„Herr, HERR, du weißt es“ (Hesekiel 37,3)

Der Geist des Herrn zeigt Hesekiel ein Feld voll toter Gebeine. Gottes Wort betont: „Sie waren sehr vertrocknet“. Sie waren also nicht nur vollständig ohne Fleisch, reine Skelette. Sie lagen offensichtlich schon lange dort, Sonne und Regen, Wind und Wetter ausgesetzt. So mürb und trocken, daß sie unmittelbar davor sind, in Staub zu zerfallen.

Nun fragt der Herr seinen Propheten Hesekiel: „Werden diese Gebeine wieder lebendig?“.

Wie hätten wir geantwortet?

Menschlich betrachtet ist die Sache klar: Aus diesen Knochen kann bestensfalls noch Knochenmehl als Naturdünger hergestellt werden. Zu mehr taugen die definitiv nicht mehr!

Wahrscheinlich wäre uns ganz spontan über die Lippen gerutscht: „Herr, niemals! Undenkbar. Wie auch?!“

Das begeistert mich an der Antwort des Hesekiel und es ermahnt mich zugleich, Hesekiel sagt: „Herr, HERR, du weißt es.
Wie schnell beurteilen wir alle doch die Lage nach dem, was vor Augen ist. Und wenn die Lage aussichtslos erscheint, dann sind wir verzagt und werfen die Flinte ins Korn. In schwerer Krankheitslage fragen wir verzagt: „Wie wird es weitergehen? Werde ich jemals wieder gesund?“ Ein anderer fragt: „Finde ich überhaupt noch einmal eine neue Arbeitsstelle – in meinem Alter?“ Wir können hier jede beliebige Situation mit ihren dazugehörigen Fragen, alles, was uns gerade zu schaffen macht, einfügen. Und unsere Antwort darf immer sein: „Herr, HERR, du weißt es.“

Der allmächtige Gott weiß. Und wir dürfen darin ganz ruhig werden. Ob es persönliche Nöte sind. Ob es Nöte in der Gemeinde sind. Ob es die Nöte unseres deutschen Volkes sind. Der Herr weiß es!

Und er wird’s wohlmachen! Denn bei ihm ist kein Ding unmöglich.

Hesekiel darf es sehen: Die trockenen Skelette werden wieder zu lebendigen Menschen. Die prophetische Vorschau auf die endzeitliche Wiederbelebung Israels. Seine Wiederbelebung als Volk, die wir seit 1948 sehen. Und seine geistliche Wiederbelebung als Volk Gottes, die geschehen wird, wenn Jesus Christus wiederkommt.

Und auch wir werden es immer wieder sehen: Der Arm des Herrn ist auch heute nicht zu kurz. Der Herr weiß um unsere Not. Und er wird eingreifen, so, wie es für uns zum Besten dient.

9 Antworten auf „„Herr, HERR, du weißt es“ (Hesekiel 37,3)“

  1. Ja, ER weiß die Zukunft!
    „Schreibe auf , was du gesehen hast und was ist UND WAS NOCH KOMMEN WIRD.“ Offb. 1,19
    ER zieht SEINEN Plan durch -mit uns- ER hat uns auch einen Abriss SEINER Zukunft übermittelt. In großen Zügen wissen wir so, wo es hingeht. „Menschen gedenken es böse zu machen,ER aber wird es gut machen, für die, die IHN vertrauen. „ER…in JESUS können wir sagen :DU weißt es ! und ein Stück weit hat ER sie uns also auch schon wissen lassen, die Zukunft -unsere Zukunft.“ Grüße und GOTTES Segen für die neue Rubrik bei der EFK Riedlingen!

    1. Steigende Einnahmen, leere Kirchenbänke
      Wer heute eine Kirche betritt, sich vielleicht einem Gottesdienst aussetzt, der weiß, was er meistens bekommt: das gute Gefühl, auf der politisch richtigen Seite zu stehen. Also „für Flüchtlinge“ und „gegen rechts“ zu sein, für Merkel und gegen Trump, für Klimaschutz und gegen Einwegflaschen. So dröhnt, so flötet es von den Kanzeln herab.Politik beruht indes auf Grenzen. Sie scheidet das Publikum grundsätzlich in jene, die zustimmen, und jene, die ablehnen. Insofern führen Milieupflege und Klientelismus zur Selbstverzwergung. Die politisierte ist die entleerte Kirche. Sie macht aus Gläubigen zahlende Claqueure. In Österreich ist es amtlich: Die Einnahmen steigen dort ebenso wie die Austrittszahlen. Auch in Deutschland stehen „sechs Milliarden Euro Kirchensteuern von den deutschen Katholiken, mehr als je zuvor“, einer grassierenden Flucht aus ebendieser Kirche gegenüber. Sie hat sich zu Tode gesiegt. Sie zehrt von wirtschaftlicher Prosperität und Staatsnähe. Reicher waren Kirchen nie, belangloser auch nicht.So bietet sich dem Betrachter ein tragikomisches Schauspiel. Die vereinte Elite von Staat und Kirche versichert sich wechselseitig ihre Unverzichtbarkeit. Sie kraulen einander den Bart, herzen und umarmen sich, während die Wetter draußen aufziehen. Kein ewiger Aufschwung ist in Sicht, kein Jubelchor für das Regierungshandeln, kein Seelensturm der Erlösten. Bald werden die Kirchen Vermögensverwaltungen sein mit eingebauter Weltverbesserungsrhetorik. Der Staat wird sich ihrer bedienen, denn jeder Sonntag braucht eine Rede. Mit Sonntagen kannten sich die Kirchen einmal aus.

      http://cicero.de/salon/politik-und-glaube-willkommen-in-der-merkelkirche

  2. Gelungener erster Eintrag ! Freu mich auf weitere Kurzpredigten oder Gedanken zu Bibelversen.

    Ja, das nennt man Gottvertrauen und sollte uns Trost in jeder Lebenssituation geben. Wenn wir Kinder Gottes sind, kann uns nichts passieren was er nicht zulässt. Darauf dürfen wir vertrauen und hoffen, bei Gott ist nichts unmöglich.
    Auch wenn die Wege des Herrn oft anders sind als wir uns das vorgestellt hätten. “ Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine grosse Belohnung hat.“ Hebr 10.35 – …der Herr aber tue was ihm gefällt ! (2.Sam 10.12)

  3. Ein sehr aufmunternder Beitrag passend zur Predigt am Sonntag.
    Vielen Dank dafür!
    „Freu dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht.
    5 Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.“
    Psalm 37

  4. Liebe Brüder und Schwestern

    Die Sanftmütigen werden das Erdreich besitzen.
    Der Herr ist unser Hirte uns wird nichts mangeln …….

  5. Diese Stelle im Propheten Hesekiel hat mir schon längere Zeit Mühe gemacht. Danke für diese kurze, einfache aber richtig gute Erklärung.

  6. Lukas 21.9
    Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschrecket nicht; denn das muß zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald.

    1 Spr. 1.33
    Wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und kein Unheil fürchten müssen.

  7. Danke, lieber Jakob Tscharntke!

    Ja, es geht um das Urvertrauen, das wir niemals vergessen sollten, ist es doch das einzige Heilmittel gegen unsere Angst.

    „… Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn DU bist bei mir, DEIN Stecken und DEIN Stab trösten mich“.

    Auch Ihnen und Ihren Gemeindemitgliedern alles erdenklich Gute und Liebe im „Neuen Jahr“!

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