in die Kirche oder Moscheen oder was auch immer, aber sie glauben nichtmehr daran, sie haben Gott vergessen.

    Und eins dürfen wir auch nicht vergessen, nicht Gott straft die Menschen sondern Satan, der ewige verführer und Lügner Satan. Man muss sich überlegen was wollte Satan denn schon immer, er wollte wie Gott verehrt werden, er wollte auf seinem Thron sitzen, und all diese Narren da draußen werden Satan bis zum Endgericht hinterherlaufen und wie einen Gott verehren, sie sind blind, sie erkennen sich nicht, sie lassen sich von erschlichenem Gold und von den tausend Lügen die bis zum Himmel stinken blenden.

  3. So schöne, so gute Gedanken, die mir wie Balsam aus der Seele sprechen.

    Wiewohl ich zum letzten Abschnitt denke, unser gottloses, antichristliches Land ist endgültig dahingegeben.

    Lieber Bruder Jakob, Sie haben meine große Hochachtung. für diesen Durchblick und den Mut, die Wahrheit zu sagen.
    Ihre beiden Vorträge habe ich meistens griffbereit und als kleine Gemeinde verteilen wir sie an Interessierte.

    Wir wissen um Ihre Gefährdung und beten für Sie.

  4. Gentechniker spielen Gott.

    Das Geld regiert die Welt.

    Naturkatastrophen die der Apokalypse ähneln.

    Biotechnik und ökonomische Gerissenheit bestimmen unsere Zeit…

    Lügen, überall nur Lügen, das Gefühl der Ohnmacht, der Ausweglosigkeit, des „ausgeliefert“ sein,

    Es sind Predigten, wie die von Pastor Tscharntke, Predigten in denen „etwas lebt“
    etwas von dem was Jesus gewollt hat !

    Ein Geschenk, das mir durch die Stunden hilft in denen ich nach dem Sinn des Ganzen suche…

  5. Von Der Liebe
    06.04.2012

    Liebe hatte zwei große Füße:
    „Mit-Gefühl“ und „Be-Hut-Samkeit“
    und war jeder-Zeit zum Helfen bereit

    Liebe hatte auch zwei starke Hände:
    „Mit-Leid“ und „Wende!“
    das Leid zum Guten
    das andere Dir zumuten

    Liebe hatte große gut-gläubige Augen
    die zur Lüge nicht taugen

    Liebe hatte auch eine Nase
    die sie niemals betrug
    sie erspührte auch noch den leisesten „DANKE !“-Geruch

    Liebe hatte stets offene Ohren
    kein einziger Hilfe-Schrei ging ihnen verloren

    Liebe besaß schärfsten Ver-Stand und ahnendes Ver-Stehen
    die ihr halfen , das „Da-Hinter“ zu sehen
    Liebe hatte ein weites offenes Herz

    bis
    es zerbarst
    in unsagbarem Schmerz

    Liebe hatte
    noch so vieles mehr
    aber sie wurde gefressen
    serviert auf einer silbernen Platte
    von einer gierigen Gewinn-Maximierungs-Monster-Ratte
    und man begann die Liebe zu vergessen
    ……………………….
    Aber offen bleibt
    eine Frage, die mein Denken um-treibt :
    Haben wir diese Liebe jemals wirklich geschätzt
    oder haben wir sie nicht immer wieder nur
    nach „hinten“ gesetzt ?
    ?!?
    Denn diese tätige Liebe
    störte unser Wohl-Stands-Getriebe
    unser Wohl-Fühl-Gefühl
    in diesem Überfluß-Genuß-Suchts-Gewühl

    Wir schwammen heiter
    auf der Wohl-Fühl-Welle immer weiter
    im großen Strom viel zu sorglos mit
    bis man den Seide-Faden durch-schnitt
    an dem unser Lebens-Sinn noch hing
    so daß er bloß
    Sang-und Klang-los
    in den Wellen unterging

    Aber dieser Seiden-Faden-Rest
    lernte Tauchen und Schwimmen
    und so konnte es ihm nach einer Zeit dann gelingen
    wieder festeren Boden unter seine Füße zu bringen

    Denn die Große Schöpfer-Liebe
    kann
    gar nicht
    untergehn

    wir werden sie wieder-sehn
    und gefragt werden
    „Was sind Deine Werke hier auf der Erden ?“

    „Hast Du in MEINEM Sinne geliebt
    selbst da ,
    wo die Liebe nicht mehr sichtbar war ?
    wo es die Kunde
    von meinem Sein
    gar nicht mehr gab oder gibt ?
    Sag, hast Du auch da
    mich verzweifelt gesucht
    und wirklich geliebt ?“

    Und rings um uns her
    fängt das große weite wilde Meer
    leise auf seine Weise an
    so gut es eben kann
    von der Ewigen Liebe zu singen
    bis all seine Rand-Sand-Körner mit-schwingen
    und in diesen Gesang mit-ein-stimmen

    Es ist das Große Schöpfer-Lob-Lied
    das sich dann durch seine tosenden Wogen zieht
    mit einem un-endlich schönen Danke-Klang
    Da-Seins-lang

    So laßt uns doch auch
    uns wieder von Neuem
    an dieser Liebe erfreuen
    laßt sie in uns und um uns
    immer wieder entstehen
    und ihre Samen aus-säen
    Lebens-lang
    mit einem fröhlichen Danke-Klang
    in dem ganz Großen Schöpfungs-Gesang !

    Laßt und doch
    in diesem Segen
    der uns gegeben
    mit Freude und Dank
    selber Segen spendend
    weiter-leben !
    *JaH!*

    1. Vielen herzlichen Dank für das Gedicht, bei welchem ich von Anfang an den Eindruck hatte, dass es dabei nicht um die menschliche Liebe namens eros, sondern um die göttliche Liebe namens agape in Anlehnung an 1. Kor. 13 geht, liebe Amselina:

      Das Hohelied der Liebe
      1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
      2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
      3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen1 und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.
      4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
      5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
      6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
      7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
      8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.
      9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.
      10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
      11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.
      12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
      13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

  6. Lieber Pastor Tscharntke,

    auch wenn es sich vorerst sehr egoistisch anhört, aber ich, meine Seele erhält durch ihre Predigten, das ihrige Sprachrohr Gottes auch dieser Blog seit langem das, was sie an Wahrheit, Klarheit, Zucht, Trost und Frieden benötigt.
    Dafür möchte ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank aussprechen und wünsche weiterhin viel Mut für einen wahrhaft gewollten Dialog Gottes an die Menschheit.

  7. Ja, Ihr Lieben! Das sind alles wunderschöne Worte von Liebe und Trost. Sie hören sich sehr gut an. Aber was ist die Realität hierzulande – alle Menschen rennen nur noch dem Geld hinterher. Und leben im Konsumrausch und die Gier allenthalben feiert fröhliche Urstände. Überall geht es nur um den Euro…. Es gibt fast keine anderen Themen mehr für die Leute. Jeder will die größte Limousine und Luxus-Loft und die anderen übertrumpfen. Auch besonders die jungen Leute. Ich bin in der DDR aufgewachsen. Wir hatten nicht viel, aber es ging nicht dauernd nur um das Geld. Das merkten wir erst nach der Wende.
    Aber glücklich sehen die reichen Menschen nicht aus – SELTSAM.
    M. Gandhi sagte: Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.
    Der Mann hat nicht ganz unrecht.
    Alles Gute für euch !
    Das Gedicht von A. Löwen habe ich hier ausgedruckt und lese es oft – sehr wohltuend…

  8. Ja, Ihr Lieben! Ihr habt ja alle so recht. Ich grüsse euch aus Sachsen.
    Man macht sich große Sorgen im Land – überall. Keiner weiß, was die Zukunft bringt. Und die alten Strukturen zerfallen langsam. Aber vielleicht ist das Gottes Wille. Nichts bleibt wie es wahr. Wir müssen uns den Herausforderungen stellen und werden uns dadurch als Menschen weiterentwickeln. Hier in Sachsen sind die Menschen trotzdem fröhlich und genießen ihr Leben, denn vom Jammern ändert sich nichts. JF Kennedy sagte einmal: Den Vorsprung hat der im Leben, der da anpackt, wo die anderen erstmal reden.
    Alles Gute für euch und herzliche Grüße

  9. Danke Herr Tscharnke, das sie mutig und Standhaft zum Wort Gottes, der Bibel stehen. Gott segne sie in ihrem Dienst – Segen für alle Christen welche noch am Wort Gottes in diesen notvollen Zeiten festhalten. Gott segne unser Deutsches Volk und Vaterland, mit einen großen Bußbewegung, hin zu Jesus Christus, der alle Not abwenden kann.

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